Leben auf der Sonneninsel

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:23 pm

Meine Schwangerschaft bemerkte ich schon bald, aber seltsamerweise fühlte ich mich trotz allem immer frisch und kaum müde.

Dabei kann man wohl kaum behaupten, dass Lenchen mir sonderlich zur Hand ging. Die Pflanzen versorgte sie zwar meistens recht ordentlich und es schien ihr auch Spaß zu machen, aber Heinrich mochte sie nicht gerne in den Pflanzen sehen. „Das macht ein kleines Mädchen nur unnötig dreckig. Magdalena neigt sowieso zur Unordentlichkeit. Sie soll dir lieber beim Putzen und Kochen zur Hand gehen.“ Also kümmerte ich mich nach Möglichkeit schon um die Pflanzen, während Lenchen noch anderweitig beschäftigt war und gab ihr nur Aufgaben im Haus. Das führte dazu, dass sie sich immer häufiger drückte, nachmittags einfach aus dem Haus verschwand und erst abends wieder auftauchte. Eine unheimliche Stromerin und ich fragte mich, was sie den ganzen Tag über trieb. Andererseits… ich wollte es gar nicht wissen und als Heinrich von ihrem Herumstromern erfuhr und das sie mir trotz Schwangerschaft kaum half, nahm er sie sich vor.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:28 pm

Mittlerweile war Wochenende und Magdalena war wie immer aufgestanden und in die Küche gekommen um sich etwas zu Essen zu holen. Heinrich saß allerdings schon am Tisch und erwartete sie. „Magdalena, ich möchte, dass du heute mit mir isst, und den ganzen Tag hier verbringst!“ Lenchen zögerte nur und ich wagte mir nicht auszumalen, was bei einer Ablehnung ihrerseits passieren würde. Aber sie nickte nur stumm und nahm sich einen Teller zu essen. Eigentlich war sie beim Essen immer laut und lustig und mir machte es auch… nun ja, mir machte es nichts aus, aber heute sah ich nichts von ihrem quirligen Wesen. Nach dem Essen half sie mir beim Abwaschen, aber Heinrich erwartete sie auf dem Sofa. Er hatte ein Buch für sie bereitgelegt. „Ich möchte, dass du dieses Buch genau liest, Magdalena! Du wirst viele wichtige Dinge daraus erfahren!“ Lenchen nickte nur und sagte: „Kann ich es nicht heute Abend lesen…“ „Nein! Du wirst es jetzt lesen!“ Lenchen ließ sich nicht leicht einschüchtern und fragte erneut: „Kann ich es dann in meinem Zimmer lesen?“ Wieder schüttelte Heinrich nur den Kopf und sagte: „Nein. Heinchen schläft…“ „Tut er gar nicht. Er spielt. Und ich würde ihn bestimmt nicht stören mit einem Buch!“ Sie hatte ihm widersprochen. Mir stockte der Atem und ich sah, dass Heinrich selbst immer wütender wurde. „Nimm jetzt dieses Buch, Magdalena, und setze dich sofort auf das Sofa. Du wirst gemeinsam mit mir lesen, bis ICH beschließe, dass es genug ist. Und wehe du bist dann noch am Anfang…“

Er ließ die Drohung im Raum stehen und Lenchen nahm sich das Buch. Ich sah, wie unglücklich sie war. Sie mochte Bücher, las viel und gerne, seit sie es konnte, aber dazu gezwungen zu werden, während draußen gutes Wetter war und sie viel lieber dort wäre, mochte der kleine Trotzkopf nicht. Bis zum Mittagessen saßen die beiden also nebeneinander auf dem Sofa. Während ich mich danach um Heinchen kümmerte und ihn zum Mittagsschlaf ins Bettchen legte, hörte ich die gedämpften Stimmen. Magdalena und Heinrich stritten! Ich weiß nicht worum es ging, doch erfuhr ich es sogleich. Magdalena zweifelte an den Dingen, die in dem Buch standen. Ich warf einen Blick auf den Einband: <Gute Hausfrauen!>. Ich hatte es selbst viele Male gelesen, aber nie hätte ich gewagt, etwas darin in Frage zu stellen. Umso schockierender war Magdalenas Verhalten, die in ihrem Alter zudem noch gar nicht wissen konnte, wovon sie sprach. Die beiden wurden immer lauter und schließlich rutschte Heinrich die Hand aus. Sie knallte auf Lenchens Wange und für einen Moment schien die Welt stehen zu bleiben. Er hatte Lenchen geschlagen! Bei meinen Eltern war das ein normales Mittel der Kindererziehung… aber es schockierte mich. Ich weiß nicht warum. Vielleicht weil ich in Heinrich immer noch den liebevollen Vater sah? Vielleicht weil mich Lenchens Wange, die nun die Striemen von Heinrichs Hand zeigte, so sehr an meine eigene Wange vor vielen Jahren erinnerte. Ich hatte mir auch die eine oder andere Ohrfeige eingefangen, allerdings für Nichtigkeiten, meinem Vater saß die Hand sehr locker. Lenchen allerdings reagierte nicht wie ich damals mit Angst, Schmerz und Demut, sie blitzte ihren Vater nur aus ihren klaren, blauen Augen böse an und sagte zischend: „Wenn man keine Argumente mehr hat, dann schlägt man also seine Tochter?“ Dann lief sie davon. Ich blickte ihr nur schockiert und überrascht zugleich nach. Woher nahm sie diese Reife? Diese Ruhe? Sie kam mir in diesem Moment nicht wie eine junge Grundschülerin vor, sondern wie eine Simfrau mit jeder Menge Erfahrung... und das war sehr beängstigend!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:31 pm

Erst nachdem sich Heinrich beruhigt hatte und die Zeit langsam verging, Heinchen wieder aufwachte und beschäftigt werden wollte, merkte ich, dass Lenchen immer noch fehlte. Langsam begann ich mir Sorgen zu machen. Sonnenheim war ein kleines Dorf und ich glaubte alle Nachbarn so gut zu kennen, dass Lenchen nichts passieren kann… aber was weiß ich schon von ihren Vorgeschichten? Und dann die ganzen Sims, die nur für kurze Zeit auf der Insel sind. Unruhig lief ich im Haus auf und ab. „Jetzt setz dich doch einmal ruhig hin!“, sagte Heinrich, der für eine neuerliche Beförderung lernte. Ich zögerte, wollte ihm aber anders wie Lenchen nicht widersprechen. „Machst… machst du dir gar keine Sorgen um Lenchen?“, fragte ich nach weiteren fünf Minuten absolutem Schweigen. „Nein, wieso denn? Sie soll nur erst gut über ihr Fehlverhalten nachdenken und dann wird sie schon wieder hierher kommen. Oder was meinst du wie sie überleben soll?“ Ihr Fehlverhalten… meinetwegen, sie hätte ihm nicht trotzen sollen, aber er hat schließlich sie geschlagen… sie ist nicht die einzige, die einiges überdenken sollte. Meine Gedanken erschreckten mich selbst… wie konnte ich es wagen meinen Mann zu kritisieren? Und wenn es auch nur in Gedanken war?
Ich hielt es nicht mehr aus und so ging ich hinaus. Mittlerweile war es schon dunkel und meine Sorgen wurden immer stärker. Doch zu meiner unglaublichen Überraschung fand ich Lenchen auf der Veranda sitzen und irgendetwas schreiben. Ich beobachtete sie einen kurzen Moment, wie sie da so friedlich saß, dann räusperte ich mich.

„Lenchen, was tust du da?“ Sie sah kaum auf, erschrak auch nicht, sondern schrieb weiter. Nach kurzer Zeit sagte sie: „Ich schreibe meine Gedanken auf…“ Ich zögerte, ich hatte nie auch nur das geringste Verlangen mich schriftstellerisch zu betätigen, wenn man mal von diesen Berichten absah und konnte mir deshalb nicht recht vorstellen, was Lenchen genau meinte. „Nun… äh… es ist schon recht spät, Lenchen, komm bitte mit ins Haus, ich mach dir schnell ein Abendbrot und dann geht’s ab ins Bett…“ „Ist Vater noch da?“ Ihre Stimme war bei dem Wort „Vater“ merklich kühler geworden. Ich nickte. „Er sitzt im Wohnzimmer und liest…“ „Dann komme ich nicht herein. Er mag mich sowieso nicht leiden!“ „Lenchen, wohin willst du denn dann? Nun komm schon mit herein?“ Ich konnte ihr nicht einmal widersprechen… „Ich war den ganzen Nachmittag bei den Spirentellis… die wohnen jetzt wirklich nicht schlecht… vielleicht kann ich zu ihnen ziehen!“ Ich musste kurz lächeln. Endlich erkannte ich wieder das kleine Mädchen in Lenchen. „Die Spirentellis mögen nett sein, aber sie haben selbst genug Kinder und zu wenig Geld. Außerdem würde ich dich ganz schrecklich vermissen und Heinchen bestimmt auch!“ Widerstrebend stand Lenchen auf und ich nahm sie bei der Hand und zog sie an mich. Ich liebe sie! Sie ist meine Tochter. Als sie meine Tränen sah, sagte sie vorsichtig: „Mutti… kannst du mir etwas versprechen?“ „Was, mein Schatz?“ „Kannst du mir versprechen, dass du mir nie verbieten wirst, zu den Spirentellis zu gehen…?“ „Aber natürlich, mein Engel. Die Spirentellis sind sehr nett, warum sollte ich es dann verbieten? Und jetzt komm mit herein!“ „Danke, Mutti!“ Und vorsichtig folgte mir Lenchen ins Haus. Heinrich schaute nicht einmal auf, aber als Lenchen einfach weiter gehen wollte, sagte er: „Hast du mir nichts zu sagen?“ Lenchen stoppte und drehte sich kurz um. „Nein!“, sagte sie halblaut. „Keine Entschuldigung?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nun gut. Du hast Zimmerarrest bis du dich entschuldigst. Und du wirst das Bad putzen!“ Lenchen erwiderte nichts, sondern ging weiter in ihr Zimmer. Das Bad zu putzen war nichts Neues für sie, aber der Zimmerarrest war böse. Ich hatte Angst, Heinrich zu fragen, ob ich ihr etwas zu Essen bringen könnte. Als er schließlich ins Bett ging, weil er morgen arbeiten musste, behauptete ich, ich müsse noch einiges aufräumen. Er nickte nur und als er verschwunden war, nahm ich hastig ein paar Brote, belegte sie mit Wurst und Käse und machte mich auf den Weg ins Kinderzimmer.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:33 pm

Lenchen nahm mir dankbar das Essen ab und teilte es geschwisterlich mit Heinchen, obwohl dieser bereits gegessen hatte. Danach schickte ich sie ins Badezimmer um sich zu waschen. Heinchen machte ich ebenfalls bettfertig. Dann setzte ich ihn noch einmal auf den Boden um das Geschirr abzuwaschen. Lenchen war mittlerweile fertig mit duschen und kniete sich zu Heinchen hinunter.

Sie kitzelte ihn und er gluckste erfreut. Dann hörte ich sie leise sagen: „Nicht wahr, Hein, du wirst nicht so wie Vater! Das musst du mir versprechen! Du hast mich nämlich lieb!“ Erneut traten mir Tränen in die Augen. Lenchen ist doch noch so klein… und dennoch bemerkt sie längst die Abneigung ihres Vaters. Heinchen würde sie wohl kaum beeinflussen können… aber auch ich hoffte in diesem traurigen Moment, dass er nicht wie sein Vater werden würde. Es war das erste Mal, dass ich so dachte und gleich darauf fühlte ich mich deswegen schuldig. Ich als Ehefrau musste zu ihm halten… nur zu zweit konnten wir unsere Kinder gut erziehen. Aber drohten wir nicht zu zweit bei Magdalena zu versagen? Ich hob Heinchen hoch und schickte Magdalena sich umziehen und ebenfalls ins Bett zu gehen. Danach setzte ich mich für einige Zeit einfach nur aufs Sofa… unsere Woche endete wirklich nicht gut und ich trug schon das nächste Kind von Heinrich unter dem Herzen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:33 pm

Am Ende der Woche machten wir uns dann auf den Weg zu unserem neuen, größeren Grundstück. Ich war wie schon erwähnt, erneut schwanger und schon jetzt war unser Haus zu klein. Wir fanden ein großes Grundstück und mussten nun nur noch unser Haus bauen lassen.

Hoffentlich würde unser Leben hier besser werden. Aber es fing schon nicht gut an. Lenchen hatte sich gleich nach unserer Ankunft auf den Boden gekniet um nach irgendwelchen Tierchen zu sehen, und Heinrich zog sie grob herauf. Ich konnte nur wegschauen, ich ertrug es nicht mehr, die Sims, die ich liebe, streiten zu sehen. Ich bin schwach… aber ich kann es nicht ändern!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Nov 03, 2010 10:49 pm

Woche 2,2:
Familie Schneider:
Hans und Helena Schneider, Geschwister

Hans Schneider:
Wie kann Helena nur so dumm sein? So einfältig? Ich glaube, ich habe damals alles Hirn abbekommen und sie nichts. Sie muss sich schon den ganzen Tag übergeben und denkt immer noch es sei „nur eine Magenverstimmung“.

Manchmal frage ich mich wirklich, wieso ausgerechnet meine Schwester so naiv ist? Aber sie wird schon noch früh genug feststellen, warum sie sich die ganze Zeit übergibt. Und ich werde bestimmt nicht ihren Fehler ausbaden! Es reicht schon, dass ich ständig die Toilette putzen muss… wobei ich das nicht einmal so schlimm finde, weil ich eigentlich echt gerne putze… aber es geht ums Prinzip!
Allzu lange blieb auch ihr die Schwangerschaft nicht mehr verborgen und bald sah ich sie mit einem kleinen Bauch.

Ihr Gejammer hörte damit aber nicht auf, sondern nahm nur noch zu. Sie kam sich selbst so arm dran vor… aber irgendwie verstehe ich ihr Selbstmitleid nicht. Das Ungeborene verdient Mitleid… wo sich die Mutter doch schon in der Schwangerschaft quält. Ich habe sie schließlich gefragt, ob sie denn nicht mit dem Vater des Kindes zusammen ziehen wolle. Für mich steht eine heile Familie mit lauter eigenen Kindern nun einmal im Vordergrund. Aber sie hat doch tatsächlich nur gelacht und mir einen Vogel gezeigt.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Nov 03, 2010 10:54 pm

Helena Schneider:
Wie kommt mein Bruder nur auf die dumme Idee, ich wolle mit diesem Nils zusammen ziehen? Ich meine, für eine Nacht war er ganz okay, aber er ist nun wirklich nicht mein Typ. Männer sind sowieso nur für die Nacht gut. Täglich den gleichen Mann zu sehen, würde mir schnell zum Halse heraushängen. Ich genieße mein Singleleben. Und irgendwie werde ich das auch mit Baby schaffen. Zur Not habe ich ja meinen Bruder, wozu sind Geschwister schließlich da. Nun, zweifellos sind sie nicht da, wenn man sie während der Geburt einmal braucht.

Und so musste ich die Schmerzen allein durchstehen, ohne Hans anschreien zu können. Schließlich gebar ich aber doch gegen halb drei am Samstag meinen kleinen Sohn.

Er hatte meine Augen, aber die Haarfarbe seines Vaters. Seine Haut war wohl eine Mischung aus uns beiden. Irgendwie… wie er mich so ansah, als ich ihn in den Armen hielt, spürte ich plötzlich eine Zuneigung zu ihm, die ich noch nie gespürt habe. Ich nannte ihn Niklas, das erinnerte zumindest ein wenig an seinen Vater Nils, der wenn es nach mir ging, nie etwas von seinem Sohn erfahren sollte. Ich knuddelte ihn eine Weile und spürte, wie wichtig er mir jetzt schon war… obwohl ich ihn gerade einmal einige Sekunden kannte. Als ich sah, dass ihn die Geburt sehr erschöpft hatte, legte ich ihn in das Kinderbettchen, dass Hans für das Baby gekauft hatte, weil ich mich nicht darum kümmern wollte und machte mich dann auf die Suche nach Hans. Eigentlich hatte ich ihn ja zusammenscheißen wollen, weil er einfach nicht aufgetaucht war und mir nicht geholfen hatte, meine Wut hatte sich allerdings mit der Geburt von Niklas gewandelt und war in Stolz umgeschlagen. Ich wollte Hans meinen kleinen, süßen Jungen zeigen.
Mein Stolz verflog allerdings bald und ich machte mir unheimliche Sorgen. Wo um alles in der Welt war Hans? Es war vier Uhr nachts und er hätte mir doch bestimmt Bescheid gesagt, wenn er noch einmal weggehen würde… und außerdem ging mein Bruder nie weg. Vor allem nicht, wenn ich jederzeit ein Baby bekommen konnte… Suchend lief ich zehnmal durch unser Haus und den Garten. Das Teleskop kam mir merkwürdig verdächtig vor… aber ich untersuchte es nicht näher, sondern ging achselzuckend wieder nach drinnen. Ich war ziemlich enttäuscht von Hans, und ein wenig besorgt, aber Hans war erwachsen und konnte auf sich selbst aufpassen…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:08 pm

Hans Schneider:
Niemand wird mir glauben, was ich heute Nacht erlebt habe… aber ich fange lieber von Anfang an: Alles begann damit, dass ich mal wieder durchs Teleskop schaute. Ich hatte im Internet spezielle Lichtzeichen gefunden, mit denen man Außerirdische herbeirufen könnte… ich glaubte zwar nicht wirklich an den Erfolg dieser Lichtzeichen, wollte es aber wenigstens versuchen und nicht schon vorher aufgeben. Mehrere Stunden (!) passierte nichts und ich wollte fast schon aufgeben… aber dann…

Ein seltsamer Sog erfasste mich und zog mich in den Himmel… ja, ihr alle lest richtig: IN DEN HIMMEL! Ich war in diesem Moment so schockiert, dass ich versuchte, mich an meinem Teleskop festzuhalten. Es gelang mir aber nicht und ich flog durch die Luft…


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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:11 pm

Was dann passierte, weiß ich nicht mehr… Ich muss ohnmächtig oder betäubt worden sein… Das erste woran ich mich dann wieder erinnere ist, dass ich schmerzhaft auf allen vieren landete… vor unserem Häuschen.

Ich war zuerst total benommen. Daran, dass es bereits hell war, entnahm ich, dass ich mehrer Simsstunden weg gewesen sein musste. Ich war so froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, dass ich diesen erst einmal küsste, ehe ich mich einem Impuls folgend zum Himmel drehte und etwas sich entfernen sah, dass alles bestätigte: Ein UFO!!! Ich war sauer auf mich selbst, weil ich nichts mehr wusste, aber gleichzeitig war ich auch unglaublich stolz, weil ich bewiesen hatte, dass es sehr wohl außerirdisches Leben gab. Nun, in letzterem irrte ich mich gewaltig. Helena muss meine Ankunft gehört haben, jedenfalls kam sie herausgestürzt. Als sie mich auf dem Boden liegen sah, den Kopf zum Himmel gereckt, fiel sie selbst erst einmal auf die Knie. Ich las ihre Besorgnis in ihren Augen und hörte ihr Jammern. Ich regte mich und sagte dann vorsichtig: „Mir geht es gut, Helena. Keine Angst… alles ist gut!“ Sie zögerte, dann nahm sie mich in den Arm. Es war ein unglaublich befreiendes, normales Gefühl. Nachdem sie sich beruhigt hatte, fragte sie: „Hans, wo um Himmels willen warst du?“ „Himmel… das trifft es recht gut. Ich bin von Aliens entführt worden und…“ „Von Aliens?“ Von Helenas Gesicht konnte ich ohne Probleme ablesen, dass sie mir nicht glaubte. „Hans, ich habe mir wirklich Sorgen gemacht! Wie konntest du nur einfach so verschwinden? Natürlich bist du erwachsen und hast das Recht dort hinzugehen, wohin du willst, aber dann sei wenigstens so nett und sag mir vorher Bescheid… oder versuche nicht nachher mit einer so was von unglaubhaften Geschichte dich aus der Affäre zu ziehen…“ Das Wort Affäre machte mich auf einen Umstand aufmerksam, der mir bislang entgangen war. „Helena… du bist ja gar nicht mehr schwanger?!“ Helena unterbrach ihre Predigt, blickte selbst auf ihren Bauch und nickte dann. „Niklas ist heute Nacht gegen halb drei zur Welt gekommen!“ „Was? Und das sagst du mir erst jetzt?“ Ich eilte sofort hinein um das kleine Baby zu begutachten. Meinen kleinen, süßen Neffen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:12 pm

Helena Schneider:
Dass Hans sofort nach Niklas sah, besänftigte mich etwas… aber nur etwas! In der nächsten Zeit war ich ihm gegenüber sehr zurückhaltend, vor allem weil er weiterhin auf einer Entführung durch Aliens behaarte und mir andauernd damit in den Ohren lag. Ich kümmerte mich um Niklas und stellte auf Durchzug, d.h. hörte ihm einfach gar nicht mehr zu. Das hatte allerdings zur Folge, dass er nun anders versuchte, mich von Aliens zu überzeugen.

Zumindest kann ich mir seinen seltsamen Aufzug nur so erklären. Ich schämte mich ein wenig für sein komisches Verhalten… war auf der anderen Seite aber auch sehr besorgt… was war wirklich in jener Nacht passiert und hatte es bleibende Gehirnschäden bei Hans hinterlassen? War er überfallen und niedergeschlagen worden? Ich wünschte mir so sehr die Wahrheit zu wissen, aber Hans konnte ich nicht fragen ohne gleich wieder die Geschichte von den grünen Männchen zu hören…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:15 pm

Woche 2,2
Familie Spirentelli:
Dorette und Corvin Spirentelli, Ehepaar
Adam Spirentelli (Kind), Sohn
Belinda Spirentelli (Kleinkind), Tochter

Adam Spirentelli:
Hallo, ich heiße Adam Spirentelli. Und ich werde für diesen Teil der Woche das Berichten übernehmen. Wir sind nämliche eine gerechte Familie und das heißt, dass jeder, der schreiben kann (und da heute meine erster Schultag war, kann ich das jetzt auch), auch einmal berichten muss oder darf, je nachdem. Ich finde das nicht schlimm… abends kann ich so ein wenig länger aufbleiben und zwischen den Tomaten aufschreiben, was so passiert. Und das ist bei uns Spirentellis wie immer eine ganze Menge. Aber am besten ich beginne einfach mal mit dem ersten Ereignis dieser Woche: Meinem allerersten Schultag. Der war nämlich am Donnerstag.

Ich bin auch ganz fröhlich in den Schulbus eingestiegen. Papa und Mama haben nämlich gesagt, dass ich in der Schule ganz viel lernen werde und ganz viele Freunde kennen lernen kann. Dann habe ich vielleicht bald auch andere zum Spielen, als nur Belinda, die leider noch ein wenig klein ist. Zum Glück haben mich Mama und Papa auch vorgewarnt, dass der Schulbus leer sein wird, wenn ich einsteige. Ich bin das erste Kind aus Sonnenheim, das zur Schule gehen muss, aber ab morgen werden es zwei mehr sein. Papa weiß das alles ganz genau, weil er nämlich auch in der Schule arbeitet. Dann bin ich wenigstens nicht ganz allein!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:16 pm

Die Schule war gar nicht so toll, wie Mama und Papa erzählt haben. Es waren nicht einmal viele andere Kinder da und manche waren sehr seltsam… Außerdem war der Unterricht langweilig… außer HuS… HuS steht für Heimat- und Sachkunde oder so… jedenfalls haben wir da ganz viel über Pflanzen geredet und ich wusste ganz viel und mein Papa hat mich dafür gelobt. Der ist da nämlich mein Lehrer. Dafür wurde ich im Simlish-Unterricht getadelt, weil ich ganz unruhig auf meinem Stuhl hin und hergerutscht bin. Simlish-Unterricht ist langweilig, Lesen und Schreiben habe ich ganz schnell gelernt, aber Frau Yeboah wollte, dass wir das ganz doll üben. Zum Glück hat mich die Pause für alles entschädigt und ich habe ganz viel gespielt. Nach der Schule ist Mechthild Brünig sogar mit mir nach Hause gefahren.

Sie wohnt gar nicht auf der Sonneninsel, ist aber ganz nett und wollte mein Haus einmal kennen lernen. Als sie den Wohnwagen und die Hütte gesehen hat, hat sie mich erst einmal ganz komisch angesehen, aber dann haben wir zusammen gespielt und ich habe ihr unsere Pflanzen und meine kleine Schwester gezeigt. Sie fand alles süß. Überhaupt sagt sie ganz oft süß.
Leider musste sie recht bald wieder gehen, weil sie einen weiten Heimweg hat… sogar mit einem Schiff… weil wir ja auf einer Insel wohnen, deswegen heißt das ja auch „Sonneninsel“… wobei, eigentlich heißt unser Dorf ja Sonnenheim… aber das liegt auf jeden Fall auf der Sonneninsel!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:18 pm

Nachdem Mechthild weg war, hat mir Papa bei den Hausaufgaben geholfen.

Er wollte mir aber nicht die Lösungen verraten, weil er meinte, dass wäre ja ungerecht den anderen Kindern gegenüber, deren Papas nicht Lehrer sind. Und da muss ich ihm Recht geben, aber Hausaufgaben sind trotzdem langweilig. Danach wollte ich noch ein bisschen aufbleiben und spielen, aber Mama hat uns erst einmal zum Essen gerufen und dann sollte ich ins Bett gehen. Ich war ganz doll traurig, weil ich heute gar keine Zeit für meine Pflanzen hatte und deshalb hat sie mir dann doch noch erlaubt, mich ein wenig um sie zu kümmern. „Aber nicht mehr lang, Adam. Morgen hast du wieder Schule!“ Oh… ich war wirklich enttäuscht. „Aber Mama… ich dachte ich müsste da nur einmal hin zum Lesen und Schreiben lernen? Und das kann ich doch jetzt!“ Mama hat mich lieb angelächelt und gesagt: „Aber es gibt noch ganz viele andere tolle und interessante Sachen, die du in der Schule lernen kannst.“ „Aber dann muss ich doch nicht mehr in den langweiligen Simlish-Unterricht?“ „Doch, Adam. Jeder unterricht ist wichtig, damit du später einmal ganz viel weißt! Außerdem, wenn Sim-Kinder nur einen Tag zur Schule müssten, dann wäre dein Papa doch bald arbeitslos und das willst du doch nicht?“ Ich nickte nur und lief davon zu den Pflanzen. Aber ehe ich mich um die Pflanzen gekümmert habe, bin ich ein wenig auf der Insel herumgelaufen und habe nachgedacht. Natürlich wollte ich das nicht und auch Frau Yeboah sollte nicht arbeitslos werden und deswegen würde ich weiterhin zur Schule gehen. Zu diesem Entschluss kam ich, als mich plötzlich ein Junge begrüßte, der sich mir als Eduard von Burgend vorstellte. Wir hatten aber kaum Zeit zu reden, weil ich schnell heimmusste, ehe Mama und Papa merken, dass ich weg bin.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:20 pm

Ganz schnell bin ich heim und zu den Pflanzen und bald darauf kam Papa und meinte, ich solle mich jetzt waschen gehen und dann ins Bett. Ich wollte protestieren, aber in dem Moment hörten wir einen kurzen Aufschrei von Mama. Erschrocken schauten Papa und ich uns an. Wir beide mussten doch auf unsere beiden Mädchen aufpassen… und gleich darauf rannten wir los.

Mama stand neben dem Bett meiner Eltern und hielt sich den Bauch. Sie musste fürchterliche Bauchschmerzen haben, vielleicht hatte sie zu viele Kirschen gegessen?
Oder aber ihr Bauch platzte, der war in letzter Zeit immer dicker geworden und mich hatte schon gewundert, ob das immer so weiterging oder ob er irgendwann platzen würde. Aber nun hatte Mama Schmerzen und ich wollte doch lieber nicht mehr die Antwort auf meine Frage haben, ob der Bauch platzen konnte, sondern das Mama keine Schmerzen mehr hat. Dann ist Papa losgerannt und hat Wasser und Tücher geholt und mich hinausgeschickt. Das fand ich ganz doll ungerecht, aber Mama war auch dafür und außerdem hat Belinda angefangen zu schreien und Papa meinte, ich müsse mich nun um meine Schwester kümmern. Das habe ich natürlich gemacht.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:21 pm

Einige Zeit später, langsam fielen mir fast die Augen zu, wurde ich von Papa geholt. Ich erwartete, dass er schimpfte, weil ich immer noch wach war, aber er sagte nur: „Komm mit. Du hast einen neuen Bruder bekommen!“ „Einen Bruder? So ein kleiner wie Bell?“ „Kleiner. So klein wie du und Bell auch einmal wart. Willst du ihn sehen?“ „Natürlich!“ „Aber danach gehst du ohne murren ins Bett?“ Ich nickte und folgte Papa ins Schlafzimmer.

Mama stand mit meinem kleinen Bruder im Arm da und wirkte ganz glücklich. Und ich war begeistert von dem Kleinen… Papa hat sich nur am Kopf gekratzt und dann einen kurzen Blick mit Mama getauscht. Aber diese hat nur sanft den Kopf geschüttelt und weiter gelächelt. Danach musste ich schlafen gehen, dabei war es doch gerade sooo spannend. Erwachsene sind manchmal wirklich unfair...

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Nov 05, 2010 11:25 pm

Corvin Spirentelli:
Da Adam nicht einmal den Namen und die Geburtstzeit seines Bruders erwähnte, werde ich das kurz nachholen. Clemens Spirentelli wurde gegen 21:27 Uhr geboren und ist unglaublich süß. Er hat rote Haare und Dorettes und Bells grüne Augen. Nur eines bereitete mir Kopfzerbrechen. Wohin mit Clemens Bett? Wenn wir es zu Belindas Bett stellten, würden sich die beiden gegenseitig wach halten, denn ein Baby hat ganz andere Schlafzeiten wie ein Kleinkind, das haben Dorette und ich schon bei Adam und Bell gesehen. Uns fehlte aber das Geld für eine „Babyhütte“. Aber irgendwie werden Dorette und ich damit schon fertig! Und jetzt lasse ich meinen Sohn mal lieber weitererzählen.


Adam Spirentelli:
Am nächsten Morgen habe ich gleich zuallererst nach meinen Geschwistern geschaut. Papa hat mich gestern noch ins Bett gebracht und ich habe ihm fest versprochen, als großer Bruder gut auf sie aufzupassen. Und er meinte, dass er das wüsste und dass ich ein ganz toller großer Bruder bin. Da bin ich ganz stolz eingeschlafen. Ich habe im Wohnwagen geschlafen.

Weil Papa meinte, Mama und er bräuchten ein wenig Zeit für sich. Und weil ich ja schon groß bin und es mir bestimmt nichts ausmacht, allein im Wohnwagen zu schlafen. Und er hat gefragt, ob es mir auch wirklich nichts ausmacht und ich habe ihn nur angelacht. Natürlich macht es mir nichts aus, es ist sogar echt toll einmal im Wohnwagen zu schlafen. Ganz anders als in der Hütte aber ebenso schön. Ich habe davon geträumt, dass der Wohnwagen losgefahren ist und es ganz doll gerumpelt hat und ich fand es ganz lustig!!!


(*Und so sieht die Zeit aus, die Corvin und Dorette einmal für sich haben wollten… Drei Kinder scheinen nicht genug*)

Und heute Morgen haben Bell und Clemens noch ganz friedlich geschlafen, als ich nach ihnen geschaut habe. Das sah sehr süß aus. Danach bin ich frühstücken gegangen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 7:47 pm

Die Schule war heute besser wie gestern. Noch zwei Kinder sind mit mir mit dem Schulbus gefahren: Eduard von Burgend, den ich aber schon vorher beim Herumspazieren kennen gelernt habe und Magdalena Zander… Magdalena Zander ist unglaublich na ja... hübsch… und deshalb habe ich sie auch gefragt, ob sie mit mir nach der Schule nach Hause kommen wolle. Und sie wollte wirklich. Das hat mich wirklich gefreut.

Sie ist nicht nur hübsch… (oder „süß“ wie Mechthild sagen würde… aber irgendwie passt das Wort zu Maggie…), sie mag Pflanzen auch ebenso sehr wie ich. Und sie hat auch einen kleinen Bruder. Anders wie Eduard, weil der nämlich keine Geschwister hat und nicht mit zu mir kommen durfte, weil seine Mama gesagt hat, dass er nach der Schule gleich nach Hause kommen sollte. Komische Mama. Und außerdem wollte ich ihn auch gar nicht einladen, weil er nämlich meint, Geschwister seien blöd und er hat keine und will auch auf gar keinen Fall welche. So ein Dummkopf. Das werde ich heute Abend gleich Mama erzählen. Das der Eduard ein Dummkopf ist.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 7:53 pm

Aber erst einmal spiele ich mit Magdalena.
Wir haben ganz doll lange Fangen gespielt und ganz viel gelacht. Und vielleicht lade ich Magdalena morgen einfach wieder ein. Dann haben wir wieder so viel Spaß.

Magdalena ist nämlich jetzt meine beste Freundin und ich habe sie deswegen auch oft entkommen lassen anstatt sie zu fangen. Weil als bester Freund muss ich sie ja auch mal gewinnen lassen, sonst ist sie ganz traurig und ich mag es überhaupt gar nicht, wenn Maggie traurig ist. Weil dann sieht sie nicht so hübsch aus.
Als es dann langsam dunkel wurde, musste sie leider gehen. Danach habe ich Mama gesucht, weil ich ihr von der… (süßen Embarassed) Maggie und dem dummen Eduard erzählen wollte. Aber Mama ging es ziemlich schlecht und sie hat sich übergeben und da habe ich lieber den Papa gesucht. Aber der Papa war mit Bell beschäftigt.

Bell muss nämlich noch Laufen lernen, weil sie das noch nicht allein kann. Aber mit Hilfe von unserem starken Papa hat sie es ganz schnell gelernt. Ich habe auch ein wenig geholfen und danach habe ich Papa alles von heute erzählt. Er findet auch, dass Maggie eine ganz liebe ist, aber er meint, ich solle nicht gemein zu Eduard sein. „Weißt du, ich glaube Eduard ist einfach nur eifersüchtig auf dich und Maggie. Weil ihr beide ganz tolle Geschwister habt und er keine hat, weil seine Mama und sein Papa keine wollen. Und deshalb sollten du und Maggie lieb zu ihm sein, damit er auch Freunde hat. Ohne Freunde wird er nämlich nur immer einsamer und trauriger.“ Da musste ich einige Zeit drüber nachdenken, aber nun finde ich, dass Papa Recht hat. Ganz allein muss ganz schrecklich sein. Ich bin nie allein, weil ich hab nämlich Mama und Papa und Bell und Clemens und Maggie. Und vielleicht bald noch Eduard.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 7:57 pm

Bald wurde Mama wieder dicker. Das heißt, dass ich vermutlich bald wieder ein Geschwisterchen bekomme. Und das obwohl es doch jetzt schon echt stressig für Mama und Papa ist.

Wenn Bell zum Beispiel mal schläft, dann schreit meistens Clemens.
Mittlerweile wurde auch ein kleiner Anbau an der Babyhütte gemacht… jetzt gibt es einen zweiten Raum nur für Babys, ohne Spielzeug und nur ganz klein mit einem Bettchen. Zum Spielen ist der andere Raun, hat mir Papa erklärt. Und hier wird auch Clemens gewickelt. Mama kann Papa nicht mehr so arg helfen, weil sie ja wieder dick ist (Papa meint, es wäre netter, wenn ich „schwanger“ schreiben würde… aber sie ist doch nun mal dick!) und deshalb oft Rückenschmerzen hat und Bell und Clemens nicht mehr wirklich tragen kann.

Dafür kocht sie aber immer besser und ich schaue ihr gerne dabei zu, während ich lese. Lesen ist mein „Abendslieblingshobby“ weil Papa und Mama nicht wollen, dass ich ganz allein draußen bin wenn es dunkel ist. Dabei habe ich keine Angst und was soll schon passieren? Vielleicht haben sie von meinem kleinen Spaziergang damals erfahren… kurz vor der Geburt von Clemens? Nun ja, da Mama eh immer sehr müde ist und Papa meistens nach Bell und/oder Clemens schauen muss, muss ich nachts im Wohnwagen oder in einer der beiden Hütten bleiben. Und dann lese ich eben tolle Abenteuergeschichten oder Pflanzenbücher, deswegen ist Lesen mein Abendslieblingshobby. Mama hat auch gesehen, dass ich ein wenig traurig bin und gefragt warum und da habe ich ihr erzählt, dass ich mich einsam fühle. Und sie hat nachgefragt warum und da habe ich gesagt: „Weil du und Papa euch nur noch um Bell und Clemens kümmert und weil Maggie nicht mehr ans Telefon darf und nicht mehr zu mir darf und auch Eduard nicht mit mir redet…“ Dann habe ich fast geheult und Mama hat mich in den Arm genommen und gesagt: „Ach Adam. Es tut mir Leid. Papa und ich, wir müssen mehr Zeit mit dir verbringen, aber du bist schon so groß und selbstständig und Bell und Clemens sind noch so klein. Aber Bell würde ganz bestimmt sehr gerne einmal mit ihrem großen Bruder spielen. Sie verehrt dich ja fast. Und wegen Maggie und Eduard: Mach dir keine Sorgen. Maggie muss bestimmt ihrer Mama daheim helfen oder war spazieren als du angerufen hast und Eduard ist vielleicht noch sauer, weil du und Maggie am Freitag allein gespielt habt. Aber das wird sich bestimmt alles wieder einrenken!“ Ich habe nur genickt und bin ins Bett gegangen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 8:02 pm

Am nächsten Tag sollte der Stress ein wenig weniger werden, hat Mama gesagt. Bell und Clemens haben nämlich beide Geburtstag und ich war den ganzen Tag damit beschäftigt Mama und Papa zu helfen. Ich habe die Pflanzen verpflegt und mit Bell gespielt und Clemens gewiegt und es war ganz lustig. Und abends hatten dann die beiden Kleinen Geburtstag.

Bell wurde als erste älter. Morgen wird sie dann mit mir in die Schule fahren und ich werde auf sie aufpassen, als großer Bruder. Das wird ganz doll lustig!

Bell ist jetzt wirklich schon ziemlich groß! Und sie liebt genau wie ich die Natur und wir hatten ganz viel Spaß zusammen und haben Laub zusammen geharkt und sind dann in die Haufen gesprungen. Mit Bell habe ich jetzt ganz viel Spaß, weil sie ja jetzt nicht mehr so klein ist und nicht mehr in die Hosen macht. Dafür hat Clemens jetzt ihre Rolle übernommen und wurde zu einem Kleinkind.

Bell und ich, wir kümmern uns um Clemens, weil er ja der Kleinste ist und unsere Hilfe braucht. Er hat jetzt auch die spitzen Ohren. Papa hat dann gleich versucht, ihm auch das Laufen beizubringen, wie Bell vor kurzem.

Mama hat ihm dabei zugeschaut und ganz glücklich gelächelt. Und Bell und ich sind leise raus geschlichen, weil wir eigentlich längst im Bett hätten sein müssen, aber noch gar keine Lust dazu hatten. Bell wollte lieber, dass ich ihr von der Schule erzählte, weil sie morgen ihren ersten Schultag hat und das habe ich dann auch getan. Irgendwann kam Mama da und hat ein wenig mit uns geschimpft und uns ins Bett geschickt. Und weil wir eh müde waren, sind wir dann auch gegangen. Es ist toll mit einer Schwester, die nur ein wenig jünger ist wie man selbst und mit der man ganz viel machen kann!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 8:03 pm

Mitten in der Nacht schüttelte mich dann jemand plötzlich an der Schulter und ich bin ganz erschrocken aufgewacht. Bell stand über mir und hat ganz ängstlich gesagt: „Adam, da hat jemand geschrieen… und Mama und Papa sind nicht da und ich habe Angst und was wenn ein Monster Clemens frisst?“ Ich hatte auf einmal auch ein ganz klein wenig Angst, aber ich bin der große Bruder und muss nach Bell und Clemens schauen. Also bin ich vorsichtig aufgestanden und habe ganz vorsichtig die Tür aufgemacht. Erst habe ich nicht viel erkannt, aber dann ganz plötzlich habe ich etwas gesehen und musste lächeln.

Ich habe mich zu Bell umgedreht und gesagt: „Keine Angst, Mama hat nur ganz dolle Bauchschmerzen und nachher haben wir dann noch ein Geschwisterchen!“ Bell hat mich mit großen Augen angesehen, weil sie ja noch klein war als Clemens auf die Welt kam. Dann wollte sie sich selbst von dem Überzeugen, und ehe ich sie aufhalten konnte, weil Mama und Papa ja eigentlich nicht wollen, dass Bell und ich das sehen, ist sie losgerannt. Ich bin natürlich gleich hinterher gerannt um sie aufzuhalten, aber sie ist verdammt schnell.

Und weil Mama und Papa uns zuerst nicht bemerkten, sah ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Geburt. Es war irgendwie… gruselig, weil man nur hilflos daneben steht und ich will nie so dolle Bauchschmerzen haben. Dann hatte Mama auf einmal ein Baby im Arm.

Ich war ganz verzaubert und Bell auch. Aber ehe wir etwas sagen konnten oder uns nur bemerkbar machen konnten, hat Mama ganz schnell Papa das Baby gegeben und uns gesehen, seltsam angeschaut und dann ging alles ganz schnell und sie hielt ein zweites Baby im Arm.

Ich war auf einmal nicht mehr verzaubert und erfreut, sondern irgendwie traurig. Zwei Babys! Und dann noch Clemens! Da würde nicht viel Zeit für Bell und mich bleiben. Meine Schwester, die davon nichts weiß, war natürlich begeistert und hat über die beiden gejubelt. Mama und Papa waren auch sehr erfreut und glücklich. Aber als Mama mich angeschaut hat, ist ihr Lächeln kurz verschwunden. Sie hat Papa das zweite Baby noch mit in den Arm gedrückt und sich zu mir gebeugt und gesagt: „Adam! Ich verspreche dir, egal wie viele Kinder Papa und ich noch bekommen werden, wir werden dich immer gleich arg lieb haben und auch immer für dich da sein, wenn du uns brauchst! Du musst nur zu uns kommen, denn du bist unser Sohn und wir haben dich lieb. Und Bell und deine Brüder haben dich auch alle lieb!“ Und da habe ich dann auch gelächelt und gemeinsam mit Bell gejubelt. Weil süß sind sie ja auf jeden Fall, unsere beiden neuen Babys.

Corvin Spirentelli:
Dorette hatte Zwillinge bekommen! Wir haben nicht nur das allererste Kind in Sonnenheim bekommen, sondern auch die ersten Zwillinge, zwei süße, kleine Jungen, die wir Daniel und Emil genannt haben. Daniel ist gegen 5:20 Uhr und Emil gegen 5:40 auf die Welt gekommen und beide versüßen uns damit die neue Woche schon jetzt! Aber nun gebe ich noch kurz zu Adam zurück, der unsere Woche beendet.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 8:10 pm

Adam Spirentelli:
Jetzt bin ich vierfacher großer Bruder: Bell, Clemens, Daniel und Emil heißen meine Geschwister. Nach der Geburt haben sich Mama und Papa um die beiden Babys, Mama sagt, es seien „Zwillinge“, weil es zwei wären, gekümmert und Bell und ich, wir haben erst mal nach Clemens geschaut. Der hat aber die ganze Geburt verschlafen und schlief auch jetzt noch. Bell und ich waren aber viel zu aufgeregt um zu schlafen und deshalb haben wir uns entschieden gar nicht mehr schlafen zu gehen, sondern gleich auf den Schulbus zu warten.

Und so haben wir uns jeweils ein Buch geschnappt und ein lustiges Spiel gespielt: Jeder liest immer abwechselnd ein Wort seines Satzes. Also ich das erste Wort in meinem Kapitel, dann Bell ihr zweites, ich mein drittes. Dabei kamen sehr lustige Sätze raus. Manchmal gaben sie auch gar keinen Sinn, aber manchmal haben wir uns totgelacht, weil es so komisch klang. Und so war es fast schade, als der Schulbus unser Spiel unterbrochen hatte und Mama uns schnell noch jedem ein Brot mit auf den Weg gab, weil wir gar nicht gefrühstückt haben. Das Leben ist doch lustig!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Nov 07, 2010 8:11 pm

Statistik nach Woche 2:

Erwachsene: 9; weiblich: 5, männlich: 4
Kinder: 4; weiblich: 2, männlich: 2
Kleinkinder: 2; weiblich: 0, männlich: 2
Babys: 3; weiblich: 0, männlich: 3

Langsam werden die Tage noch kälter und es beginnt zu schneien. Es wird zum ersten Mal Winter auf der Sonneninsel und es gibt einige Sims, die sich daran erfreuen können. In der zweiten Woche konnten drei Simkinder ihren ersten Schultag feiern: Adam Spirentelli, Eduard von Burgend und Magdalena Zander. Belinda Spirentelli wird ihren ersten Schultag gleich zu Beginn der nächsten Woche haben und sei hier nun schon einmal erwähnt. Fünf Simkinder haben das Licht der Welt erblickt, von denen Heinrich Zander und Clemens Spirentelli mittlerweile schon Kleinkinder sind. Niklas Schneider und die ersten Zwillinge Daniel und Emil Spirentelli werden auch bald krabbelnd die Welt erkunden.
Irgendwie gibt es auf der Sonneninsel mittlerweile einen ziemlichen Jungenüberschuss und so hoffen wohl alle (außer Heinrich Zander), dass bald mal ein paar Mädchen geboren werden. Mal sehen, ob die dritte Woche diese Hoffnung erfüllt?

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 09, 2010 7:43 pm

Woche 3,1:
Familie von Burgend:

Haushaltsmitglieder:
Wilhelm & Jacqueline von Burgend, Ehepaar
Eduard von Burgend (Kind), Sohn

Eduard von Burgend:
Nachdem Malenka uns verlassen hat, bin ich nun für die Berichte zuständig. Mama und Papa… bzw. Vater und Mutter sind viel zu sehr mit ihren jeweiligen Berufen beschäftigt und haben keine Zeit dafür. Ich habe Zeit und Mutter sagt, es sei auch eine gute Übung für meine Ausdrucksweise. Ich solle auf jeden Fall gebildet klingen… aber letzten Endes wird sie es ja doch nicht lesen. Es interessiert sie ja gar nicht, was ich mache und wie ich es mache. Ach ja, wir sind übrigens umgezogen.

Unser neues Haus ähnelt wesentlich mehr den Träumen meiner Eltern. Es ist groß, hat einen schönen, gepflegten Garten und strahlt einen gewissen Reichtum aus.

Dennoch zeigten Mutter und Vater bei unserem Einzug keinerlei Reaktionen… so wie immer eben. Ich durfte mir das Haus nicht einmal richtig anschauen, da wurde ich schon zur Schule geschickt. Meine Bildung ist wichtig!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 09, 2010 7:46 pm

Viel geändert hatte sich auch in unserem neuen Haus nicht. Alles war eben sehr viel größer und ich hatte ein großes eigenes Zimmer, das allerdings nur notdürftig eingerichtet war, weil das Geld nach wie vor knapp war. Deshalb schufteten Mama und Papa auch weiterhin hart und ich musste mich nach wie vor allein beschäftigen.

Ich machte meine Hausaufgaben allein.

Ich aß allein.

Ich verbrachte meine Freizeit allein.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

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