Leben auf der Sonneninsel

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 5:53 pm


Er entwickelte sich prächtig. Und man sah nun endlich seine spitzen Ohren und seine besondere Nase und überhaupt… er war uns so ähnlich, ein richtig toller Junge eben. Die neuerliche Schwangerschaft machte aber unser Platzproblem nur noch schlimmer. Eine Wiege hatten wir mit Müh und Not in den Wohnwagen bekommen, aber eine zweite hatte absolut keinen Platz mehr… oder wir mussten komplett umbauen. Aber bevor wir das tun, wollten wir lieber gleich ganz umziehen! Natürlich mit unserem Wohnwagen. Aber solange das Baby nicht auf der Welt war, ging es schon irgendwie.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 5:55 pm

Die restliche Woche war ein wenig anstrengend, immerhin war ich schwanger und musste gleichzeitig dafür sorgen, dass Adam alles Wichtige lernte, wie Laufen und Sprechen. Besonders wichtig war mir das aufs Töpfchen gehen, denn weder Corvin noch ich wollten ihm weiterhin die Windeln wechseln. Einige Tage später kam mich ganz überraschend Magdalena Zander besuchen… ebenfalls schwanger. Ich gebe es zu, ich schlief nicht mehr, sondern war wach und beobachtete sie. Aber ich wollte mich nicht bemerkbar machen. Sie klingelte einige Male, aber ich ignorierte sie.

Irgendwann verschwand sie. Ich seufzte und strich mir über den Bauch. Magdalena war für mich seltsam. Ich hatte gehofft, dass wir Freundinnen werden würden, sie war nett und liebevoll und kinderlieb! Aber irgendwie habe ich mittlerweile das Gefühl, mich in ihr getäuscht zu haben. Ich habe sooft bei ihr angerufen, ab und an redet sie ganz normal mit mir, aber meistens verleugnet ihr Mann ihre Anwesenheit oder sie wimmelt mich gleich wieder ab. Und irgendwie habe auch ich meinen Stolz und möchte nicht nur manchmal nett behandelt werden!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 5:57 pm

Zum Glück habe ich Adam. Er ist so süß und lernt so schnell. Corvin hat ihm draußen das Laufen beigebracht, beide sind einfach unheimlich gerne an der frischen Luft und abends dauert es immer länger bis Adam endlich ruhig in seinem Bettchen liegt. Er ist ein Prachtkerl.

Kinder werden viel zu schnell erwachsen. Adam hatte keine Probleme das Laufen zu erlernen und nun machte er unser ganzes Grundstück unsicher. Oft schauten Corvin und ich ihm einfach nur schweigend hinterher. Unser kleiner Erstgeborener. Dann blickten wir uns an. Ihm würden noch viele Kinderlein folgen. Und so wird es wohl keinen überraschen, dass ich schon bald wieder in Schwangerschaftsurlaub ging, obwohl mein Mutterschutz noch nicht aufgebracht war.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 5:58 pm

Leider brachte diese Schwangerschaft wie die vorherige ziemliche Rückenschmerzen mit sich und obwohl Corvin sich rührend um mich kümmerte, mir den Rücken massierte und überhaupt jeden Wunsch von den Lippen ablas, fiel es mir immer schwerer Adam hochzuheben, zumal der Kleine auch nicht unbedingt leichter wurde. Zum Glück war Corvin ein sehr liebevoller Vater, der ebenso viel für mich wie für Adam wie für den Garten und seine Arbeit tat.

Und so konnte ich gar nicht genug kriegen, wenn sich meine Männer einmal wieder vergnügten und ich Corvins schallendes und Adams glucksendes Lachen hörte. Nur eines machte uns Sorgen: Die Platznot. Seit Adam ein Kleinkind war, war er nicht mehr damit zufrieden in seinem Bettchen zu liegen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 5:59 pm

Die Platznot wurde noch ein wenig größer, als bei mir Sonntagnachts gegen 0:28 Uhr plötzlich die Wehen einsetzten.

Dieses Mal hatte ich in unserem Bett geschlafen, weil die Rückenschmerzen vom Zelten nicht wirklich besser wurden. Corvin kümmerte sich kurz um Adam, der von meinem Schreien aufgewacht war und kam dann zu mir geeilt.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 6:01 pm

Zusammen begrüßten wir unsere kleine Tochter Belinda.

Belinda hatte anders als Adam meine grünen Augen geerbt. Und sie ist so süß! Ich war unglaublich glücklich und Corvin nahm uns beide einfach nur schweigend in den Arm. „Jetzt haben wir einen wunderbaren Jungen und eine total süße Tochter! Damit habe ich alles, was viele Männer in ihrem Leben erreichen wollen!“ Ich küsste Corvin zur Bestätigung nur innig. „Soll mit Belinda etwa schon Schluss sein?“, fragte ich dann keck und er erwiderte meinen Kuss und sagte dann: „Natürlich nicht. Aber weißt du, ich wollte immer zumindest eine Tochter und einen Sohn! Der Rest ist mir egal… Und das gleich das zweite Kind diesen Wunsch perfekt macht, wo ich doch bereit war hundert Kinder abzuwarten!“ „Tz, als ob ich hundert Kinder bekomme! Die Rückenschmerzen bringen mich um!“ Wir lachten zusammen und Belinda gluckste mit uns. Ich legte sie in Adams Wiege, und der Kleine schlief heute bei seinem Papa im Zelt, was ihm sehr gefiel. Aber das sollte natürlich kein Dauerzustand sein.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 6:03 pm

Corvin hatte sich bereits schon erkundigt und ein wesentlich größeres Grundstück gekauft. Morgen würden wir mit unserem Wohnwagen dorthin fahren und vielleicht konnten wir uns einen zweiten Schlafwohnwagen leisten? Aber Corvin meint, die Wohnwagenpreise wären derzeit sehr hoch, also werden wir vermutlich eine Übergangshütte bauen, damit unsere Kinder ein Dach über dem Kopf haben zum Schlafen.

Und so machten wir uns am Montagmorgen auf in unser neues Heim. Adam war wie immer einfach herrlich, glucksend beobachtete er die Umgebung und brabbelte immer wieder süße Worte vor sich hin. Er kann zwar mittlerweile recht gut sprechen, aber irgendwie ist ihm das zu anstrengend und einzelne Worte reichen ihm vollkommen! Was für eine wunderbare erste Woche! Ich weiß gar nicht, wie dieses Glück getopt werden soll? Aber ich sollte lieber abwarten, was die nächste Woche so bringt…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 6:03 pm

Statistik nach Woche 1:
- Erwachsene: 9; weiblich: 5, männlich: 4
- Kleinkinder: 3; weiblich: 1, männlich: 2
- Babys: 1; weiblich: 1, männlich: 0

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 24, 2010 6:06 pm

Woche 2:



Mittlerweile hat der Herbst Einzug gehalten auf der Sonneninsel. Die Familien haben sich alle mehr oder weniger gut eingelebt und es sind vier Kinder in der letzten Woche geboren:
Eduard von Burgend (momentan Kleinkind), Magdalena Zander (momentan Kleinkind) und Adam (momentan Kleinkind) und Belinda (momentan Baby) Spirentelli. Die ersten Kontakte wurden geknüpft. Mal sehen wie die zweite Woche wird (*kurze Information: ich spiele die Familien jetzt nicht mehr eine ganze Woche lang, sondern immer nur bis zum Donnerstagmorgen. Dadurch werden Kinder, die zu einem ähnlichen Zeitpunkt geboren werden, auch kurz hintereinander älter und sind nicht noch ewig in ihrem alten Alter, nur weil ihre Familien als letztes dran kommen. Schreiben werde ich ebenfalls so… weil es sonst so verwirrend wird, ein Kind bereits nach seinem Geburtstag zu sehen, während es doch dann erst später älter wird… da die Regeln ja nur Richtlinien sind, hoffe ich, dass das okay ist*).

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 1:36 pm

Woche 2/1

Familie von Burgend/Yeboah:

Haushaltsmitglieder:
Wilhelm & Jacqueline von Burgend, Ehepaar
Eduard von Burgend (Kleinkind), Sohn der beiden
Malenka Yeboah, "Kindermädchen"

Malenka Yeboah:
„Wie gefällt ihnen ihre Arbeit?“ Ich blickte überrascht zu meinem Arbeitsgeber. Wir saßen wie sooft gemeinsam beim Frühstück, weil Jacqueline erst später zur Arbeit musste und es nicht einsah, für ihren Mann aufzustehen.

Ich verstand mich mittlerweile wirklich gut mit Wilhelm. Eigentlich mied er das Thema Arbeit, vermutlich aus Rücksicht auf mich, er wollte mir wohl nicht unter die Nase reiben, dass ich nur seine Untergebene bin. Wilhelm ist wirklich nett, er interessierte sich für mich und war bei weitem nicht so hochnäsig wie seine liebe Frau. Er erlaubte es mir auch, weiterhin zur Arbeit zu gehen, obwohl Eduard ja mittlerweile auf der Welt war. „Das geht schon in Ordnung!“, hatte er gesagt. „Solange immer jemand daheim ist. Jacqueline hat ja die nächsten Tage sowieso frei und kann sich ruhig einmal um ihren Sohn kümmern!“ Ich hatte nur genickt, bei mir aber gedacht, dass es auch sein Sohn war und er sich genauso wenig um ihn kümmerte.
Aber zurück zu unserem netten Frühstück. „Die Arbeit ist wirklich gut!“ „Es wird Ihnen… kann ich nicht du sagen?“ „Aber natürlich!“ Ich lächelte ihm zu und er lächelte zurück. „Es ist dir also nicht zuviel? Immerhin höre ich Eduard sehr oft schreien und sie müssen dann jedes Mal aufstehen.“ „Nein, das ist wirklich kein Problem. Und so oft schreit er gar nicht. Er ist wirklich ein lieber Junge!“ „Dann ist es ja gut. Und sie sehen auch jeden Morgen gleich gut aus!“ Ich wurde rot und biss mir auf die Lippen. Ich sollte mich über solche Höflichkeiten nicht so freuen.

Die Fahrgemeinschaft hupte und wir standen gemeinsam auf um hinaus zu gehen. „Sie können nicht nur gut kochen und putzen, sie sehen immer blendend aus!“ Ich war verwirrt. Das war eindeutig mehr wie normale Höflichkeit… oder? Ich hatte kaum Erfahrung mit solcherlei Dingen…



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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 1:38 pm

Auf der Arbeit lief für mich alles gut und irgendwie hatte ich das Gefühl mein Leben sei seit ich auf dieser Insel bin einfach nur gut. Sonneninsel! Ein wirklich passender Name! Alles war so sonnig… keine Wolke an meinem persönlichen Himmel. Leider blieb dies nicht lange so. Kaum stieg ich aus meiner Fahrgemeinschaft aus, da kam mir Jacqueline wie eine Furie entgegen.

Sie trug noch ihre Trainingssachen, aber mir blieb nur ein kurzer Moment um mich zu wundern, dass sie sich so in der Öffentlichkeit zeigte. Dann begann sie mich anzuschreien. „WAS DENKEN SIE EIGENTLICH WER SIE SIND? SIE VERSCHWINDEN EINFACH ZUR ARBEIT UND ICH SOLL MICH UM EDUARD KÜMMERN? WER IST HIER HAUSHERRIN UND WER NUR DIENSTBOTIN?“ Ich musste schlucken. Der letzte Satz hatte mich eindeutig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. „Ihr Mann hat es…“ „MEIN MANN GEHT SIE ABSOLUT GAR NICHTS AN! NUR WEIL ICH IHN NICHT MEHR HERAN LASSE UM EINE NEUERLICHE SCHWANGERSCHAFT ZU VERMEIDEN, ERLAUBT DAS IHNEN NICHT, IHN ANZUMACHEN! WEHE ICH SEHE SIE NOCH EINMAL SO VERTRAUT ZUSAMMEN! DANN SIND SIE IHREN JOB UND IHR ZIMMER LOS UND LANDEN AUF DER STRAßE!“ Ich rieb mir innerlich die Ohren, warum musste sie nur so schreien. Mich zu verteidigen, traute ich mich nicht mehr. Jacqueline wandte sich nun um, hob ihren Kopf noch ein wenig höher und ging hinein. Ehe sie ganz verschwand, blickte sie noch einmal hochnäsig zu mir: „Ach ja, Eduard hat die Windeln voll… es wäre sehr nett, wenn Sie sich darum kümmern würden! Und zwar sofort! Ich lasse mir nun zuerst einmal ein Bad ein…“ Innerlich kochte auch ich mittlerweile, riss mich dann aber doch zusammen und ging zu Eduard. Der Kleine saß heulend in seinem kleinen Spielzimmerchen und man roch schon an der Tür, dass er tatschlich die Windeln voll hatte. Ich hob ihn hoch und knuddelte ihn erst einmal, ehe ich ihn wickelte und fütterte.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 1:39 pm

In dieser Nacht schien Eduard aus mir unerfindlichen Gründen besonders aktiv zu sein. Er ließ mich kaum eine Stunde am Stück schlafen und so hob ich ihn schließlich aus seinem Bettchen und ließ ihn spielen, während ich halb wach, halb schlafend zusah.

Gäbe es ihn nicht, wäre ich längst über alle Berge. Jacqueline hörte nicht auf mich zu triezen und immer wieder zu erwähnen, welchem Stand ich angehöre. Wilhelm tat nur selten etwas dagegen, er hatte zwar mit ihr gesprochen, damit ich auch weiterhin arbeiten gehen konnte, aber mehr kann ich nicht von ihm erwarten. Eduard ist da ganz anders. Wenn er sich süß an meinem Kleid festhält und mir irgendetwas ins Ohr brabbelt, dann geht für mich die Sonne auf.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 1:41 pm

Am nächsten Morgen war ich wirklich einmal müde, aber davon ließ ich mich nicht stören. Das Frühstück mit Wilhelm war jedes Mal schön und ich würde es nicht verpassen wollen, auch wenn ich dann eine Stunde länger schlafen könnte. Wilhelm wurde von Morgen zu Morgen aufmerksamer und bald fühlte ich mich ihm gegenüber sehr vertraut.

(*Hier mal ein Bild aus Sicht von Malenka… sieht irgendwie lustig aus Very Happy*)
Das passte natürlich Madame nicht… Ich glaube langsam sie ist eifersüchtig. Dabei muss sie das doch wirklich nicht. Wir reden nur miteinander… nicht mehr und nicht weniger.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 1:42 pm

Allerdings scheint das schon recht viel zu sein, wenn man bedenkt, was sie und Wilhelm während des Essens machen:

Nämlich nur Schweigen. Außerdem ist Jacqueline unzufrieden, weil sie keine potenziellen Liebhaber kennen lernt. Die einzigen Männer, die sie momentan kennt, sind Heinrich Zander und Corvin Spirentelli und beides sind absolute Familienmenschen. Da hat sie zum Glück keine Chance, denn für den kleinen Eduard wünsche ich mir natürlich, dass diese Familie heil bleibt. Auch wenn ich dafür nicht allzu viele Anzeichen sehe… Nun ist aber der erste Teil dieser Woche erst einmal herum.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 6:28 pm

Woche 2/1:

Familie Zander:

Haushaltsmitglieder:
Heinrich & Magdalena Zander, verheiratet
Magdalena Zander (Kleinkind), Tochter

Magdalena Zander (Mutter):
Nun sind wir also schon eine ganze Woche auf der Sonneninsel. Und ich habe eine kleine Tochter, Magdalena. Und einen Mann, der gerade auf dem Weg zur Arbeit war. Alles war wie immer… Magdalena schreite, weil ihr etwas nicht passte und Heinrich hatte sich genervt zur Arbeit begeben. Ich stehe immer dazwischen, völlig verzweifelt! Ich meine, was soll ich denn machen? Ich bin schwanger und mir fällt es sowieso schon schwer Magdalena hochzunehmen, aber Heinrichts Blicke dann auch noch ertragen zu müssen, schmerzt zusätzlich. Ich glaube, er hält mich für eine schlechte Ehefrau und das ist das schlimmste, was mir passieren konnte… Und kann Lenchen nicht endlich aufhören zu schreien? Heute wollte Heinrich sich sogar (zum ersten Mal, soweit ich mich erinnere) um Lenchen kümmern. Eigentlich ist das nicht seine Aufgabe, umso überraschter war ich. Aber er meinte, ich solle mich nicht überstrapazieren, sonst verlöre ich noch seinen Sohn. Ich musste schlucken. Seinen Sohn! An mich dachte er gar nicht… Oh, es ist dumm von mir so etwas zu sagen. Ich bin nur seine Ehefrau. Er braucht nun mal einen Nachfolger, kein Wunder also, dass er sich um ihn sorgt. Ich hoffe nur, dass ich dieses Mal einen Jungen bekomme. Oder ein Mädchen, das leichter zu versorgen ist wie Lenchen. Wenn ich da an Dorette denke… sie meldet sich zwar nicht mehr allzu häufig, aber wenn wir doch einmal miteinander reden, schwärmt sie mir meistens von ihrem tollen Adam vor. Ein ganz und gar unproblematisches Kind. Oder von ihrer Belinda, die wohl ebenso ist. Und Lenchen muss so… so kompliziert sein!

Doch am Dienstag wurde ich von meinen Problemen abgelenkt, weil das Kind endlich auf die Welt wollte. Es war vormittags als ich einen stechenden Schmerz spürte und mir klar war, dass ich nun mein zweites Kind zur Welt bringen würde. Heinrich war dieses Mal wach und nicht auf der Arbeit. Aber natürlich interessierte es ihn nicht.

Er lief nur mit seinem vollen Teller an mir vorbei und ließ es sich schmecken. Natürlich… er ist ein Mann, er muss keine Kinder bekommen. Aber er muss doch auch nicht nebenher essen? Oder doch? Ich zweifele eindeutig zu sehr an meinem Mann. Vielleicht werde ich deshalb mit einer ungezogenen, schreienden Tochter gestraft? Nein, Lenchen ist keine Strafe! Ich als Mutter muss sie lieb haben! Und nun bekam ich also mein zweites Kind… dabei hatte ich das nicht verdient, wenn ich nicht einmal mit einem Kind zurecht kam.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 6:29 pm

Doch trotz aller Zweifel gebar ich gegen 11:26 meinen ersten kleinen Sohn! Überglücklich, dass es ein Junge geworden war, erhielt der kleine Junge seinen Namen: Heinrich.

Kinder sind etwas Wundervolles. Als mich Heinrich mit seinen klugen, blauen Augen ansah, wurde mir das erneut wirklich bewusst! Das würde mir die Kraft geben eine gute Ehefrau, Mutter und Hausfrau zu sein. Andere Frauen, allen voran Dorette Spirentelli schaffen das doch auch.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 6:31 pm

A propos Dorette: Ich glaube sie ist sauer auf mich, obwohl ich nicht einmal etwas dafür kann. Wir haben uns immer gut verstanden, aber Heinrich mag sie nicht… und er wimmelt sie auch immer am Telefon ab, sobald sie anruft. Zurückrufen kann ich natürlich erst, wenn Heinrich aus dem Haus ist und gerade nach der Geburt des kleinen Heinchens hatte er sich freigenommen und ich hatte keine Chance mit Dorette zu reden. Wann immer sie anrief, ging Heinrich ran. Es ziemt sich nämlich eigentlich nicht für eine Frau ans Telefon zu gehen, womöglich ist noch ein wildfremder Mann am anderen Ende der Leitung.

Zu Anfang bekam ich davon nicht einmal etwas mit. Aber irgendwann hörte ich ihn bösartig zischen: „Halte dich endlich von meiner Frau fern! Sie will nicht mit dir befreundet sein!“ Es ist nicht schwer sich vorzustellen, mit wem Heinrich da sprach. Zumal seit diesem Moment das Telefon schweigt. Ich frage mich, ob Heinrich das schon vorher gemacht hat… Dorette war schon vor Heinchens Geburt eher kühl zu mir, ich habe mir aber nichts dabei gedacht. Aber ich dachte doch wir wären Freundinnen? Scheinbar sieht sie das anders…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 6:33 pm

Nun, ich habe eine Familie und bin nicht auf ihre Freundschaft angewiesen. Wenigstens habe ich einen Mann, der für mich und die Kinder sorgen kann, sodass ich nicht arbeiten muss und gleichzeitig noch Kinder großzuziehen habe.
Überraschenderweise hilft mir Heinrich nun auch etwas mehr mit den Kindern.

Zum Beispiel trägt er Heinchen wenn dieser schreit und beruhigt ihn. Wickeln muss natürlich ich die beiden Kleinen, das ist nun wirklich Frauenarbeit und Füttern tue ich sie auch, sonst wird Heinrich nur vollgespuckt. Aber dennoch erleichtert er mir das Leben ziemlich! Vor allem weil ich spüre, wie stolz er doch auf Heinchen ist und irgendwie macht mich das stolz

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 6:35 pm

Leider kommt er nach wie vor nicht mit Lenchen klar. Deshalb hat er auch letzten Abend ihr Gitterbettchen gepackt und es nach draußen bugsiert. „Sie weckt mir nur meinen kleinen Nachfolger auf! Mein Sohn braucht seinen Schlaf!“

In solchen Momenten tut mir Lenchen natürlich ein bisschen Leid, allerdings hat Heinrich natürlich Recht, wenn er behauptet, dass es Lenchen doch wohl kaum stören würde. Sie wäre sowieso nicht gerne in ihrem Zimmer eingesperrt. Und so kann ich sie auch gleich aus ihrem Bettchen holen, wenn sie aufwacht und Heinrich hört sie gar nicht schreien! <Wenn ein Kind zur Last des Vaters wird, hat die Mutter etwas falsch gemacht!> Diesen Satz hat meine Mutter mir immer wieder vorgesagt und dafür gesorgt, dass ich ihn ja nicht vergesse!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Okt 27, 2010 6:38 pm

Es gibt aber auch Momente, in denen Lenchen ihre schöne Seite zeigt. Wenn sie mich zum Beispiel anlächelt. Oder mir ihre kleinen Fingerchen entgegen streckt… leider werden sie überlagert von den Momenten, in denen sie schreit, um sich schlägt oder ein böses Gesichtchen zieht. Dabei sollte doch ein Mädchen immer süß schauen… damit der Mann oder in Lenchens Vater noch der Vater seine Freude daran haben!

Mittlerweile läuft sie auch wirklich ziemlich sicher. Ich denke, wäre sie ein Junge, wäre Heinrich wirklich stolz auf sie! Nun, ich bin ein wenig stolz auf sie. Denn sie ist meine Tochter! Und allein deshalb liebe ich sie!!!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 28, 2010 8:10 pm

Woche 2,1
Familie Schneider
Haushaltsmitglieder:
Hans & Helena Schneider, Geschwister

Helena Schneider:
So, nach einer langen, ermüdenden Diskussion mit meinem Bruder (Diskussionen sind unnötig, ist mir doch egal, was für Argumente Hans vorbringt, wenn ich einfach keine Lust habe) haben wir uns darauf geeinigt, dass wir uns das Berichten aufteilen. Jeder immer ein bisschen. Sonst würden sich die Leser bestimmt auch bald langweilen, wenn ich mir überlege, was mein Bruder so alles schreibt *gähn*. Aber ich muss es ja glücklicherweise nicht lesen.
Nach wie vor ist es in Sonnenheim einfach nur langweilig. Ich meine: Keine interessanten, unverheirateten Männer, nicht einmal interessante, verheiratete Männer, außer Corvin Spirentelli, aber das ist der Mann meiner Freundin Dorette und damit absolut tabu!!! Außerdem sind die beiden bereits zweifache Eltern und ich möchte ihre Ehe nicht gefährden und irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir das auch nicht gelingen würde, sollte ich doch irgendwann diesen abscheulichen Wunsch haben! Also versuche ich es mit Männern, die an unserem Haus vorbeilaufen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Die sind alle so prüüüde! Außer einer:

Ich glaube, er heißt mir Vornamen Nils… aber sicher bin ich mir nicht. Er ist auch eigentlich absolut nicht mein Typ, aber der einzige, der einem kleinen Flirt nicht gänzlich abgeneigt schien. Mehr ist allerdings, zu meinem Verdruss, nicht passiert und so konnte ich weiter für meine Beförderung lernen. Wie laaangweilig...

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 28, 2010 8:12 pm

Hans kümmert sich derweil nur um sein blödes Teleskop. Er beobachtet den Himmel. Noch langweiliger, aber das passt zu meinem langweiligen Bruder! Als ich ihn gefragt habe, warum er denn den Himmel beobachtet, hat er nicht allen ernstes gesagt: „Ich suche Außerirdische!“
ÄÄh… klaaar: kleine, grüne Männchen. Da hätte er sich vielleicht mal lieber einen Job als Astronaut genommen, da hätte er mehr Chancen wie wenn er nur durch sein beklopptes Teleskop in den Himmel schaut, mal ganz ehrlich!
Den Knüller hat er allerdings gebracht, als er einen Hitzschlag bekommen hat! Nachts! Beim Durchschauen durchs Teleskop!!!



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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Do Okt 28, 2010 8:13 pm

Er ist dann in seinem Zimmer umgekippt. Total rot war er… und ich habe mir unheimlich Sorgen gemacht! Wenn Hans etwas zustößt, dann… dann… er ist alles was ich habe und der einzige, der mich so akzeptiert wie ich bin… Oh… warum werde ich nur so sentimental? Anstatt einfach zu Handeln! Und das habe ich dann auch getan:

Hans kann wirklich froh sein, so eine tatkräftige Schwester zu haben! Ich habe ihn dann ins Bett gebracht und ihn versorgt! Das war ich ihm schuldig, wenn ich daran denke, wie er sich immer um mich gekümmert hatte, wenn ich einmal krank war! Als Dank an mich, darf Hans nun aber weiter schreiben, er kann ja eh nichts anderes machen, weil ich es ihm vorerst verboten habe, durchs Teleskop zu schauen!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:05 pm

Hans Schneider:
Au… ihr glaubt gar nicht, wie unangenehm so ein Sonnenstich ist. Aber ich bin Helena dankbar, ohne sie… nun… ich weiß nicht, was ohne sie aus mir geworden wäre und ich will es auch gar nicht wissen! Dazu sind Geschwister schließlich da. Das ich vorerst Teleskopverbot habe, verstehe ich, Helena macht sich schreckliche Sorgen. Unter ihrer harten Schale hat sie einen wirklich weichen Kern! Das schwöre ich euch! Aber hören werde ich dennoch nicht auf sie. Es gibt Außerirdische und das werde ich ihr und allen anderen beweisen. Ich habe nämlich Berichte, die genau das belegen! Aber ich nehme zu viel vorweg, eigentlich sollte ich euch ja nur beschreiben, was noch bis zum Donnerstagmorgen passiert ist. Meine liebe Schwester hat es endlich geschafft, sie hatte mal wieder einen Mann im Bett, soweit ich unterrichtet bin, der erste seit wir auf die Sonneninsel gezogen sind!

Wie er heißt, weiß ich leider nicht, Helena behauptet wirklich, sie wisse es selbst nicht. Ich verstehe zwar nicht, warum sie es mir nicht einfach sagt, aber ich respektiere ihre Geheimnisse.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Sa Okt 30, 2010 3:07 pm

Und irgendwie ist sie nun wieder viel ausgeglichener. Doch komischerweise hat dieses Ereignis in mir eine Sehnsucht geweckt… eine Sehnsucht nach einer eigenen Frau. Zum Glück bin ich noch jung und habe Zeit, aber irgendwann will ich einmal eine Frau und zwei bis drei Kinder. Kein Einzelkind! Einzelkinder können nie erfahren wie nervig und doch toll Geschwister sein können! Ich würde Helena vermissen, wenn es sie nicht gäbe.

Auch wenn ich es ein wenig… falsch finde, wie sie mit Männern umgeht. Sie will sich nicht binden, niemals! Deshalb hat sie den Mann auch gleich danach mit einem innigen Kuss verabschiedet. Ob sie ihn jemals wieder sehen wird ist fraglich, ich tippe auf nein!
Und während Helena sich also mit diesem Mann im Bett vergnügte, vergnügte ich mich bei meiner Lieblingsbeschäftigung.

Und so waren wir beide zur Wochenmitte hin also recht zufrieden.

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