Leben auf der Sonneninsel

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:11 pm

Woche 2,1
Familie Spirentelli:

Haushaltsmitglieder:
Corvin & Dorette Spirentelli, verheiratet
Adam Spirentelli (Kleinkind), Sohn
Belinda Spirentelli (Baby), Tochter

Corvin Spirentelli:
Wir, meine Frau Dorette und meine bezaubernden Kinder, haben uns ein neues Grundstück gekauft. Mitten in der Natur! Und wesentlich größer als das letzte Grundstück.

Unser Wohnwagen steht auch bereits auf diesem Grundstück und außerdem haben wir eine kleine Holzhütte gebaut, in der die Kleinen nun schlafen und spielen können. Endlich haben sie auch bei Regen Platz, denn bei Sonnenschein sind sie sowieso immer draußen.

Die Hütte ist uns eigentlich gut gelungen, ich habe viel selbst gemacht und Dorette hat die Tür wieder gestrichen, obwohl sie erneut schwanger ist. Unser drittes Kind! Und es ist ganz egal, was es wird, denn wir haben sowohl einen Jungen und ein Mädchen und damit alles, was man bei uns haben sollte. Man sieht ihren Bauch leider noch nicht, aber wir beide wissen es!


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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:12 pm

Zu Anfang waren die beiden Kleinen, bzw. Adam noch ein wenig schüchtern. Belinda hat von dem Umzug nichts mitbekommen, aber für Adam war es eine vollkommen neue Umgebung. Also durfte er am Anfang bei mir im Wohnwagen schlafen, während Dorette und Belinda in der Hütte schliefen. Allerdings wäre er kein richtiger Spirentelli, wenn er nicht sehr neugierig wäre und so erkundete er bald schon zusammen mit Dorette die Hütte und das ganze Grundstück.


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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:14 pm

An Kindern merkt man eindeutig, wie schnell doch die Zeit vergeht. Es waren kaum zwei Simtage seit unserem Einzug vergangen (*okay… es waren genau zwei Simtage Very Happy) und schon hatten unsere beiden Süßen Geburtstag.

Adam wurde als erster älter und zu einem richtigen netten, hübschen Schulkind. Er freute sich auf die Schule am nächsten Tag, denn er ist zum Glück sehr wissbegierig. Dorette und ich wollen unsere Kinder nicht direkt erziehen, das heißt zu nichts zwingen. Kinder haben eine natürliche Neugierde und wenn man sie richtig behandelt, brauchen sie auch keine Grenzen auszutesten.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:15 pm

Bei Adam hat das gut geklappt, denn gleich nach seinem Geburtstag sah er das ganze Unkraut in unserem Garten. Ich war bei der Arbeit gewesen und Dorette war natürlich mit einem Babybauch, einem Baby und einem Kleinkind mehr als genug beschäftigt. Nun war Adam kein Kleinkind mehr und er kümmerte sich sogleich um die Pflanzen.

Dass er nicht einmal Schuhe haben wollte, machte mich irgendwie sehr stolz. Einen richtigen Naturburschen haben Dorette und ich da!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:16 pm

Aber auch unser zweites Kind, die süße Belinda hatte heute Geburtstag und so hatten wir sogleich wieder ein quirliges Kleinkind im „Haus“.

Sie ist ebenfalls ein Lockenkopf, genau wie Dorette, Adam und ich, allerdings sind ihre Haare heller. Aber das ist nicht schlimm! Wir nehmen unsere Kinder so, wie sie kommen. Und bald kommt das nächste!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 12:10 pm

Woche 2,2
Familien von Burgend/Yeboah:
Haushaltsmitglieder:
Wilhelm & Jacqueline von Burgend, verheiratet
Eduard von Burgend (Kleinkind), ihr Sohn
Malenka Yeboah, Kindermädchen

Malenka Yeboah:
Gleich zu Beginn dieses Wochenabschnittes hatte der kleine Eduard seinen Geburtstag. Natürlich feierten ihn seine Eltern nicht, das hätte nur unnötig Geld gekostet und momentan wurde alles Geld für ein neues, größeres Haus gespart. Nicht einmal eine Torte sollte ich ihm backen!

Natürlich ließ ich es mir aber dennoch nicht nehmen, ihn beim Älterwerden zu beobachten.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 12:11 pm

Als er gleich darauf vor mir stand, konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Mein kleiner Eduard. Er war so groß geworden und morgen würde er seinen ersten Schultag haben. Damit haben Corvin und ich nun bereits zwei Schüler: Adam, Corvins Sohn und Eduard, meinen „Sohn“.

Das einzige was seine Eltern feststellten, als sie ihren Sohn sahen, war, dass er etwas Vernünftiges zum Anziehen brauchte. Also kauften sie ihm etwas Neues. Dann setzten sie sich beide wieder vor ihre Bücher und lernten weiter. Ich musste das Abendessen vorbereiten und da Eduard noch nicht lesen konnte und es außer Büchern eigentlich keine Beschäftigungsmöglichkeit gab, schickte ich ihn ein wenig nach draußen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 12:13 pm

Aber da Eduard von mir eigentlich immer beschäftigt worden war, damit er ja nicht zu laut wurde, konnte er sich nun nicht einmal alleine beschäftigen. Zum Glück lief in eben jenem Moment, als ich mir schon überlegte, wie ich ihn noch draußen halten sollte Adam Spirentelli vorbei.

Ich mag den Kleinen, er ist nur einen Tag älter als Eduard und sehr unkompliziert. Ich freue mich schon, ihn in der Schule zu haben. Dennoch finde ich es unverantwortlich von den Eltern ihren Sohn nur mit einer Latzhose und barfuss herum laufen zu lassen. Immerhin haben wir doch schon Herbst. Außerdem ist es bereits spät und die Spirentellis wohnen nicht mehr bei uns in der Nähe, sondern wesentlich weiter weg. Adam hat sich auch gleich wieder verabschiedet, aber Eduard noch zugerufen: „Wir sehen uns ja morgen in der Schule!“ Eduard hatte gelächelt, nun würde er wenigstens einen Jungen bereits kennen. Zum Glück haben Eduards Eltern nicht gesehen, mit wem dieser geredet hatte, sonst hätten sie ihm den Kontakt bestimmt verboten und Eduard ist in einem Alter, wo er ein solches Verbot vermutlich befolgen würde. Und ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Die Spirentellis sind seltsam… und manchmal habe ich Angst, dass sie ihre Kinder vernachlässigen, das dritte ist ja bereits unterwegs… dennoch sieht man ja an Adam wie gut er sich entwickelt. Ich bin wirklich zwiegespalten.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 12:15 pm

Am nächsten Morgen war Eduard unendlich aufgeregt. Sein allererster Schultag. Ich strich ihm liebevoll über den Kopf und schickte ihn dann unter die Dusche. Er hatte noch mehr als genug Zeit und würde mir sonst nur im Weg herumstehen. Ich kochte ihm Omeletts zum Frühstück, sein Leibgericht und wir frühstückten gemeinsam. Eduards Eltern tauchten beide nicht auf, was mich bei Wilhelm enttäuschte. In letzter Zeit schien er doch ganz nett zu Eduard, so weit ich das gesehen habe. Jacqueline erschien erst, als ihre Fahrgemeinschaft vor der Tür stand. Eduards Schulbus hupte und ich lief mit ihm nach draußen.

Dann winkte ich ihm zu, ein Job den eigentlich seine Mutter übernehmen sollte. Meine Fahrgemeinschaft war ebenfalls gleich darauf da, ich hätte auch genauso gut mit dem Schulbus fahren können, aber Eduard musste selbstständiger werden.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 12:17 pm

Nach der Schule half ich Eduard zuerst einmal bei den Hausaufgaben. Der Unterricht war entspannt gewesen, es gab derzeit ja nicht allzu viele Schüler.

Da Eduard nach wie vor mit mir in meinem Zimmer schlafen musste, hatte er nicht einmal einen eigenen Schreibtisch und musste seine Hausaufgaben draußen machen. Eigentlich unverantwortlich, vor allem auf dem nassen Herbstboden. Da konnte der Junge ja krank werden. Eduard machte es zum Glück nicht viel aus und ihn störte es nicht, dass seine Eltern zwar über sehr viel Geld verfügten, aber nichts ausgaben… nun, vermutlich bekam er von dieser Tatsache gar nichts mit.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 12:17 pm

Ich glaube, mein Leben geht in die Brüche… alles kaputt… aus… vorbei… alles!!!
Aber ich sollte mich beruhigen und von vorne anfangen. Denn an diesem Wochenende sollten sich die Ereignisse überschlagen und alles was ich mir aufgebaut hatte, zerstören!
Alles fing damit an, dass Wilhelm und ich am Samstagmorgen zusammen frühstückten. Eduard schlief noch und Jacqueline war ebenfalls nicht in Sicht. An sich war also alles wie vor Eduards Geburtstag. Aber doch war irgendetwas anders. Ich war irgendwie nervös und auch Wilhelm schien… anders. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ging zum Kühlschrank um irgendetwas umzuräumen. Ich spürte mehr als das ich sie hörte, Schritte hinter mir. Ich drehte mich um und da stand Wilhelm. Und er sah mir in die Augen… so ernst… so liebevoll zugleich. Dann hob er seine Hand um meine Wange zu streicheln.

Reflexartig stieß… bzw. tat ich seine Hand beiseite. „Nein… Wilhelm…“ Und meine Gedanken drehten sich die ganze Zeit. Wilhelm sieht nun mal nicht schlecht aus… und er war immer nett… er ist Eduards Vater… Jacqueline hat ihn nicht verdient… er ist mein Chef… ich verliere meinen Job… ich verliere Eduard… ich habe schon lange nicht mehr… Wilhelm bestimmt auch nicht… Und so ging es immer weiter. In der einen Sekunde fragte ich mich, wie Wilhelm nur so etwas machen konnte, dann wieder fragte ich mich, wie ich es nur ablehnen konnte… ehe ich mich selbst wieder ausschelte und mich frage, wie ich nur auf die Idee komme, es nicht abzulehnen.


Zuletzt von Fenchel am Mo Nov 01, 2010 3:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Ergänzung :))

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 3:04 pm

Eduard merkte von meinem Gefühlskarussell glücklicherweise nichts, dennoch schimpfte Jacqueline den ganzen Vormittag nur mit mir… wegen lauter Nichtigkeiten. Als sie nachmittags endlich zur Arbeit musste, blieben Eduard, Wilhelm und ich allein zurück. Eduard war von dem ganzen Tag sehr erschöpft und beschloss einen kurzen Mittagsschlaf zu machen. Ich putzte… kochte… wusch… tat wirklich alles um nicht an Wilhelm zu denken, aber es gelang mir nicht. Und als er dann tatsächlich vor mir stand, konnte ich ihm nicht erneut widerstehen. Wir redeten einige Zeit… oder eher er redete.
WvB: Malenka… Sie sind wirklich wunderschön. Und noch dazu so unproblematisch… manchmal wünsche ich mir wirklich, ich hätte sie vor meiner Frau kennen gelernt und geheiratet. Dann wäre ich jetzt glücklich und unsere Kinder wären auch glücklicher wie Eduard. Der Junge liebt sie abgöttisch, nicht wahr?
Er schien keine Antwort zu erwarten, sondern redete immer so weiter. Irgendwie hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass er mit mir ein neues Leben anfangen wollte, fern von Jacqueline, mit mir und Eduard. Ich weiß nicht, wie ich so dumm sein konnte… aber er ist seeehr überzeugend, soviel ist sicher. Eines kam zum anderen und ehe Eduard aufwachte, lagen wir schon zusammen im Bett.

Zu meiner eigenen Verteidigung sei gesagt: Ich habe einen kurzen Moment gezögert… aber dann war es einfach nur wunderschön! Wilhelm ist wirklich zärtlich und Jacqueline war absolut aus meinen Gedanken verdrängt. Für Eduard würde es so eindeutig besser sein. Er liebte mich und seine Mutter… nun eher nicht. Wir schlummerten friedlich nebeneinander bis… Jacqueline von der Arbeit nach Hause kam. Wie von der Tarantel gestochen, sprang Wilhelm auf. Ich war ziemlich erschrocken ebenfalls aufgestanden, während Wihlem seine Unterwäsche zusammen suchte. „Schnell, zieh dich an Malenka, sie darf davon nichts mitbekommen…“ „Aber warum denn nicht?“, fragte ich nur perplex. „Dann würde sie sich womöglich scheiden lassen!“ „Aber… aber ich dachte, genau das hattest du vor? Ein neues Leben mit mir und Eduard?“ „Was? Nein… nein natürlich nicht! Du musst an meinen Ruf denken, Malenka. Bitte, du bist doch verständnisvoll… viel verständnisvoller als Jacqueline. Und liebevoll! Du bist toll! Du bekommst mehr Gehalt von mir und…“ „Und als Gegenleistung soll ich ab und an zu dir ins Bett springen?“, fragte ich kalt. „Nein, Malenka! Natürlich nicht. Ich fand es wunderschön, aber ich verstehe, wenn du das nicht mehr willst. Aber du musst verstehen, dass mir meine Familie wichtig ist!“ „Deine Familie? Es geht dir doch gar nicht um Eduard. Nur um deinen bescheuerten Ruf!“ Ich wurde langsam lauter und er sprach weiter beruhigend auf mich ein. Aber mir war er in diesem Moment vollkommen egal. Mit dem letzten bisschen Würde, dass er mir nicht genommen hatte, suchte ich meine Kleider zusammen und eilte in mein Zimmer. Dort schloss ich mich ein und Eduard, der bald darauf an meine Tür klopfte und herein wollte, ignorierte ich. Ich würde Schuld sein, wenn seine Eltern sich trennten… Wilhelm war der Idiot in dieser Familie, nicht Jacqueline. Ja, sie wollte Wilhelm betrügen, aber sie hatte es bisher nicht getan. Dafür er… und das ausgerechnet mit mir.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 3:06 pm

Jacqueline schien irgendetwas mitbekommen zu haben, zumindest setzte sie sich zum ersten Mal zusammen mit Eduard aufs Sofa und redete mit ihm.

Zum Glück hatte Eduard allerdings nichts von meinem Ausrutscher mitbekommen. Und auch Jacqueline schien nur einen Verdacht, aber keinesfalls eine Gewissheit zu haben. Ich atmete in diesem Moment auf… möglicherweise würde doch noch alles gut werden...
Aber noch bin ich nicht am Ende meiner Geschichte...

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 11:13 pm

Denn am nächsten Morgen war mir k***übel. Während ich das Frühstück kochte, musste ich alle zwei Minuten zur Toilette rennen und mich übergeben. Es war nicht schön, vor allem, da ich eine vage Vermutung hatte… und diese sollte sich als richtig herausstellen.

Schockiert betrachtete ich mich im Spiegel… ich hatte einen Babybauch… dabei hatte ich nie erwartet, von einem kurzen Techtelmechtel gleich schwanger zu werden. Aber nun war ich es und musste die Folgen ausbaden! Ich musste mich erst einmal fassen und so legte ich mich ein wenig hin.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 11:14 pm

Ich beschloss, nur mit Eduard zu reden. Er ist der einzige, dem ich gute Gefühle entgegenbringe und ich musste es ihm erklären.

Ich fand den kleinen Bücherwurm in seinem weißen Schlafanzug auf dem Sofa. Er kann ja kaum etwas anderes machen als Bücher zu lesen… aber momentan hatte ich andere Probleme.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 11:16 pm

Ich kochte uns etwas zu essen und Eduard folgte mir neugierig. Aber ich brachte es einfach nicht übers Herz ihm alles zu erzählen. Wir redeten während des Essens nur über unverfängliche Themen… ich bin einfach nur feige. Als Eduard fertig war, musterte er mich einen Moment, dann stand er auf um wegzugehen. Ich sah ihm nach und schließlich fasste ich mir ein Herz.

Ich brachte es auch jetzt nicht ganz über mich, ihm alles zu erzählen. Mein Entschluss stand fest: Ich würde die von Burgends verlassen… ich konnte wohl kaum verlangen, dass Jacqueline dieses Kind mit durchfüttern musste… obwohl ich selbst genug Geld beitrug. Es tat mir um Eduard Leid und ich versuchte ihm alles zu erklären. Ich erklärte ihm, dass ich schwanger war und ein eigenes Baby bekommen würde.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 11:17 pm

Natürlich reagierte er nur schockiert. Für ihn musste das so klingen, als habe ich hin nicht mehr lieb. Als er mich dann ganz süß fragte, ob er mitkönne, konnte ich die Tränen einfach nicht mehr zurückhalten. Und als Eduard das sah, nahm er mich sanft in den Arm.

„Weine doch nicht, Malenka. Ich werde tapfer sein und hier bleiben und auf Mama und Papa aufpassen und du musst dann aber auch tapfer sein und auf dich aufpassen… und auf das Baby. Darf ich Onkel sein?“ Ich musste lachen und doch weinen. Eduard hat ein gutes Herz… auch wenn er auf viele mürrisch wirken mag. Aber wen wundert das bei diesen Eltern?

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 11:18 pm


„Natürlich darfst du Onkel sein!“, sagte ich deshalb sanft und er begann vorsichtig meinen Bauch zu streicheln und mit seinem „Neffen“ zu reden. Dabei war es in Wirklichkeit sein Halbgeschwisterchen! Aber das würde er vorerst nicht von mir erfahren... dazu war er einfach noch zu jung!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mo Nov 01, 2010 11:20 pm

Dann half Eduard mir beim Packen, ich war nicht einmal stark genug, zu kündigen und so war Wilhelm überrascht als er meine Koffer sah und ich per PC ein Taxi orderte.

„Malenka…“ „Nein. Nichts Malenka! Ich gehe… kündige.“ Fast brach ich in Tränen aus, aber ich dachte an Eduard. <Du musst tapfer sein!> „Malenka. Das musst du doch nicht. Ich meine… es ist ja auch mein Baby und ich werde mich natürlich…“ „Du willst nicht zu mir und dem Baby stehen, oder?“ Wilhelm zögerte einen Moment und das war Antwort genug. Ich schnappte meinen Koffer und ging nach draußen, wo zum Glück bereits das Taxi stand.
Auf Wiedersehen, altes Leben. Hallo Leben als allein erziehende Mutter!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:13 pm

Woche 2,2
Familie Zander:
Haushaltsmitglieder:
Heinrich & Magdalena Zander, verheiratet
Magdalena Zander (Kleinkind), Tochter
Heinrich Zander (Baby), Sohn

Magdalena Zander:
Der zweite Teil unserer Woche begann sogleich mit zwei Geburtstagen. Morgens war alles noch ruhig und während Lenchen und Heinchen schliefen, hatte ich Zeit das Haus richtig zu putzen und alles für die Geburtstage herzurichten.

In letzter Zeit hatte ich nämlich gerade unser Häuschen sehr vernachlässigt, umso mehr genoss ich es jetzt, alles sauber zu machen. Dass ausnahmsweise auch beide Kinder zugleich schliefen, machte mich noch fröhlicher. Abends begannen dann die beiden Geburtstage.

Zuerst wurde Lenchen zu einem Schulkind.

Sie sieht wirklich hübsch aus und wäre sie einfach ein wenig… nun folgsamer, dann würde sie später einmal eine wirklich gute Ehefrau und Mutter abgeben. Momentan hält sie aber nicht viel von meiner Idee und Heinrich und sie gehen sich nach wie vor eher aus dem Weg.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:15 pm

Der zweite Geburtstag gefiel Heinrich dann wesentlich besser. Heinchen, sein Ein und Alles wurde zu einem hübschen Kleinkind.

Ich war ziemlich erfreut, dass Lenchen jetzt in einem wesentlich selbstständigeren Alter war und mir sogar langsam im Haushalt helfen konnte. Mit Heinchen hatte ich dennoch ein kleines Kind zu versorgen und wenn ich einen Wunsch freigehabt hätte, dann hätte ich genau jetzt die Zeit angehalten. Meine Familie ist wundervoll!
Da es mittlerweile schon recht spät war, schickte ich Lenchen ins Bett. Da wir momentan nicht genug Platz hatten um ein weiteres Zimmer anzubauen, musste Heinchen sich ein Zimmer mit seiner Schwester teilen. Heinrich war dagegen, aber Lenchen braucht nun einmal ihren Schlaf und im Wohnraum ist es abends häufig noch etwas lauter. Auch ich war erschöpft, denn vor dem Geburtstag war es mit zwei kleinen Kindern noch einmal richtig stressig geworden, und so war ich froh, als auch Heinchen endlich friedlich schlief. Heinrich war heute wieder besonders zärtlich zu mir, aber ich stellte mich schlafend. Ich weiß, dass er mehr als nur Zärtlichkeiten von mir will… und natürlich ist das sein gutes Recht als Mann… aber ich möchte erst einmal eine Pause machen. Zwei Kinder reichen für den Anfang und wir müssen ja nicht genauso viele haben wie die Spirentellis, zumal wir momentan sowieso eine gewisse Platznot haben.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:17 pm

Am nächsten Morgen hatte Lenchen dann ihren ersten Schultag.

Sie hatte seltsamerweise kein bisschen Angst. Als drittes Kind von Sonnenheim wird sie auch nicht allein in der Schule sitzen. Allerdings hat Heinrich schon mit dem Gedanken gespielt, sie daheim von mir unterrichten zu lassen. Es schickt sich einfach nicht, seine Tochter allein mit zwei Jungen in eine Klasse gehen zu lassen. Jetzt mag es noch nichts ausmachen, aber in ein paar Jahren… ich will gar nicht daran denken. Vorerst konnte ich ihn dann aber doch davon überzeugen, dass Lenchen bislang kein Interesse für Jungen hat und Heinchen zu kurz kommen würde, wenn ich Lenchen unterrichten würde. Ich weiß, dass nur dieses Argument bei Heinrich zieht. Mein Vormittag verlief zum ersten Mal seit Lenchens Geburt wieder richtig entspannend. Heinrich war auf der Arbeit, Lenchen in der Schule und Heinchen schlief noch. Als er dann aufwachte, probierte ich ihm sogleich beizubringen, dass Töpfchen zu benutzen.

Ich bin ehrlich: Ich hatte eher mäßigen Erfolg. Zwar lächelte Heinchen mich bezaubernd an, aber krabbelte dann doch gleich wieder herunter. Nun gut… wir haben ja noch Zeit. Dann versuchte ich ihm ein wenig Sprechen beizubringen. Heinchen ist wirklich süß und so unkompliziert. Manchmal frage ich mich, warum Lenchen und Heinchen nicht einfach tauschen könnten? Lenchen wäre ein guter Junge, Heinchen ein folgsames Mädchen, denke ich.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:19 pm

Als Lenchen nach der Schule nach Hause kam, studierte sie irgendein Zettelchen aufmerksam, ehe sie ihn achselzuckend in ihre Kleidtasche steckte.

Da ich aber in eben diesem Moment aus dem Fenster gesehen hatte, hatte ich sie beobachtet. Als sie nun mit ihren Hausaufgaben ins Haus kam, fragte ich natürlich sofort nach dem Zettel. „Ach, dass war nichts Mutti. Ehrlich nicht!“ Eigentlich hätte ich sie schelten sollen, dass sie mich Mutti nennt, Heinrich möchte, dass uns unsere Kinder mit „Mutter“ und „Vater“ ansprechen. Aber momentan war mir der Zettel wichtiger. „Magdalena!“, sagte ich deshalb streng und sie zuckte erneut mit den Achseln und holte das Stück Papier heraus. Ich las es hastig durch. Lenchen hatte eine Handarbeit zurückbekommen, die sie heute gemacht hatten und die gleich benotet worden war. Sie hatte nur eine 3+, weil die Handarbeit zwar eine gewisse Kreativität bewies, aber leider sehr unsauber gemacht worden war. Weiter stand unter der Note noch, dass Frau Yeboah der festen Überzeugung sei, Lenchen sei unglaublich intelligent, wie man es auch immer im Matheunterricht zu sehen bekomme. Sie müsste sich nur einfach ein wenig mehr in der Schule konzentrieren und nicht so viel Quatsch mit den Jungen machen. Ich war natürlich glücklich, dass meine Tochter als „intelligent“ bezeichnet wurde, auch wenn ich nicht verstehe, warum sie dies gerade im Mathematikunterricht zeigen muss, ein meiner Meinung nach sinnloses Fach für Mädchen, aber mich ärgerte es, dass meine Tochter durch Unordnung und Ärger auffiel. Ich schimpfte einige Zeit mit ihr und achtete dann darauf, dass sie ihre Hausaufgaben absolut sauber erledigte. Danach sollte sie mir beim Kochen zur Hand gehen, damit sie sich langsam an ihre Pflichten als Tochter und spätere Ehefrau gewöhnt.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:21 pm

Als Heinrich nach Hause kam, hatten wir das Essen zubereitet und Lenchen saß brav mit einem Buch auf dem Sofa. Dass sie bis vor fünf Minuten noch darauf herumgehopst war, sagte ich Heinrich nicht, wohl aber gab ich ihm den Zettel. Ich habe keine Geheimnisse vor ihm! Natürlich wurde Lenchen erneut ausgescholten, ehe er sie ohne Essen ins Bett schickte. Zum Glück hatte sie beim Kochen viel genascht und so würde ihr ein Abend ohne Essen nicht schaden. Während ich abwusch, versuchte Heinrich seinem Sohn das Laufen beizubringen.

Es ist wirklich wunderbar, seinem Mann und seinem Sohn bei solchen Dingen zuzusehen. Heinrich ist so liebevoll zu Heinchen, er ist nicht nur ein guter Mann, sondern auch ein guter Vater!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Di Nov 02, 2010 11:22 pm

Nachdem Heinchen müde wurde, legte Heinrich ihn schlafen und kam dann zu mir. Ich hatte immer noch das liebevolle Bild von Heinrich und Heinchen vor Augen und so war ich heute wesentlich offener, für Heinrichs Wunsch nach einem kleinen Schäferstündchen.

Das Schäferstündchen blieb nicht ohne Folgen, aber es störte mich nicht, erneut schwanger zu sein. Ich hatte mir immer mehr als zwei Kinder gewünscht und mit Heinrich als tollem Vater, würde ein drittes Kind wohl kaum mehr Arbeit machen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

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