Schmelztiegel oder Des Lebens Wirren im Tal des Todes

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Schmelztiegel oder Des Lebens Wirren im Tal des Todes

Beitrag  Miyon am So Dez 06, 2009 9:51 am

Ja, ich habe schon eine Familiendynamik laufen. Die Idee für Schmelztiegel geht mir allerdings schon Ewigkeiten im Kopf herum und da mein Computer meine vorgegeben Nachbarschaften ins Nirwana geführt hat, setze ich mich jetzt endlich mal dran. Keine Sorge, Pleasantville schreibe ich weiter, ich habe da immerhin noch die Fotos der 1. Woche; spielen tue ich jetzt Schmelztiegel. Mal sehen, wie lange das überlebt ... Wink

Schmelztiegel spiele ich nur mit selbererstellten Familien und beginne die Nachbarschaft komplett bei null. Das heißt, es gibt kein Geschäftsviertel, keine Downtown, noch kein College, keine Urlaubsorte ... alles muss von den Sims selber aufgebaut und erarbeitet werden. Aber genauers kommt noch. Auf jeden Fall hoffe ich, dass ihr genauso viel Spaß beim Lesen habt wie bei Pleasantville.

Die Verteilung der Laufbahnen bleiben wie gehabt, aber ich würfle jetzt auch noch zusätzlich die sexuelle Orientierung aus: 1/3/5 - Hetero, 2/4 - Homo, 6 - Bi; auf diese Weise wird es interessanter, vor allem da ich dank des ACR auch die NPC´s in der Hinsicht auswürfeln kann. Also immer wenn jemand am Grundstück vorbeikommt - alea iacta est oder auch die Würfel sind gefallen und lass mal sehen, was sich daraus entwickelt. Evil or Very Mad Twisted Evil

Und los geht´s ...


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"Die Welt der praktisch angewandten Wissenschaft"

Beitrag  Miyon am So Dez 06, 2009 9:54 am


"Die Welt der praktisch angewandten Wissenschaft" berichtet: Einzigartiges Projekt gestartet!
Die Forschungsgruppe um Professor Dr. Dr. W. V. Genial, deren Mitglieder wir Ihnen, verehrte Leser, in Kürze ausführlich vorstellen werden, stellt sich einer einmaligen und hoch interessanten Herausforderung. Der Erforschung der Entwicklung menschlicher Beziehungen im Verlauf mehrerer Generationen zwischen Menschen verschiedenster Nationalitäten und Hintergründe sowie der Weitervererbung beziehungsweise der natürlichen Auslese spezifischer Merkmale. Ein wahres Abenteuerland, wenn Sie diesen unwissenschaftlichen Ausdruck gestatten, für alle wahrhaft Interessierten der Psychologie, Genetik und Anthropologie.

Das Auswahlverfahren der Probanten stand demzufolge auch unter dem Aspekt der größtmöglichsten Vielfalt und der bestmöglichen Bedingungen. Wir werden Ihnen diese noch genauer vorstellen. Es handelt sich hierbei um sechs junge Paare, welche ihre Ausbildung kürzlich beendet haben und deren Drang, Spuren zu hinterlassen sie für unser Projekt prädestinieren.

Die Ortschaft, an der die Probanten angesiedelt werden, wurde entsprechend Schmelztiegel genannt. Die Umwelt erscheint durchaus unwirtlich, die klimatischen Bedingungen erlauben nur eine Sommer- und Wintersaison. Den Teilnehmern stehen zu Beginn nur Wohnwagen und ein Gemeinschafsbunker zur Verfügung. Die weitere Entwicklung legen wir in deren Hände.

Doch lassen Sie uns Ihnen zuerst einmal die Ausgangsfakten darlegen. Wir werden Ihnen diese regelmäßig aktualisiert zur Verfügung stellen, um Ihnen ein eigenes auf Fakten basierendes Urteil zum Verlauf dieser Studie zu ermöglichen.


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Schmelztiegel selber oder die erste Wohnwagensiedlung

Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:21 am


Werfen wir nun also einen Blick auf Schmelztiegel, gelegen in einem Wüstental. Hier herrschen nur Sommer und Winter, der Fauna werden hohe Hürden gesetzt. Zur Sicherung der Grundbedürfnisse wurden ein Wassertank, ein Silo und eine Radarstation errichtet. Alles weitere obliegt, wie erwähnt, den Probanden.



Es wurden zwei Wohnwagensiedlungen errichtet, die den Paaren den ersten Wohnraum bieten sollen. Drei Paare werden in jeder Siedlung einquartiert. Weitere Baugebiete werden erschlossen, sobald die Paare genug Finanzen erwirtschaftet haben. Doch eine Sommer- und Wintersaison werden sie auf jeden Fall hier verbringen müssen.




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Gemeinschaftsbunker

Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:23 am


Es wurde ebenfalls ein Gemeinschaftsbunker errichtet, der Lebensmittel, Kleidung und Unterhaltung zur Verfügung stellt. Eine Küche, eine Karaokemaschine, die Gelegenheit zu tanzen und zusammenzusitzen.



Auch dient der Gemeinschaftsbunker in gewisser Weise als Umschlagsplatz, als eine Art Bahnhof, wenn man so sagen kann. Da Schmelztiegel zwischen den beiden nächstgrößeren Hafenstädten liegt, dient er als Rastplatz auf der Reise von einer Stadt zur anderen. So haben die Probanden die Gelegenheit, auch außerhalb ihrer Gruppe Kontakte zu finden. Und wer weiß welche Einflüsse sich daraus auf die Entwicklung unseres Projektes ergeben?



Der Kontakt nach außen ist unseren Probanden nicht untersagt. Aus den beiden Hafenstädten dürfen durchaus auch Hauspersonal, Kindermädchen und weitere Servicekräfte angefordert werden. Aber es dürfen nur jene zuziehen, die in einer direkten Verbindung zu ihnen stehen, als da wären Blutsverwandte oder (was unserem Projekt nicht abschlägig wäre) neue Ehepartner.


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Die Präsentation unserer teilnehmenden Familien

Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:24 am

1. Familie Chan

De und E Chan entstammen aus China. Sie haben sich beide dem Projekt angeschlossen, um ihr Leben unabhängig und nach eigenem Willen gestalten zu können. Und weil sich beide eine große Familie wünschen.



Ein Andenken an ihre Familie haben sie aus ihrer Heimat mitgenommen: ihre beide Chow-Chows, den Rüden Bao und das Weibchen Feng. De´s Familie ist bekannt für deren Zucht.



Zu ihren Lebenszielen befragt, träumte E von ihrer Goldhochzeit und De sieht sich mit seinen sechs Enkeln spielen.

2. Familie Casanova

Giacomo Casanova und seine Frau Giulietta stammen aus Genova. Der Name kommt Ihnen bekannt vor? Nun ja, Giacomo kann tatsächlich seine Vorfahren bis zu jenem anderen berühmten Casanova nachverfolgen. Ein Ur-Ur-Ur-Urgroßneffe anscheinend. Ihre genaue Motivation zur Teilnahme am Projekt ergibt sich, getreu der Verwandtschaft, aus einigen pikanten Komplikationen in ihrer Heimatstadt.



Nun, die beiden lieben das andere Geschlecht.



Als Lebensziel nannte Giacomo Starkoch und Giulietta Rock-Göttin.

3. Familie Hampaté Bâ

Ahmadou und Lalamika Hampaté Bâ ergriffen mit dem Projekt die Gelegenheit, den Unruhen und der Unsicherheit der politischen und sozialen Situation Südafrikas zu entkommen. Sie sind beide sehr gesellige Menschen und möchten sich freien Herzens ihrer Zukunft widmen.



Sie haben außerdem die beiden Katzen Zeus und Venus bei sich, beide entstammen der Oci-Rasse.



Ahmadou´s Lebensziel liegt im Generalsposten, Lalamika möchte sich zur Starköchin hocharbeiten. Nun, da haben wir doch den ersten interessanten Vergleich. Wer erreicht sein Ziel zuerst - Lalamika oder Giacomo?

4. Familie Al-Saud

Habib und Hafizah´s Wurzeln liegen in Marokko. Sie sind einander von Kindes Beinen an versprochen gewesen und waren hocherfreut, eine Verbundenheit im Streben nach Wissen zu entdecken. Und dem Wunsch, dieses Wissen anzuwenden. Um seiner Frau das Leben leichter zu machen, entschloß sich Habib zur Teilnahme am Projekt. Hier unterliegt sie keinen gesellschaftlichen Grenzen, auch wenn beide ihrem Glauben treu bleiben. Aber beider Geist ist offen für die Welt.



Habib und Hafizah lieben beide Katzen und bringen mit sich Ra und Isis, aus der Rasse der ägyptischen Mau.



Als Lebensziel nannte Habib das Erreichen der Leitung des SCIA und Hafizah sieht sich als die rechte Hand Poseidons. Das ist nun wirklich ein sehr vages Ziel für eine solche Wissenschaftlerin.

5. Familie von Faber-Castell

Reimar und Hermine von Faber-Castell. Fürst und Fürstin von Faber-Castell, um der Form Genüge zu tun. Auch hier liegt eine Verbindung zum bekannten Hause vor, auf die aber nicht näher eingegangen wurde. Der Titel selber ist leider nur ein Titel, mit ihm sind keine Schätze verbunden. Bis jetzt. Denn sowohl Reimar wie Hermine sind entschlossen, dem Titel wieder handfeste Substanz zu verleihen.



Eine weitere Leidenschaft außer dem Streben nach Ruhm teilen die beiden: ihre schwarzen Pudel Louis und Antoinette, die einer seltenen Zucht entstammen.



Und da aller guten Dinge drei sind, zeigen sich Reimar und Hermine auch in ihrem Lebensziel verbunden. Sie sehen sich beide als Leiter einer florierenden Klinik.

6. Familie O´Neill

Ah, die O´Neill´s. Seamus und Maìre stammen aus Irland und ihre legendären Wurzeln zeigen sich in ihrer Physiognomie, ihrem äußeren Erscheinungsbild. In ihrem Dorf wird gemunkelt sie wären Kinder der Elfen und ein Beweis dafür seien ihre spitzen Ohren. Und die Zeichnung in ihren Gesichtern. Wir sehen das ganze eher nüchtern als eine genetische Mutation. Und sind gespannt auf deren Vererbbarkeit. Außerdem widerspricht das ausgelassene und vergnügungssüchtige Wesen der beiden dem doch so angepriesenen ernsten, ruhigen und würdevollem Verhalten der Elfen.



So ist es wohl auch die Lust auf Abenteuer die die beiden zur Teilnahme bewog. Vielleicht auch der aus der Legende entstehende Druck und ihrer so wenig dem entsprechenden Lebenseinstellung.



Denn wirklich, beider Lebensziel ist es, Spieleentwickler zu werden. Sagen Sie mir, ob ein Elf das je anstreben würde?!


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Ausgangs-Statistik

Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:24 am


Fakten zu den Personen

Die Studie beginnt also mit 6 Paar-Haushalten, 6 Männern und 6 Frauen. Also insgesamt 12 Personen.

Die Männer:

De Chan (Familie)
Giacomo Casanova (Romantik)
Ahmadou Hampaté Bâ (Ruf)
Habib Al-Saud (Wissen)
Reimar Fürst von Faber-Castell (Ruhm)
Seamus O´Neill (Spaß)

Die Frauen:

E Chan (Familie)
Giulietta Casanova (Romantik)
Lalamika Hampaté Bâ (Ruf)
Hafizah Al-Saud (Wissen)
Hermine Fürstin von Faber-Castell (Ruhm)
Maìre O´Neill (Spaß)

Wir sind gespannt auf die Entwicklungen im Verlauf der 1. Woche.

Fakten zu den Ereignissen

Zu Beginn gibt es nur, selbstverständlich, 6 Zuzüge zu vermelden.

Fakten zu den Berufen

Alle unsere Paare sind erst einmal arbeitslos.

Fakten zu den Laufbahnen

1. Romantik - 2
2. Ruhm (= Geld machen) - 2
3. Wissen - 2
4. Familie - 2
5. Ruf - 2
6. Spaß - 2

Fakten zu den Tieren

1. Hunde - 4

Bao Chan - Rasse Chow-Chow - Rüde - arbeitslos
Feng Chan - Rasse Chow-Chow - Hündin - arbeitslos

Louis von Faber-Castell - Rasse Schwarzer Pudel - Rüde - arbeitslos
Antoinette von Faber-Castell - Rasse Schwarzer Pudel - Hündin - arbeitslos

2. Katzen - 4

Zeus Hampaté Bâ - Rasse Oci - Kater - arbeitslos
Venus Hampaté Bâ - Rasse Oci - Katze - arbeitslos

Ra Al-Saud - Rasse Ägyptische Mau - Kater - arbeitslos
Isis Al-Saud - Rasse Ägyptische Mau - Katze - arbeitslos


Wir werden diese Aufstellung, verehrte Leser, nach jeder Woche zu Ihrer besseren Übersicht aktualisieren.

Und nun wenden wir uns der 1. Familie zu ...


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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:24 am

De und E stehen am Briefkasten ihrer Wohnwagensiedlung und lassen die ersten Eindrücke auf sich wirken. Die Hitze, die Trockenheit, die Kargheit.
So ganz und gar anders als in ihrem Dorf, ihrer Provinz mitten in den Bergen, umgeben von saftigem Grün.
Aus der Stimmung heraus ergreift De E´s Arm und küsst sich langsam von ihrem Handgelenk bis zu ihrer Schulter empor.
E´s Knie werden weich.



"De ...", flüstert sie leise. "De - was machst du da? Wir befinden uns in der Öffentlichkeit."
Ein leises Lächeln liegt auf De´s Lippen.
"Ja. Und niemand hindert uns, meine Pflaumenblüte. Die Liebe in meinem Herzen und die Bewunderung für deinen Mut und deine Bereitschaft, dieses Leben mit mir zu wagen, mussten zum Ausdruck gebracht werden."
E schüttelt leicht den Kopf.
Und lächelt De strahlend an.

Das Lächeln weiterhin auf den Lippen und leicht den Kopf schüttelnd begibt sich E zum Wohnwagen. Zum Glück wurde ihnen allen zugestanden, die Wohnwagen ihrem Geschmack entsprechend einzurichten und sich so ein Stück Heimat zu bewahren.
E und De gehen durch die drei Räume, eine leise Wehmut aber auch Stolz und Vorfreude im Herzen.
Dann begibt sich E in die Küche und inspiziert den Kühlschrank.
Wieder lässt sie ein kleines Lächeln blitzen.
"Der Kühlschrank ist voll, De. Darum müssen wir uns also noch nicht kümmern. Und ich habe die Gelegenheit der Liebe in meinem Herzen mit einem guten Essen Ausdruck zu verleihen."
Leise lachend entnimmt E die notwendigen Zutaten für Tom Yu Kung.



Leise summend macht sie sich an die Zubereitung, so wie ihre Mutter es sie gelehrt hat.
De schaut ihr einen Moment versonnen zu und setzt sich dann an den Computer.
Und als er die Stellenanzeigen aufruft, beginnt auch er leise zu summen.

Friedlich schweigend sitzen De und E am Esstisch und genießen ihr Essen.
Ihre Gedanken hängen noch in der Vergangenheit, wenden sich aber mehr und mehr der Zukunft zu.
E hebt den Kopf, legt den Kopf schräg und lächelt ihren Mann an.
"Welcher ehrenwerten Tätigkeit wirst du dich künftig widmen?"
De nimmt einen weiteren Bissen Reis, tunkt ihn in die Soßenschüssel und lässt ihn langsam auf der Zunge zergehen.
Er senkt leicht den Kopf.
"Mein Weg wird mich wohl in die ehrenwerte Auslebung der menschlichen Neugier führen. Die Arbeit, die mir am verlockendsten erschien war die eines Schnüfflers."



E´s Mundwinkel heben sich leicht.
"Ein Schnüffler?"
De seufzt leise.
Und E denkt bei sich, dass eine gute Ehefrau wissen muss, wann Worte weniger und Taten mehr sind um des Mannes Selbstbewusstsein zu ehren.
Also nimmt sie ihre Gabel und sucht sich die besten Stücke aus der Schüssel.
"Ich hege vollstes Vertrauen in dich, mein Mann. Du wirst deinen Weg weise beschreiten."
Sie wendet sich De mit einer leichten Drehung des Oberkörpers zu, lächelt sanft und hebt die Gabel an seine Lippen.



"Voller Stärke und Weisheit. So wie seit dem Tag an dem das Schicksal uns einander zugeführt hat."
De sieht ihr tief in die Augen und öffnet den Mund.

Die Stimmung des Essens und E´s Bestreben, ihren Mann zu bestärken führen beide zum Kuscheln aufs Bett.
"Das Essen war hervorragend, E. Ich bin ein gesegneter Mann, mit einer so guten Köchin als Frau."
Er bläht leicht die Nasenflügel und lächelt.
Dann führt er ihre Hand an seinen Mund.



"Das Aroma deiner Kunst findet sich auf deiner Haut wieder. Lass mich weiter kosten, Pflaumenblüte ..."
Er küsst jeden ihrer Finger und wandert weiter hinauf.
"Deee ..."
De´s Mund senkt sich auf E´s herab und er küsst sie gründlich.
Dann hebt er den Kopf und sieht seiner Frau in die leuchtenden Augen.
"Ich liebe dich, E. Meine Pflaumenblüte. Meine Seele."



Dann senkt er seinen Mund wieder auf ihren herab und verleiht seiner Liebe tätigen Ausdruck.
Und E denkt bei sich, wie gut es doch ist, dass Frauen wissen, was Männer brauchen.

Mit einem bestärkten Selbstbewusstsein macht sich De daran, sich auf seine berufliche Laufbahn vorzubereiten. E setzt sich ihrerseits an den Computer und findet Arbeit für ihre beiden Chow-Chows. Feng wird als Abschrecktier und Bao als Kammerjäger arbeiten. Und da sie schon dabei ist, ruft sie auch für sich die Stellenanzeigen auf. Die Stelle einer Jahrbuch-Überwacherin fällt ihr ins Auge, und da sie die Pressearbeit schon immer interessiert hat, nimmt sie sie an.



Und so sitzen De und E einträchtig beieinander, vertieft in ihre Lektüren und sehen dem kommenden Tag mit Freude entgegen.


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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:24 am

Am nächsten Morgen macht sich De für die Arbeit zurecht. In der vorgeschriebenen Lederjacke fühlt er sich etwas unwohl, er gehört nun einmal nicht zu den lässigen Typen. Aber E´s Lächeln hilft ihm, sich zu entspannen. Auch wenn sie ihm etwas grün um die Nase scheint. Bevor er nachfragen kann, ertönt die Hupe seiner Fahrgemeinschaft.



De atmet tief durch, gibt E einen zärtlichen Kuss auf die Wange, sendet ein kurzes Gebet an die Götter und macht sich auf den Weg. Entschlossen öffnet er die Autotür, grüßt freundlich und nimmt neben der Fahrerin Platz.

Kaum ist De aus der Tür, stürzt E ins Badezimmer und fällt vor der Toilette auf die Knie.
Himmel, ist ihr schlecht! Ob der Joghurt zum Frühstück abgelaufen war ...?



Nach einer halben Stunde und der Gewissheit, dass ihr Magen endlose Tiefen aufweisen muss, richtet E sich langsam auf und drückt den Rücken durch.



Götter, ihr ist immer noch übel, aber sie kann beim besten Willen nichts mehr aus ihrem Inneren hervorbringen. Sie spült sich den Mund, reinigt die Toilette und nimmt sich fest vor, sämtliche Lebensmittel auf ihre Haltbarkeit zu überprüfen. Und sich einen Topf Käsenudeln zuzubereiten, denn trotz ihrer Übelkeit empfindet sie mit einem Mal Heißhunger ...

Die Lebensmittel sind alle in Ordnung. Alles ist taufrisch und von bester Qualität. Kopfschüttelnd macht sich E daran, ihre Nudeln zuzubereiten. Abwesend fragt sie sich dabei, ob, da die Lebensmittel nun Mal alle in Ordnung sind, nicht eine andere Ursache in Frage kommt ... Träumerisch blickt sie in den Topf.



"Ach ihr Ahnen! Oh nein, muss das denn sein ..."
E nimmt rasch den qualmenden Topf vom Herd, verweht den aufsteigenden Rauch und schüttelt den Kopf über sich selber. So zerstreut zu sein sieht ihr doch gar nicht ähnlich. Das scheint ihren Verdacht ja nur noch zu bestätigen.

Leise summend begibt sich E zum Briefkasten, um nach der Post zu sehen. Dabei fällt ihr Blick auf einen jungen blonden Mann, der die Blumenbeete vor den Wohnwagen inspiziert.
Sie runzelt leicht die Stirn. Diesem Herrn sind sie und De doch bei einem der Vorgespräche in einem Warteraum begegnet. Wie war noch der Name?
Sie geht zu ihm hin, zögert kurz und spricht ihn dann an.
"Herr ... Wendland? Einen schönen guten Morgen wünsche ich Ihnen. Ich bin sehr erfreut Sie wiederzusehen."



Rüdiger Wendland hebt seinen Kopf und wirft einen Blick auf E.
Er nickt leicht, sein Blick ruht prüfend auf ihr.
E lächelt ihn an.
"Sie haben sich ebenfalls zur Teilnahme entschlossen, nehme ich an?"
Herr Wendland schüttelt den Kopf.
"Nein, Frau Chan. Ich bin für die Betreuung der Wohnwagensiedlung hier zuständig. Ihr Ansprechpartner, wenn Sie so wollen."
Er wirft ihr wieder einen prüfenden Blick zu.
"Sie machen einen sehr gelösten Eindruck, muss ich sagen. Ganz anders als bei unserer ersten Begegnung."
E kann es nicht verhindern, ihr Gesicht ziert ein breites Lächeln.
"Ja ... ja. Ich habe auch Grund dazu. Mein Mann und ich haben einen Grund dazu."
Herr Wendland nickt verstehend.
In seinen Augen blitzt Befriedigung auf.

E widmet sich leichten Herzens ihrer Hausarbeit, ihre Übelkeit hat sich längst verflüchtigt. Ihre schnelle Schwangerschaft erscheint ihr als ein Glückssymbol, ein Versprechen auf eine freudenbringende Zukunft. Als Feng und Bao von der Arbeit wieder zurückgebracht werden, gibt es weitere glückliche Nachrichten. Beide wurden befördert, Feng zum Abschrecktier und Bao zum Kammerjäger.



"Hier, Bao, mein Guter. Nimm den Leckerchen. Du hast es dir wahrlich verdient. Ein guter Anfang. Das ist wirklich ein guter Anfang, den Ahnen sei Dank."
Fröhlich balgt E mit Bao herum bevor sie sich an die Zubereitung des Essens macht.


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Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:25 am

Beim Essen legt E ihre Hand leicht auf De´s.
"Mein Mann."
De dreht ihr den Kopf zu und umfasst ihre Hand.
E senkt den Kopf und lächelt leicht.
"Mein Mann, die Ahnen meinen es gut mit uns. Die Zukunft blüht für uns schon auf."



De zieht verwirrt die Brauen zusammen.
Dann blitzt in seinen Augen Verstehen auf, sein Blick gleitet zu E´s Bauch und er umfasst noch fester E´s Hand.
"Gesegnet seien die Ahnen. Und gesegnet seien meine Frau und mein Kind."

Derweil haben Bao und Feng sich draußen schon mit den Nachbarinnen bekannt gemacht, Giulietta Casanova und Lalamika Hampaté Bâ.



Beide Frauen lassen sich auf eine Balgerei mit den beiden Chow-Chows ein und fröhliches Lachen und Bellen erfüllt die Luft.
De bittet beide Frauen zum Essen herein. Sie haben sich bei den Vorbereitungsgespröchen zu diesem Projekt schon flüchtig unterhalten und da sie jetzt direkte Nachbarn sind, sollte man doch einen freundschaftlichen Kontakt miteinander pflegen.



"Ihre Frau ist eine sehr gute Köchin, Herr Chan. So gut habe ich noch in keinem Lokal gegessen."
Lalamika blickt lächelnd auf ihre leere Schüssel.
De neigt dankend den Kopf. Und wirft einen Blick auf Giulietta, die sich ihre Portion im Stehen schmecken lässt.
Sie bemerkt seinen Blick, zuckt leicht mit den Schultern und lächelt umwerfend.
"Caro, die lange Reise steckt mir einfach noch in den Knochen. Vero, ich kann jetzt einfach nicht sitzen. Und das Essen ist wirklich bravissimo."
De schluckt.
Er ist es einfach nicht gewöhnt, dass eine ihm fast fremde Frau ihn Schätzchen (sehr frei übersetzt) nennt.





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Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:25 am

De streichelt vorsichtig übers E Bauch. Seine Hand ruht auf der Stelle, an der es eben noch geflattert hat und langsam sinkt es tief und fest in ihm ein, dass er Vater wird - ist.



"Wachse schön, kleiner Glücksbote. Wachse schön und mach uns Freude."
E lächelt leicht auf ihn herab.
"Freude und Glück, darüber werden die Ahnen wachen. De, mein Herz ist voller Zuversicht."
De richtet sich auf, nimmt E´s Hand und summt eine leise Melodie.
"Darf ich um diesen Tanz bitten, du kostbare Zierde meines Hauses?"
Glücklich strahlend schmiegt sich E in seine Arme und lässt sich vom ihm im Rhythmus der alten Lieder wiegen.



Immer wieder dreht sich E im Kreis, bis ihr schwindlig ist.
Und schließlich lachen De und sie aus vollem, tiefsten Herzen und freuen sich einfach, am Leben zu sein und Leben zu spüren.

Beim Abendessen unterhält De seine Frau mit einigen Anekdoten von der Arbeit. Die Arbeit als Schnüffler birgt auch viele amüsante Momente mit sich, wird man doch mit den Merkwürdigkeiten und Schrulligkeiten seiner Mitmenschen vertraut.



" ... kannst du dir das vorstellen? Ich konnte nur den Kopf schütteln. Aber eigentlich freut es mich wirklich, dass nur darüber gelacht wurde und dabei blieb es dann. In unserer Arbeitswelt wäre ein solches Verhalten undenkbar und untragbar gewesen."
"Unserer früheren Arbeitswelt, De. Unserer früheren Arbeitswelt. Jetzt gelten für uns andere Regeln. Wir haben den Schritt getan, denk immer daran."
In einer ungewöhnlichen Geste wirft De seine Hände in die Luft, ein Ausdruck von Begeisterun.
"Ja, ja, das haben wir. Und welch glückliche Fügung das doch war."


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Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:25 am

In der Nacht kann E schlecht schlafen. Sie fragt sich, ob sie das Abendessen verwürzt hat, denn ihr Magen macht ihr Probleme. Um De durch ihr Hin- und Herwälzen nicht aufzuwecken, setzt sie sich langsam hoch und steht auf.



Und dann überkommt sie eine riesige Welle der Übelkeit, ihr Bauch krampft sich fürchterlich zusammen und Feuchtigkeit läuft ihre Beine herab. Sie hält sich die Hand vor den Mund, würgt wie verrückt und krampft verzwifelt Bauch und Beine zusammen. Der Schmerz durchzuckt ihren Bauch in scharfen Wellen und E wirft den Kopf zurück. Sie kann einen Schrei nicht unterdrücken und beginnt zu schluchzen.
"De ... De ... hilf mir ..."



De hört die Schreie seiner Frau im Halbschlaf und schreckt auf.
Im ersten Moment tastet er auf ihrer Bettseite nach ihr und erstarrt, als er sie an der Bettkante stehen sieht, die Hände auf den Bauch gepresst und leise vor sich hin wimmernd.
"E ... Liebling ... Pflaumenblüte ... E, was ist los!?"
Und dann stürzt er zu ihr.


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Beitrag  Miyon am Do Dez 31, 2009 11:28 am

Am nächsten Morgen nimmt De seine Frau, bevor er zur Arbeit geht, fest in die Arme und gibt ihr einen tiefen Kuss. Sie halten sich fest umschlungen, bis das Hupen der Fahrgemeinschaft zur Sirene wird.



"Geh es langsam an, Pflaumenblüte. Das war knapp, zu knapp. Pass auf dich auf, auf dich und unser Glückskind."
E legt sich die Hand auf ihren gerundeten Bauch und nickt leicht.
Die Ahnen müssen heute für ihre Gnade noch mehr geehrt werden als sonst.
Um ihre Nerven zu beruhigen und sich etwas Gutes zu tun, lässt E sich ein Bad mit einer Kräutermischung ein, deren Rezeptur sie noch von ihrer Mutter hat. In der Wanne blickt sie gedankenverloren an die Decke.



"Du hast wirklich Glück, kleiner Glücksbote. Und die Ahnen schützen dich. Und zeigen uns, dass das Alte nicht aufgrund des Neuen in Vergessenheit geraten darf."
Sie lehnt ihren Kopf zurück, schließt die Augen und atmet tief durch.
"Die wunderbare Macht der Akupressur und die Kraft der Kräuter ... ich werde es nicht vergessen und ich werde es dich und, so es den Ahnen gefällt, deine Geschwister lehren. Und gelobt sei der ruhige Geist deines Vaters."
Langsam dringt die Wärme des Wassers und die heilende Wirkung der Kräuter nicht nur in ihren Körper sondern auch in ihr Inneres und E findet ihre Ruhe wieder.


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Beitrag  Miyon am Do Jan 07, 2010 12:06 am

E wirft einen prüfenden Blick zum Himmel. Da scheint ein kleines Sommergewitter aufzuziehen, den Ahnen sei Dank. Die Luft hängt schon den ganzen Tag schwer über dem Tal und das Atmen fällt schwer. Ein bisschen Abkühlung wäre ihr sehr angenehm, vor allem wenn sie an die heißen Dämpfe beim Kochen später denkt.
Sie lässt lang und leise den Atem entweichen und richtet sich langsam auf.



"Ich erwarte den Tag deiner Geburt mit großer Freude, kleiner Glücksbote. Und mit großer Erleichterung."
Sie streicht zärtlich über ihren Bauch und lächelt leicht.
"Mit sehr großer Erleichterung."
Lautes Gelächter lockt E neugierig wieder ans Fenster.
Ihre Nachbarn, Giulietta und Giacomo Casanova, begegnen der drückenden Hitze mit einer Wasserbombenschlacht und amüsieren sich dabei anscheinend königlich.



Sie lässt den Blick weiterschweifen und entdeckt ihre andere Nachbarin Lalamika Hampaté Bâ.
Diese verschafft sich ihre Erfrischung auf andere ebenso spielerische Art und Weise.



"Völlig ungezwungen ... in aller Öffentlichkeit." murmelt E vor sich hin.
Dann lächelt sie wieder, diesmal über sich selbst.
"Welche Öffentlichkeit? Und außerdem ... "
Wenn sie ganz ehrlich zu sich selber ist, muss E sich eingestehen, dass dieses ungezwungene Ausleben des inneren Kindes sie ein kleines bisschen neidisch werden lässt.
Achselzuckend setzt sich E an den Schachtisch. In ihrer Schwangerschaft hat sie ihre Leidenschaft für dieses Spiel und für die Wissenschaft entdeckt und widmet sich im, nach ihren häuslichen Pflichten, in ihrer gewohnten Ernsthaftigkeit und Konzentration. Die Zeit vergeht ihr dabei wie im Flug.



Dann fängt sie die Stimme ihres Mannes auf, der in ein Gespräch mit einer ihr unbekannten Frau vertieft ist.
Sie erhebt sich und tritt ans Fenster, um einen Blick hinauszuwerfen.
De erscheint ihr richtig beschwingt und sie schnappt einige Wortfetzen auf.
" ... nach so kurzer Zeit zum Privatdetektiv befördert zu werden, erscheint mir zusätzlich als ein großes Glückssymbol. Ich werde meine Frau und mein Kind gut versorgen können und diese Arbeit beginnt wahrlich meinen Ehrgeiz zu wecken."
Seine Gesprächspartnerin nickt zustimmend.
"Ehrgeiz ist eine wichtige Eigenschaft, nur mit ihm lassen sich Ziele und Träume realisieren. Und Verantwortung übernehmen."



E runzelt die Stirn.
Diese Frau kennt sie von den Vorbereitungsgesprächen.
Es handelt sich um Hermine Fürstin von Faber-Castell, die mit ihrem Mann in der Wohnwagensiedlung nebenan wohnt. Eine etwas kühle und reservierte Frau, aber nicht unfreundlich. Auf jeden Fall ist ihre Art ihr vertrauter als die ihrer ansässigen Nachbarn.

Okay, ignoriert bitte E hinten im Bild, ja? Ich wollte die Szene halt haben. Very Happy

Während Hermine und De ihr Gespräch weiter fortsetzen, widmet sich E den Essensvorbereitungen.
Pünktlich zum Abschmecken tritt De dann lächelnd durch die Tür, beschwingten Schrittes und offensichtlich zufrieden mit seinem Tag. De und E setzen sich zum Essen nieder und der sonst so schweigsame Mann platzt fast mit seinen Neuigkeiten.
"Meine Pflaumenblüte, nicht nur wurde ich zum Privatdetektiv befördert, man hat mir auch eine weitere Beförderung zur Spurensicherung in Aussicht gestellt. Nicht nur in Aussicht gestellt, ich wurde im Grunde schon dorthin beordert und soll morgen schon dort vorstellig werden."
E drückt fest De´s Hand und lächelt ihn glücklich an.



Nach dem Essen streichelt De zärtlich über E´s Bauch, seine Augen voller Freude und Stolz.
"Du bist wirklich ein kleiner Glücksbote. Und deine ehrenwerte Mutter war sehr weise, mir diesen Schritt in ein neues Leben anzuregen. Deine Ankunft wird sehnlichst erwartet."


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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Jan 07, 2010 9:48 pm

Am nächsten Tag, gegen Ende des Nachmittags, wird De dann von seiner neuen Fahrgemeinschaft abgeholt, die einen wesentlich besseren Eindruck macht. Er freut sich auf die neue Bewährung, die auch seiner Liebe zur Wissenschaft entgegenkommt und setzt sich mit leichten Herzklopfen neben den Fahrer. Er wirft E einen Blick durchs Fenster zu und denkt sich noch, dass sie den ganzen Vormittag schon etwas unruhig war. Der Tag der Geburt kann jeder Tag sein, vielleicht ...



E blickt De´s Fahrgemeinschaft hinterher und reibt sich dann fest den unteren Rücken. Seit sie heute aufgestanden ist, verspürt sie einen dumpfen Druck und den Drang sich zu bewegen. Das Schachspielen wird heute wohl ausfallen müssen ...

Und tatsächlich, während De noch bei der Arbeit ist, um elf Uhr abends setzen bei E dann die Wehen richtig ein.
Sie krümmt sich vornüber und fasst sich fest an den Bauch, holt tief Atem. "Ach, ihr Ahnen ... " Mit dem nächsten Krampf gibt sie ein leises Stöhnen von sich. Dann greift sie zum Telefon und wählt die Nummer, die ihnen allen zu Beginn des Experiments gegeben wurde. Nach einem kurzen Gespräch, unterbrochen von ihren Anrufungen der Ahnen Wink, legt E wieder auf. Im Notfall wird sofort jemand da sein, aber jetzt muss sie der Schulung folgen, die sie alle erhalten haben. Schließlich gibt es hier noch nicht einmal eine Klinik im Aufbau.



E krümmt sich unter der nächsten Wehe und läuft weiter auf und ab.
Bao, ganz Mann, schnarcht unbekümmert in seinem Korb vor sich hin und lässt sich von den seltsamen Lauten seines Frauchens nicht stören.
Nicht einmal, als E kurz vor Mitternacht einen letzten lauten Schrei von sich gibt.

Jetzt ohne Witz, der Köter verschläft seelenruhig die Geburt, aber wenn der Fernseher läuft hat er Schlafstörungen ... Männer, egal ob zwei- oder vierbeining, echt Evil or Very Mad Rolling Eyes



"Herzlich Willkommen, kleine Glücksbotin ... Herzlich Willkommen, kleine Segensbringerin."
E schmust mit ihrer kleinen Tochter, selig, überglücklich und weiterhin mit Bao´s leisen Schnarchlauten im Hintergrund. Leise flüstert sie in ihrer Muttersprache auf sie ein, drückt sie fest an ihr Herz.



"Dir sollen viele folgen, kleine Wen. Du bringst große Freude in dieses Haus und unsere Herzen."
Wen starrt ihre Mutter mit großen schwarzen Augen an und kräht dann leise.

Die kleine Wen Chan, mit schwarzen Haaren und Augen, der Stolz und die Freude ihrer Eltern




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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Jan 07, 2010 10:00 pm

Am nächsten Morgen wird De dann von Wen´s Weinen aus dem Schlaf gerissen. Im ersten Moment ist er etwas verwirrt, denn als er nach Hause gekommen ist, hat E fest und tief geschlafen und da er das Licht nicht eingeschaltet hatte, fiel ihm das Baby im Bettchen in der Zimmerecke nicht auf. Und jetzt entdeckt er seine Frau dort in der Ecke mit einem kleinen Bündel im Arm, das lauter als Peking´s Verkehr tönt.



Freudestrahlend steht De auf und beugt sich über seine kleine Tochter im Arm ihrer Mutter.
"Guten Morgen, kleine Kirschblüte. Welche Freude, deine weittragende Stimme zu hören. Und in deine nachtdunklen Augen zu blicken, die so sehr denen deiner Mutter gleichen."
Und dann lässt er sich doch tatsächlich dazu hinreißen, der kleinen Wen Grimassen zu schneiden die sie glucksend kommentiert.

De ist wirklich ganz hingerissen von seiner Erstgeborenen und seine ausgelassene Stimmung ihr gegenüber hält sich den ganzen Tag. Wen´s große schwarze Augen erinneren ihn auch zu sehr an ihre Mutter.



"Kleine Kirschblüte, du zeigst denselben Liebreiz wie deine ehrenwerte Mutter. Mein Herz erblüht vor Glück und Stolz bei eurem Anblick. Dein Leben möge immer unter einem guten Stern stehen und die Ahnen dich schützend begleiten."

Und De lässt es sich auch nicht nehmen, seiner kleinen Tochter ihr Fläschchen zu geben. Er genießt die Nähe zu Wen und atmet tief den Duft der Neugeborenen ein, voller zärtlicher Gefühle. Er blickt auf sie herab, wie sie friedlich ihr Fläschchen leert und Zuversicht erfüllt ihn.
"Du bist ein gutes Omen, kleine Wen." flüstert er. "Ein gutes Omen für unsere Zukunft."




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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Jan 07, 2010 10:18 pm

E gönnt Wen ihr erstes Bad, was diese bei der aktuellen Sommerhitze sehr zu schätzen weiß. Die Sonne brennt auf die Wohnwagen herab und die Luft flirrt vor Hitze. Zum Glück wurde bei der Verlegung der Wasserversorgung nicht gespart.
E schöpft Wasser über Wen´s Köpfchen und lächelt auf sie herab.
"Kleine Kirschblüte, Wasser ist etwas Wunderbares, nicht wahr?"
Wen planscht zustimmend im Becken und lässt ihrer Mutter etwas von dem kühlen Nass zukommen.



E lacht leise.
"Ja, ein kostbares Element. Diese Umgebung erinnert mich daran. Und ich bin dankbar, dass wir uns in dieser Hitze nicht auf die Suche danach begeben müssen. Was mich daran erinnert, dass unsere Vorräte zur Neige gehen. Ich werde wohl eine Lieferung aufgeben müssen."

E´s Bestellung trifft dann auch im Laufe des Tages ein. Der Weg in die Stadt nimmt gute drei Stunden in Anspruch und ohne eigenes Auto sogar noch länger. Da ist der Lieferservice ein willkommener Luxus, der gerne angenommen wird (und natürlich nicht gänzlich ohne Hintergedanken eingerichtet wurde).
E öffnet der Lieferantin lächelnd die Tür und wirft einen Bick auf deren Namensschild.
"Guten Tag, Frau Junghans. Es freut mich, Ihre Bekanntschaft zu machen und Ihr Dienst erleichtert mir meinen Alltag wirklich ungemein."



Marlene Junghans überreicht E den Korb mit den Lebensmitteln ebenso strahlend.
"Es freut mich, zu Diensten zu sein, Frau Chan. Es ist immer angenehm willkommen zu sein. Und die Fahrt nach hier draußen erlaubt es einem, dem sonstigen Arbeitsstreß etwas zu entgehen. Meine Kollegen und ich schlagen uns beinahe um diese Strecke. Aber sagen Sie, wie gefällt Ihnen das Leben hier draußen eigentlich? Ich fürchte, mir wäre es auf Dauer wahrscheinlich viel zu einsam."
E nimmt Marlene den Korb ab und lächelt leicht.
"Nun, mein Mann und ich wissen dieser Einsamkeit vieles abzugewinnen. Unsere frühere Heimat erlaubte es einem wenig, sich in Ruhe seinem Leben und seinen Gedanken zu widmen. Auch stellt es eine große Ehre und Herausforderung dar, am Aufbau einer neuen Stadt von Anbeginn an beteiligt zu sein."
Marlene Junghans nickt.
"Na, wenn das so ist ... Freut mich für Sie. Einen schönen Tag noch und bis zum nächsten Mal dann, Frau Chan."



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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Jan 07, 2010 10:21 pm

Der Betreuer der Wohnwagensiedlung von E und De, Rüdiger Wendland, organisiert für die Nachbarn eine kleine Zusammenkunft und lässt schmackhafte Pizzen aus der Stadt anlieferen. Die drei ansässigen Paare sollen ein bisschen miteinander in Kontakt kommen und auch E nimmt die Gelegenheit freudig an. Von selber würde sie nie den Kontakt suchen, dafür ist sie einfach zu schüchtern und so sitzt sie am schattigen Tisch und beobachtet entspannt das Treiben ihrer Nachbarn. De tritt zu ihr an den Tisch, die Fahrgemeinschaft hat ihn eben abgesetzt.
"Wie geht es unserer liebreizenden Tochter, meine Pflaumenblüte?"
E blickt lächelnd hoch.
"Derzeit weilt sie im Land der Träume, mein Mann. Sie ist ein gutes Kind und bereitet mir keine Sorgen. Ich habe die Muße, die Einzigartigkeit unserer Umgebung und Nachbarn zu genießen."



Herr Wendland tritt zu De und E an den Tisch und winkt ihnen lächelnd zu.
"Herr und Frau Chan, schön dass auch Sie zu uns stoßen. Und noch einmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihrer Tochter. Die erste Eingeborene unserer Stadt, nicht wahr?"
E und De senken dankend den Kopf und Wendland wendet sich den anderen Nachbarn zu.
Auch De, der weniger schüchtern ist wie E und außerdem etwas geübter durch seinen Beruf, sucht den Kontakt zu den Nachbarn.
E bleibt stille Beobachterin, eine Rolle die ihr durchaus zusagt und bleibt mit dem Blick and Giacomo Casanova und Lalamika Hampaté Bâ hängen. Die beiden sind offenbar in ein anregendes Gespräch vertieft.



" ... veramente, Signora Hampaté Bâ, das ist mehr als ein Rezept, das ist ein Geschenk Gottes, glauben Sie mir!"
Lalamika nickt ernst.
"Ja, es steckt mehr, viel mehr, in den Rezepten als auf den ersten Blick erscheinen mag. Es ist mehr als nur das ineinanderfügen von Zutaten."
Giacomo wirft die Arme in die Luft.
"Si, si, Sie sprechen ganz nach meinem Herzen, Signora. Ganz nach meinem Herzen. Man braucht La passione, il coro, l´Amore - man braucht Leidenscht, Herz und Liebe - zum Kochen. Ah, quella donna magnifica!"
Er lacht Lalamika charmant an.
"Sie sind eine Frau ganz nach meinem Herzen, Signora Hampaté Bâ!"

E lässt den Blick durchs Tal schweifen und hängt eine Weile ihren Gedanken und Träumereien nach.
Wen´s leises Weinen dringt nach einer Weile zu ihr und sie begibt sich zu ihrem Wohnwagen.
Dort entdeckt sie ihren Mann, der sich von Giacomo ebenfalls in ein Gespräch hat verwickeln lassen.



"Ein guter Einwand, si, Signore Chan, aber allein das Denken hat den Menschen noch nie vorangebracht. Es ist die Leidenschaft, die Leidenschaft und L´Arte del Amore, die wunderbare Kunst der Liebe die uns immer wieder über unsere Grenzen treibt."
E wirft einen Blick zu den Füßen der Männer.
Giulietta, Giacomos Frau, scheint die Worte ihres Mannes mit Taten unterstreichen zu wollen und ihrer augenblicklichen Leidenschaft für die Blumen der Chan´s ungehemmt zu folgen.
Was von ihrem Mann offenbar geflissentlich ignoriert wird.

E hebt die quengelnde Wen aus ihrem Bettchen und hält sie hoch über sich.
Wen gluckst zufrieden.
"Ach, kleine Kirschblüte. Ist dir die Zeit lang geworden? Möchtest du an unserer Zusammenkunft teil haben?"
E schaukelt Wen ein bisschen in der Luft und nimmt sie dann mit nach draußen, das Köpfchen durch ein kleines Häubchen vor der brennenden Wüstensonne geschützt.



Während E Wen den Nachbarn vorstellt und alle in Begeisterung ausbrechen (niemand würde Eltern vor den Kopf stoßen, indem er nicht ganz und gar hingerissen von deren Nachwuchs ist), widmet sich De den beiden Chow-Chows Bao und Feng. Er spielt mit ihnen und übt dann fleißig Tricks für deren Arbeit.



Und zu E´s Überraschung übernimmt De an diesem Abend das Kochen und versucht sich an dem Gericht, das sie bei ihrer ersten Verabredung zu sich genommen haben. E runzelt verwirrt die Stirn. De ist ein sehr aufmerksamer Mann, aber Kochen hat nie zu seinen Stärken oder Vorlieben gehört ... er ist auch sehr ordentlich, dennoch stand sie das einemal als er sich als Koch versuchte, danach geschlagene zwei Stunden in der Küche, um diese wieder in Ordnung zu bringen.
Sie räuspert sich leise.



De ist ganz vertieft darin, den Reis für die Scampis zu würzen.
E räuspert sich wieder.
De blickt stirnrunzelnd auf.
"Was ist mit dir? Du wirst doch nicht krank?"
"Diese Frage obliegt wohl eher mir, geliebter Mann." murmelt E leise.
De schaut seine Frau weiter stirnrunzelnd an.
Dann zuckt er verlegen die Schultern.
"Pflaumenblüte, ich möchte dir einfach eine Freude bereiten, einen Dank für die Geburt unserer Tochter geben. Und es ist auch mein Ausdruck der Freude über weiteren beruflichen Erfolg."
Er strahlt seine Frau an.

Etwas später am Abend, als beide es sich im Schlafzimmer gemütlich machen, lächelt E ihren geliebten De an.
"Du bist jetzt also ein Beschatter, ja? Und hast schon Untergebene?"
De zuckt die Schultern.
"Einen Untergebenen. Und es ist nicht einmal die mittlere Führungsebene, dennoch ..."



" ... dennoch sehr bemerkenswert in dieser kurzen Zeit, De. Außerdem ist es dir gelungen, Feng für die Position des Wachtiers zu trainieren. Und auch Bao winkt die nächste Beförderung."
E rutscht etwas näher an ihren Mann heran.
De lässt hoffnungsvoll die Zähne blitzen.
"Mein Seelenstern, komm und beschatte mich ein bisschen ..." flüstert E leise.



Auch ein Mann wie De lässt sich eine solche Aufforderung nicht entgehen. Zumal E keine Frau ist, die solche Worte oft gebraucht tongue


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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Do Jan 07, 2010 10:21 pm

Wie das nun einmal so ist, stört Wen die Nachtruhe ihrer Eltern, kaum dass diese eingeschlafen sind.
E erhebt sich schlaftrunken, hebt die kleine Wen heraus und wickelt sie im Halbschlaf.
Dann hebt sie sie vor ihr Gesicht und blickt sie ernst an.
"Kleine Kirschblüte, der Schlaf der Eltern ist heilig, das sollst du wissen. Kluge Kinder schlafen in der Nacht, um Kraft für den Tag zu haben, die sie dann an den Eltern erproben können."
Wen schaut ihre Mutter aus großen Augen an.



E gibt ihrer Kleinen einen Kuß, legt sie wieder in ihr Bettchen und huscht dann wieder zu De unter die eigene Bettdecke. Der blinzelt und dreht sich ihr ebenso schlaftrunken zu.
"Wir wollten wirklich mehr als eines von ihnen, ja?" fragt er gähnend.
E kuschelt sich an ihn und nickt.
"Solange du aufstehst ..."
De zieht E in die Arme und beugt sich über sie.



In der Morgendämmerung kuschelt sich De schlaftrunken an seine Frau, die erste Herbstkühle lässt ihn Körperwärme suchen. E legt im Halbschlaf den Arm um ihn und döst vor sich hin. Sie verspürt eine leichte Übelkeit aber das friedliche Beieinanderliegen lässt sie bald wieder einschlafen



Und E schläft so tief ein, dass Wen´s Weinen sie nur veranlasst, sich auf die Seite zu drehen und tiefer unter die Decke zu kuscheln. Im Schlaf murmelt sie De zu, nach der Kleinen zu sehen. De, ganz sorgender Ehemann, grummelt nur ein bisschen, gibt seiner Frau ein Küsschen auf die Wange und folgt Wen´s wütendem Greinen.



"Kleine Kirschblüte, Segen unserer Tage und Plage unserer Nächte ... du findest keine Freude am Alleinsein, nicht wahr?"
Er prustet Wen auf den Bauch was diese fröhlich glucksen lässt.



"Deine ehrenwerte Mutter ist sehr erschöpft, Wen. Ich hoffe, es geht ihr gut. Vielleicht bedeutet es auch, dass wir auf weiteren Segen hoffen dürfen."
Wieder prustet er auf Wen´s Bauch und sie glucksen beide dabei.

Das Klingeln des Telefons reißt E dann am späten Vormittag aus dem Schlaf. De ist schon aus dem Haus und Wen liegt sauber, satt und fest schlafend in ihrem Bettchen. Sie schnarcht sogar leise. E reibt sich den Schlaf aus den Augen und nimmt den Hörer ab.
"Hier bei Chan."
...
"De ... es freut mich deine Stimme zu hören. Aber warum rufst du denn an? Ist etwas ..."
...



"Aber nein, geliebter Seelenfreund. Es geht mir gut, ich bin einfach nur erschöpft. Deine Sorge und Aufmerksamkeit erfreuen mein Herz. Doch es ist nicht notwendig, deine Konzentration von deiner Arbeit abzuwenden."
...
E lächelt ein bisschen und legt sich einen Finger an die Lippe.
"Es wäre möglich. Wenn es den Ahnen gefällt. Auch wenn es früh wäre, so schnell nach Wen´s Geburt. Aber du erwähntest eine gute Nachricht?"
...
"Wahrlich ein weiterer Erfolg. Bao ist zum Therapietier befördert worden. Nehmen wir es als ein weiteres gutes Omen."
...
"Auch mein Herz schlägt für dich, De. Die Ahnen mögen dir einen erfolgreichen Tag schenken."

E nimmt Wen aus ihrem Bettchen und gibt ihr ein Eskimoküsschen.
Wen lautiert fröhlich und hebt ihre Händchen ans Gesicht ihrer Mutter.
E strahlt ihre kleine Tochter an.



"Wäre das nicht schön, kleine Wen? Wäre das nicht schön, wenn die Ahnen dich so bald schon zur großen Schwester machen würden?"
Wen schaukelt mit dem Köpfchen, was von E als zustimmendes Nicken gewertet wird.
Fröhlich geht sie ihrem Tagewerk nach.

Am Abend gönnt sich De ein warmes Bad, der Tag war anstrengend, sein Beschattungsauftrag hat ihn in kalte feuchte Orte geführt. Plötzlich reißt E ganz uncharakteristisch die Tür auf, stürmt zur Toilette und fällt würgend auf die Knie.
De blickt erst verblüfft auf, dann stützt er sich bestürzt auf um E zu Hilfe zu eilen.



Er hebt ihr die ganzen fünf Minuten die Haare aus dem Gesicht und streicht ihr beruhigend über den Rücken.
Als E nur noch trocken würgt, holt De ihr ein Glas Wasser damit sie sich den Mund ausspülen kann und hilft ihr, sich zu waschen.
Besorgt und hoffnungsvoll zugleich betrachtet er seine Frau.
Sie lächelt schief.
"Der Segen der Ahnen ist nicht immer angenehm. Zumindest nicht für diejenige, die ihn austragen darf."


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Familie Chan - Woche 1

Beitrag  Miyon am Fr Jan 08, 2010 3:40 pm

Langsam wird es kälter in Schmelztiegel. De widmet sich seinem beruflichen Werdegang und seiner Familie. E genießt ihre zweite Schwangerschaft, widmet sich viel dem Spielen und Kuscheln mit Wen und baut ihre Kenntnisse im Schachspielen aus.



Sie kann immer noch stundenlang am Schachbrett sitzen und große Schachpartien nachspielen. E freut sich schon auf den Tag, an dem sie Wen in die Kunst dieses Spiels einführen kann. Bald hat die Kleine ihren 2. Geburtstag und die Geburt rückt auch immer näher.

Schließlich ist der Tag gekommen, an dem Wen 2 Jahre alt wird. E hat einen bunten Kuchen gebacken und kleine bunte Kerzen besorgt. De muss leider arbeiten, aber Bao und Feng leisten bei der kleinen Zwei-Personen-Feier um so lautstärker Gesellschaft.



E singt ein kleines Geburtstagslied auf chinesisch und kitzelt den kleinen Bauch.
Wen strampelt fröhlich und quietscht.
"Jetzt ist es also so weit, kleine Kirschblüte. Der nächste Schritt deines Lebens beginnt. Mögen die Ahnen mit dir sein."
Die kleine Wen wird zum Kleinkind. E drückt ihre Kleine fest an sich und streicht ihr dann zärtlich über die Haare.
"Lass dich ansehen, kleine Kirschblüte."
Wen erwidert den Blick ihrer Mutter und betrachtet diese genauso aufmerksam.
"Hübsch bist du, Wen. Ganz liebreizend. Du erinnerst mich an die Bilder meiner Mutter in der alten Heimat."



Wen ist ein ernstes und ordentliches Kind, sehr sehr ernst und sehr sehr ordentlich. Auch sehr sehr nett, was bei ihren Eltern ja zu erwarten war. Und gänzlich unerwartet sehr sehr extrovertiert. Wie auch als Baby bleibt sie nicht gerne alleine und liebt Menschen und Tiere um sich herum.



Eine Erfahrung, die der arme Bao heute abend allzu deutlich zu spüren bekommt und sehr geduldig über sich ergehen lässt, während De schmunzelnd in einem Buch liest.



Womit Woche 1 bei Familie Chan zu Ende geht. Wenden wir uns der nächsten Familie zu ...


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Familie Casanova - Woche 1

Beitrag  Miyon am Fr Jan 08, 2010 3:53 pm

Giulietta und Giacomo machen einen Rundgang durch ihren Wohnwagen, einen wirklich kurzen Rundgang. Sie haben den kleinsten erwischt, aber das stört sie beide nicht weiter. Das Bett und der Kühlschrank sind ihnen die wichtigsten Einrichtungsgegenstände und vor allem ersteren haben sie selbst nach Schmelztiegel verpacken lassen.
"Giacomo, tesoro ..."
Giulietta dreht sich lachend zu ihrem Mann.
"Spürst du dasselbe Kribbeln wie ich in dir? Dieses herrliche Kribbeln mit der Lust auf mehr - was versteckst du da, amore?"



Giacomo lässt sein Lächeln erstrahlen, deutet eine kleine Verbeugung an und reicht seiner Frau eine tiefdunkle Rose.
"You´re the rose of my heart ... um es wie dein Liebling Johnny Cash zu sagen. E si, dieses Kribbeln brennt ganz tief in mir."
"Tesoro, dein Akzent ist einfach ... fürchterlich", flüstert Giulietta während Giacomo sie fest an sich zieht und nach hinten neigt.
"Bah ... meine Talente liegen in anderen Bereichen, e vero."
"Si ...", murmelt sie an seinen Lippen. "In ganz anderen Bereichen."



Giacomo lacht rauh auf und stellt seine Talente unter Beweis.
In einer kurzen Atempause verzieht er leicht den Mundwinkel.
"Ahhhh ... aber du scheinst mir in nichts nachzustehen, carissima ..."
"Mmmm ..."
Langsam und genüsslich küssen sich die beiden Richtung Bett und lassen sich in die Seidenlaken sinken. Schwarze, kühle Seidenlaken die knisternd über erhitzte Haut streicheln. Glatt, weich und geschmeidig. Wie eine Liebkosung.



"Carissima ..." flüstert Giacomo an Giuliettas Lippen. "Ma bella Rosa ... so muss la casa eingeweiht werden ..."
"Mhmm ... dieses Bett ist von ausgezeichneter Qualität, tesoro. Gut, dass wir es mitgenommen haben."
Giulietta lässt sich wieder in die Kissen sinken und räkelt sich genüsslich. Dann dreht sie sich auf den Bauch, stützt sich hoch und blickt ihren Mann unter den Lidern hervor an.
"Lass uns dieses Gemeinschaftszentrum aufsuchen, Giacomo ... sonst kommen wir heute nicht mehr aus diesem Bett heraus. Und ich bin einfach zu neugierig."
Giacomo lehnt sich langsam zu ihr.
"Und nichts kann dich von deiner Neugier ablenken, nicht wahr?"
"Kommt ganz drauf an ..."


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Beitrag  Miyon am Fr Jan 08, 2010 3:54 pm

Etwas später (gut, vieeel später) lassen sich die Casanovas vom Taxi zum Gemeinschaftszentrum bringen, das gute fünf Kilometer von den Wohnwagensiedlungen entfernt liegt. Im Grunde könnten die zwei das gut zu Fuß zurücklegen, schließlich lieben beide die Fitness, aber nun ja, ihr Trainingsprogramm für heute haben sie ähäm nun mal schon absolviert.



Der erste Blick auf das Zentrum macht einen angenehmen Eindruck, trotz des Quaderbaus. Und das Stimmengewirr von drinnen verspricht auf jeden Fall gute Kontaktmöglichkeiten. Wir erinnern uns, das Zentrum dient den Reisenden von Küste zu Küste als Zwischenstopp.

Giacomo dreht sich lachend zu Giulietta um.
"Alloro, andiamo. Lass uns diese Welt erorbern, carissima. Aber zuerst ..."
Er zaubert wieder eine Rose hervor und streichelt mit ihr an Giuliettas Hals entlang.
"Una rosa per la rosa ...splendida."



Giulietta nimmt die Rose lachend entgegen und atmet tief den Duft ein.
Ein bisschen schwebt sie noch.
"Ancora una ... du meine Güte, tesoro, entdeckst du deine romantische Ader?"
Er zuckt leicht mit den Achseln und legt seine Hand auf die Brust.
"C´e solo la lingua del mio coro ... es fließt über vor Liebe zu dir."
Giulietta zieht die Augenbrauen hoch.
"Du meine Güte ..." murmelt sie leise.
Aber etwas flattert ihr Bauch schon dabei ...

Im Gemeinschaftszentrum entdeckt Giulietta sofort die Karaokeanlage, greift sich Giacomos Hand und zieht ihn hinter sich her.
"Giulia ..."
Sie zwinkert ihm über die Schulter zu.
"Tuo coro ... wenn es wirklich vor Liebe überfließt, violo prova - dann will ich einen Beweis."
Eifrig durchsucht sie die Liederauswahl, trifft ihre Entscheidung und zwinkert ihrem Liebsten zu.



Und da Giacomo nun wirklich nicht schüchtern ist und alles was er tut, mit Leidenschaft tut, liefert er eine gute Show und sammelt die Anwesenden um sich und seine Duettpartnerin.
" ... And It Burns, Burns, Burns ... The Ring Of Fire ... The Ring Of Fire ..."
Und Giulietta stimmt ein,
"The Taste of Love is Sweet ... When Hearts Like Ours Meet ..."
Seit sie ihn zum ersten Mal gehört hat liebt sie Johnny Cash.
Die beiden ernten eifrigen Applaus für ihre Einlage und winken den Zuschauern lachend zu, wobei beider Blicke prüfend über die anwesenden Männer und Frauen gleiten. Es könnte ja eine mögliche Beute geben ... Ihre Blicke treffen sich, sie grinsen einandern an und geben der Menge dann noch mehr Grund für Applaus.



Einige Pfiffe sind sogar zu hören.
Dann schiebt Giulietta ihren Mann lachend von sich.
"Tesoro ... wir werden das arme Ding an der Theke noch völlig schockieren. Die hatte bestimmt noch nicht mal ihren ersten Kuss."
Giacomo reckt den Hals.
"Ganz hübsches Ding ... vielleicht kann ich da Abhilfe schaffen."
Giulietta streicht ihm leicht über die Lippen.
"Immer langsam, amore ... und lass dir lieber vorher ihren Ausweis zeigen."


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Beitrag  Miyon am Fr Jan 08, 2010 3:55 pm

Giacomo schlendert lässig zur Verkaufstheke herüber und stöbert erst einmal in der Auslage. Er blättert einige Zeitschriften durch, hebt dann den Kopf und wirft einen flüchtigen Blick auf die junge Verkäuferin. Seine Augen wandern kurz weiter, kehren zurück, ruhen auf ihrem Gesicht. Dann wandern sie an ihrem Körper herab, wieder herauf und er sieht ihr in die Augen. Ihre leichte Röte beantwortet er mit einem strahlenden Lächeln.
"Allora, qu´abbiamo qui - was haben wir denn da? Eine frisch erblühte Wüstenblume ..."
Den Blick haltend, geht er um die Theke und bleibt einige Schritte vor dem Mädchen stehen.



Sein Blick huscht kurz zum Namensschild, verweilt einen kleinen Augenblick zu lange und hebt sich wieder.
"Signorina M. Krings, die Wüstenblume ... Sono Giacomo. Giacomo Casanova."
Fräulein Krings blickt verunsichert und etwas hilflos über seine Schulter in den Raum. Und bleibt kurz an Giulietta hängen, die ihnen den Rücken zuwendet.
"Signorina ... Sie kennen meinen ganzen Namen. Da muss ich doch auch den Ihren wissen, dav´vero?"
Er hebt dem jungen Mädchen seine Hand entgegen.
Ihre Röte vertieft sich und sie weicht seinem Blick aus, indem sie auf die Hand starrt.
Dann hebt sie zögernd ihre an und reicht sie ihm.
"Michaela. Michaela Krings. Ich arbeite hier ..."
Sie beisst sich auf die Lippen und errötet noch mehr.
Derweil hat auch Giulietta Kontakt aufgenommen.
Einer der vorherigen Zuhörer hat ihr etwas Freches ins Ohr geflüstert und sie zum Lachen gebracht.
Lasziv lässt sie ihren Finger über seinen Arm gleiten und sieht ihm tief in die Augen.
"Mama mia ... quel uomo."
Sie schnurrt leise.
"Meine Stimme ... was meine Stimme kann sag ich dir, wenn du mir deinen Namen nennst."



Er grinst breit und lehnt sich augenzwinkernd etwas zurück.
"Ich bin Maxim. Maxim Hilgers. Auf der Durchreise."
Giulietta´s Finger gleitet langsam zu seiner Schulter zurück.
"Maxim Hilgers auf der Durchreise ... jetzt weiß meine Stimme was sie rufen muss ..."
Giulietta führt Maxims Kinn langsam zu sich heran.
"Tesoro ... du weißt schon dass große Worte große Taten erforden, vero?"
"Meine leichteste Übung, Süße ... meine leichteste Übung."
"Aha ..."
Giulietta zieht seine Lippen auf ihre.



Sie hält den Kuss nur kurz. Kurz aber intensiv.
Dann lacht sie heiser.
"Ah, si ... deine leichteste Übung. Vielleicht komme ich auf dich zurück, Maxim Hilgers auf der Durchreise."


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Familie Casanova - Woche 1

Beitrag  Miyon am Fr März 07, 2014 8:53 pm

In der sinkenden Dunkelheit breitet sich ein seltsamer grünlicher Schein aus und raues Lachen dringt durch den Raum.
Giacomo´s Mund streift sanft über die Hand der eigenartigen Frau und verfolgt fasziniert die Funken, die sie umschwirren wie Motten das Licht.



Die Frau wirft ihren Kopf zurück, blonde Strähnen fallen in ihr Gesicht und sie blickt mit seltsam schimmernden Augen in den dunkler werdenden Himmel.
"Hat es sich doch gelohnt, mal wieder hier raus in diese Wüstenei zu fliegen. Wer hätte das gedacht? Ich bin Gerda, Gerda Wolters. Wie schön, dir zu begegnen, Giacomo Casanova."
Giacomo´s Blick verfolgt weiter gebannt die grünsprühenden Funken.
"Mi piacere, Gerda. Mi piacere molto. Ma ... das hört sich wohl billig an, aber ... sind wir uns nicht schon einmal begegnet? Da ist etwas ..."
Gerda führt Giacomos Hände zu ihrer Taille, umfasst seine Schultern und blickt ihm tief in die Augen.
"In der Tat, da ist etwas. Wir kennen uns nicht, aber wir werden es bald tun, Giacomo. Sehr bald. Gut, dass deine Frau mit Maxim beschäftigt ist, nicht wahr?"



Giacomo starrt weiterhin gebannt auf die Funken, die Gerda umtanzen.
"Diese Funken ... Come c´é possibile ... und woher kennst du meine Frau - und meinen Namen?"
"Sie sind schön, nicht wahr? Und prickeln herrlich auf der Haut, vertrau mir. Es tut nichts zur Sache, woher ich euch kenne und du wirst es ohnehin bald verstehen. Jetzt lass uns den Abend einfach genießen, bitte, Tesoro."
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Re: Schmelztiegel oder Des Lebens Wirren im Tal des Todes

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