Leben auf der Sonneninsel

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Jun 19, 2016 6:26 pm

Felix hob mich abrupt nach oben und ich schrie überrascht auf. Er lachte und meinte, er müsse mich ja wohl über die Schwelle unseres neuen Heimes tragen.

Unseren Einzug feierten wir dann sogleich indem wir unser neues Bett einweihten.

Das Gemälde unserer Hochzeit zierte die Wand und würde uns immer an diesen wunderschönen Moment erinnern. Dann klopfte es an die Wohnwagentür, unser traditionelles Empfangskomitee war gekommen.

Es bestand aus Wilhelm von Burgend und Soraya Yeboah. Ich unterhielt mich sehr angeregt mit Soraya, die viel Erfahrung mit Babys und Geburten hatte. Wilhelm schlich mehr um uns herum und er kam mir ein wenig seltsam vor. Gut, er war nicht mehr der Jüngste, vielleicht lag es daran.

Ich war immerhin froh, dass ihn scheinbar nur Soraya interessierte, denn kurz hatte ich Angst, er würde sogleich zu meinem Vater rennen. Vielleicht interessierte er sich ja für Soraya? Man munkelte ja, sie lasse jeden ran, aber mich ging so etwas nichts an. Ich unterhielt mich nett mit ihr und verstand mich auch gut mit ihr.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Jun 19, 2016 6:28 pm

Den restlichen Tag verbrachten wir mit Frederick, Felix suchte sich eine Arbeit und ich brachte schließlich den Kleinen in sein Bett. Es war ein anstrengender und langer Tag für ihn gewesen.

Ich wartete bis Felix von der Arbeit zurückkam, dann aßen wir gemeinsam zu Abend. Natürlich wurde dabei auch die ein oder andere Zärtlichkeit ausgetauscht.

Am nächsten Morgen war es nicht ich, der Frederick aus seinem Bettchen hob, sondern Milan.

Er spielte mit dem Kleinen und ich musste lachen, als ich die beiden so vergnügt sah. Ich glaube, insgeheim wünscht sich Milan noch einen Sohn, aber momentan soll Stephanie ein Einzelkind bleiben. Ich lud ihn ein zum Frühstück zu bleiben, aber er verabschiedete sich wieder.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Jun 19, 2016 6:31 pm

Während Felix erneut arbeiten war, stellte ich meine zweite Schwangerschaft fest.

Ich war gerade dabei, die Felder zu bepflanzen, aber ich freute mich sehr, über diese Nachricht. Auch Felix freute sich sehr, als er von der Arbeit zurückkam und meinen Bauch entdeckte.

Wir verbrachten den Nachmittag und Abend mit Frederick und gingen früh ins Bett. Am nächsten Tag war Fredericks großer Tag, sein Geburtstag.

Mein kleines Baby würde nun schon bald zur Schule gehen. Es war kaum zu glauben. Frederick freute sich sehr darüber und stand schon bald als Schulkind vor uns.

Er spielte und rannte den restlichen Tag vollends über das Grundstück und man merkte ihm die Naturverbundenheit direkt an. Außerdem freute er sich sehr auf sein Geschwisterchen, wie er mir immer wieder versicherte.

„Dann habe ich jemanden zum Spielen, weil Stephanie ja leider nicht bei uns wohnt!“ Ich nickte und ließ ihn meinen Bauch fühlen… Wir alle drei waren gespannt auf den zweiten Wochenteil, wenn das Kleine dann da sein würde.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Aug 14, 2016 6:54 pm

Woche 8,1 Sonnenheimcollege

Zur Zeit gibt es neun Studenten auf dem Collegegelände. Bereits in ihrem dritten Jahr sind Gustav Spirentelli, Tibor Yeboah, Johannes Zander, Elisabeth von Burgend und Alexander und Babette Zander, mit ihrem ersten Jahr beginnen Hannah Spirentelli, Laura Schneider und Nepomuk Yeboah. Auch in dieser Woche müssen die neuen Studenten zuerst in einem Wohnheim einziehen um von dort eine Mitgliedschaft für die Sonneninsel-Verbindung zu erlangen. Hannah, die als erste der drei Neuen auf dem Collegegelände eintrifft, fühlt sich hier sogleich pudelwohl.

Das Gelände ist groß und im Wohnheim gibt es den einen oder anderen interessanten Jungen. Und Jungs sind nun mal Hannahs große Leidenschaft, obwohl sie bislang noch nicht einmal ihren ersten Kuss erlebt hat. Aber obwohl sie Treue nicht als allzu wichtig erachtet (und damit etwas aus der Reihe bei den meisten anderen Spirentelli-Kindern fällt), will sie doch, dass ihr erster Kuss nicht mit irgendeinem "Milchbubi" ist.
Bald darauf erscheinen auch Nepomuk und Laura auf dem Collegegelände und das erste Jahr kann beginnen. Nepomuk ist es, der als erster bei der Sonneninsel-Verbindung anruft um eine Mitgliedschaft zu erlangen und natürlich kommen die sechs anderen Studenten sofort vorbei. Nepomuk kennt zwar die meisten flüchtig, aber Elisabeth und Johannes noch nicht gut genug.

Auch Laura stellt fest, dass sie ihre Kontakte etwas aufbessern kann und Hannah ist froh, endlich einmal wieder ihre Freundin und Nichte Babette zu treffen. Das Babette schon im dritten Jahr ist, obwohl Hannah doch ihre Tante ist, finden die beiden recht lustig und so haben sie in entspanntes Wiedersehen. Nepomuk wird schnell aufgenommen und ihm folgen in kurzem Abständen Laura und Hannah.

Beide Mädchen werden mit Jubel aufgenommen und ohne viel dafür tun zu müssen. Die Verbindung wächst, aber die drei Neuen entschieden dennoch vorerst noch im Wohnheim zu bleiben, da es in dem Studentenverbindungshaus nun mal nur acht Einzelzimmer gibt. Und im Wohnheim ist zwar alles ein wenig unpersönlicher, aber die Zimmer haben alles Notwendige.


Zuletzt von Fenchel am So Aug 14, 2016 6:59 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Aug 14, 2016 6:58 pm

Und ihren einzelnen Interessen können die drei Neuen hier auch gut nachgehen…

Nepomuk verbringt die Zeit neben seinem Philosophiestudium mit seiner Leidenschaft, dem Malen…

…Hannah übt eifrig Küsschen geben und wie sie am besten mit den Jungen redet um damit ihrer Leidenschaft, den Jungs nachgehen zu können, die sie sehr von ihrem Literaturstudium abhalten und…

…Laura liest am liebsten Bücher über das Kinderkriegen und die Erziehung der kleinen Sims. Warum sie allerdings Physik als Fach gewählt hat, dürfte den anderen Sims schleierhaft sein, bei ihr war es reines Interesse… und vielleicht die Hoffnung mittels Physik den perfekten Mann für eine Kinderschar zu finden.
Ansonsten verläuft die Eingewöhnungszeit recht ruhig und jeder hat mehr oder weniger Erfolg bei seinen Bemühungen. Nepomuk verkauft ein tolles Bild nach dem anderen, Laura schindet zwar Eindruck bei manchen Studenten…

…die dann stundenlang vor ihrer Tür standen, ihr aber letztlich nicht zusagten. Immerhin war ihr durchaus bewusst, dass die Studenten sie vermutlich nur ins Bett bekommen wollten, an einer Familie waren sie bestimmt nicht interessiert. Hannah hatte durchaus auch ihre Erfolge, sie machte nicht einmal vor ihrem Professor halt und erlebte mit ihm…

…ihren allerersten Kuss (immerhin kein Milchbubi!). Außerdem hatte diese Affäre den positiven Nebeneffekt, dass Hannah sonst nicht viel für das Studium tun musste, und trotzdme gute Noten erhielt. Leider wurde ihr Professor zu Beginn des zweiten Semesters aus ungenannten Gründen ausgetauscht, aber Hannah hatte keine Probleme auch den neuen Professor einzuladen…

…und um den Finger zu wickeln, denn er war ebenso begeistert von ihr.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Aug 14, 2016 7:02 pm

Das erste Jahr war recht schnell herum und schließlich beschlossen die drei Studenten nun aber ins Verbindungshaus zu ziehen. Tibor, Nepomuks Bruder, war dabei, ein Schnellstudium zu absolvieren um dadurch Platz für seinen Bruder zu schaffen, der Hannah und Laura den Vortritt gelassen hatte. Die beiden zogen also zu den anderen sechs Studenten und fühlten sich gleich wohl dort, was auch daran lag, dass sie herzlich aufgenommen wurden. Hannah zum Beispiel liebte es gegen ihren älteren Bruder Gustav Fitnesswettkämpfe zu machen. Beide trainierten viel und gerne und gegeneinander zu trainieren war ein noch größerer Ansporn.

Laura redete gerne mit ihrem Cousin Tibor und verstand sich eigentlich mittlerweile mit fast jedem in dem Haus gut. Tibor arbeitete hart und kam kaum noch zum Schlafen oder zu anderen Dingen und so war es wirklich kein Wunder, dass er, während die anderen noch im 7. Semester (bzw. Hannah und Laura noch im 3.) waren, bereits seinen Abschluss in der Tasche hatte. Er war darüber sehr froh und wollte zurück zu seinen Eltern ziehen, die mittlerweile schon sehr alt waren und einem ihrer Kinder das große Haus vermachen wollten. Milan hatte es bereits ausgeschlagen und auch Aina und Soraya waren nicht zurückgekommen, deshalb hatte sich Tibor dazu bereit erklärt. Er schaute also in eine glückliche Zukunft, nur die richtige Frau fehlte ihm noch, aber er würde wohl genug damit zu haben, seine beiden Nichten Scarlett und Vanessa im Zaum zu halten, die sich doch recht extrem entwickelten und für seine Eltern momentan zu anstrengend waren. An diese mehr oder weniger schönen Zukunftsaussichten dachte er, als er sich zum Telefon begab und sich ein Taxi rief um ihn zurück zur Sonneninsel zu bringen. Danach folgte der Abschied…

…und Tibor fragte sich dabei selbst, ob er eigentlich auf Hannah stand oder nicht. Sie war hübsch und NICHT mit ihm verwandt. Und er war… angetan von ihr. Allerdings genauso angetan wie von Elisabeth. Nun, jetzt würde er sich erst einmal einen guten Beruf suchen, ans Heiraten würde er in ein paar Simtagen oder Wochen denken. Er hörte sein Taxi hupen, sagte dem Rest auch noch Tschüß und spürte das altbekannte Kribbeln, dass immer einen neuen Lebensabschnitt einläutete.

Er wuchs glücklich auf und ging dann hinaus zu seinem Taxi. Die anderen winkten ihm noch hinterher und Tibor war fast ein bisschen traurig, dass Collegegelände schon verlassen zu müssen, denn er hatte sich hier doch recht wohl gefühlt unter all diesen Studenten, mit denen er sich im Laufe der Zeit angefreundet hatte.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Aug 14, 2016 7:05 pm

Nachdem Tibor weg war, konnte auch endlich Nepomuk zu den anderen Sonneninsel-Studenten ziehen.

Das Studentenleben bestand natürlich wieder einmal nicht nur aus Lernen, sondern die Studenten hatten auch genug Zeit für andere Dinge. Gerade Elisabeth und Hannah genossen die Freiheit auf dem Campus doch sehr, hielten sich aber beide vor ihren Mitbewohnern sehr zurück. Nur einmal konnte sich Elisabeth nicht zurückhalten und flirtete munter mit Nepomuk.

Allerdings war ihr durchaus bewusst, dass sie mit dem Feuer spielte, immerhin hatte sie schon eine Liebschaft mit Johannes. Und eigentlich gefielen ihr Alexander und auch Gustav ebenfalls sehr! Deshalb beschränkte sie sich bei diesen vieren auch auf kleine Flirtereien und genoss den Rest lieber mit ihrem Professor.
Elisabeth fand in Hannah Spirentelli nicht nur eine eine ähnliche Denkende wie sie, sondern auch eine sehr gute Freundin.

Sie sahen sich nicht als Konkurrentinnen, sondern gönnten sich gegenseitig die romantischen Erfolge. Manchmal redeten sie auch über die Zukunft nach dem College und überlegten, ob sie dann einfach zusammen ziehen sollten, so gut wie sie sich verstanden. Allerdings war Elisabeth durchaus bewusst, dass ihre Eltern sie dann vermutlich enterben würden und das wollte sie nicht riskieren, deshalb vertröstete sie Hannah auch meistens, die von dem Plan begeistert war. Auch Elisabeth ließ sich mitreißen und nahm sich fest vor, eben doch einmal mit ihren Eltern zu sprechen, allerdings ohne Hannah vorher etwas zu versprechen!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Aug 14, 2016 7:09 pm

Vor allem Alex und Johannes hatten sehr mit der Liebe zu kämpfen. Alex wünschte sich später eine große Familie und Johannes sah es als seine Pflicht als Nachfolger seines Vaters (der er vermutlich würden werde, denn Roland entwickelte sich mehr und mehr in die falsche Richtung), den Hof weiterzuführen und auch für Kinder zu sorgen. Und dazu brauchte er ebenfalls eine Frau. Für Alex schied Hannah aus, immerhin war sie seine Tante, aber er fand sowohl Elisabeth sehr anziehend als auch die schüchterne Laura. Eigentlich gefiel ihm Elisabeth sogar ein bisschen besser, aber er glaubte nicht, bei ihr irgendwelche Chancen zu haben, immerhin war er ein Spirentelli… und sie eine von Burgend! Außerdem kannte er ihre Auffassung von Treue und stimmte ihr nicht zu, andererseits war er durchaus bereit, dass in Kauf zu nehmen. Laura hingegen wäre die perfekte Frau für ihn, sehr familienorientiert wie er und sehr nett und bestimmt auch treu. Aber sein Herz hatte nun einmal Elli erobert. Babette bekam dieses Gefühlschaos ihres Bruders mit und sie stellte ihn deswegen auch zur Rede.

Zögernd erzählte ihr Alex von seinen Zweifeln in Sachen Liebe, dass er sowohl Elli als auch Laura anziehend fand, aber ausgerechnet Elli bevorzugte, obwohl ihn sein Verstand vor dieser Liebe warnte. „Ach Alex, du kannst dein Herz nicht kontrollieren! Und Elisabeth ist eine sehr anziehende und durchaus auch nette Frau. Laura übrigens auch…“ „Das hilft mir wirklich nicht weiter, Schwesterherz…“ Babette zuckte mit den Achseln. „Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Aber was soll ich sagen? Es ist deine Entscheidung, und ich werde sie akzeptieren. Auch wenn ich mir Sorgen mache, Alex. Es könnte dir das Herz brechen…“ Babette war wirklich sehr besorgt. Dadurch dass ihr Bruder und sie sich in ihrer Kindheit immer beigestanden hatten weil sie keine Mutter hatten, waren sie eng aneinander gewachsen. Und sie spürte Alex’ Schmerz fast als ihren eigenen. Dabei war ihr Liebesleben bislang recht… langweilig. Sie lernte zwar durchaus nette Simmänner kennen…

…die auch gut aussahen und sie mochte sie auch, aber bislang hatte es noch nie „klick“ gemacht. Und im Wohnheim gab es für sie nur Nepomuk als Auswahl, aber den hatte sie letztens mit Elli flirten sehen und so schied er wohl aus. Aber das störte Babette nicht einmal, irgendwann würde schon der richtige vorbeikommen. Deshalb machte sie sich mehr Gedanken über Alex. Der konnte sich noch immer nicht entscheiden, denn auch Laura mochte er wirklich.

…und zeigte ihr das durchaus auch. Nur ließ er es nie zu mehr kommen, um sich doch noch bei Elli alle Türen offen zu halten. Er traute sich nur leider nicht einmal mehr mit Elli ganz normal zu reden und so half ihm erneut seien Schwester aus der Patsche und unterhielt sich mit Elli.

Elli unterhielt sich auch ganz nett mit Babette, nur gingen ihre Ansichten zum Thema Familie und Treue eben doch stark auseinander wie Alex bestätigt bekam. Dennoch… gerade dieses Gespräch machte ihm Elli noch begehrenswerter, denn immerhin war sie ehrlich und er hatte die Hoffnung, dass sie einen Simmann nie heimlich betrügen würde, sondern wenigstens offen. Aber auch Johannes machte sich begründete Hoffnungen, dass Elli nach dem College seine Frau werden würde, immerhin hatten sie bereits eine Liebschaft und Johannes sah auch nicht die anderen Liebschaften, dazu war er zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Andererseits konnte sich Johannes zur Not auch mit der schüchternen Laura anfreunden, die er zwar nicht ganz so hübsch (und edel) fand, die aber charakterlich wirklich dem seiner Traumsimfrau entsprach.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Aug 14, 2016 7:15 pm

Letztlich verging die restliche Collegezeit, ohne dass Klarheit in dieses Gefühlswirrwarr gebracht worden wäre. Elli entschied sich nach Hause zurück zu ziehen und sich um ihren Sohn Georg zu kümmern, auch Roland wollte zurück in sein Elternhaus, Gustav wusste nicht so recht was er wollte und Alex und Babette wollten sich natürlich gemeinsam eine Bleibe suchen. Die fünf älteren Studenten verabschiedeten sich voneinander und von den jüngeren…

…nachdem die Abschlussprüfungen zu aller Zufriedenheit überstanden waren. Man versprach sich zu telefonieren und zu besuchen und alle waren irgendwie glücklich.
Dann riefen sie sich nacheinander ein Taxi und im Abstand von wenigen Minuten verließen…

…Babette…

…Alexander…

…Johannes…

…Gustav…

…und Elisabeth das College in Richtung Heimat. Zurück blieben Nepomuk, Hannah und Laura, die sich auf ihre beiden letzten Collegejahre vorbereiteten.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Aug 31, 2016 9:06 am

WOCHE 8,2

Woche 8,2
Familien von Burgend
Haushaltsmitglieder:
Wilhelm & Jacqueline von Burgend (Knacker), Ehepaar
Eduard von Burgend (Erwachsen), ihr ältester Sohn
Ludwig von Burgend (Teenager), Sohn von Eduard von Burgend und Magdalena Spirentelli
Ludmilla von Burgend (Kind), Tochter von Eduard von Burgend und Magdalena Spirentelli
Georg von Burgend (Kleinkind), Sohn von Elisabeth von Burgend und Georg Kirschfink

Elisabeth:
Ich kann es kaum glauben. Nach vier mehr oder weniger aufregenden Collegejahren bin ich nun endlich wieder zurück auf der Sonneninsel. Und auch wenn ich früher, als Teenager, oft nur auf die kleine Insel hinabgesehen, sie belächelt und meine Eltern dafür verflucht habe, dass wir nicht in irgendeiner Großstadt wohnen, so bin ich nun doch irgendwie genau darüber sehr froh. Ich kann selber nicht sagen, was diesen Sinneswandel herbeigeführt hat, es waren vermutlich einfach ein Haufen kleinerer Dinge, die mir an dieser Insel so sehr gefallen. Vor allem dass ich hier die Möglichkeit hatte, Sims kennen zu lernen mit denen ich in einer Großstadt bestimmt nichts zu tun hatte. Dadurch habe ich gerade Hannah Spirentelli als gute Freundin gewonnen. Nachdem mein Taxi endlich, endlich vor dem neuen Haus meiner Eltern gehalten hat, bin ich sofort ganz undamenhaft hinaus gesprungen. Ich konnte es kaum erwarten dieses Haus näher kennen zu lernen, dass wirklich um einiges größer als mein Geburtshaus war und vor allem meinen kleinen Georg wieder in die Arme zu schließen.

Als ich dann aber draußen stand und das Riesenhaus sah und wusste, dass ich meinen Georg gleich wieder sehen würde… da fühlte ich mich plötzlich schrecklich klein und armselig und schwach. Und irgendwie konnte ich mich nicht überwinden hineinzugehen und meine Eltern, meine Nichte und meinen Neffen, meinen Bruder und vor allem meinen kleinen Georg zu begrüßen! Auf dem College hatte ich meine Sehnsucht nach Georg immer gut verdeckt, keiner meiner Mitstudenten ahnt, dass ich bereits einen kleinen Sohn habe, kaum einer auf der Sonneninsel weiß, dass es überhaupt einen kleinen Georg gibt und wer es doch herausfindet, der hat ja die Lüge aufgetischt bekommen, Georg sei der kleine Sohn einer Schwester meiner Mutter. Und Georg weiß bestimmt auch nicht wer ich bin… Ehe ich also hineinging, versuchte ich mich etwas zu beruhigen, indem ich die neuen Kleider, die ich mir auf dem Weg hierher gleich gekauft hatte, anzuziehen. Eigentlich haben mich Kleider immer sehr glücklich gemacht, ich wurde nicht umsonst von vielen als „oberflächlich“ bezeichnet, aber seit Georgs Geburt und den vielen nachdenklichen Stunden auf dem College befriedigen mich Kleider längst nicht mehr so sehr wie früher.

Hübsch aussehen ist natürlich trotzdem Pflicht, schon allein damit ich zur Familie von Burgend passe. Nachdem ich also noch einmal tief Luft holte, hielt ich es wirklich nicht mehr aus und dann bin ich absolut undamenhaft losgerannt. Zum Glück hat mich meine Mutter nicht gesehen, sie hätte bestimmt los geschimpft. Aus einer Beschreibung meiner Mutter, die mir stundenlang über ihr neues Haus vorgeschwärmt hatte, wusste ich wo ungefähr Georgs Zimmer lag und so bin ich schnell hineingerannt, eine Treppe nach oben, den Gang entlang und dann stand ich in dem Zimmer.

Das Zimmer war ganz hübsch eingerichtet, ein wenig altmodisch aber es passte ganz gut zu dem Haus wie mir sofort auffiel. Außerdem passten natürlich alle Möbel zusammen… aber meine Gedanken wurden unterbrochen als ich das Kind auf dem Boden sah. Das konnte nur Georg sein und er war wirklich schrecklich gewachsen. Ich ging vorsichtig auf ihn zu und er schaute mich mit seinen kleinen süßen Augen neugierig an. Ich redete ein wenig mit ihm und irgendwie schien er meine Stimme zu erkennen, denn gleich darauf schlang er seine kleinen Ärmchen um meinen Hals. Mir kamen die Tränen, mein kleiner Georg, ganz unverkennbar, er hatte immerhin meine Augen und sah sonst seinem Vater recht ähnlich. Ich drückte ihn an mich und er spielte ein wenig mit meinem Haar.

Es war ein wunderbarer Moment. Ein traumhaft schöner. Und ich fühlte mich meinem Kind so nah wie noch nie! Nachdem ich lange mit ihm geredet und ihn noch länger geknuddelt und geküsst hatte, wurde Georg langsam unruhig und so ließ ich ihn wieder zu seinem rosa Häschen. Dann sah ich ihm noch eine Weile beim Spielen damit zu, ehe ich mich auf die Suche nach meinem Vater machte um auch ihn zu begrüßen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Aug 31, 2016 9:10 am

Vater war sichtlich gerührt seine kleine Prinzessin, also mich, wieder in die Arme schließen zu können.

„Wie geht es dir, Elisabeth? Du siehst wirklich aus wie eine Dame… erwachsen bist du geworden. Und wie ich gehört habe, war dein Abschluss sehr erfolgreich. Du machst deiner Familie wirklich Ehre…“ Wenn ich daran denke, wie ich als Teenager immer als unehrenhaft galt, finde ich diese Worte doch ein wenig übertrieben, aber mein Vater hat mich nun mal schon immer geliebt und ich war eben immer die kleine Prinzessin. Eine Rolle, die Gabrielle nun einmal nicht einnehmen wollte. Vater und ich haben eine ganze Weile miteinander geredet und ich habe wirklich das Gefühl, Vater hat sich ziemlich verändert. Er ist liebevoller geworden und darüber bin ich wirklich glücklich, denn er ist bestimmt ein toller Großvater für Ludwig, Ludmilla und Georg, die es ja alle drei nicht leicht hatten und haben. Er war zwar nie ein perfekter Vater… aber das kann ich ihm irgendwie leicht verzeihen, wenn ich daran denke, dass er dafür ein umso besserer Großvater für Georg ist. Nachdem ich also auch mit meinem Vater einiges an Zeit verbracht habe, bin ich meine Mutter suchen gegangen. Sie hat mich weitaus kühler begrüßt, sie scheint nicht ertragen zu können, dass ich mittlerweile erwachsen geworden bin, dass ich einen unehelichen Sohn bekommen habe und vermutlich auch, dass ich ihr so verdammt ähnlich bin aber viel besser beim anderen Geschlecht ankomme! Obwohl die Begrüßung mit Mutter kurz und kühl ausfällt, ist es mittlerweile schon Mittag und so kommt Ludwig aus der Schule nach Hause. Er hat sich gut entwickelt, ich erkenne ihn fast nicht wieder so groß ist er geworden. Er macht sich auch gleich brav an die Hausaufgaben und leistet mir dabei Gesellschaft bei der Jobsuche.

Dabei erzählt er mir alles, was ich hier verpasst habe. Zum Beispiel dass sich mein Bruder Eduard, sein Vater, mehr und mehr so entwickelt wie meine Eltern früher waren. Und das Eduard ständig an seinen Kinder herum mäkelt. „Wenn er sehen würde, dass ich hier auf dem Boden sitze und Hausaufgaben mache, würde er ausflippen.“ Ich musste lachen und verstand mich auf Anhieb wieder sehr gut mit Ludwig. „Wie geht es deiner Schwester?“ „Ludmilla ist süß… aber sie verkraftet die Trennung unserer Eltern noch immer nicht…“ „Ach Ludwig, so weit ich von Vater gehört habe, hattest du am Anfang auch ziemliche Probleme…“ „Ja schon… aber ich bin jetzt drüber hinweg und sie immer noch nicht… Ich meine sie tut immer fröhlich freundlich… aber ich sehe doch dass es ihr nicht gut geht. Nur Vater sieht das nicht und denkt alles ist super. Ihn lächelt sie auch immer extra süß an und verträumt an, sodass er nichts merkt…“

„…und er hört sie nun mal auch nachts im Bett nicht heulen.“ „Ach Ludwig… ich werde versuchen mich um Ludmilla zu kümmern…“ Ich wusste selber nicht warum ich das gesagt hatte, eigentlich gehörte ich doch eher zur egoistischen und selbstsüchtigen Gruppe Sims, aber die kleine Ludmilla tat mir wirklich Leid. Allerdings erlebte sie heute einen tollen Erfolg, sie hatte eine 1+ bekommen und jubelnd rannte sie zu meiner Mutter.

Überrascht durfte ich feststellen, dass auch Mutter sich mehr zum Guten geändert hatte, denn Ludmilla schien ihre Oma wirklich zu lieben und Mutter feuerte die Kleine auch an… etwas dass sie früher nie getan hätte. Hmm… ich war wohl doch länger weg als gedacht, nie hatte ich erwartet, dass aus meinen Eltern einmal gute Großeltern werden… aber sie scheinen genau das zu sein!

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Aug 31, 2016 9:15 am

Nach über einem Jahr durfte ich zu diesem Zeitpunkt das erste Mal wieder richtig auf der Sonneninsel spielen. Allerdings habe ich zwischenzeitlich einiges an Downloads, insbesondere Häute und Schminke, die ich damals mit irgendwelchen Sims aus dem Exchange geladen habe, gelöscht. Deshalb wundert euch bitte nicht, wenn sich einige Sims optisch verändern, die meisten haben zwar keine Downloadhaut weil ich die beim Erstellen nie benutzt habe, aber dennoch hat z.B. Eduard eine bekommen. Ich hoffe es ist nicht allzu schlimm!

Dennoch kümmerte ich mich fortan natürlich vor allem um Georg, er war mein Sohn und ich verbarg das auch nicht länger vor ihm.

Mutter beschloss nun auch endlich in Rente zu gehen, immerhin war sie bereits 75 Tage alt und sie wollte für ihre Enkel und ihr „Adoptivkind“ da sein. Ich konnte es nicht fassen, als ich das bei ihrem Telefonat wegen ihrer Rente hörte.

Sie bezeichnete MEINEN GEORG noch immer als ihr Adoptivkind. Zum Glück für sie, rief Georg nach mir, sodass ich zu ihm ging und leise auf ihn einredete. Dadurch hatte ich Zeit mich ein wenig zu beruhigen. Blanke Wut würde nicht so viel bringen bei meinen Eltern, dass wusste ich. Ehe ich noch mit ihr reden konnte, sah ich, dass Ludwig eine Schulkameradin mitgebracht hatte. Von Mutter und Vater wusste ich, dass er das öfter tat und auch nie jemandem seine Freundinnen vorstellte. Sie wechselten wohl auch recht schnell.

Ludwig schien da sehr nach mir zu kommen, auch wenn das seinem Vater gewiss nicht passen würde. Ich fragte mich, ob es bei ihm etwas mit seinen Eltern und der Scheidung zu tun hatte, dass er sich nicht festlegen wollte. Denn soweit ich wusste, gaben Eduard und meine Eltern alle Schuld Magdalena, die einfach eine schreckliche Simfrau sei. Ludwig flirtete eifrig mit dem Mädchen und ich nahm mir vor, ihn zu unterstützen, immerhin wollte auch ich mich noch nicht festlegen, dazu gab es zu viele nette Simmänner. Als er das Mädchen dann endlich verabschiedete, war ich bereits wieder bei Georg. Mutter kam ebenfalls herein und bekam mit, wie ich mit Georg sprach. Sie bat mich in die Küche zum Gespräch. Ich folgte ihr und nahm mir vor, sie nun zur Rede zu stellen, doch stattdessen begann sie, mir Vorwürfe zu machen.

„Wieso nennst du Georg immer „mein Sohn“ und willst ihn dazu bringen dich Mutter zu nennen? Er soll gefälligst mich so nennen! Wir haben ihn adoptiert, wir sind seine Eltern!“ „Das ist jetzt nicht dein ernst, oder? Er ist MEIN Sohn. Es war toll von euch ihn während der Collegezeit großzuziehen, aber nun bin ich da und werde auch für ihn da sein! Ich bin seine Mutter, ich habe ihn geboren!“ „Nein! Elisabeth. Jeder weiß, dass du ihn nur während deiner Teenagerzeit bekommen haben kannst. Eine schwangere Jugendliche. Willst du deinem Vater und mir, Eduard und der ganzen Familie wirklich diese Schande antun?“ „Schande? Ach Mutter, weißt du was? Es ist mir völlig schnuppe was ihr davon haltet. Als ob diese ganze arrangierte Sache mit Magdalena nicht viel mehr Schande über euch gebracht hat!“ Dann drehte ich mich um und ging. Es war mir einfach zu blöd geworden. Leider sollte es nicht dabei bleiben.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Aug 31, 2016 9:18 am

Am nächsten Morgen fing mich Eduard im Wohnzimmer ab. „Elisabeth, lass uns einen Moment reden…“ „Wenn es um Georg geht, ich habe Mutter schon alles zu dem Thema gesagt!“ Dann fing Eduard an. Ludwig hatte vollkommen Recht, sein Vater reagierte sehr leicht über. Auch mich begann er nun anzubrüllen.

„Was bildest du dir eigentlich??? Ich bin ein geachtetes Mitglied der Politik! Ich muss auf meinen Ruf achten. Und ihr alle, ihr verdammten Simfrauen, versucht mir Steine in den Weg zu legen! Aber ich werde das nicht zulassen. Georg ist adoptiert! Eine Scheidung reicht, eine schwangere Jugendliche brauche ich nicht auch noch!“

„Ich bin keine Jugendliche mehr, Eduard. Ich habe ein Studium hinter mir, und es ist doch völlig egal ob vielleicht ein Sim darauf kommt, dass ich Georg während meiner Teenagerzeit bekommen habe. Und selbst wenn es mehr wie einer ist. Was ist mit Soraya? Bei ihr war es ebenso. Oder Irma und Lina Zander. Die haben auf dem College je ein Baby bekommen. Deine Magdalena wohl auch!“ Nun explodierte Eduard. Wohl einfach wegen dem Namen Magdalena.

„Das sind alle miteinander keine von Burgends! Und damit völlig egal. Hier geht es nur um den Namen 'von Burgend'!“ „Ja genau. Und deshalb werden die Leben von so vielen Sims zerstört. Nur wegen einem blöden Namen. Aber ich lass mir das nicht nehmen. Ich mache das wie Gabrielle und Laurent und gründe meine eigene Familie! Am besten heirate ich irgendeinen Simmann, einfach nur um den bescheuerten Nachnamen abzulegen!“ Eduard zögerte und einen kurzen Moment erwartete ich, dass er mich schlagen würde. Doch er beherrschte sich und sagte nur leise drohend: „So sprichst du nicht mit mir, Elisabeth!“ Dann drehte er sich um und verschwand.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Aug 31, 2016 9:22 am

Ich war ziemlich aufgewühlt und stand noch eine Weile einfach im Wohnzimmer. Längst hatte ich den Entschluss gefasst auszuziehen. Sobald Hannah mit dem College fertig war, würden wir eine Frauen-WG machen. Mit Georg natürlich. Doch vorerst gab es noch Tage hier. Ich ging in die Küche und traf dort auf Vater. Beinahe rechnete ich mit dem nächsten Streit, doch Vater sah mich nur an und sagte schließlich: „Ich verstehe dich, Elisabeth.“

Ich war überrascht und unendlich dankbar für seine Worte. „Weißt du, früher war mir unser Ruf so wichtig wie er es nun Eduard ist. Aber mittlerweile… mir sind meine Enkel und ihr Glück viel wichtiger. Ich werde dich unterstützen, Eli. Du bist eine tolle Tochter. Aber bitte zürne deiner Mutter nicht. Sie meint es nicht so, ich denke, sie wird sich bald mit dir versöhnen wollen. Wir sind nicht mehr die Jüngsten… also tu ihr den Gefallen. Und solltest du wirklich ausziehen wollen, dann mach es und nimm meinetwegen auch Georg mit. Aber bereite alles still vor.“ Er zwinkerte und ich drückte ihn lange. Mein Vater hatte sich wirklich sehr zu seinem Besseren gewandt.
Ich zog mich an und bereitete dann das Essen vor. Natürlich würden wir wieder einmal nicht alle zusammen essen. Aber immerhin schaffte ich es, gemeinsam mit Ludwig und Ludmilla zu essen.

Ludmilla plapperte viel mehr als sonst und ich war froh, dass sie so auftaute. Leider musste ich sie auch bald verlassen und ich hoffte sehr, dass meine Eltern noch ein Weilchen lebten. Andererseits… Ludmilla hatte eine Mutter, die sie liebte… Nur weil ihr Vater Magdalena abgrundtief hasste und jeglichen Kontakt verbot, hieß das ja nicht, dass Magdalena ihre beiden Kinder hier nicht mehr liebte. So schätzte ich sie nicht ein. Und als Ludmilla davon redete, dass sie mir überallhin folgen würde, sollte ich wirklich gehen (sie hatten den Streit mitbekommen), sah ich sie an. „Ludmilla, ich werde immer als Tante für dich da sein. Aber du hast auch eine Mutter…“ Beide schwiegen plötzlich. Ludwig stand abrupt auf. „Das ist Quatsch, Tante. Setz Ludmilla keine Flausen in den Kopf!“ Dann verschwand er. Ludmilla aber sah mich flehend an. „Ja aber… die mag mich nicht!“ „Oh Mädchen!“ Ich nahm sie in den Arm. Nie hätte ich früher gedacht jemals eine Spirentelli zu verteidigen (und das war Magdalena ja nun), aber wie gesagt, viel hatte sich verändert. „Deine Mutter liebt dich. Dein Vater hat nur jeglichen Kontakt verboten und mit sämtlichen staatlichen Mitteln gedroht. Dazu gibt es noch ein paar andere Drohungen…“ Ich verstummte und fing lieber nicht von Lenas Vater an. „Aber wenn du sie anrufst, wird sie sicherlich Zeit für dich finden…“…hoffte ich zumindest. Ich sah so etwas wie Hoffnung in Ludmillas Blick und so drängte ich sie zu einem der Telefone und achtete darauf, dass sie unbeobachtet war. Langsam wählte sie die Nummer, die ich ihr herausgesucht hatte.

Lange zögerte sie, ehe sie den Wahlknopf drückte. Ich beobachtete sie eine Weile und bekam den unsicheren Anfang mit, doch dann taute sie immer weiter auf. Ihre Mutter hatte Zeit. Natürlich. Und die beiden redeten und redeten.

Ich sah Elisabeth Lachen… endlich ganz Lachen, ein Lachen das schließlich auch ihre Augen erreichte. Also ließ ich sie allein. Der Kleinen ging es nun besser.

Vater hatte tatsächlich Recht behalten und Mutter versöhnte sich mit mir. Sie versprach Georg nicht mehr als „ihr Adoptivkind“ zu bezeichnen, weigerte sich aber, ihn als Enkel anzusehen. Mir war es egal, Sonntag würde ich eh ausziehen. Also ließ ich mich auch von ihr umarmen.

Sie war ziemlich sentimental geworden mit dem Alter, früher hatte sie uns selten bis nie umarmt.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am Mi Aug 31, 2016 9:24 am

Der Sonntag kam schnell und abends hatte mein kleiner Georg schon Geburtstag.

Er wuchs vom Kleinkind zum Schulkind heran.

Ich schickte ihn in mein Bett zum Schlafen, damit ich ihn nachher gut wecken konnte. Wir würden nachts ausziehen. Klar würden sie es alle merken, aber ich wollte keinen großen Trubel. Während Georg schnell schlief, verabschiedete ich mich vor allem von Ludmilla. Auch Vater gab ich Bescheid. Gegen halb 12 weckte ich Georg.

Er war zwar ziemlich müde, folgte mir aber sogleich zum Taxi. Ich war froh, dass er mich trotz der ersten Simtage, als seine Mutter akzeptierte. Wir stiegen in das Taxi und fuhren davon.

In eine ungewisse Zukunft. Ohne viel Geld. Aber ich hatte Georg. Und alles war besser als das hier. Alles war liebevoller. Und das war ich Georg schuldig!

Fenchel
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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 7:19 pm

Woche 8,2
Familie Zander
Haushaltsmitglieder
Heinrich&Magdalena Zander (alt), Ehepaar
Roland Zander (Erwachsener), Sohn von Heinrich und Magdalena und verheiratet mit
Iris Zander (Erwachsene),
Johannes Zander (Erwachsener), jüngster Sohn von Heinrich und Magdalena
Alida Zander (Teenager), jüngstes (gemeinsames) Kind von Heinrich und Magdalena
Amalia Zander (Kleinkind), Kind von Heinrich und Iris Zander

Roland Zander:
Das erste was in diesem Wochenabschnitt passierte, war das Johannes wieder heimkehrte. Er hatte sein Studium abgeschlossen und war nun also wieder hier.

Ich wunderte mich zuerst. Was wollte Johannes wieder hier? Wollte er sich nicht ein eigenes Leben aufbauen? Dann dachte ich an die häufigen Streitereien zwischen Vater und mir und wie er Johannes sofort begrüßen ging.

„Ich bin sehr froh, dass du wieder da bist mein Sohn!“ Ich gebe zu, ich beobachtete die beiden und lauschte auch ein wenig. Immerhin ging es nicht nur um die Beziehung zwischen meinem Vater und meinem kleinenBruder, sondern vermutlich auch um meine Zukunft. Eigentlich würde ich den Hof erben (nachdem Hein enterbt war). Johannes könnte dann höchstens ein besserer Knecht hier sein, so war es nun einmal. Damit würde sich Johannes aber nicht zufrieden geben… „Natürlich bin ich wieder da, Vater. Ich habe es dir doch versprochen.“

„Ich weiß, auf dich bin ich immer stolz gewesen, Johannes. Du bist der beste meiner Söhne. Wie erging es dir auf dem College?“ „Es hat alles gut geklappt Vater. Ich habe auch nach Simfrauen Ausschau gehalten, die einzigen die in Frage kommen, wären Elisabeth von Burgend und Laura Schneider…“ „Gibt es nicht das Gerücht, dass Elisabeth von Burgend bereits ein Kind hat? Und generell mehr Männer als ihr gut tun?“ Johannes nickte nur. „Und Laura Schneider? Sie ist die Tochter dieser Frau, die drei Kinder von drei Männern hat, oder?“ „Ja, das stimmt. Sie selbst ist aber sehr familienorientiert. Eine nette, schüchterne Person…“ „Klingt gut. Ich werde mich mit beiden befassen…“ Johannes nickte. Also ging es um Johannes’ Ehesimfrau. Und er würde nicht einfach so wie ich vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Er durfte mitbestimmen. Ich dachte an Vaters Worte, mich zu enterben. Vermutlich hatte er das längst beschlossen. Doch irgendwie verspürte ich keine Trauer oder Wut. Ich hatte mir oft überlegt, wie sehr sich Hein wohl ärgerte, dass er diesen großen, schönen Hof nicht geerbt hatte. Jetzt, wo es mir vermutlich ähnlich erging, empfand ich es gar nicht mehr als so schlimm. Der Hof war schön, aber er war eben sehr groß und man musste viel arbeiten (oder viele Sims als Helfer haben). Außerdem war er an Vaters Bedingungen geknüpft. Und die wollte ich nicht mehr erfüllen. Ich dachte an Aina und lächelte bei den Gedanken an sie. Gegen sie verblasste dieser Hof…

Deshalb interessierte es mich auch nicht, als ich eine Simsstunden später Vater und Johannes erneut bei einem Gespräch „belauschte“.

„Mir? Wirklich?“, vernahm ich Johannes schmeichelnde Stimme. Und Vater nickte nur. „Du bist der beste meiner Söhne. Zwar der Jüngste, aber ich entscheide darüber! Roland kann sich aussuchen, ob er auszieht oder dir als Knecht hilft…“ Nun hatte ich es also vernommen. Diese Worte. Doch ich fühlte mich frei durch sie. Frei. Ich musste den Hof nicht übernehmen. Meine einzige Sorgen waren jetzt noch Iris und Amalia. Was würde aus den beiden? Ich war verheiratet. Und „Vater“. Aber ich konnte die beiden ja schlecht zu Aina mitnehmen. Und hierlassen? Ganz so einfach wie ich es mir gedacht hatte, ging es nun also doch nicht. Dann hörte ich ein Flüstern und sah, wie Vater Johannes etwas ins Ohr flüsterte.

Ich hätte nur zu gerne gehört was, aber dazu hätte ich noch näher heran gemusst und das ging nun wirklich nicht. Gleich darauf kam Vater heraus und entdeckte mich. „Roland, gut das ich dich sehe. Du musst mir mal dringend helfen…“ Er nahm mich am Arm und schob mich fort vom Haus…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 7:46 pm

Johannes Zander:
Da die Berichte möglichst alles enthalten sollen, mein Bruder aber von folgendem nichts mitbekommen sollte, werde ich kurz übernehmen. Nur kurz, denn dieses dumme Berichte-Schreiben ist Frauensache. Kein Wunder das Roland das macht. Er ist auf dem College quasi zu einer Frau verkommen! Aber genug der Sache. Vater hatte mir gesagt, ich könne doch, solang ich selbst noch keine Ehesimfrau habe, mich mit Iris vergnügen. Eventuell hatte ich ja mehr Glück mit einem Kind von ihr und sie war doch fähig einen Jungen zu gebären. Und sonst. War es auch egal. War ja offiziell das Kind meines Bruders. Außerdem konnte das Mädchen dann zu einer Magd herangezogen werden. Und sich um meine Kinder kümmern. Ich hatte dem zugestimmt. Also bezirzte ich Iris.

Es war nicht allzu schwer, sie schien wohl wirklich nach Aufmerksamkeit zu gieren. Für mich wäre sie nichts. Schon allein, dass sie arbeitete. Das Roland ihr das nicht verbot. Aber Roland war ein Schwächling. Sobald ich selbst eine Frau hatte und Kinder, würde Iris die Magd sein und nicht mehr außerhalb arbeiten. Jedenfalls ging es dann recht schnell…

Ich glaube, mein Bruder fasst Iris absolut nicht an. Zumindest hat sie so etwas angedeutet. Ich verstehe wirklich nicht warum. Er ist ja sogar mit ihr verheiratet? Und dafür sind Simfrauen nun wirklich äußerst praktisch. Während Iris und ich also in den Federn lagen, feierte Iris’ Balg seinen Geburtstag.


Roland Zander:
Als Vater mich endlich „entließ“, führte mein erster Weg zu Amalia, die heute Geburtstag gehabt hatte. Sie war von einem Kleinkind zu einem süßen Schulmädchen herangewachsen.

Fortan würde sie sich natürlich mit Alida das Mädchenzimmer teilen. Mich wunderte nur, dass Vater da zuerst etwas dagegen hatte. „Sie ist nicht standesgemäß!“ „Wie bitte?“ „Sie ist eine bessere Dienerin!“ „Sie ist meine Tochter!“, sagte ich nur und er ließ mich in Ruhe. Wahrscheinlich überlegte er noch, wie er mir sagte, dass ich den Hof nicht erbte.
Alida und Amalia hatten zum Glück kein Problem, sich das Mädchenzimmer zu teilen. Gut, Alida machte sowieso nie Probleme sondern hörte immer auf Vater.

Die beiden standen auch brav früh auf um vor der Schule noch im Haushalt und im Garten zu helfen. Aina hielt das für schlimm und hatte mich damit zum Nachdenken gebracht. Für mich war es normal gewesen, wir waren alle früh aufgestanden und hatten viel mitgearbeitet. „Aber dann ward ihr nie Kind? Habt gespielt?“ Darauf wusste ich keine gute Antwort. Gespielt schon, aber die Zeit war mir im Nachhinein kaum in Erinnerung. Es war nicht so viel gewesen…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 8:00 pm

Nach der Schule nahm Vater sich Alida vor. Sie würde heute Abend aufs College gehen und davor musste er noch mit ihr reden.

„Dir ist hoffentlich bewusst, dass ich einen guten Abschluss erwarte. Und keine Jungengeschichten!“ „Natürlich Vater!“, sagte Alida nur und nickte noch bekräftigend mit dem Kopf. „Ich werde lernen und gar keine Zeit für Jungen haben, da bin ich mir sicher.“ Vater war sich wohl nicht so sicher. Zu Recht. Waren nicht bisher drei seiner vier Töchter (gut, eigentlich nur noch eine von zwei, weil Lina und Lena nicht mehr offiziell zur Familie gehören) auf dem College schwanger geworden? Vater redete noch eine Weile auf Alida ein und schließlich rief sie auf dem Collegegelände an.

Sie erhielt sieben Stipendien und machte sich gleich darauf auf den Weg zum College.

Nachdem ich von der Arbeit zurückkam, fand ich eine verzweifelte Amalia im Mädchenzimmer vor. Sie kam mit ihren Hausaufgaben nicht zurecht und traute sich nicht, jemanden zu fragen. Nicht einmal ihre Mutter. Also stellte ich mich zu ihr und half ihr.

Sie war wirklich ein liebes Mädchen und ich fand es schlimm, dass sie so wenig Vertrauen in alle Sims hier hatte. „Mutter erwartet übrigens noch ein Baby…“, sagte sie zwischen zwei Sätzen. Ich erstarrte. „Wie bitte?“ „Mutter erwartet ein Baby… zumindest ist sie dicker geworden und alle sagen, sie kriegt ein Baby.“ „Dann wird das wohl so sein.“, sagte ich und brachte Amalia nach den Hausaufgaben ins Bett. Dann suchte ich Iris.

Ich fand sie im Wohnzimmer und meine Befürchtung bestätigte sich. Sie war wirklich wieder schwanger. Und das nicht von mir (wir hatten nicht miteinander geschlafen, nie). Einen Vorwurf konnte ich ihr nicht machen. Ich hatte selbst mit Aina geschlafen. Wir waren nur auf dem Papier ein Ehepaar. Sie sah mich an. „Ich bin schwanger.“ „Wieder von Vater?“, fragte ich und sie schüttelte den Kopf. Ich runzelte die Stirn und sie senkte den Blick. „Von Johannes.“ Ich nickte nur und machte mich dann auf die Suche nach meinem Bruder. Ich fand ihn gemeinsam mit meinem Vater oben, wo mein Vater ihm einige Sachen übergab. Er rechnete wohl mit seinem baldigen Ableben, wie ich seinen Worten entnahm.

„Also schwängerst du jetzt meine Ehesimfrau?“, fragte ich ihn ruhig. Johannes drehte sich zu mir um. „Du fasst sie ja nicht an, Bruder!“, sagte er dann. „Das ist meine Sache!“, entgegnete ich. Vater sah mich an. „Roland. Es ist quasi deine Pflicht für Nachkommen zu Sorgen, aber du kommst ihr nicht nach. Du tust immer seltener was ich dir sage. Und wenn du es tust, widerstrebt es dir. Dir widerstrebt meine Haltung. Früher warst du nicht so, aber ich erkenne dich kaum wieder. Johannes ist mir am nächsten und damit mein Erbe!“ Ich nickte nur. „Wie du es entscheidest, Vater.“, sagte ich dann. „Ich werde bald ausziehen. Was wird aus Iris und Amalia? Ich liebe Iris nicht…“ „Sie können hier bleiben.“, entschied mein Vater und sah Johannes an. „Du kannst jede Arbeitskraft gebrauchen! Wir füttern sie bestimmt nicht einfach so durch.“ Johannes nickte und ich drehte mich um und ging. Ich würde mit Iris darüber reden.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 8:05 pm

Unser Gespräch verlief ruhig. Iris wollte lieber hier bleiben. Ich berichtete ihr von meiner „Affäre“ mit Aina und sie nickte nur. „Ich wäre dir ein Klotz am Bein. Nur sollten wir mit der Scheidung noch warten. Deine Eltern, zumindest deine Mutter, würde es nicht verkraften.“ Dieses Mal nickte ich. Das war also das Ende meiner kurzen Ehe. Wir waren einfach nie füreinander gemacht gewesen. In dieser Nacht zog ich in das Jungenschlafzimmer.

Iris schlief (noch) im Schlafzimmer oben, Vater und Mutter belegten das eine Schlafzimmer unten und Johannes das andere. Aber ich fühlte mich in dem Einzelbett eigentlich ganz wohl.
Am Samstagmorgen frühstückte ich mit Amalia. Obwohl sie meine Schwester war und ich sie auch nicht als meine Tochter ansah, hatte ich sie gern.

Sie unterhielt sich so unschuldig mit mir und ich erklärte ihr alles was sie wissen wollte.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 8:09 pm

Tja und dann geschah, was früher oder später geschehen musste. Vater starb.

*Heinrich Zander – 77 Simtage alt – gestorben an einem Samstag im Frühling
Er hinterlässt:
Magdalena Zander, seine Ehesimfrau
Magdalena Spirentelli mit Alexander und Babette Zander, Ludwig, Ludmilla und Damian von Burgend und Emanuel Spirentelli
Heinrich Spirentelli mit Tobias, Philipp und Julia Spirentelli
Roland Zander
Carola von Burgend mit Matthias von Burgend
Martin Schneider
Irma Yeboah mit Stephanie Yeboah
Lina Spirentelli mit Frederick Spirentelli
Johannes Zander
Alida Zander
Amalia Zander

von seinen zehn Kindern erkennt er selbst nur fünf (Johannes, Roland, Carola, Irma und Alida) an, von seinen bislang zwölf Enkeln sind es sogar nur zwei (Matthias und Stephanie).*

Ich habe vor, nach jedem Tod so eine Aufzählung zu machen, allerdings ist es keine Todesanzeige im eigentlichen Sinne, sondern wirklich nur eine Aufzählung der direkten Verwandten im Stammbaum ob anerkannt, gekannt oder nicht.

Ich glaube, er selbst hat sein Leben voll genossen. Ich selbst empfand… nicht direkt Trauer. Zumindest nicht allzu viel.

Ich ging zu ihm, gefolgt von Johannes. Mutter folgte uns ebenfalls, aber sie war fassungslos. Johannes brach in Tränen aus.

Mich selbst ließ es einfach nur kalt. Johannes hatte seine Heldenfigur verloren und Mutter denjenigen, der alles in ihrem Leben vorgab.

Sie war einfach nur… so als wisse sie nicht, was sie nun tun sollte. Ich hatte Mitleid mit ihr und kümmerte mich um sie, doch sie fing sich überraschend schnell. „Ich weiß, was zu tun ist.“, sagte sie. Währenddessen erhielten wir das Erbe. Und es war nicht zu wenig, sodass unser Haushaltsgeld von 164.112 auf 185.537 Simoleons anwuchs.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 8:15 pm

Zu meiner Überraschung hörte ich an diesem Abend aus dem Nachbarzimmer schluchzen und fand Amalia heulend vor.

Vater hatte das Mädchen streng erzogen und dennoch trauerte sie. Es war ein seltsamer, unverständlicher Anblick für mich, aber ich tröstete das Mädchen. Doch innerlich hoffte ich, dass Vater früh genug gestorben war, um sie noch nicht zu versauen. Ein schlimmer Gedanke, aber er war nun einmal da. Amalia ließ sich zum Glück leicht trösten und schlief bald wieder ein.

Ich hatte erst nicht gewusst, was Mutter mit ihrer Aussage, sie wisse was zu tun sei, gemeint hatte. Am nächsten Tag sollte ich es erfahren. Sie rief einen meiner Geschwister nach dem anderen an. Mit Alida auf dem College sprach sie lange. Dann rief sie alle nacheinander an. Zu meiner Überraschung war ihr erster Anruf an Lena. Diese kam sogar vorbei, vielleicht hatten sich die beiden doch versöhnt?

Dann überreichte Mutter ihr ein paar persönliche Dinge. Lena war sichtlich gerührt. Und Mutter sprach sogar danach noch mit dem Baby in ihrem Bauch.

Vater mochte gestorben sein, ohne sich mit einigen seiner Kinder versöhnt zu haben, Mutter wollte es besser machen. Sie redete lange mit Lena und dem Baby und ich sah Lena glücklich davon gehen. Mutter nickte mir zu. „Es war an der Zeit, Lenas Wahl zu akzeptieren. Sie ist und wird immer mein Lenchen sein, meine erste Tochter, mein erstes Kind!“ Ich lächelte. Bald darauf tauchte Hein auf.

Auch er erhielt ein paar persönliche Dinge und war wohl so überrascht wie Lena. Andererseits hatte sich sein Streit immer mehr auf Vater bezogen, Mutter hatte nie deutlich Stellung für ihre Kinder bezogen, aber wir wissen, das sie schlicht zu schwach dazu war. Dafür war es eine umso schönere Geste, dass sie jetzt alle einlud. Es kam zwar spät, aber besser spät als nie! Nach Hein folgte Carola.

Auch sie erhielt ein Päckchen. Dann Irma.

Und schließlich zum Schluss noch Lina.

Lina war ebenso froh und umarmte Mutter lange. „Ich bin dir dankbar, dass du Felix und mir deinen Segen gibst! Er ist der beste Simmann für mich!“ „Ich hoffe es.“, sagte Mutter und dann strich sie über Linas dicken Bauch.

„Ich habe nicht mehr lange zu leben, aber ich bin stolz auf euch alle. Und auf meine Enkel, egal wer der Vater der Kinder ist!“ Auch Lina verabschiedete sich und Mutter hatte den restlichen Sonntag ein seliges Lächeln auf den Lippen.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Sep 04, 2016 8:20 pm

Am Abend, wir erwarteten fast den Tod Mutters, geschah erst einmal nichts. Bis Iris sich vor Schmerz den Bauch hielt.

Mit dem Baby hatte nun keiner gerechnet, aber natürlich kam es trotzdem auf die Welt. Um 22:25 Uhr war das Kleine auf der Welt.

Es war zur Enttäuschung meines Bruders ein Mädchen. Nur ein Mädchen. Sie wurde Burga genannt. Mutter strahlte als sie ihr dreizehntes Enkelkind sah. Endlich eines, dass hier in ihrem Haus, in ihrem Beisein zur Welt gekommen war. Ob Mutter ahnte, dass Amalia nicht ihr Enkelkind war? Vermutlich. Doch unsere „Freude“ hielt nicht lange, denn es kam, was wir ein paar Simstunden früher erwartet hätten. Auch Mutter musste gehen.

In Sims 2 sterben die Sims eigentlich immer um 18 Uhr habe ich gedacht... Also dachte ich, dass Magdalena Zander doch noch einen Tag zu leben hatte. Tatsächlich starb sie aber nach der Geburt ihres Enkelkindes mitten in der Nacht.
*Magdalena Zander – 78 Simtage alt – gestorben an einem Sonntag im Frühling um 23:10 Uhr
Sie hinterlässt:
Magdalena Spirentelli mit Alexander und Babette Zander, Ludwig, Ludmilla und Damian von Burgend und Emanuel Spirentelli
Heinrich Spirentelli mit Tobias, Philipp und Julia Spirentelli
Roland Zander
Carola von Burgend mit Matthias von Burgend
Irma Yeboah mit Stephanie Yeboah
Lina Spirentelli mit Frederick Spirentelli
Johannes Zander mit Burga Zander
Alida Zander

Magdalena Zander hinterlässt damit acht Kinder mit Heinrich Zander und dreizehn Enkelkinder.*

Mutters Tod nahm mich deutlich mehr mit.

Aber ich hoffte, dass es ihr gut ging. Sie hatte immerhin noch einmal mit all ihren Kindern geredet und sich mit allen versöhnt. Außerdem durfte sie die Geburt eines Enkelkindes erleben. Alles in allem folgte Mutter glücklich dem Sensenmann. Wir trauerten, aber wir wussten, dass das Leben weiterging. Die kleine Burga war ein Zeichen dafür. Nur für mich würde das Leben wohl kaum auf diesem Hof weitergehen…

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 09, 2016 3:29 pm

Woche 8,2
Familie Schneider
Haushaltsmitglieder:
Helena Schneider (alt)
Niklas Schneider, Sohn von Helena Schneider
Rosalinde Schneider, verheiratet mit Niklas Schneider

Niklas Schneider:
Nachdem Rosalinde schwanger war und viel Zeit zuhause verbrachte, arbeitete ich nur noch mehr. Endlich hatte ich meinen „normalen“ Job gekündigt und war meinem Traum gefolgt. Ich würde es schaffen ein Verbrecherimperium aufzubauen! Heute gelang es mir sogleich Geld erfolgreich zu waschen und statt meines läppischen Lohnes kam ich mit 50.000 Simoleons nach Hause. Mein dritter Traum (neben dem Verbrecherimperium und einem Nachfolger) war endlich aus diesem Blumen-Kotz-Haus zu ziehen. Mit 50.000 mehr konnte ich mir jetzt etwas Größeres leisten! Natürlich erst wenn Mutter nicht mehr war. Diese freute sich übrigens nach wie vor wie verrückt auf das kleine Baby. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag überkamen Rosalinde dann endlich die Wehen (ich kann Schwangere nicht ausstehen!).

Das Geschrei konnte ich wirklich auch nicht ertragen, aber gegen 0:30 Uhr hielt Rosalinde dann endlich das Baby in ihrem Arm. Fast ein wenig ängstlich drückte dieses sich an Rosalindes Brust. Gespannt wartete ich auf das Urteil. „Ein kleiner Junge!“

Ich war zufrieden. „Wunderbar, Rose. Mein kleiner Viktor.“ Mir war von vornherein klar, dass mein Sohn Viktor heißen würde. Einen Mädchennamen hätte Rosalinde gerne aussuchen können. Diese schien nicht ganz so zufrieden. „Ich hätte gern ein kleines Mädchen gehabt!“, sagte sie schmollend, aber ich lachte nur. „Nein nein. Ein Junge ist schon das Rechte! Jemand muss ja auch mal alles erben!“ Ich nahm ihr Viktor ab. „Und das wirst du sein, mein Sohn!“

Mutter war begeistert von Viktor und betüddelte ihn wo sie nur konnte. Ich hatte ein wenig Angst, dass mein Junge dadurch verweichlichte, andererseits hatte ich selbst wenig Lust ihn zu füttern oder zu wickeln und auch Rosalinde war nicht die Simfrau die gerne Mutter war, schon gar nicht Mutter eines Sohnes.

Ich sah ab und an Mums vorwurfsvollen Blick, aber ich zuckte mit den Achseln. „Du wolltest doch unbedingt einen Enkel!“ „Du solltest dich auch um Viktor kümmern, er ist wirklich süß. Und so lieb!“ Das letzte was ich wollte, war ein liebes Kind. Hoffentlich war er das nur als Baby. Folgsam ja. Aber böse!

Ich hörte Mum viel mit dem Kleinen reden. „Was machen wir nur mit dir, wenn ich nicht mehr bin?“ Dabei musste ich nur lachen. Mein Sohn würde alles bekommen, was er brauchte! So viel war klar.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 09, 2016 3:34 pm

Am Sonntag lud Mum Laura ein. Darüber war ich froh. Allerdings auch Martin. Das fand ich ätzend.

Martin brachte Carola mit, keine Ahnung warum. Aber seine Angebetete war schwanger und deshalb verhindert. Und natürlich muss er beweisen, dass er Freunde hat und Carola mitbringen. Pfff. Als ob irgendjemand ihm glaubt, dass er Freunde hat!
Mum blühte so richtig auf, also machte ich gute Miene zum bösen Spiel. Laura war begeistert von Viktor und kümmerte sich sofort um ihn.

Ich fand sie sehr süß gemeinsam mit dem Kleinen. Laura war einfach toll. „Gut hast du das gemacht, Bruderherz!“, sagte sie dann. „Nur den Namen finde ich komisch…“ Ich schüttelte nur den Kopf. „Davon verstehst du nichts!“, sagte ich schlicht und ließ sie Viktor weiter füttern.
Ich weiß im Nachhinein nicht, ob Mum etwas geahnt hatte. Nur wenige Simsstunden nachdem sie Martin und Laura verabschiedet hatte, kam der Sensenmann zu Besuch.

*Helena Schneider – 78 Simtage – gestorben an einem Sonntag im Frühling
Sie hinterlässt drei Kinder und ein Enkelkind:
Niklas Schneider mit Viktor Schneider
Martin Schneider
Laura Schneider

Helena wollte nie Mutter sein, dennoch war sie eine tolle und zog ihre drei Kinder allein groß! Einen Simmann brauchte und wollte sie nie!*

Obwohl ich wahrlich nicht sentimental bin, musste ich mir doch die eine oder andere Träne wegwischen. Falls ihr aber meint, ich heule auf dem Bild wie ein Schloßhund, so sage ich euch, dass ich lediglich einen Hustenanfall hatte. Kein Wunder in diesem alten, verstaubten Haus!

Mum hatte wohl auch keine Lust, aber ihre Zeit war abgelaufen. Meine arme Mum. Die uns allein groß gezogen hatte. Ich würde immer mit Dankbarkeit an sie zurückdenken. Und ihr alles widmen was ich mir aufbaute. Mums Urne verschob ich auf den neu angelegten Friedhof.

Sie war der dritte Sim, der jetzt in Sonnenheim starb und es würden wohl noch weitere folgen. Deshalb war ein Friedhof nötig geworden.

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Re: Leben auf der Sonneninsel

Beitrag  Fenchel am So Okt 09, 2016 3:35 pm

Kurz nach Mums Tod hatte Viktor Geburtstag.

Endlich wuchs der Junge heran. Rosalinde kümmerte sich um ihn, so viel Anstand hatte sie dann doch. Nun da Mum tot war hielt mich nichts mehr an diesem Haus. Und deshalb nahm ich nur einige persönliche Dinge mit (die Mum gewollt hätte, dass ich sie aufhebe, vielleicht gebe ich sie meinen Geschwistern). Ein neues Haus hatte ich auch bereits gefunden. Es passte viel besser zu uns!

Hier würden wir also in die nächste Woche starten!

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