Leben auf der Sonneninsel

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Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Okt 01, 2010 11:16 am

So... ich fange nun doch an über eine neue Familiendynamikchallenge zu schreiben, nach langem hin und her, ob ich dafür eine neue anfange, oder versuche meinte alte so gut es geht zu erklären... Deshalb kann es durchaus sein, dass lange nichts kommt, denn ich spiele nach wie vor sehr gerne in meiner alten! Ich hoffe, dass auch hier so einiges passiert Very Happy
Nun aber Bühne frei für: Das Projekt: Leben auf der Sonneninsel! Alles eitel Sonnenschein in Sonnenheim?!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Fr Okt 01, 2010 11:20 am



Die Sonneninsel ist eine Insel ziemlich weit entfernt von allen anderen Simsstädten. Als sie vor gut 100 Simstagen (ein Simstag entspricht keinem Menschentag, sondern dauert wesentlich länger) entdeckt wurde, wusste die entsprechende Regierung lange nicht, was sie mit diesem wunderschönen Eiland eigentlich machen sollten… bis sie sich entschieden einige Straßen darauf zu bauen. Nun war die Insel laut der Regierung bezugsbereit für Sims… die Sims waren aber anderer Meinung, denn es gab ja außer Straßen und einer hübschen Umgebung absolut gar nichts auf dieser Insel, nur auf der einen Seite Meer und auf der anderen die Berge. Lange Fahrtzeiten trennten sie von anderen Städten, es gab keinen Universitätsanschluss und keine Möglichkeit für einigermaßen billige Urlaubsverbindungen. Also lockte die zuständige Regierung die Sims mit einem anderen Angebot bzw. sie erschufen ein Projekt, dass Sims anlocken sollte: Die Freiwilligen sollten je nach Familiegröße ein gewisses Startkapital erhalten und all ihre Sorgen und Schulden blieben in ihrem alten Leben. Einige Nachteile und Pflichten waren lediglich, dass sie sich damit einverstanden erklären mussten, dass sie über ihr Leben berichten und das kein Familienname jemals aussterben durfte. Zudem soll jeder Teenager auf die Universität (die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal existiert, aber die Regierung will vorsorgen) und möglichst einen Beruf ausüben, der der Allgemeinheit zugute kommt. Außerdem durften Sims, die sich für diese Projekt interessierten noch keine Familien, höchstens einen Ehepartner haben. Es meldeten sich nur wenige willige Sims und so viel es der Regierung nicht schwer auszuwählen: Sie nahmen einfach alle.


Zuletzt von Fenchel am So Dez 19, 2010 4:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 02, 2010 5:26 pm

Und hier nun eine kurze Vorstellung der einzelnen, mutigen, vielleicht auch verrückten Familien:

Familien von Burgend - Die Reichen:

Wilhelm und Jacqueline von Burgend entstammen, wie es ihr Namenstitel schon andeutet, einer alten Adelsfamilie. Nun zumindest Wilhelm. Jacqueline wollte schon immer einen Mann, der ihr zu Adel und Reichtum verhilft, leider erfüllte Wilhelm aber nur die eine der beiden Bedingungen, was ihn in ihrer Achtung ziemlich sinken ließ. Sein Stammbaum (der mit der Teilnahme des Projekts aber vollkommen ausgelöscht wurde) erstreckte sich über Simjahre hinweg (eine unvorstellbar lange Zeit).
Leider gab es in dieser Familie nicht nur vorbildliche Simmänner, die alles taten um das Vermögen zu mehren, sondern auch den einen oder anderen Taugenichts und diese schafften es, dass gesamte Familienvermögen zu verprassen. Wilhelm blieb, als sein Vater (ein absoluter Taugenichts) starb, nur noch der Name von Burgend und ein Haufen Schulden. Doch Wilhelm hatte ebenso den Stolz eines ‚von Burgend’ geerbt und nahm sich fest vor dem Titel auch wieder das nötige Geld hinzuzufügen. Er traf auf Jacqueline und diese war von seinem Titel so verzückt, dass sie erst nach der Hochzeit begriff, dass Wilhelm ärmer wie eine Kirchenmaus war, da diese normalerweise wenigstens keine Schulden haben. Eine Scheidung kam für Wilhelm aber absolut nicht in Frage und Jacqueline wollte den netten Titel auch gerne behalten und deswegen blieben sie zusammen und als Jacqueline eines Tages einen Aufruf zum „Projekt Bevölkerung der Sonneninsel“ hörte, entschied sie kurzerhand, dass dies das beste für sie und Wilhelm sein würde, denn Wilhelm ackerte sich ab um überhaupt seine Schulden zu tilgen und ihre Affären wurden langsam zu zahlreich und unzählbar.
Eine kurze Anmeldung genügte und zwei Simtage später saßen Wilhelm und Jacqueline in einem Boot, dass sie und einige andere Sims zur Sonneninsel brachte um dort Sonnenheim zu gründen und zu bevölkern. Doch wie wird es dem ungleichen Ehepaar von Burgend dort ergehen? Wird es Wilhelm gelingen, endlich Reichtum anzuhäufen und wird es Jacqueline auch auf der Insel wieder gelingen, die eine oder andere Affäre zu haben… auch wenn sie dort erst einmal feststellen muss, dass die Einwohnerzahl doch recht gering ist… Nun, dies alles wird wohl in einigen Simwochen heraus sein.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 02, 2010 5:37 pm

Familie Yeboah - Die "Dienerin"

Wilhelm und Jacqueline von Burgend hatten sich vorgenommen auf der Insel gleich das richtige Bild von sich selbst zu zeigen. Dazu gehörte eigentlich genug Geld, was sie nicht hatten und natürlich auch eine gewisse Dienerschaft. Leider geht ohne ersteres auch letzteres nicht. Ehe es nun aber auf die Sonneninsel ging, suchten sich die beiden eine junge Frau, die noch nichts von diesem Projekt wusste und baten sie, mit ihr auf diese Insel zu ziehen. Sie dürfte völlig umsonst bei ihnen wohnen und müsste eben nur ab und an im Haushalt und bei der späteren Kindererziehung mitanpacken. Malenka Yeoboah, eine intelligente, abenteuerlustige Frau, die es bisher im Leben nicht leicht hatte, nahm dieses zweifelhafte Angebot an und unterschrieb den Vertrag. Die Hausarbeit fiel ihr bisher auch nie schwer und deshalb hofft sie, sich ein neues, schöneres Leben fernab von Zwängen aufzubauen. Doch ob dieser Wunsch nach einer tollen Zukunft im Hause von Burgend wirklich in Erfüllung geht ist zweifelhaft...

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 02, 2010 5:39 pm

Familie Zander - Die Bauern:

Heinrich und Magdalena Zander wuchsen beide recht ähnlich auf: Ihre Familien waren sehr traditionell und so ist auch in beiden Köpfen fest verankert, dass der Mann für den Hof und das Geldverdienen zuständig ist, während die Frau immer zu Hause bleibt und sich um Mann, Kinder und Haushalt, möglichst in dieser Reihenfolge, kümmert. Da Magdalena so aufgewachsen ist und es gar nicht anders kennt, hat sie bisher nicht protestiert, auch wenn sie und Heinrich ihre ersten gemeinsamen Jahre in einer größeren Simsstadt verbracht hatten, weil sie einfach nicht genug Geld hatten einen eigenen Hof aufzubauen und in beiden Familien ältere Brüder den Heimathof geerbt hatten. Heinrich weigerte sich bisher strikt eine andere Arbeit anzunehmen und so sammelten sich rasch Schulden an und die Zanders lebten an ihrem Existenzminimum. Und obwohl sich Magdalena nichts sehnlicher wie ein kleines Kind wünschte, warteten sie und Heinrich noch, denn bisher hatten sie diesem Kind nichts zu bieten und sie wollten auch nicht, dass es unter dem schlechten Einfluss andere Simsstadtkinder aufwuchs. Der Aufruf zum Projekt schien für beide also wie von höheren Mächten, die endlich ihre Wünsche erhört hatten und sofort meldete Heinrich sich und Magdalena an um auf dieser Insel mit dem Startkapital endlich zeigen zu können, dass er einen Hof aufbauen und eine gute Familie gründen kann. Wird Heinrich es wirklich schaffen einen Hof aufzubauen… und wird Magdalena auch weiterhin mit der typischen Rollenverteilung klar kommen oder wird sie sich endlich einmal gegen ihren Mann wehren? Und wie viele Kinder werden die beiden letztendlich bekommen?


Zuletzt von Fenchel am Sa Okt 09, 2010 9:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : falscher Name :D)

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 02, 2010 5:45 pm

Familie Schneider - Die Geschwister:

Wer die Schneiders sieht, kann meistens gar nicht fassen, dass es sich bei ihnen um ein Geschwisterpaar handelt. Dabei haben beide sowohl die gleiche Mutter als auch den gleichen Vater und wer genau hinsieht, sieht auch, dass sie beide ähnliche Gesichter und die gleichen braunen Augen haben. Aber nicht nur vom Aussehen her sind die Geschwister total ungleich: Helena war schon immer die lebenslustigere, diejenige, die einfach nur Spaß im Leben haben wollte. Sie war es auch, die unbedingt zu diesem Projekt wollte um endlich einmal aus dem normalen Alttagstrott herauszukommen. Der schüchterne, einzelgängerische Hans ließ sich schließlich von ihr überzeugen... ihm ist es eigentlich egal, wo er wohnt, solange er nur seine Ruhe hat und tatsächlich scheint diese abgelegene Insel sehr gut dazu geeignet zu sein. Und so packten die beiden kurzerhand zusammen ihre Koffer und machten sich auf die Reise zur Sonneninsel um dort ein neues Leben aufzubauen und vielleicht irgendwann doch einmal eine Familie zu gründen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 02, 2010 5:54 pm

Familie Spirentelli - Die Chaoten:

Die Spirentellis sind eine durch und durch verrückte Familie. Corvin und Dorette wuchsen beide mit vielen Geschwistern und anderen Familienmitgliedern auf, ständig umherziehend und nie länger wie ein paar Simtage an einem Ort verbleibend. Corvin und Dorette waren damals nichts anderes gewohnt und sie genossen ihr Leben, vor allem da sie in ihren Familien mit ihrem doch recht seltsamen Aussehen akzeptiert wurden, da hier alle so aussahen, während andere Sims sie oft scheel ansahen. Als Corvin und Dorette zu Teenager wurden, verliebten sie sich ineinander und obwohl die Eltern in ihrer Bevölkerungsgruppe doch ein gewisses Mitspracherecht haben, was den Ehepartner angeht, waren alle mit dieser Ehe einverstanden und die beiden heirateten bald darauf. Sie hatten beide in etwa den gleichen Status, waren gleich aufgewachsen und erzogen worden und die Hochzeit war einfach nur traumhaft. Doch trotz einer mehr oder weniger doch schönen Kindheit, wollte Dorette nicht, dass ihre Kinder später einmal ebenfalls ständig umherziehen mussten und denselben Spott andere Sims ertragen mussten wie sie es musste. Deshalb bat sie ihren Mann währen der Hochzeitsnacht ihr doch ihren sehnlichsten Traum von einem eigenen Grundstück in einem netten Dorf, wo niemand ihre Vergangenheit als Zigeuner kannte, zu erfüllen. Colvin liebte sein Leben als Streuner zwar, aber seine Frau liebte er noch mehr und so wollte er ihr diesen Wunsch unbedingt erfüllen.
Leider war es gar nicht so einfach plötzlich einen festen Wohnsitz zu wollen und in den meisten Städten scheiterte sein Antrag schon an der Regierung. Auch bei dem Projekt bewarb sich Colvin ohne viel Hoffnung zu haben, überhaupt genommen zu werden, doch zu seiner Überraschung und Freude wurde seine Bewerbung tatsächlich angenommen und so hatten er und seine Frau nicht nur endlich eine feste Heimat, sondern auch ein Startkapital mit dem sie machen konnten, was sie wollten. Doch beide haben keine Ahnung wie sie mit Geld umzugehen haben und da sie den strengen Regeln ihrer Sippe entkommen sind, wissen sie auch nicht, was sie mit dieser Freiheit anfangen sollen… die Regierung hofft auf das beste und ansonsten… nun auch Sonnenheim braucht wohl eine Chaosfamilie und darin sind die Spirentellis wirklich gut.

Das waren also die neun mutigen Sims, die einen vollkommenen Neustart in einer ihnen völlig fremden Umgebung wagen und auf eine schöne Zukunft hoffen...

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:11 pm

Woche 1 - Familie von Burgend/Yeboah:

Malenka Yeboah:
Ich heiße Malenka Yeboah und werde vorerst den Part der Schreiberin in dieser Familie übernehmen… und noch sehr viele weitere Aufgaben… Nun, ich möchte mich nicht beklagen, immerhin habe ich es mir selbst ausgesucht und es gibt wirklich Schlimmeres als ein wenig Hausarbeit zu erledigen und dafür die Chance auf einen Neuanfang zu bekommen.
Heute habe ich Wilhelm und seine Frau wieder gesehen, sie waren beide oberflächlich freundlich zu mir und zeigten mir mein Zimmer… darin steht nicht mehr wie ein Bett. Das Haus ist überhaupt insgesamt sehr klein und entspricht ganz und gar nicht den Vorstellungen meiner neuen Familie. Ich denke, ein eigenes Haus ist immer noch besser wie ein gemietetes und auch wenn es klein ist, hat es doch seinen Charme und wenn die von Burgends genug Geld haben, können sie immer noch umziehen. Aber sie sind eben unzufrieden und wollen schnellstmöglich wieder umziehen... sobald sie eben genug Geld haben. Ah, hier ein Bild des Hauses, damit sich, wer auch immer diese komischen Erzählungen liest, eine Vorstellung davon machen kann.

Nachdem ich also mein Zimmer gesehen habe, habe ich mir gleich eines der Bücher aus dem billigen Bücherregal genommen.

Darin stehen einige einfache Rezepte. Ich kann nämlich leider nicht wirklich gut kochen, zumindest nicht so, dass es den von Burgends schmecken würde, bei uns daheim wurde mit den Gewürzen ein wenig anders umgegangen und ich bezweifel, dass das jemanden schmeckt, der es nicht gewohnt ist. Das Lernen macht mir zum Glück sehr viel Spaß und ich nahm mir fest vor bald das eine oder andere Gericht auszuprobieren.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:15 pm

Ich habe keine Ahnung was meine Arbeitgeber in der Zwischenzeit getan haben, aber irgendwann klingelte es an der Tür und es kamen ein paar Nachbarn vorbei um uns zu begrüßen.

Herr und Frau von Burgend haben kurz miteinander getuschelt, ich nehme einmal an, sie halten sich für etwas sehr viel Besseres. Schließlich haben sie sich doch dazu entschieden, die Nachbarn zu begrüßen, immerhin sind gute Beziehungen immer von Vorteil. Mir haben sie die Aufgabe zugeteilt mit einem rothaarigen Mann mit spitzen Ohren zu sprechen, der ihnen allzu suspekt war. Ich finde Colvin Spirentelli eigentlich echt nett, und gerade seine spitzen Ohren machen ihn in meinen Augen interessant. Wir haben über alles Mögliche geredet, ja auch über Schuhe… aber ich weiß nicht mehr genau warum. Die beiden anderen Gäste sind Herr und Frau Zander, Bauern, wie Frau von Burgend nur abschätzig bemerkte. Na, ich denke nicht, dass die groß Freunde werden… Frau von Burgend zeigte deutlich ihre Langeweile, aber als dies Frau Zander nicht störte, entschied sie sich direkter zu sein und sie zu verabschieden. Herr von Burgend hielt es ein wenig länger aus, aber auch er bat seinen Gast nicht herein. Ich hatte gut zwei Simstunden Spaß mit Colvin, ehe eine mürrisch schauende Frau von Burgend mich daran erinnerte, dass ich noch einiges zu erledigen hatte.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:19 pm

Ich machte mich auch sofort an die Arbeit und begann das Essen zu kochen.

Da es dummerweise (als ob Frau von Burgend das nicht so beabsichtigt hatte) nur zwei Stühle gab, aßen sie und ihr Mann zusammen und ich durfte erst hinterher essen. Herr von Burgend versuchte ein Gespräch anzufangen, aber seine Frau war eher abweisend. Ich frage mich wirklich, was in ihrem Kopf vorgeht.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:23 pm

Am nächsten Morgen war ich dann schon vor allen anderen wach und bereitete das Frühstück vor. Als ich damit fertig war, nahm ich mir selbst erst einmal eine Milch aus dem Kühlschrank. Danach wollte ich meinen Teller von gestern Nacht abräumen, wozu ich nicht mehr gekommen war, weil die Spülmaschine bereits eingeschalten war. Da kam Herr von Burgend, noch im Schlafanzug (!!!) herein, nahm sich etwas vom Frühstück und setzte sich zu mir. Mir hatte Frau von Burgend nämlich absolut verboten im Schlafanzug oder in Unterwäsche durch das Haus zu laufen!

Er zögerte einen Moment, dann begann er ein Gespräch mit mir.
WvB: Fräulein Yeboah, wir hatten leider bisher kaum Zeit miteinander zu reden. Ich bin sehr froh, dass wir sie als Aushilfskraft gewonnen haben… leider muss ich ihnen sagen, dass wir momentan nicht sehr viel Geld haben… und es wäre wirklich sehr freundlich… nun haben sie irgendeinen Berufstraumwunsch?
Ich zögerte einen kurzen Moment, weil ich mir nicht sicher war, wie ich auf diese förmliche Rede reagieren sollte, aber schließlich sagte ich:
MY: Ich bin in einem Land aufgewachsen, wo nicht jeder zur Schule gehen konnte. Ich selbst war sehr wissbegierig… und bin es auch jetzt noch. Als kleines Mädchen habe ich mir deshalb immer vorgenommen, dass ich später einmal Lehrerin werde… und ganz vielen Kindern ganz viel beibringe!
WvB: Das ist ja ein großartiger Wunsch. Sehr selbstlos. Sollten sie diesen Traum immer noch haben, so möchte ich ihnen sagen, dass ihre Pflichten momentan hier noch sehr klein sind und sie deshalb sehr wohl einen Zweitjob als Lehrerin annehmen können! Und vielleicht schaffen sie es ja sich weiter nach oben zu arbeiten!
Ich war wirklich glücklich darüber und fand auch prompt in einer Anzeige eine Stelle… nicht direkt als Lehrerin, aber immerhin schon einmal als etwas Ähnliches. Es gab zwar bisher hier noch keine Kinder, aber ich hoffte, dass sich dies bald ändern würde und ich dann als Lehrerin arbeiten konnte. Ja wirklich, es sollte hier eine eigene Schule geben, allerdings mit allen Schülern in einer Klasse. Sobald es eben einmal Schüler gab, denn die Fahrt aufs Festland würde einfach nur für ein paar Schulstunden zu lang sein. Momentan würde ich nur dafür ausgebildet werden, aber hoffentlich würde es bald die ersten schulpflichtigen Kinder geben.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:27 pm

Wie schnell es diese Kinder geben würde, konnte ich natürlich nicht ahnen, sollte es aber bald erfahren. Eine Nacht nach unserem Einzug hörte ich nämlich ein ziemlich eindeutiges Geräusch aus dem Nebenzimmer… Leider sind die Wände nicht sonderlich dick und so konnte bzw. musste ich alles mitanhören…

Und da eine Simfrau bekanntlich nichts gegen eine Schwangerschaft machen kann (*Anmerkung: Die Sims in meiner Challenge kennen keine Verhütungsmittel*), ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen wohl schon da. Ich nehme an, dass Herr von Burgend dies gar nicht einmal so schlecht fände und auch Frau von Burgend wird es hinnehmen. Beide wollen eigentlich keine Kinder, aber Herr von Burgend braucht natürlich einen Erben und Frau von Burgend ist sich darüber im Klaren, dass sie irgendwann einmal ein Kind gebären muss um eben für diesen Erben zu sorgen. Dann lieber jetzt, wenn sie ihre Traumstelle im Sportlerbereich noch nicht gefunden hat und sowieso den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat als für ihre große Karriere zu trainieren und zu faulenzen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:30 pm

Bald darauf sah man Frau von Burgend die Schwangerschaft an. Sie ächzte und stöhnte viel und schimpfte über alles, dabei hatte sie sich bisher kein einziges Mal übergeben müssen, wie ich es von anderen Schwangeren gehört habe. Aber sie fand sich schrecklich unattraktiv und dick und ich bemerkte hämisch, dass sie eifersüchtig auf mich war, weil ich nach wie vor schlank war und nichts dafür zu tun brauchte. Herr von Burgend war auch nur mäßig begeistert von der Schwangerschaft, er hatte es als notwendiges Übel angesehen, dass sie irgendwann ein Kind bekommen würden, mochte Kinder aber an sich nicht wirklich. Dennoch wollte er nur das Beste für dieses Kind und so schlug er Frau von Burgend dauernd irgendwelche Dinge vor, die das Kind intelligenter oder was weiß ich machen sollten.

Einmal hörte ich ihn zum Beispiel sagen, dass sie dem Kind schöne Geigenlieder vorspielen sollten, damit es später einmal gut Geige spielen lernte. Frau von Burgend schien absolut uninteressiert und aß nur ihr Nutella Brot mit Gurke… ja wirklich mit Gurke und ihr schmeckte es auch noch. Mir wurde schon beim Zubereiten übel…
Die Einzige, die sich auf das Kind freute, war also ich. Endlich würde ich jemanden haben, mit dem ich reden oder mich beschäftigen konnte, denn die beiden von Burgends sahen mich nun mal nur als Personal an.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:34 pm

Die Zeit bis zur Geburt verging für mich unglaublich schnell. Ich ging vormittags arbeiten und wenn ich „nach Hause“ kam, musste ich meist erst einmal den Tisch abräumen, das Bad putzen, die Betten machen usw. eben alles, zudem ich morgens nicht mehr gekommen war. Frau von Burgend fand es nicht gut, dass ich morgens nicht mehr alles erledigen konnte und nörgelte sowieso nur an mir herum. Ich schiebe das einmal großzügig auf ihre Schwangerschaft, auch wenn ich es nicht verstehen kann, warum sie ihre Teller nicht einfach nach dem Essen in die Spülmaschine stellen kann? Ist das denn so viel verlangt? Aber gut, sie ist schwanger… und ich bin dazu da, ihr zu helfen!
Als es dann schließlich zur Geburt kam, war ich längst auf der Arbeit. Deshalb kann ich auch nicht mehr darüber erzählen…

(*In solchen Fällen wird einfach aus neutraler Sicht erzählt*):
Wilhelm hörte eben die Fahrgemeinschaft draußen hupen, als seine Frau erstickt aufkeuchte: „Ich glaube, es geht los!“ Er blickte angespannt von ihr zur Tür. Wenn er nicht zur Arbeit ginge oder zu spät käme, würde er die langersehnte Beförderung nicht bekommen und wenn er ehrlich war, war ihm diese wichtiger wie die Geburt, bei der er sowieso nur Beobachter sein würde. Jacqueline sah seinen gehetzten Blick und sagte giftig: „Nun geh schon, wenn es gar so wichtig ist!“ Sofort sprang Wilhelm auf und kurz darauf war er weg.

Jacqueline konnte ihm nicht einmal böse sein, denn sie hätte genauso gehandelt. Aber das ging nicht und sie musste die Geburt durchstehen. Da sie die erste Gebärende war und es kein Krankenhaus hier gab, musste sie es irgendwie alleine schaffen. Und zum Glück können Simfrauen das auch.



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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 07, 2010 12:36 pm

Und so erblickte an einem sommerlichen Freitag um 8:28 Uhr am Morgen der kleine Eduard von Burgend nur im Beisein seiner nicht gerade erfreuten Mutter das Licht der Welt.

Der Kleine hatte eine ungewöhnlich helle Haut, blonde Haare und die braunen Augen seines Papas. Er sah wirklich süß aus. Jacqueline seufzte nur und ging dann nach oben in Malenkas Zimmer, wo das Kinderbett des Kleinen bereits aufgestellt war und legte ihren Sohn hinein. Dann machte sie sich daran, die überflüssigen Pfunde wieder abzutrainieren um möglichst bald befördert zu werden. Nach ihrem kleinen, neugeborenen Sohn sah sie nicht mehr.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 09, 2010 9:02 pm

Malenka Yeboah:

Als ich nach Hause kam, wurde ich von einer wütenden Frau von Burgend begrüßt. „Wo waren Sie, als man Sie einmal brauchte? Nun habe ich die Geburt allein durchgestanden und es wäre wirklich nett, wenn Sie sich ab jetzt um Eduard kümmern würden!“ Ich nickte nur und ging sofort in mein Zimmer um den Kleinen zu begrüßen. Er war wirklich unheimlich süß und ich verliebte mich augenblicklich in ihn. Wie schaffte es Frau von Burgend nur mir den Kleinen absolut anzuvertrauen?
Die nun folgenden Tage wurden unheimlich anstrengend für mich. Da ich eigentlich als Kindermädchen angestellt war, musste ich nicht mehr ganz so viel im Haushalt machen, dafür war ich aber ganz allein für die Versorgung von Eduard zuständig. Häufig wurde ich nachts von seinem Geschrei wach.

Sein Schreien hatte dabei unterschiedliche Gründe: Entweder er schrie, weil er die Windeln voll hatte und gewickelt werden musste oder weil er Hunger hatte oder weil er einfach nicht schlafen konnte. Das Wickeln fand ich das unangenehmste Geschäft, ansonsten hatte ich ziemlich viel Spaß mit Eduard.

Ich fütterte ihn und spielte mit ihm und machte alles mit ihm, weil seine Eltern sich gar nicht um ihm kümmerten. Seit der Geburt hatte Frau von Burgend mein Zimmer nicht mehr betreten und Herr von Burgend hatte seinem Sohn auch nur einen kurzen Blick zugeworfen ehe er weiter für eine Beförderung gelernt hatte.


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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 09, 2010 9:06 pm

Seinen Geburtstag feierten wir am Sonntag dann auch nur zu zweit. Ich hatte einen Kuchen gebacken und half ihm dabei, die Kerzen auszublasen.

Herr von Burgend hatte für seinen Sohn natürlich neue Kleider besorgt, immerhin gibt es auf dem Festland wenigstens ein wenig Auswahl an Kleinkindkleidung, für Babys gibt es das nämlich nicht.

Und deshalb durfte mein Sohn (nicht mein biologischer, ich weiß) einen hübschen Pullover tragen. Leider wuchsen ihm kaum Haare… aber irgendwann würde sich das hoffentlich ändern. Eduard war ein aufgewecktes kleines Kerlchen und ich begann gleich damit ihm das Laufen und Sprechen und aufs Töpfchen gehen mithilfe der Gripsmilch beizubringen. Und damit endete dieerste Woche hier in Sonnenheim… sie war eigentlich ganz erfolgreich, aber ich frage mich, wie es nächste Woche wird, wenn ich eigentlich wieder zur Arbeit müsste, Eduard aber noch zuhause ist… Nun, irgendwie wird es schon werden!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 09, 2010 9:12 pm

Woche 1- Familie Zander:

Magdalena Zander:
Einen wunderschönen guten Tag. Ich heiße Magdalena Zander und werde das Beschreiben der Wochen bei Familie Zander übernehmen. Natürlich werde ich das übernehmen, immerhin wohnen in diesem Haushalt bisher nur mein Mann Heinrich und ich und Heinrich als Mann ist bestimmt nicht dazu da, Berichte zu schreiben. Wir sind heute mit allen anderen Neubewohnern der Sonneninsel angekommen und ich habe mich sofort in unser kleines Häuschen verliebt.

Es ist zwar klein und noch lange nicht der ersehnte Hof von Heinrich, aber immerhin ein Anfang und es wirkt doch eigentlich wirklich gemütlich? (*Anmerkung: Das Haus habe ich selbst gebaut… eines der einzigen, dass unter 20.000 geblieben ist, dabei habe ich festgestellt, dass die Zanders zu Beginn ja schon mehr als 20.000 zur Verfügung hatten… hätte also auch teurer sein können und ich finde es eigentlich genauso wie Magdalena recht hübsch... auch wenn ich ansonsten eher selten mit Magdalenas Meinung übereinstimme Smile*)
Wir haben uns gleich darin eingerichtet und uns dann erst einmal zusammengesetzt. Der ganze Umzugsstress hatte uns in den letzten Tagen davon abgehalten einmal ordentlich miteinander zu reden und das wollte ich nun nachholen. Außerdem hatte ich noch etwas auf dem Herzen, Heinrich kann, wenn er will, sehr einfühlsam sein und so fragte er mich sogleich, was ich denn auf dem Herzen hätte. Ich seufzte nur: „Ach Heinrich… ich habe Angst… Angst, dass wir hier wieder in Geldnot kommen… Das Grundstück ist nicht groß genug um hier genug anzubauen um es auch verkaufen zu können und…“ „Ach Magdalena. Warum machst du dir denn so unnötige Sorgen? Ich habe mich dazu entschieden einen Posten bei der Polizei anzunehmen sobald es geht. Dann haben wir ein festes Einkommen!“ Sofort wurde mir leichter ums Herz, denn ich hatte mir wirklich Sorgen gemacht.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 12:55 pm

Ich ging gleich darauf in die Küche und machte mich daran eine einfache Gemüsesuppe zu kochen. Heinrich ging nach draußen und begann damit einen Teil unseres „Gartens“ umzugraben um gleich Tomaten anpflanzen zu können. Als er fertig mit umgraben war, machte er sich ans Düngen und ans Anpflanzen.


So hatten wir uns unser Leben immer vorgestellt. Zwar war unser Grundstück lange nicht so groß, wie wir es gerne wollten, sodass Heinrich leider nicht allzu viel anpflanzen konnte und wir hatten auch noch keine Kinder, sodass ich nur für zwei Personen decken konnte, aber immerhin war es schon einmal ein kleiner Schritt in genau diese Richtung.


Zuletzt von Fenchel am So Okt 10, 2010 1:12 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 12:58 pm

Nachdem Heinrich fertig gedüngt und gepflanzt hatte, wusch er sich die Hände und wir setzten uns gemeinsam an den Tisch.

Die Suppe war mir gut gelungen, es war ein Rezept meiner Mutter und ich freute mich schon darauf, sie mit unserem selbst angebauten Gemüse zu kochen. Wie immer redeten wir während des Essens nicht. Das hatten Heinrich und ich beide so gelernt, man genießt das Essen und redet nicht.


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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 1:01 pm

Nach dem Essen räumte ich ab und Heinrich sah die Stellenanzeigen durch. Unterbrochen wurden wir von einem Klingeln an der Haustür. Ein paar Nachbarn waren vorbei gekommen um uns zu begrüßen. Leider waren die von Burgends nicht darunter, mit denen wir uns schon so nett unterhalten hatten. Dafür begrüßte ich aber eine rothaarige Frau.

Die Frau stellte sich mir als Doretta Spirentelli vor. Ein sehr, sehr seltsamer Name. Ich unterhielt mich recht gut mit ihr, sie ist wesentlich weniger ernst, wie sie auf diesem Bild wirkt. Sie mag zwar ein wenig seltsam sein… aber an sich doch auch sehr nett… finde ich.


Zuletzt von Fenchel am So Okt 10, 2010 1:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 1:06 pm

Gleich darauf kamen noch zwei Gäste, die mein Mann begrüßte.

Auf den ersten Blick hätte ich wetten könnten, dass es sich bei Hans und Helena Schneider um ein frischverliebtes Ehepaar handelt. Sie kamen doch eindeutig Händchen haltend? Umso überraschter war ich, als Heinrich mir später erzählte, Hans und Helena seien Geschwister. Ich habe noch nie so unterschiedliche Geschwister gesehen. Heinrich hat sich gut mit Helena unterhalten und Hans hat freundlich zu mir gesehen, scheint aber nicht allzu gesprächig zu sein. Es ist gut, dass wir sogleich gute nachbarschaftliche Kontakte pflegen, immerhin wohnen hier ja nicht viele und so sind gute Verbindungen sehr wichtig. Auch wenn ich es ein wenig übertrieben finde, was Helena da trägt.
Nachdem wir eine Weile fröhlich mit den Nachbarn geredet hatten, verabschiedete sich Heinrich von allen. Ich fand das sehr traurig, denn ich fand Dorette mittlerweile wirklich sehr nett und hatte mich mehr als gut unterhalten.


Zuletzt von Fenchel am So Okt 10, 2010 1:11 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 1:10 pm

Heinrich schien irgendwie ziemlich verstimmt zu sein, denn er warf mir beim Abendessen mehr als einen bösen Blick zu. Natürlich weiß eine Frau, wie sie einen Mann beruhigt.

Danach schlummerten wir selig nebeneinander. Es ist so schön einen liebevollen Mann zu haben, der für einen sorgt und die gleichen Träume hat wie man selbst.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 1:20 pm

Unser kleines Techtelmechtel (was für ein modernes, unangenehmes Wort, aber ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll…) hatte Folgen… Ich war am nächsten Morgen früh aufgestanden, genauso wie Heinrich. Während er nach den Pflanzen sah, begann ich, das Frühstück zuzubereiten. Von dem Geruch wurde mir allerdings schlecht und so rannte ich in unser kleines Badezimmer um mich erst einmal zu übergeben.

Danach kochte ich das Frühstück fertig und bemühte mich, mich nicht erneut zu übergeben. Heinrich kam herein und wir setzten uns gemeinsam an den Tisch. Wie immer wurde nicht geredet und ich erschrak, als das laute Klingeln des Telefons die Stille unterbrach. Ich stand auf und ging hin. Es war Dorette. Wir redeten kurz miteinander und eigentlich fragte Dorette nur, ob ich sie nicht besuchen kommen wollte. Ich wäre schon gerne gegangen, fühlte mich aber nicht gut und das sagte ich Dorette auch leise, damit ich Heinrich nicht beim Essen störte. „Soll ich vorbeikommen? Vielleicht kann ich dir helfen?“ Ich zögerte und sagte schließlich zu und begab mich wieder zu Heinrich an den Tisch. „Wer war es?“, fragte er mürrisch. „Dorette, sie hat mich eingeladen… und als ich nicht kommen wollte, hat sie gefragt, ob sie nicht vorbeikommen solle…“ „Du hast natürlich abgelehnt?“ Es war weniger eine Frage, sondern mehr eine Feststellung. Eigentlich widerspricht man seinem Mann ja nicht… aber ich konnte ihn doch wohl schlecht in einem falschen Glauben lassen und so sagte ich schüchtern. „Nein… ich… ich habe zugesagt… sie kommt nachher vorbei…“ „Hat diese aufdringliche Person keine anderen Sorgen? Muss sie sich nicht erst einmal einrichten?“ Ich verstand die Welt nicht mehr. Warum war Dorette eine aufdringliche Person? Sie war mir sehr nett vorgekommen. „Du hättest sie nicht einladen dürfen!“ Ich verteidigte mich schwach. „Ich habe sie ja nicht direkt eingeladen…“ „Nun gut. Dann schicke sie weg, wenn sie vorbei kommt. Ich muss jetzt zur Arbeit gehen!“ Heinrich stand vom Tisch auf und ging nach draußen, wo seine Fahrgemeinschaft schon hupte. Ich sah ihm nur mit großen Augen hinterher. Sie wegschicken? Das wäre herzlos… im nächsten Moment wurde mir wieder schlecht und ich entschied, mich noch ein wenig hinzulegen und zu träumen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 10, 2010 1:26 pm

Als es schließlich klingelte, schreckte ich überrascht auf. Ich musste eingeschlafen sein. Langsam ging ich zur Tür und erst als ich sie schon öffnete, fiel mir ein, dass ich noch im Nachthemd war… es war so unheimlich peinlich… aber Dorette nahm es wirklich gut auf. Sie lächelte mich an und erwähnte mit keinem Wort meinen scheußlichen Aufzug. „Na wie geht es dir?“, fragte sie sofort. Es war so rührend. „Oh, mir war nur ein wenig schlecht… aber es hat sich…“ Ehe ich den Satz vollenden konnte, wurde mir schon wieder schlecht und ich rannte ins Badezimmer. Dorette wartete bis ich wieder erschien, scheinbar hatte sie erkannt, dass ich es unheimlich peinlich gefunden hätte, wenn sie mir geholfen hätte. „Kann es sein, dass du dich gestern Abend ein wenig mit deinem Mann vergnügt hast?“ Ich wurde rot und nickte schüchtern. Wie konnte sie es nur so... so... so seltsam formulieren... hatte ich wirklich Spaß gehabt? Aber eine Frau hat dabei doch keinen Spaß, es dient allein dem Mannzum Vergnügen. „Oh… dann wird es wohl bald eine neuerliche Geburt hier in Sonnenheim geben. Wie schön!“ Ich riss mich aus meinen Gedanken und sah sie nur stumm an. Ich war schwanger… sie hatte Recht… und ich war selbst nicht darauf gekommen... Dann fiel mir Heinrichs Wunsch wieder ein. Sollte ich sie wegschicken? „Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte sie. „Nein, nein. Ich bin schwanger, nicht krank. Ich komm schon zurecht. Du kannst wieder nach Hause gehen…“ Sie schaute mich völlig erstaunt an… natürlich, erst lud ich sie ein, dann schickte ich sie weg.

„Also geht es dir doch schlechter? Du solltest dich hinlegen. Ich kann hereinkommen und für dich aufräumen…“ „Nein… das würde Heinrich nicht wollen! Er… ich bin doch seine Frau und er wollte nicht, dass du kommst…“ „Aber du bist doch nicht in einem Gefängnis!“, stellte Dorette fest. Sofort verteidigte ich Heinrich: „Nein, natürlich nicht. Er macht sich nur bestimmt Sorgen, dass mich ein Besuch anstrengen würde und dass ich dann das Kind verliere…“ „Oh, aber natürlich. Das wollte ich nicht. Ich gehe lieber, Magdalena. Fall du irgendwie Hilfe brauchst… ich bin zwar noch nicht Mutter, kenne mich aber mit Geburten aus. Ich war bei einigen dabei... Wir können ja mal telefonieren!“ Ich nickte nur und verabschiedete mich höflich und Dorette verschwand. Meine Erklärung fand ich selbst plausibel und so wartete ich ruhig auf Heinrichs Rückkehr… mir kam überhaupt nicht in den Sinn, dass Heinrich ja noch gar nichts von meiner Schwangerschaft wusste und auch meine morgendliche Übelkeit nicht mitbekommen hatte.


Zuletzt von Fenchel am So Okt 17, 2010 4:24 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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