Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

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Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo März 08, 2010 7:17 pm

Wer hätte je gedacht, was einem in einem verschlafenen Kleinstädtchen wie Moonshine Valley passieren kann? Aber vielleicht sollte ich ganz am Anfang anfangen...
Ich bin Jucunda Delany, Ärztin und Hebamme dieses Orts. Naja, das ist genau genommen auch nicht der Anfang. Also nochmal: Ich bin Jucunda Delany, einen Spitznamen habe ich nicht. Wie sollte man auch meinen Namen abkürzen, ohne, dass es bescheuert oder albern klingt? Mein großer Traum war es immer eine weltweit berühmte Chirurgin zu werden. Meiner Meinung nach habe ich auch hervorragende Anlagen dafür. Ich liebe es, wenn es ordentlich ist, dann fühle ich mich wohler und arbeite besser. Ich bin sparsam, aber nicht knausrig, um das mal klarzustellen. Und ich bin ziemlich freundlich und gut. „Zu gut für diese Welt.“, ist ein Halbsatz, den ich oft genug zu hören bekam. Erst jüngst habe ich das auch wieder unter Beweis gestellt, als ich eine Teenagerin, eine entfernte Verwandte, adoptiert habe. Sie ist die Tochter meines Großcousins und ihre Eltern sind leider vor Kurzem gestorben. Auf einmal stand sie allein da. Nähere Verwandtschaft hat sie nicht mehr, da alle tot sind (man könnte meinen, es wäre eine Verschwörung). Ich bin nun nicht direkt ihre nächste Verwandte, aber irgendwie wollte sie keiner haben. Alle hatten mit ihren eigenen Kindern genug am Hals, oder mit dem Job, oder kein Geld (dafür gibt es doch Zuschüsse, oder?) oder... Naja, mir hat sie so Leid getan, dass ich mich freiwillig gemeldet habe. Als es amtlich wurde, wurde mir klar, was ich mir da aufgebürdet hatte. Ich war selbst dem Teenageralter gerade erst entwachsen und im Übrigen besitze ich auch nicht übermäßig viel Geld. Wir werden über die Runden kommen und Editha (mein Adoptivkind) hat ein wenig Geld geerbt. Aber leicht es bestimmt nicht. Einerseits ist es gut, dass sie nicht mehr so klein ist, so kann ich arbeiten gehen und sie ist immerhin selbstständig genug, um unbeaufsichtigt gelassen zu werden. Andererseits ist sie mitten in der Pubertät. Schon in den ersten Wochen, als wir noch zu zweit in meiner kleinen Wohnung in einer Großstadt lebten, habe ich gemerkt, wie schlimm die Pubertät bei ihr ist und was für ein Typ sie im Allgemeinen ist.



Editha ist ziemlich hübsch und sie weiß das und geizt nicht mit ihren Reizen – nie! Sie hat oft Jungs aus der Schule mitgebracht, mit denen sie dann auf Teufel komm raus geflirtet hat. Mit keinem von ihnen meinte sie es je ernst. Vielleicht ist sie auch einfach noch zu jung... Dazu kommt der Schmerz über den Verlust ihrer Eltern und die Abweisung durch ihre Verwandten, den sie zu verbergen versucht. Sie versucht sich von mir zu isolieren und gibt alles, um mir zu zeigen, dass sie mich nötig hat. Irgendwie glaube ich ihr das auch. Aber das Gesetz hat es nun mal vorgesehen, dass sie einen Erziehungsberechtigten braucht. Wie sollte sie sich auch allein durchfüttern?



Während dieser ersten Wochen habe ich verzweifelt nach einem Job im medizinischen Bereich gesucht. Ich hatte bereits eine medizinische Ausbildung und irgendwie gehofft, dass es leichter wäre einen Job zu finden. Ich hatte auch immer gedacht, an Ärzten oder wenigsten medizinischem Personal würde es Mangeln, aber Fehlanzeige. Schließlich bekam ich es mit der Angst zu tun. Wie sollte ich Editha und mich durch bekommen, wenn ich nicht bald Geld verdiente? So viele Reserven hatte ich nun auch wieder nicht.
Und dann kam dieser Anruf aus der Verwaltung von Moonshine Valley. Man brauchte dringend eine medizinische Fachkraft, die im örtlichen Krankenhaus sich um sämtliche Fälle des Ortes kümmerte. Wozu man in Moonshine Valley gleich ein Krankenhaus braucht, war mir anfangs schleierhaft. Es war meine einzige Chance und genau genommen, war sie gar nicht so schlecht. Ich hatte sämtliche medizinischen Geräte zu Verfügung, die man brauchen konnte und da der Ort sehr beschaulich ist, so dachte ich, wäre bestimmt nicht viel zu tun und ich könnte mich in Ruhe meinen Studien widmen und dabei genug für uns zwei verdienen. Man stellte mir sogar ein kleines Haus zur Verfügung, in dem auch genug Platz für Editha war, für die man, wenn sie das wollte, bestimmt auch einen Nebenjob finden würde. Ich bezweifelte ein wenig, dass sie daran Interesse haben würde, aber wer wusste schon was kommen würde.



Doch nun zu dem Ort: Moonshine Valley hatte ich mir irgendwie karg vorgestellt, vermutlich, weil mich der Name an eine Mondlandschaft erinnert hatte, aber als wir hierher kamen, wurde ich rasch eines Besseren belehrt. Es ist, um es in einem Wort zu beschreiben, eine Idylle. Alles ist grün, es liegt am Meer, es gibt einen schönen Wasserfall, es ist ruhig, es gibt zahlreiche Angelteiche und Parks und viel Platz. Außerdem gibt es im Zentrum wirklich alles, was man so braucht. Lebensmittelgeschäft, Buchhandel, Schule, besagtes Krankenhaus, eine Polizeiwache (sogar mit Gefängnis), eine Bibliothek, das Rathaus, sogar ein Wellnesscenter und ein Kino, nicht zu vergessen, die zwei Restaurants, das Schwimmbad, das Fitnessstudio, die Sportarena und die Kunstgalerie. Wir waren beide total verblüfft. Warum hatte dieser kleine Ort all diese Gebäude?



Die Antwort erhielt ich von einem Mann, den ich kennenlernte, nachdem ich meinen zukünftigen Arbeitsplatz besichtigt hatte. Seine Art zu Reden war etwas kindlich und seine Sprüche kamen mir irgendwie komisch vor, aber seine Auskünfte klärten so manche Frage.
In Moonshine Valley hatte plötzlich die Landflucht eingesetzt und eine Familie nach der anderen zog in einer der Großstädte. Die unbewohnten Häuser wurden abgerissen, um den Platz „der Natur zurückzugeben“, wie Politiker behaupteten. In Wirklichkeit setzten sie darauf, dass bald alle fort waren und sie dort umweltverpestende Industriekonzerne ansiedeln konnten. Das Dorf bestand mittlerweile nur noch aus drei Familien, vier seit wir zugezogen waren und jeder hatte so seine Aufgaben. Da waren zum Beispiel die Johnsons, eine Großfamilie. Der Vater kümmert sich um die Bürgerbelange, er war sozusagen ein ungewählter Bürgermeister, seine Frau arbeitete im Restaurant, zusammen mit einer älteren Dame, die die Mutter meines kindischen Auskunftsgebers ist. Er heißt übrigens Ruben Chase. Sein Bruder arbeitet beim Militär. Als ich fragte, wozu man hier Militär bräuchte, meinte er, die übernähmen derzeit auch die Aufgaben der Polizisten. Was er selbst machte, damit wollte er nicht so recht rausrücken. Er druckste herum und sagte etwas, von Gelegenheitsjobs. Dann erzählte er noch kurz von der letzten Familie: Die Andrews' waren ziemlich ehrgeizig. Der Vater kümmerte sich um die wirtschaftliche Belange des Ortes und die Mutter arbeite ebenfalls im Rathaus, wo sie Vater Johnson unterstützte und außerdem das Dorfblatt mit allen wichtigen Meldungen. Anschließend verabschiedete er sich schnell und ließ mich um einiges klüger zurück.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo März 08, 2010 7:26 pm

Ich hatte eigentlich erwartet, dass Editha gleich den Ort erkunden würde, aber sie schien danach kein Verlangen zu haben, ganz im Gegensatz zu mir. Sie zog sich an ihre neue Staffelei zurück, die ich ihr aufgrund des Umzugs spendiert habe (hey, vielleicht steige ich ja so in ihrer Achtung). Ich habe übrigens noch gar nicht erwähnt, dass sie eine künstlerische Ader hat, oder? Ihre Schulhefte sind immer voller Skizzen, deshalb die Staffelei. Vielleicht konzentriert sie ihre künstlerischen Ergüsse dann auf die Bilder und nicht auf ihre Hefte. Die Tatsache, dass es hier eine Kunstgalerie gibt, wird ihr vielleicht gefallen.



Ich sah mich gleich erstmal um in Moonshine Valley. Einen Moment hatte ich ja überlegt, ob ich bis zum Mondschein warten sollte – vielleicht passierte dann ja etwas Besonderes. Andererseits konnte ich mir das ja immer noch anschauen und meine Neugier gleich stillen. Ich machte ich also auf den Weg ins Zentrum und ging schnurstracks auf die Buchhandlung zu. Wie ich anhand der Öffnungszeiten erfahren konnte, hatte sie nur nachmittags für ein paar Stunden um am Samstag Vormittag auf. Ich fragte mich natürlich gleich wieso...
Die Antwort lag auf der Hand. Als ich das Geschäft betrat, stellte ich fest, dass der Verkäufer, der wohl auch das Gebäude verwaltete, etwa in Edithas Alter sein musste, also noch zur Schule ging. Er war der Sohn des „Bürgermeisters“ und verdiente sich etwas Geld hinzu. Der Bedarf an Büchern war wegen der geringen Einwohnerzahl und der Bibliothek um die Ecke ohnehin begrenzt. Er wies mich freundlicherweise darauf hin, dass das Lebensmittelgeschäft aus den gleichen Gründen dieselben Öffnungszeiten hatte.



Die Bibliothek war meine nächste Anlaufstelle. Wie vermutet war dort niemand. Man befürchtete anscheinend auch keinen Diebstahl, denn es gab weder Videokameras noch Personal. Ich schmökerte in ein paar Büchern über die Anatomie des Menschen und fand, dass man hier wirklich gut ausgestattet war. Mein Job kam mir immer traumhafter vor.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo März 08, 2010 7:30 pm

Als ich nachmittags von meinem Streifzug zurückkehrte, um etwas zu essen, saß Editha auf dem Sofa und las Zeitung. Ich sah ihr kurz über die Schulter.
„Du suchst einen Job?“, fragte ich überrascht.
„Warum nicht?“, schnappte sie sofort.
„Ich hab doch nichts dagegen.“, beschwichtigte ich sofort. „Ich habe mich nur gewundert.“
„Irgendwas muss ich in diesem Kaff ja tun. Übrigens werde ich mich jetzt um eine Teilzeitstelle im Wellnesscenter bewerben. Da kann ich es mir nebenher auch noch gut gehen lassen!“ Und damit rauschte sie in ihr Zimmer und ließ mich seufzend zurück.



Insgesamt schien Editha allerdings umgänglicher zu werden. Dass sie sich von alleine einen Job suchte, war nur ein Beispiel und zeugte davon, dass in ihr doch ein wenig Vernunft existierte. Im Übrigen behielt ich auch Recht, was die Kunstgalerie anging. Editha war begeistert und verbrachte einige Nachmittage darin. Ich fing an neue Hoffnung zu schöpfen, dass wir doch noch ganz gut miteinander klar kommen würden.



Ich selbst vermisste hier nichts und genoss das ruhige Leben. Besonders schön fand ich es, vor oder nach der Arbeit, am Meer zu sitzen und Schach zu spielen. Auch wenn ich nicht vorhatte Schachweltmeisterin zu werden, übte ich mich fleißig. Es war mehr eine Konzentrationsübung für mich. Konzentration war das „A“ und „O“ für meinen Job. Egal, ob ich gerade mein Wissen erweiterte oder jemanden behandelte. Vielleicht würde ich auch irgendwann jemanden operieren müssen. In meinen Träumen sah ich mich bereits als Chefärztin in diesem riesigen Krankenhaus. Im Moment blieb es freilich nur ein Traum, denn die Einwohnerzahl von Moonshine Valley betrug gerade mal 13 Personen.



Editha erzählte mir über die Schule gerade soviel, dass es nur vier Schüler gab, die von einem Lehrer unterrichtet wurden, der jeden Tag extra aus der nächsten Stadt anreiste. Warum er sich nicht hier niederließ, war mir ehrlich gesagt ein Rätsel, aber sicher, wenn es ihm Spaß machte, so zu leben... Die vier Schüler bestanden aus drei Teenagern, Editha eingeschlossen und einer Erstklässlerin. Mit ihren Gleichaltrigen schien mein Adoptivkind sich gut zu verstehen, unternahm aber wenig mit ihnen. Lieber ging sie nach der Schule gleich ins Freibad, danach zur Arbeit und danach an ihre Staffelei.



Unsere wenigen gemeinsamen Mahlzeiten verliefen meistens eher schweigend. Ich fragte sie, wie ihr Tag war, sie antwortete, dass er gut war und dann versanken wir wieder in Schweigen und versuchten auszublenden, dass das Essen dank meiner eher spärlichen Kochkünste eher fad schmeckte.



Zuletzt von singingmiri am Mo Jul 26, 2010 10:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo März 08, 2010 7:34 pm

Nachdem ich einige Tage lang mich nur eingearbeitet hatte und kein Kranker meinen Arbeitsplatz besuchte, wurde ich eines Nachts per Notruf ins Krankenhaus bestellt. Mutter Johnson bekam ihr viertes Kind – ein Mädchen, das Katja getauft wurde. Die Geburt verlief problemlos. Kein Wunder – die Frau hat Erfahrung. Nach wenigen Stunden konnte ich beruhigt zurück nach Hause kehren. Aufgedreht wie ich war, weil ich gerade meinen Einsatz erfolgreich gemeistert hatte, stellte ich mich noch ans Teleskop, das ich von meinen ersten Einnahmen gekauft hatte und bewunderte den Sternenhimmel, der mir hier so schön wie sonst nirgends vorkam.



Als ich im Morgengrauen ins Haus zurückkehrte, fand ich dort Editha vor, die in ihrem äußerst knappen „Schlafanzug“ (mir kam es mehr wie Unterwäsche vor) am Küchentisch saß und eilig etwas in ein Heft kritzelte, das schwer nach Hausaufgaben aussah. Ich wusste nicht, was ich schlimmer fand: Dass sie ihre Hausaufgaben so spät erledigte und sicher nicht rechtzeitig schaffen würde – oder ihre Bekleidung. Editha ignorierte meine hochgezogene Augenbraue jedoch scheinbar völlig und ließ sich nicht ablenken.



Wegen meines nächtlichen Einsatzes nahm ich mir frei – es passierte ja eh nichts – und hinterließ für Notfälle meine Handynummer im Krankenhaus. Nachdem ich mich ausgeschlafen hatte, beschloss ich ein wenig im Zentrum spazieren zu gehen und vielleicht den ein oder andern kennen zu lernen. Wie meistens war alles verlassen. Nur eine Person traf ich vor dem Lebensmittelgeschäft an: Traude Chase, die Mutter von Ruben Chase. Ich plauderte eine Weile mit ihr. Bald sah ich jedoch ein, dass die Gute lieber allein mit sich selbst war und Unterhaltung nicht nötig hatte.



Am Ende der Woche traf Editha sich zum ersten Mal mit einer Gleichaltrigen. Es erleichterte mich, dass sie sich nicht völlig abkapselte. Edithas Gast war keine geringere als Melanie Andrews, die mich im Lebensmittelgeschäft immer so freundlich bediente. Sie war sehr dünn, was mir als Ärztin natürlich Sorgen machte. Vielleicht aß sie zu wenig. Vielleicht sollte ich ihr auch mal zu etwas Training raten, damit sie ein paar Muskeln bekam.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo Jul 26, 2010 10:18 am

Es wurde Zeit, das Neugeborene der Johnsons zu untersuchen. Ich nutzte den Vorwand, der Familie einen Besuch abzustatten. Als ich herein gelassen wurde, war ich überrascht von dem Bild, das sich mir bot. Es war die reinste Familienidylle. Alexander, Alex gerufen, der Älteste und Buchhändler, kümmerte sich rührend um seine zweitjüngste Schwester Sally, während die andere Schwester Jennifer (Jenni) daneben spielte. Da Katja gerade noch schlief, wurde ich prompt zum Essen eingeladen. Es duftete bereits verführerisch. Da sagte ich natürlich nicht „nein“ und durfte daraufhin den himmelweiten Unterschied zwischen meinen Kochkünsten und denen von Mama Johnson (Magdalena) erleben.



Nebenbei erwähnt: Editha hat letztens auf einer ziemlich großen Leinwand ein Bild begonnen, das nun endlich fertig ist. Ich finde es ziemlich farbenfroh, aber unter uns: Das würde ich auch gerade noch hinbekommen.



Editha hat das Riesending gleich verschwinden lassen und mit etwas Kleinerem angefangen. Ob ich das nun besser finden soll, weiß ich nicht. Bis jetzt kann ich darauf nur Strichmännchen ausmachen.



Am Sonntag hätte die Feuerwehr ihren ersten Einsatz seit Langem gehabt, und das außerdem noch in unserer Küche, wenn ich nicht geistesgegenwärtig selbst zum Feuerlöscher gegriffen hätte. Editha kam auf die glorreiche Idee diesmal selbst zu kochen. Sie hatte wohl genug von meinem Herbstsalat... Aber trotzdem: Dass sie dabei gleich die Küche in Brand setzen muss... Im Grunde bin ich froh, dass es nur der Herd war, der verbrannt ist und nicht eine von uns Beiden.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo Jul 26, 2010 10:28 am

Soviel also zu uns. Vielleicht sollte ich mal aufhören euch immer nur von mir und meinem Leben zu reden und euch von den zwölf Sims, die außerhalb unseres Hauses leben erzählen. Zum Beispiel die Johnsons. Im Moment habe ich zu dieser Familie den besten Draht, was vielleicht daran liegt, dass ich bei ihnen sämtliche Kinder- und Jugenduntersuchungen unternommen habe. Für die Familie kommt übrigens ziemlich oft ein Babysitter aus der nächsten Stadt und kümmert sich um die beiden Jüngsten.



Außerdem weiß ich mittlerweile, weshalb der junge Verkäufer im Buchladen (Alex) mich so freundlich auf die Lebensmittelverkäuferin hingewiesen hat. Der Junge ist nämlich ziemlich verliebt in sie und seit Kurzem mit ihr zusammen. Editha erzählte mir, dass Melanie ihr erzählt hat, dass Alex mit ihr zum Strand gegangen ist und sie dort gefragt hat - wie romantisch! Im Übrigen war es das erste Mal, dass Editha mir etwas von sich aus erzählte. Wir machen eindeutig Fortschritte!



Constantin, der Vater der Familie und außerdem unser inoffizieller Bürgermeister, hat außerdem ein großes Geschick in handwerklichen Dingen, wie Magdalena mir strahlend berichtete, als ich sie mal wieder besuchte. Er machte das außerdem noch gerne und nahm immer mal wieder Verbesserungen an verschiedenen Geräten vor. Im Moment versuchte er, eine sich selbst reinigende Toilette zu basteln. Leider ging das oft nach hinten los, so dass er ständig mit entstopfen beschäftigt war. Aber wenn er fertig war, war das sicher unheimlich praktisch. So etwas hätte ich auch gerne – eine sich selbst reinigende Toilette. Auch wenn ich gegen Putzen eigentlich gar nichts habe.



Magdalena war übrigens schon wieder schwanger und erwartete ihr fünftes Kind. Als ich sie untersuchte, fragte ich sie etwas verwundert, ob ihr das nicht zuviel wurde mit den vielen Kindern. Aber sie ist damit glücklich. Sie will eine große Familie haben.



Das Familienleben in der Großfamilie lief wirklich bestens. Zumindest soweit ich das beurteilen kann. Alex kümmerte sich gerne um seine jüngste Schwester. Als ich einmal zur Tür hereinkam, stand er gerade in Boxershorts (!) da und gab Katja das Fläschchen. Mal abgesehen davon, dass ich die Situation ein wenig peinlich fand, musste ich aber innerlich zugeben, dass er ziemlich gute Muskeln hatte. Ich fragte mich, ob Editha es noch nicht bemerkt hatte oder warum sie ihn noch nicht nach Hause gebracht hatte, um mit ihm zu flirten.



Wie der große Bruder verbrachte auch Jenni viel Zeit mit ihren jüngeren Geschwistern. Einmal sah ich durch den Türspalt, wie sie mit Sally im Bad Kuckuck spielte. Es war irgendwie rührend mit anzusehen, wie die Kleine die Große imitierte. Manchmal wünsche ich mir auch so eine Familie mit vielen Kindern, die sich untereinander gut verstehen. Das muss etwas Wunderbares sein.



Ich muss ehrlich zugeben, dass auch ich an Sally meinen Narren gefressen habe. Sie ist einfach süß und es macht mir Spaß ihr beim Spielen zuzusehen. Magdalena macht immer Witze, dass ich mich ja als Babysitterin bewerben könnte oder sie entführen. Im Moment gibt sie sich ja große Mühe, der Kleinen Laufen beizubringen. Ich sage ihr dann immer, dass sie sich nicht überanstrengen soll. Schließlich ist sie hochschwanger. Aber Magdalena lacht nur. Ihr macht ihr Zustand gar nichts aus. Andere sind in dieser Zeit immer wer weiß wie fertig, aber ihr macht es anscheinend Spaß schwanger zu sein.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mi Aug 18, 2010 1:26 pm

In einem Punkt habe ich mich aber wohl getäuscht. Editha hat von Alex sehr wohl Notiz genommen. Und sie trifft sich auch mit ihm – und zwar nachts! Wenn ich schlafe, steht sie klammheimlich auf und stapft querfeldein (und zwar mit ihren Highheels!) zu dem Haus der Johnsons, wo sie sich dann mit einem Käuzchenruf meldet, damit Alex weiß, dass sie da ist. Ich habe es letztens beobachtet, als ich nach Magdalena und ihrem Baby sehen wollte, weil sie Vorwehen hatte. Ich frage mich doch sehr, wie lange und wie oft die beiden sich schon treffen und was die Beiden um die Uhrzeit so treiben!



In der Familie leben jetzt übrigens zwei Kleinkinder. Katja ist schon ganz schön groß geworden. Sie scheint eine regelrechte Leseratte zu sein. Jedenfalls sehe ich sie bei jedem Besuch mit einem Buch. Magdalena hat außerdem erzählt, dass sie wohl ein gutes Gedächtnis habe. Jedenfalls erkennt sie die Farben und Formen in den Büchern sofort wieder und findet jedes Buch nach einmal lesen langweilig.



Dann war es soweit. In einer dieser wunderbaren, sternklaren Nächte, wie wir sie hier oft erleben und in denen ich lieber am Teleskop gestanden hätte, ereilte mich ein Notruf. Bei Magdalena hatten die Wehen eingesetzt. Wir verabredeten uns im Krankenhaus und ich fuhr sofort los (nicht ohne sicher zu gehen, dass Editha schlief).



Ein paar Stunden später war das fünfte Kind und zweiter Sohn der Johnsons auf der Welt und blinzelte uns müde an. Der Vater sprang aufgeregt um uns herum und hörte nicht auf meine Hand zu schütteln, bis Magdalena ihm grinsend ihre Tasche in die Hand drückte und sich mit einem fröhlichen Winken und dem kleinen Bündel auf dem Arm auf den Weg zum Taxi machte, dass sie zurück nach Hause bringen würden.



Was Edithas Schlaf anging, hatte ich mich anscheinend mal wieder getäuscht. Ihr Bett war leer, als ich zurückkehrte, woraus ich schloss, dass sie wieder bei Alex war. Langsam begann ich mir wirklich Sorgen zu machen.



Am nächsten Tag besuchte ich wie gehabt, die Familie mit dem Neugeborenen, um es nochmals zu untersuchen. Magdalena öffnete mir die Tür. Aus dem Bad hörte ich seltsame, hämmernde Geräusche. „Constantin versucht immer noch unsere Toilette selbstreinigend zu bekommen. Langsam scheint es zu werden.“ Magdalena lächelte glücklich und sah stolz auf die Badtür.



Wie nicht anders zu erwarten, war Diego kerngesund. Er schien einen etwas leichten Schlaf zu haben, denn Magdalena beschwerte sich etwas, dass er beim kleinsten Geräusch aufwache, was sehr unpraktisch war, da sein Bettchen in der offenen Küche stand, damit man ihn besser im Auge hatte.



Da ich noch etwas Zeit hatte, sah ich zu, wie Magdalena Katja Laufen beibrachte. Die Kleine stellte sich wirklich sehr geschickt und lernfähig an. Ihr ständiges Lachen und Glucksen, wenn sie wieder in den Armen ihrer Mutter landete, gefiel Diego allerdings gar nicht, weil er dabei nicht schlafen konnte.



Constantin, dessen Projekt „Ich-mache-meine-Toilette-selbstreinigend“ tatsächlich endlich gelungen war, versuchte danach, neben dem Kinderbett der darin schlafenden Katja, Sally Sprechen beizubringen. Katja störte das beim Schlafen überhaupt nicht.



Beim Abschied fragte ich vorsichtig, ob bei den Johnsons die Familienplanung nun abgeschlossen sei. Nicht, dass mich ihre ständigen Geburten stören würden, aber das Haus scheint langsam ein wenig zu eng für die vielen Kinder zu werden. Magdalena wurde nur rot und meinte, dass sie und ihr Mann „es schon wieder versucht“ hätten.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mi Aug 18, 2010 1:29 pm

Kopfschüttelnd machte ich mich auf den Heimweg und traf gleichzeitig mit Editha, die von der Schule kam, ein. Sie hatte Alex im Schlepptau. Ich war froh, dass sie sich diesmal tagsüber mit ihm traf, zumal ich die Beiden so halbwegs im Blick haben konnte.



Zu meiner Beruhigung scheint Editha und Alex nur eine gute Freundschaft zu verbinden. Jedenfalls ist nichts zwischen den Beiden passiert, was mir Sorgen machen müsste. Am nächsten Tag habe ich außerdem Alex mit seiner Freundin im Schwimmbad gesehen. Die beiden sind so verliebte Turteltäubchen – ich glaube nicht, dass Alex sich auf etwas anderes einlassen würde.



Wo wir schon mal bei Melanie sind – ihre Mutter Rabea Andrews, die auch im Rathaus arbeitet, erwartet jetzt auch ein Baby. Letztens ist sie ziemlich verstört im Krankenhaus aufgetaucht, weil sie richtig vermutete, dass sie schwanger war. Sie fand das allerdings nicht so toll, wie Magdalena das finden würde. Eigentlich sollte Melanie ein Einzelkind bleiben, schon allein, damit Rabeas Karriere nicht gefährdet ist. Und jetzt kommt ihr doch so ein kleines Wesen dazwischen. Jetzt sitzt sie oft vor der Buchhandlung und liest Bücher über Schwangerschaft und Geburt.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Sep 09, 2010 9:24 pm

Als ich Mrs. Andrews zum ersten Mal besuchte, um sie zu besuchen, reparierte sie gerade das Waschbecken. Derzeit hatten sie nämlich kein Geld für einen Mechaniker, was ihr irgendwie peinlich war. Mich störte es wenig – ich musste an solchem Service auch sparen. Aber für die Andrews' war Geld und Wohlstand sehr wichtig. Nun ja, vielleicht sollte ich das eher auf die Eltern begrenzen. Bei Melanie konnte ich das bisher nicht bestätigen. Natürlich genießt sie Luxus auch, aber ich glaube, es ist für sie nicht das Wichtigste auf der Welt. Das Geld, das ihre Eltern verdienen, wird größtenteils in Möbel und teure Kleidung umgesetzt. Es ist ihnen nun mal wirklich wichtig, ein großes Haus mit wertvollem Inventar zu besitzen. Mr. Und Mrs. Andrews besitzen auf jeden Fall genügend Ehrgeiz, um dieses Ziel zu erreichen.



Jonathan Andrews, Rabeas Mann, arbeitet zum Beispiel in der Wirtschaft. In dem riesigen Bürogebäude, dass in der Nachbarschaft steht, arbeitet er mit einer handvoll Sims, die alle von außerhalb kommen. Zeitweise hilft Constantin Johnson aus, aber wie gesagt: zeitweise. Ich stelle es mir ziemlich deprimierend vor, in so einem großen, leeren Gebäude zu arbeiten. Na gut, ich stelle mir das nicht nur vor – ich weiß es. Ich bin schließlich auch ganz allein in dem großen Krankenhaus. Im Moment sehe ich aber noch keinen Sinn darin, weiteres Personal anzufordern. Ich schaffe die Arbeit ganz gut allein.



Mrs. Andrews lässt sich auch durch ihre Schwangerschaft nicht von ihren ehrgeizigen Zielen abbringen. Ein paar mal, habe ich sie stundenlang im Park an ihrem Laptop arbeiten sehen. Seit ich ihr geraten habe, das bleiben zu lassen, damit sie sich nicht überanstrengt – schließlich handelt es sich um eine Risikoschwangerschaft in ihrem Alter – sitzt sie meistens am Schachbrett um ihre logische Denkfähigkeit zu Schulen. Ich habe es dann aufgegeben sie von entspannenden Tätigkeiten zu überzeugen. Sie würde ja doch wieder etwas finden, was sie in ihrer Karriere weiterbringt.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Sa Sep 11, 2010 4:33 pm

Eines Montags nachts kam Mrs. Andrews mit heftigen Wehen zu mir ins Krankenhaus. Ihr Baby war ein paar Tage zu früh dran, aber es schien wohlauf, also ließ ich, auf Drängen seiner Mutter hin, die beiden nach Hause gehen. Es ist übrigens ein Junge und heißt Jonas.



Entgegen meiner Vermutungen ging Mrs. Andrews nach der Geburt immerhin für kurze Zeit in Mutterschutz. Natürlich arbeitete sie trotzdem von Zuhause aus, aber sie kümmerte sich äußerst gewissenhaft und liebevoll um ihren Sohn. Ganz so skrupellos und karriereorientiert war sie eben doch nicht, wie man auf den ersten Blick meinen konnte.



Bald schon hegte sie jedoch den Wunsch wieder richtig zu arbeiten und ihre Karriere voranzutreiben. Daher stelle sie kurzerhand eine Babysitterin ein. Die kümmerte sich ab nun jeden Vormittag um Jonas. Dabei konnte sie kaum älter sein als Editha und die ging noch zur Schule. Ich fragte mich wirklich, wie sie das unter einen Hut bekam...

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Sa Sep 11, 2010 4:36 pm

Melanie sah ich in diesen Tagen wenig. Aber bald fand ich heraus, wieso. Sie verbrachte nahezu ihre gesamte freie Zeit im Fitnessstudio...



… oder mit Joggen. Sie hatte anscheinend ihre athletische Ader entdeckt. Oder aber ihr war selbst aufgegangen, dass sie mit Sport Muskeln aufbauen konnte und dadurch nicht mehr so mager aussehen könnte. Zum Abnehmen war ihr Sport wohl kaum gedacht. Hoffte ich zumindest.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Sa Sep 11, 2010 4:44 pm

Bevor ich weitererzähle, muss ich vielleicht mal darüber aufklären, dass ich mittlerweile einen Freund habe. Es handelt sich dabei um Ruben Chase, der mir am Anfang so freundlich Auskunft über meine Nachbarn gab. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass er sich ab und an etwas daneben benahm, fand ich ihn eigentlich ganz nett und naja... er ist ja auch der einzige Mann in diesem Dorf, der noch zu haben ist...
Naja, jedenfalls hat Mrs. Andrews ihn kennengelernt, aber sie fand seine Späße gar nicht komisch und mir nahe gelegt, mich von ihm zu trennen, da ich doch besseres verdient hätte. Ich war am Anfang zu verblüfft um darauf zu antworten. Einerseits war es schon fast ein Lob aus ihrem Mund, hieß es doch, dass sie eine hohe Meinung von mir hatte. Aber ein wenig wütend machte es mich schon. Was fiel ihr eigentlich ein, sich da einzumischen. Dann meldete sich in mir eine Stimme, dass sie ja im Grunde Recht hatte. Ruben war eigentlich gar nicht der Mann, den ich mir immer gewünscht hatte...



Es gab da nur so ein kleines Problem... Ich war schwanger von ihm. Blöd, nicht wahr, dass ausgerechnet mir, als Ärztin so etwas passieren musste. Tja, aber so ist es eben. Editha redet seitdem noch weniger als sonst mit mir. Ich besuchte also Ruben (was ich vorher noch nie getan hatte), um ihm Neuigkeit mitzuteilen, dass er Vater würde. Und was musste ich feststellen? Ruben hat einen Bruder! Wie konnte ich das nur vergessen?! Ruben hatte ihn anfangs mal flüchtig erwähnt, aber irgendwie muss mir das entfallen sein...



Naja, ich beschloss ihm erstmal zu erzählen, weshalb ich überhaupt da war (falls er es nicht ohnehin schon gesehen hatte). Es gefiel ihm scheinbar nicht so sehr, aber immerhin bekam er keinen Wutausbruch. Er sagte überhaupt nichts. Er hatte nicht mal einen seiner Späße parat und ich hegte den Verdacht, dass er einen schweren Schock erlitten hatte. Bald mischte sich dann David, sein Bruder, in unser „Gespräch“ ein. Besser gesagt, er verwickelte mich in Gespräch und ließ seinen Bruder, der ohnehin nichts beizusteuern hatte, außen vor.



Ich erfuhr, dass David nicht mal bemerkt hatte, dass wir hergezogen waren. Er arbeitete nämlich beim Militär in der nächsten größeren Stadt und war daher von früh bis spät unterwegs. In seiner freien Zeit trainierte er hart, um in Form zu bleiben. Daher war er auch Single. Schnell fanden wir jede Menge Gemeinsamkeiten und am Ende war ich der festen Überzeugung, dass es sich hierbei um meinen Traummann handelte. Er hatte immerhin eine ehrbaren Job, ganz im Gegensatz zu seinem Bruder, der mich geschwängert hatte und als Verbrecher „arbeitete“, wie ich mittlerweile herausgefunden hatte.
Ich ging an diesem Tag äußerst verwirrt nach Hause und versuchte meine Wut zu unterdrücken, da ich schwanger war. Ich wusste nur, dass ich das Kind auf jeden Fall behalten wollte, ganz gleich, was Ruben in den nächsten Wochen noch für Aktionen bringen würde.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo Jan 24, 2011 4:08 pm

Dass er für Action sorgte, davon durfte ich gleich am nächsten Tag erfahren, als ich David (der ausnahmsweise frei hatte) auf dem Weg zum Buchhändler wieder traf. Er war ziemlich außer sich. Ruben hatte bei dem Versuch zu kochen, den Herd in Brand gesteckt. Dass sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet hatte, verdankte er David, der von Rubens sinnlosem Rumgehüpfe und Geschrei angelockt wurde, sich den Feuerlöscher geschnappt und die Flammen gelöscht hatte. Deswegen war er jetzt auch auf dem Weg in die Stadt, um einen neuen Herd zu kaufen.



Genau diesen Moment suchte sich das Baby aus, um auf die Welt kommen zu wollen. Ich atmete scharf ein, als die erste Wehe kam. David, der mich die ganze Zeit begleitet hatte, fragte: „Ist etwas?“
„Das Baby kommt.“, presste ich hervor. „Ich muss ins Krankenhaus.“
„Aber es gibt doch keinen Arzt außer dir dort.“, sagte er verwundert.
„Aber einen Kreißsaal.“, antwortete ich ungeduldig. „Kannst du bei den Johnsons anrufen und Magdalena herrufen. Sie hat versprochen, mir zu helfen, wenn das Baby kommt!“
Zum Glück war das Krankenhaus nicht weit. Es dauerte nicht lange, bis Magdalena eintraf. Sie schickte David aus dem Kreißsaal und gab ihm den Auftrag den Vater anzurufen.
Die Geburt dauerte nicht lange. Es war ein Mädchen und ich nannte es Chiquita. Als ich das Krankenhaus verließ, wartete Ruben tatsächlich draußen auf mich. Ich war erleichtert. Immerhin ließ er mich nicht ganz allein mit meinem Baby.



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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo Jan 24, 2011 4:10 pm

Ich hatte ja keine Ahnung, wie sehr ich mich darin täuschte. Während ich Chiquita in ihr Bettchen legte und eine Weile zusah, wie sie schlief (ein Anblick, von dem ich mich kaum losreißen konnte), setzte Ruben sich vor den Fernseher und zappte ungeduldig durch die Programme. Das störte mich. Schließlich beschloss ich ihn nicht länger warten zu lassen und näherte mich ihm. Als er bemerkte, dass ich mich zu ihm setzen wollte, sprang er auf.
„Wieso hast du dich schwängern lassen? Was hast du dir davon erhofft?“, fuhr er mich an.
„Zum schwanger werden gehören immer zwei.“, antwortete ich so ruhig wie möglich. „Und es war nie meine Absicht ein Kind zu bekommen, bevor ich verheiratet bin!“
„So, heiraten also? War das der Grund? Wolltest du mich mit diesem Kind an dich binden?“
Ich wich geschockt zurück. „Denkst du wirklich so über mich?“, fragte ich und spürte, wie ich erblasste.
„Wie soll ich sonst über dich denken? Das mit uns war doch nie besonders ernst! Aber du musstest ja schwanger werden!“, gab er gereizt zurück.
„Nie besonders ernst...“, wiederholte ich mechanisch. Ich konnte es nicht fassen. Wie hatte ich mich nur so in ihm täuschen können?



„Tja, schau, wie du mit dem Baby klar kommst!“ Er zuckte die Schultern.
„Du verlässt mich?“, fragte ich mit erstickter Stimme. „Aber... du...“
„Du denkst immer noch, ich würde bei dir bleiben wegen des Babys?“ Verächtlich sah er mich an. „Dann denkst du falsch. Es ist aus. Auf Wiedersehen!“ Und damit verschwand er aus unserem Haus.



Als die Tür zuschlug, lehnte ich mich kraftlos gegen die Wand. Der Tag hatte so gut angefangen und jetzt so etwas! Ich hörte ein leises Zischen und wandte mich dorthin, wo das Geräusch herkam. Editha stand da mit funkelnden Augen. „So ein herzloser Typ.“, stieß sie hervor und es hörte sich an, als würde sie die Worte ausspucken. Ich sah sie ziemlich erstaunt an. Seit Wochen redete sie kein Wort mehr mit mir uns jetzt zeigte sie Anteilnahme? Sie musterte mich von der anderen Seite des Raumes. „Geh erstmal duschen. Ich mach dir was zu essen.“, sagte sie schließlich. Träumte ich? Ich zwickte mir unauffällig in den Arm, aber scheinbar war ich bei vollem Bewusstsein.
„Mach schon.“, forderte Editha mich auf.
„Warum tust du das?“, fragte ich verblüfft.
Eine Weile schwieg sie, dann nahm ihr Gesicht einen amüsierten Ausdruck an. „Warum ich dir helfe, meinst du, obwohl ich mich sonst nicht sehr dankbar zeige? Schätze mal, ich werde erwachsener. Außerdem hasse ich Männer, die Frauen so behandeln.“ Ich sah wieder dieses gefährliche Funkeln in ihren Augen. „Vergiss ihn am Besten schleunigst. Der ist es nicht wert. Und jetzt geh endlich duschen!“ Sie wedelte ungeduldig mit den Armen und machte sich ans Kochen.
Von diesem Tag an verbesserte sich das Verhältnis zwischen meiner Pflegetochter und mir und wir wurden gute Freundinnen.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo Jan 24, 2011 5:12 pm

Am nächsten Morgen ging es mir schon etwas besser. Zwar kamen mir Rubens Worte immer noch wie ein schlechter Traum vor, aber ich fühlte mich nicht mehr so kraftlos. Wegen Chiquita hatte ich mir „frei genommen“, auch wenn man von freinehmen nicht wirklich reden konnte, weil ja nur ich im Krankenhaus arbeitete. Im Falle eines Falles kannte sowieso jeder hier meine Telefonnummer. Ich genoss es mit meiner Tochter allein zu sein und saß stundenlang neben ihrem Bett, um sie beim Schlafen zu beobachten. Kurz nachdem Editha von der Schule zurückkehrte, bekam ich einen Anruf von David. Er fragte, wie es mir ginge. Er klang wirklich besorgt. Als er hörte, dass ich wohlauf war, lud er mich in einen Park ein, der nicht weit von uns entfernt war. Ich fragte also Editha, ob sie ein, zwei Stunden auf Chiquita Acht geben könne und sagte zu.
„Fang nicht gleich wieder etwas mit einem Mann an!“, äffte sie mich mit einem Grinsen nach, als ich fortging und ich lachte mit ihr. Wie einfach das Verhältnis mit ihr doch sein konnte.



David hatte mich eigentlich nur eingeladen, um sich davon zu überzeugen, dass es mir wirklich gut ging und mich etwas aufzumuntern. Er hatte beim Frühstück von seinem Bruder erfahren, dass dieser Schluss gemacht hatte. Darum hatte er sich Sorgen gemacht und mich angerufen. Das war lieb von ihm. Ich dachte, dass er doch so anders war als sein Bruder, der mir immer nur begehrenswert erschienen war, weil er sich cool und lässig gab und weil man nie wusste, was er als nächstes tun würde. Bei David fühlte ich mich sicher. Aber ich hatte mir geschworen, dass ich mit keinem Mann mehr etwas anfangen würde, bevor ich ihn nicht besser kannte.



In David hatte ich jedenfalls einen echten Freund gefunden. Er war bald ein gern gesehener Gast in unserem Haus und oft kam er nach der Arbeit noch bei uns vorbei. Es war ja nicht weit. Sein Zuhause war sozusagen an der anderen Ecke der Straße.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Mo Jan 24, 2011 5:15 pm

Chiquita wuchs schnell. Bald krabbelte sie fröhlich in der Wohnung herum. David, der ja ihr Onkel war, war für sie wie ein Vater und manchmal, wenn ich die beiden heimlich beobachtete, wünschte ich mir, er wäre es. Zu ihrem Geburtstag brachte er ihr sogar ein Geschenk mit. Das fand ich besonders lieb von ihm.



Wenn Chiquita schlief, redeten wir meistens noch einige Zeit miteinander, bevor er wieder nach Hause ging.



Eines Abends kam er nicht. Chiquita tobte und ließ sich nicht ins Bett bringen, bevor der „Dabi“ (Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das eine Abwandlung von Papi oder David sein soll) ihr vorgelesen hatte. Mit vereinten Kräften überzeugten wir sie nach einigen Stunden, dass er am nächsten Tag wiederkommen würde und heute einfach keine Zeit hätte.
Spät nachts rief er kurz an und erklärte, warum er nicht gekommen war: Sein Bruder hatte mal wieder die Küche in Brand gesetzt. Wieder hatte David den Brand schnell löschen können, aber so langsam gingen Rubens Kochversuche ins Geld und seine Mutter hatte ihm ernsthaft nahe gelegt, in Zukunft den Herd doch nicht mehr zu benutzen.
Jedenfalls hatte David sich wieder um einen neuen Herd kümmern müssen und hatte deshalb auch keine Zeit gefunden, vorbeizukommen.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Feb 10, 2011 1:50 pm

Damit ich weiterhin arbeiten konnte, stellte ich für Chiquita einen Babysitter aus dem nächsten Ort an, der sich, wenn sonst niemand Zuhause war, um meine Maus kümmerte. Mit meiner Wahl hatte ich offensichtlich ein glückliches Händchen gehabt. Davy Linell, der übrigens in Edithas Alter war und merkwürdigerweise vormittags keine Schule hatte, verstand sich ganz prächtig mit meiner Kleinen und kümmerte sich hingebungsvoll um sie, so dass ich ganz beruhigt sein konnte.



Mir blieb sogar noch Zeit, mich nach der Arbeit ein bis zwei Stunden vor die Buchhandlung oder das Lebensmittelgeschäft zu setzen, und etwas zu lesen. Zuhause konnte ich das ja doch nicht und außerdem genoss ich die frische Luft.



Und ich kam dort immer wieder mit Menschen ins Gespräch. Einmal, zum Beispiel, habe ich mich lange mit Melanie Andrews unterhalten, die ja bekanntlich im Lebensmittelgeschäft arbeitet. Ihre Eltern machten recht viel Druck, dass sie eines Tages einen gut bezahlten Job annehmen solle. Gegen einen gut bezahlten Job war Melanie eigentlich nicht, aber sie mochte es nicht, wie ihre Eltern Druck auf sie ausüben. Daher kümmerte sie sich schon aus Prinzip nicht darum. So sind Teenager eben...
Bei der Gelegenheit konnte ich Melanie auch vorsichtig nach ihren Essgewohnheiten ausfragen. Schließlich war sie ja so dünn und da macht man sich als Ärztin schon mal Sorgen. Aber sie schien ein normales Essverhalten zu haben und ihre Körpermaße eher genetisch bedingt zu sein.



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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Feb 10, 2011 2:57 pm

Editha fand sich immer besser in ihre Rolle als große Schwester Schrägstrich Tante hinein. Ihre nächtlichen Streifzüge führten nun nicht mehr zu Alex, sondern in den Park, wo sie Stunden damit verbrachte, einen Schmetterling für die Kleine zu fangen. Mein Töchterchen schien die Natur nämlich zu lieben. Zumindest sah sie immer so glücklich aus, wenn man ihr ein Bild von der Natur zeigte.



Eines morgens saßen Editha und ich wieder zusammen am Frühstückstisch. Ich mir eilig Müsli in den Mund schaufelnd, sie ihre Hausaufgaben in knapper Schlafbekleidung wie eh und je erledigend. Es war wie an einem unseren ersten Morgende in diesem Haus, nur dass wir uns jetzt besser verstanden. Es störte mich weder, dass sie in knappen Sachen herumlief noch, dass sie die Hausaufgaben jetzt erst machte. Zwischen zwei Bissen, sagte ich ihr schnell ein paar Lösungen vor und sie grinste. Es war das erste Mal, dass ich sie über Schulaufgaben lachen sah.



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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Feb 10, 2011 3:02 pm

Abends kam wieder David vorbei, um uns die neusten Neuigkeiten zu überbringen. Es waren Leute zugezogen. So ganz neu war mir das nicht. Eine der beiden Frauen hatte sich mir bereits vorgestellt. Sie hieß Dorothy DeMayo (bei dem Namen musste ich unwillkürlich an Mayonnaise denken) und forschte im bisher leer stehenden wissenschaftlichen Institut. Sie hatte mich heute Morgen besucht, um sich meine Unterstützung zuzusichern. Ich hatte darauf hingewiesen, dass ich nur legale Versuche unterstützen würde. Ihre Mitbewohnerin hieß Narzissa Vatos, wie David mir mitteilte und vermutlich hatte sie eine nicht ganz saubere Weste. Auf unser Hab und Gut mussten wir also in Zukunft noch besser aufpassen.



David kam genau genommen nicht nur, um uns die „Neuigkeit“ mitzuteilen. Eigentlich war das nur sein Vorwand gewesen. Als Editha sich heimlich grinsend in ihr Zimmer zurückzog und Chiquita in ihrem Bettchen schlief, nahm er all seinen Mut zusammen und gestand mir, dass er mich liebte. Darauf hatte ich insgeheim die ganze Zeit gewartet.



Der Rest ging ganz schnell. Bald standen wir nicht mehr in unserer Wohnküche, sondern lagen auf meinem Bett.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Feb 10, 2011 3:07 pm

Eines hatte ich bei der Sache allerdings vergessen: Ich hatte immer Bereitschaftsdienst und natürlich gab es ausgerechnet am nächsten Morgen einen Notfall. Jonas Andrews hatte eine Erkältung und seine übermäßig besorgten Eltern fuhren bei den ersten Anzeichen mit dem Knirps ins Krankenhaus, wohin ich dann natürlich auch kommen musste.



Ein Tag der so anfängt, sollte eigentlich besser weitergehen. Aber leider war er auch weiterhin angefüllt mit negativen Ereignissen, die zwar glücklicherweise nicht direkt mich betrafen, mich aber dennoch beschäftigten. Zum Einen hatte Constantin Johnson, den ich bisher immer geschätzt hatte, auf einmal etwas gegen Melanie und zwang Alex, sich von ihr zu trennen. Ich fragte mich, womit er seinem Sohn gedroht hatte, dass er es erreicht hatte. Bald sickerte durch, dass Rabea Andrews und Constantin sich bei der Arbeit gestritten hatten und nun verurteilte letzterer die ganze Familie. Daraufhin war Melanie natürlich ziemlich sauer auf Alex und seinen Vater und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben.



Aus dem Haushalt Johnson tauchte ebenfalls bald darauf das Gerücht auf, dass meine Editha ein Alien sei, der heimlich in der Nachbarschaft lebt, was sie natürlich aus einer todsicheren Quelle hatten. Editha war daraufhin ziemlich fertig, weil alle in der Schule sie gemieden hatten, mit Ausnahme von Melanie, die überhaupt nichts mehr glaubte, was von Alex kam. Wütend stellte ich daraufhin Constantin und seine Sippe zur Rede. Schließlich behaupteten sie, sie hätten gar nicht Editha gemeint, sondern Traude Chase. Das gefiel mir genauso wenig. Schließlich war Traude die Mutter meines neuen Freundes. Ich machte der Familie klar, dass ich sie des Rufmordes verklagen könnte und ich ganz sicher nie wieder einen Fuß über die Schwelle ihres Hauses setzen würde, wenn sie mit solch übler Nachrede nicht aufhören würden. Und damit verließ ich das Haus und betrat es nicht mehr so bald.
Am nächsten Tag lud Alex, Editha ein, um sich mit ihr zu versöhnen. Später erzählte sie mir vor Wut schäumend, wie es gelaufen war. Zuerst hatten sie zusammen Hausaufgaben gemacht und waren dann in sein Zimmer gegangen, um sich auszusprechen. Dazu war es aber gar nicht gekommen, denn Alex fing an mit ihr zu flirten. Das gefiel ihr gar nicht. Als er dann zudringlicher wurde, verpasste sie ihm eine Ohrfeige und erklärte laut, dass man auch sie in diesem Haus nicht mehr sehen würde. Sie benutzte noch einige Kraftausdrücke, als sie mir das erzählte. Was sie aber am Meisten entsetzte, war, dass er geglaubt hatte, dass sie das zulassen würde, wo Melanie doch ihre beste Freundin war.

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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Feb 10, 2011 9:56 pm

Die nächsten Tage sah Alex höchst unglücklich aus. Egal, wo man ihn sah, oder was man auch erzählt bekam: Er schien nie zu lachen. „Geschieht ihm recht!“, dachte ich, sagte es aber nicht laut, als Magdalena, die mich mal wieder im Krankenhaus besuchte, wohl, um mich umzustimmen, es erwähnte. Die Stimmung während ihres Besuchs war auch eher angespannt und kalt. Vermutlich ging sie deshalb so früh. Es tat mir Leid, um unsere Freundschaft, aber nun, da ich das wahre Gesicht dieser Familie gesehen hatte, konnte ich unmöglich so weiter machen wie bisher.



Nachdem man Alex eine Weile nur allein gesehen wurde und keiner mehr in die Buchhandlung ging, suchte er mich eines Abends auf, als ich gerade müde dem Sofa saß, weil ich mal zum zweiten Mal schwanger war. Er wollte sich nochmals entschuldigen für sein Verhalten. Er wirkte ehrlich.
„Was soll ich denn noch machen, bevor sie mir vergeben?“, fragte er schließlich verzweifelt, als ich nach einer halben Stunde immer noch nicht geneigt schien, nachzugeben.
„Es wieder gut machen.“, antwortete ich ruhig und bestimmt und damit ließ ich ihn stehen und ging ins Haus, um mich auszuruhen. Die ganze Aufregung tat meinem Baby garantiert nicht gut.



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Re: Moonshine Valley - Sims 3 Familiendynamik

Beitrag  singingmiri am Do Feb 10, 2011 10:00 pm

Alex nahm sich meine Worte zu Herzen. Von Stund an bemühte er sich wieder um Melanie. Schließlich konnte er sie dazu überreden, mit ihm an den Strand zu gehen. Dort redeten sie tatsächlich über alles und er sagte ihr die Wahrheit. Dass sein Vater ihn gezwungen hatte. Natürlich wurde sie wütend, weil er seinem Vater ihr zuliebe keinen Widerstand geleistet hatte.



Schließlich vergab sie ihm und sie wurden wieder ein Paar.



Als Beweis, dass er sich gegen seinen Vater durchsetzen wollte, nahm er Melanie sofort mit nach Hause und redete mit seinem Vater. Gut verstehen würden seine Freundin und sein Vater sich vermutlich noch lange nicht, aber immerhin behielt sein Vater die Feindseligkeit für sich und akzeptierte die Beziehung.



Mir blieb schließlich nichts anderes übrig, als Frieden zu schließen. Bei der Gelegenheit untersuchte ich die vier Kleinkinder gleich. Es war ziemlich süß, wie sie zusammen spielten. Ich stellte mir das ziemlich stressig vor, vier solche Kleinen Zuhause zu haben. Wahrscheinlich war die Familie deshalb in dieser Woche so ausgetickt. Sie hatten einfach zuviel Stress mit ihren Kindern.

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