Das Tagebuch des Floris O'Hara

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Beitrag  Chester am So Okt 30, 2011 2:27 pm

Für die beiden Kleinen machten wir das Seemannzimmer sauber und hofften, dass sie nicht aus den noch viel zu großen Betten fallen würden.






Ich entschied mich für das Elternschlafzimmer.



Zuletzt von Chester am Do Nov 03, 2011 1:00 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Beitrag  Chester am So Okt 30, 2011 2:45 pm

Wir verbrachten den ganzen Tag damit, dass Haus vom Boden bis zum Dach zu säubern. Auch Malvida half kräftig mit. Außerdem versorgte sie uns zwischendurch mit Essen. Im Putzen und Zubereiten von kleinen Snacks war sie tatsächlich unschlagbar. Letzteres hatte ich herausgefunden, als ich wieder einmal eine Nacht am Chemielabor durchgemacht hatte, um einen Heiltrank für Mama zu finden, und sie mir eine leckere Kartoffelsuppe gemacht hatte.



(In Sachen Hausaufgaben war Malvida allerdings nicht so geeignet, mir aus der Patsche zu helfen. Im Gegenteil. Einmal hatte sie für mich eine Personenbeschreibung angefertigt. Damit Sie verstehen, was ich meine, hier ein paar Auszüge:

Die Farbe der Augen entspricht einer Mischung aus Blau und Gelb (die Frau hatte einfach nur grüne Augen…) Ihr Haar fällt in Sinuskurven maximal 12,5 cm über die Schultern, die ein Gefälle von 7 bzw. 8 % aufweisen. Ihre Nase von 7,6 cm Länge endet in einem spitzen Winkel von 40,9 °.

Ich glaube, ich muss nicht betonen, dass außerdem neben diversen anderen Genauigkeiten auch noch die exakte Schuhgröße und die Formeln der chemischen Zusammensetzung ihrer Kleidung genannt wurden, und ausgerechnet diese Hausaufgabe eingesammelt und benotet wurde. In der nächsten Stunde verlas die Lehrerin meinen Aufsatz als Negativbeispiel. Da ich ihn selbst noch nicht kannte, lachte ich über den tumben Verfasser herzhaft mit, bis sie aufstand und mir das Heft mit verkniffenen Gesichtsausdruck zurück gab. Überflüssig zu erwähnen, dass ich ein ,mangelhaft’ bekam. Aber Malvida freute sich, dass sie mit ihrer Hausaufgabe 5 von 6 Punkten und somit 83,33 % erreicht hatte.)



Zuletzt von Chester am Mi Nov 02, 2011 2:28 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Chester am So Okt 30, 2011 3:06 pm

Am Abend waren wir mit dem Ergebnis unserer Umszugs- und Putzaktion sehr zufrieden. Von der Küche



ging gleich der Ess- und Wohnzimmerbereich ab.



Und das Bad erinnerte uns mit seinen Steinwänden sogar ein bisschen an unser altes Zuhause.



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Beitrag  Chester am So Okt 30, 2011 4:19 pm

Unsere erste Nacht in Nocturn Valley verbrachten wir alle in einem tiefen erholsamen Schlaf. Die vorhergehenden Tage und Nächte waren auch viel zu anstrengend gewesen, als dass Sorgen oder unruhige Träume uns davon hätten abhalten können. Am nächsten Morgen wurden wir durch ein Hupen vor dem Haus geweckt. Ich sah aus dem Fenster und erblickte den Schulbus, der wohl auf uns wartete. Im Schlafanzug öffnete ich die Haustür und gab dem Fahrer ein Zeichen, zu warten. Dann schmiss ich Solveig und Henrietta aus den Betten, die ungewaschen und ohne Frühstück in ihre Kleider schlüpfen und das Haus verlassen mussten. Ich möchte nicht wissen, welchen ersten Eindruck sie in der Schule hinterlassen haben müssen. Ich blieb zuhause, um die beiden Kleinen zu beaufsichtigen.

Kurz vor Mittag hörte ich aus dem Bad ein merkwürdiges Geräusch, wie eine Mischung aus Klingeln und Klopfen, durchzogen mit einem sphärischen Pfeifen. Wenige Sekunden später öffnete sich die Badtür und eine fremde Sima stand mir gegenüber.



Ihre dunklen Knopfaugen und die merkwürdige Kleidung erinnerten mich auf unheimliche Weise an Malvida.

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Beitrag  Chester am Mi Nov 02, 2011 7:52 pm

„Ich habe heute Morgen im Briefkasten einen Trank gefunden, auf dem mein Name stand und ,Viele Grüße von Onkel Norbert’ “, sagte die Fremde mit einer Stimme, die mir wiederum sehr vertraut klang. Draußen hörte ich den Bus, der Henrietta und Solveig von der Schule nach Hause brachte. Gleich würden sie zur Tür hereinstürmen. Ich lief die Treppe hoch, daran gewöhnt, dass Malvida mir auf Schritt und Tritt folgte, wenn sie gerade nichts Besseres zu tun hatte. Aber sie blieb einfach stehen, sah an sich herunter und bestaunte ihren simlischen Körper. Schnell eilte ich wieder zu ihr, fasste sie am Handgelenk und zog sie hinter mir her. Auf dem kleinen Balkon angekommen, hatten wir kurz Zeit, uns gegenseitig zu bestaunen.



Dann kam auch schon Solveig die Treppe herauf gerannt und rief nach mir, um mir von ihrem ersten Schultag in Nocturn Valley zu erzählen. Ich hatte erwartet, dass meine beiden Schwestern sehr erstaunt auf Malvida reagieren würden, doch zumindest Solveig, die selber so eine seltsame Puppe besaß, war völlig gefasst und fragte, wann wir denn wohl ihren Lumpi lebendig machen würden. Henrietta hingegen sah mich nicht nur verständnislos, sondern regelrecht sauer an. Ich glaube, sie denkt bis heute, dass Malvida ein, zugegebner Maßen, etwas ungewöhnliches Mädchen aus dem Dorf ist, und ich den beiden nur einen Bären aufbinden wollte. Aber sie musste dennoch akzeptieren, dass Malvida nun zu uns gehörte, wo immer sie auch hergekommen war.
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Beitrag  Chester am Mi Nov 02, 2011 8:04 pm

An diesem Abend schickte ich alle meine Geschwister früh zu Bett (und auch darüber war Henri nicht gerade erfreut), damit ich endlich das tun konnte, worauf ich schon wartete, seitdem Malvida am Mittag als echte Sima das Bad verlassen hatte.



Wie konnte man diesen Augen und diesem Mund auch widerstehen? Und da kein anderes Bett im Haus mehr frei war, teilte sie von nun an auch das Elternschlafzimmer mit mir.



(Henriettas Kommentar dazu möchte ich hier nicht wiedergeben. )
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:11 pm

Wir lebten uns schnell in Nocturn Valley ein, obwohl der Ort in mancherlei Hinsicht merkwürdig war und beizeiten sogar recht gruselig wirkte. Die meisten Häuser schienen bewohnt, waren aber verstaubt und teilweise heruntergekommen und nur selten sah man eine Menschenseele in der Stadt. Auch in der Schule waren viel zu wenige Kinder für einen Ort dieser Größe. Mittlerweile (Lasse und Lena gingen nun auch schon zur Schule) bildete ich mit meinen Geschwistern die Hälfte der Schülerzahl.



Zuletzt von Chester am Sa Dez 03, 2011 9:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:12 pm

Lasse tat sich trotz der kleinen Klasse sehr schwer in der Schule und benötigte bei den Haushaufgaben viel Unterstützung.



Lena machte uns in anderer Hinsicht Sorgen. Sie liebte es, bei Nacht auf dem Friedhof zu angeln. Selbst in einer belebten Stadt hätte ich bei der Vorstellung Magenschmerzen bekommen. In Nocturn Valley, das selbst bei Tage und ohne Friedhof schon unheimlich wirkte, war der Gedanke, der kleinen Lena bei Dunkelheit ganz allein auf dem Friedhof fast unerträglich. Da half es auch überhaupt nicht, dass sie uns versicherte, dort sei gerade nachts ziemlich was los.



Zuletzt von Chester am Sa Dez 03, 2011 9:55 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:16 pm

An meinem 18. Geburtstag fand ich im Briefkasten eine Einladung zum Herrenhaus.



Es war das erste Mal seit unserer Ankunft in Nocturn Valley, dass unser geheimnisvoller Gönner wieder Kontakt zu uns aufnahm. Als ich das Haus bei Einbruch der Dunkelheit aufsuchte, stand die Haustür offen. Ich trat ein und versuchte mich durch Rufen bei den Bewohnern bemerkbar zu machen, aber es rührte sich nichts. Also beschloss ich, im feudalen Wohnzimmer zu warten. Immerhin hatte dort schon jemand den Kamin angeheizt.

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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:18 pm

Nach einer knappen halben Stunde des einsamen Wartens, hatte ich mich gerade erhoben, um wieder nach Hause zurückzukehren, als plötzlich ein Mann hinter mir auftauchte, der sich mir als Norbert Nocturn sen. vorstellte. Dafür, dass er der Vater des mir bereits bekannten Norbert Nocturn jun. sein sollte, der uns seinerzeit abholte, hatte er sich außerordentlich gut gehalten.



Er eröffnete mir ohne lange Umschweife, dass ein Umzug anstehe. Ich sollte mit Malvida, die mittlerweile schwanger von mir war, eine Kindertagesstätte übernehmen, damit auch die Eltern der Kleinkinder einer Arbeit nachgehen und die Entwicklung der Stadt vorantreiben könnten. Ich wäre gerne um mein Einverständnis gefragt worden, doch ein Widerspruch schien hier von vornherein nicht eingeplant. Da ich unserem Gönner noch immer sehr dankbar war, dass er mir und meinen Geschwister ein Zuhause gegeben hatte, nickte ich nur. Außerdem wollte ich hier in Norcturn wohnen bleiben. Mit Malvida an meiner Seite, die durch ihre ungewöhnliche Art überall aufgefallen wäre, waren wir hier am besten aufgehoben. Zudem konnte ich nicht abschätzen, wie unser noch ungeborenes Kind sein würde. Ich versuchte den Gedanken zu verdrängen, dass Malvida vielleicht einer Puppe das „Leben“ schenken würde.


Zuletzt von Chester am Fr Dez 02, 2011 5:21 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:19 pm

Als ich nach Hause kam, nahmen wir alle gemeinsam noch ein spätes Abendbrot ein.



Ich berichtete den anderen von meiner Unterredung und verkündete, dass ich mit Malvida schon am nächsten Tag ausziehen würde. Während diese sich tierisch freute, wirkte Henrietta sehr bedrückt. Ich wusste, dass sie keine Probleme haben würde, den Haushalt mit unseren Geschwistern auch ohne mich zu führen. Im Gegenteil, eigentlich hatte es zwischen ihr und Malvida immer wieder grundlos dicke Luft gegeben und ich hatte angenommen meine Ankündigung würde ihr gefallen. Doch sie war äußerst schweigsam und ging, obwohl es unser letzter gemeinsamer Abend in dieser Konstellation sein würde, sehr viel früher als gewöhnlich zu Bett.
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:24 pm

Am nächsten Morgen warteten Malvida und ich noch, bis alle in den Schulbus gestiegen waren, dann machten wir uns daran, wie verabredet unsere wenigen Sachen zu packen und unser neues Heim zu beziehen.

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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:26 pm

Am nächsten Tag wurden uns auch schon die ersten beiden Kinder zur Betreuung gebracht. Warum sich die Greens in Nocturn Valley „versteckten“, konnte man auf den ersten Blick erkennen. Die kleine Linda hatte noch eine ältere Schwester, die gemeinsam mit meinen Geschwistern die Schule besuchte.



Sammy-Joe Green brachte noch ein weiteres Kind aus der Nachbarschaft mit. Robin Lynfort war sehr schüchtern und ich hatte Mühe, mit ihm in Kontakt zu kommen.



Doch am Abend sprach er schon einzelne Worte mit mir.
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:27 pm

Ich musste den Tag größtenteils allein managen, denn Malvida fiel die Schwangerschaft nicht leicht. Sie musste sich immer wieder sehr schnell ausruhen. Ich Bauch war aber auch ungewöhnlich dick.



Und wieder beschlich mich ein ungutes Gefühl beim Gedanken an die Geburt.


Zuletzt von Chester am Fr Dez 02, 2011 5:32 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Das Tagebuch des Floris O'Hara

Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:30 pm

Am Abend kam Robins Papa Simon Lynfort, um seinen Sohn abzuholen.



Er erzählte mir, dass er schon sein ganzes Leben in Nocturn Valley verbracht hatte, genauso wie seine Frau Leyla.


(Simon schien eine ganze Fotoserie mit sich herumzuschleppen. Dies ist sein liebstes Hochzeitsfoto)

Sein Vater Cedric war einer der ersten „neuen“ Bürger gewesen, die vor knapp 80 Jahren den Ort wiederbesiedelt hatten. Simon war ein Nachzügler. Er hatte noch 7 ältere Schwestern, die jedoch bereits alle verstorben waren.
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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:32 pm

Seine jüngste Schwester Emily


(hier rechts im Bild, der kleine Fratz auf dem Arm ist Simon selbst)

hinterlies allerdings aus ihrer Ehe mit Cornelius Homeless, der ebenfalls zu den „neuen Gründerfamilien“ Nocturn Valleys zählte, eine Tochter im Teenageralter, Sylvie,



die nun allein in dem alten Farmhaus der Lynforts lebte.

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Beitrag  Chester am Fr Dez 02, 2011 5:34 pm

Nun ja, vielleicht nicht ganz allein. Sie hatte auf jeden Fall eine Menge Katzen, die sie züchtete und auch nach außerhalb verkaufte.




Es schien mir, als könne Simon Lynfort mir noch eine Menge mehr über die Stadt, ihre wenigen Bewohner und deren Vergangenheit erzählen. Ich hätte mich noch stundenlang mit ihm unterhalten können, aber der kleine Robin fing an zu quengeln und ich beschloss, meine Fragestunde auf einen anderen Zeitpunkt zu verlegen.
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Beitrag  Chester am Sa Dez 03, 2011 10:05 pm

Dass es in Nocturn keine vernünftige medizinische Versorgung gab, minderte meine Sorgen um Malvida und unser ungeborenes Kind nicht gerade. Um wenigstens in anderer Hinsicht für Stabilität und Zuversicht zu sorgen, machte ich Malvida schon bald einen Heiratsantrag.



Zu meiner großen Erleichterung nahm sie ihn an.



Allerdings war ich mir nicht ganz sicher, ob ihr tatsächlich die Bedeutung dieses Schrittes bewusst war, oder ob sie sich einfach unheimlich über den funkelnden Stein im Ring freute. In vielen Dingen war sie einfach kindisch und weltfremd. Dafür zeichnete sie sich durch absolute Offenheit und Ehrlichkeit aus. Sie war einfach süß und ich würde ihr in Nocturn ein beschütztes Leben ermöglichen.
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Beitrag  Chester am Sa Dez 03, 2011 10:07 pm

Eines Morgens, kurz nach unserem Auszug, fand Henri ein Körbchen mit einem Säugling vor der Haustür. Sie nannte den kleinen schreienden Kerl Felix.

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Re: Das Tagebuch des Floris O'Hara

Beitrag  Chester am Sa Dez 03, 2011 10:08 pm

Wenige Tage später kam ein weiteres Kind zu Henrietta, dass wiederum zusätzliche Arbeit bedeutete.



Das heißt: Eigentlich wohnte Kosmo schon lange im „Kinderheim“, nur konnte ihn außer Lena niemand wahrnehmen.



Auch für Kosmo hatte ein Trank von „Onkel Norbert“ im Briefkasten gelegen, den er noch am selben Abend zu sich genommen hatte, als er mit Lena allein war.



Als ich davon erfuhr, kam mir der Gedanke, dass die Namensähnlichkeit zwischen dem geheimnisvollen Onkel und unserem Gönner nicht ganz zufällig war. Nun ja, es gab scheinbar mehrere Wege, einen Ort zu besiedeln.
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Beitrag  Chester am Di Jan 03, 2012 1:48 pm

Auch unser Haushalt erweiterte sich auf nicht vorhersehbare Weise. Zwar warteten wir schon lange ungeduldig auf unser Baby, doch wir hatten nicht damit gerechnet, dass es gleich zwei werden würden. Letztendlich war mir aber nur wichtig, dass die Geburt ohne Komplikationen über die Bühne ging (Sarah Warren, die selbst schon 5 Kinder zur Welt gebracht hatte, verfügte aufgrund ihrer Erfahrungen über fundierter Kenntnisse und diente in Nocturn Valley als Hebamme) und beide Mädchen ziemlich normal und lebendig wirkten. Da war mir auch Malvidas ungewöhnliche Namenswahl relativ egal.

Arizona war zwar nicht alltäglich, doch durchaus gebräuchlich. (Malvida hatte ihn in der Fernsehserie Sim’s Anatomy aufgeschnappt)


Bei „Tennessee“ musste ich allerdings mehrmals schlucken. Da hatte Malvida wohl etwas falsch verstanden. Aber in Nocturn würde sich sicher niemanden an den Namen unserer Töchter stören.


Zuletzt von Chester am Di Jan 03, 2012 1:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Das Tagebuch des Floris O'Hara

Beitrag  Chester am Di Jan 03, 2012 1:50 pm

Da uns die Zwillinge zunächst doch etwas stressten, baten wir Sammy-Joe Green und Simon Lynfort vorübergehend eine andere Lösung für die Betreuung ihrer Kleinen zu suchen. Das war zum Glück kein Problem. Da Mr. Nocturn unser aller Arbeitgeber war, war diese Angelegenheit schnell und leicht zu regeln. Kinder und deren Versorgung hatten in Nocturn Valley oberste Priorität. So konnten wir uns erst einmal ganz unseren Kindern widmen. Malvida kümmerte sich außerdem noch um unseren kleinen Garten.



Das Gemüse verstauten wir in der Kühlkombi. Schließlich sollten unsere Lieblinge nur das Beste bekommen, wenn sie von der Brust entwöhnt wurden.

Die Beiden hatten stets zur gleichen Zeit Hunger, zur gleichen Zeit Langeweile und füllten sogar gleichzeitig die Windel. Doch da sie auch immer zur gleichen Zeit schliefen, fanden Malvida und ich auch gelegentlich Momente für ein gemeinsames Essen mit anschließender trauter Zweisamkeit.


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Beitrag  Chester am Di Jan 03, 2012 1:56 pm

Wenn ich Zeit fand (und für meine Familie fand ich diese eigentlich immer), ging ich meine „Geschwister“ im Kinderheim besuchen.



Felix wuchs zu einem ruhigen aber wissbegierigem Kleinkind heran. Solveig stand kurz vor dem Erwachsenwerden und hatte von Mr. Nocturn schon eine Nachricht erhalten, dass sie dann das Kinderheim verlassen müsse. Es wartete jedoch ein kleines Häuschen auf sie und Solveig konnte ihren Geburtstag kaum erwarten.



Ich bekam jedoch etwas Magenschmerzen bei dem Gedanken, dass scheinbar niemand in Nocturn sein Leben allein planen konnte. Stets hatte die Familie Nocturn schon alles organisiert.
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Beitrag  Chester am Di Jan 03, 2012 1:58 pm

Henriettas Alltag war ziemlich stressig. Sie schaffte es daher nie, Malvida und mich zuhause zu besuchen, doch sie genoss meine Besuche sehr. Sie begrüßte mich stets mit einem hinreißenden Lächeln und legte großen Wert auf meine Ratschläge im Umgang mit den Kleinen.



Wir verbrachten manchen Abend gemeinsam am Küchentisch und plauderten und lachten. Sie war schließlich der Mensch, der mich bisher am längsten durch mein Leben begleitet hatte. Als ich ihr jedoch freudestrahlend berichtete, dass Malvida ein weiteres Kind von mir erwartete,



verabschiedete sie mich ziemlich schnell, obwohl es noch gar nicht so spät war.
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Beitrag  Chester am Di Jan 03, 2012 2:02 pm

Auch Arizona und Tennessee wuchsen schnell heran. Und beide bekamen per Post zum ersten Geburtstag eine Puppe von "Onkel Norbert".



Schon bald konnten wir die Tageskinder wieder bei uns aufnehmen und es gab kaum mehr eine ruhige Minute in unserem Tag.



Und nach der Geburt unseres Sohnes (Malvida bestand darauf, ihn Texas zu nennen)



wurden auch die gemeinsamen Nächte zu einer Rarität.

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Re: Das Tagebuch des Floris O'Hara

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