Regenbogentage - eine Rainbowcy

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Regenbogentage - eine Rainbowcy

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:30 am

Hier ist nun der Anfang meiner Rainbowcy.

Es wird wohl auch eine reine Rainbowcy bleiben, weil ich mir meine Freiheit bezüglich der Storyline lassen möchte.

Zur Farbfolge lässt sich nicht viel sagen, als dass es wohl nach diesem Buntstiftesortier-Prinzip gehen wird.
Also wird meine Farbfolge wohl ähnlich wie Akkis verlaufen - ich hoffe das stört sie nicht.
Geplant sind 14 Generationen, beginnend mit Weiß und endend mit Schwarz.

Warum meine Gründerin - Caprice Summers - einen solchen Namen trägt wird sich noch im Verlauf der ersten Generation klären. Die restlichen Generationen werden alle einen ihrer Farbe entsprechenden Namen erhalten.

Ursprünglich hatte ich einen Prolog geschrieben, dachte mir aber, dass er eigentlich als solcher gar nicht von Nöten ist und später noch mit eingebaut werden könnte.
Also beginne ich gleich mit dem ersten Kapitel der ersten Generation.

Los geht's!
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Generationenübersicht

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:36 am

Generationenübersicht


Generation 01: Caprice Summers
Generation 02:
Generation 03:
Generation 04:
Generation 05:
Generation 06:
Geneartion 07:
Generation 08:
Generation 09:
Generation 10:
Generation 11:
Generation 12:
Generation 13:
Generation 14:

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Generation 01 - Caprice Summers

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:37 am

Generation 01: Caprice Summers



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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:44 am

Kapitel 1.1.


Als wir am Freitagmorgen ankamen, konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, die nächsten Jahre meines Lebens an diesem Ort zu verbringen.
Es herrschte eine Ruhe, die meine Ohren nicht gewohnt waren und obwohl Jack mir versichert hatte, dass hier viele Sims wohnten, fühlte ich nichts als Einsamkeit.
Dabei waren wir doch genau deswegen hergezogen – um uns weniger einsam zu fühlen. Ums uns endlich als Teil eines Ganzen betrachten zu können. Um nicht mehr die Fragen über unser Äußeres über uns ergehen lassen zu müssen.
Und jetzt sind alle wie wir und doch habe ich das Gefühl, nicht hier her zu gehören. Vielleicht, weil ich mein bisheriges Leben im Heim einer Großstadt verbracht habe. Vielleicht, weil mir die lauten Kinderstimmen um mich herum und die Straßengeräusche fehlen.
Aber ich werde mich auch an diese Ruhe gewöhnen. Es wird nur eine Frage der Zeit sein und ich werde gar nicht mehr weg wollen. – Das meinte Jack zumindest, als er meinen Blick bemerkt hatte.
Jack hatte immer Recht. Und ich musste einfach nur ganz fest daran glauben. Vielleicht würde das auch die turbulenteste Zeit meines Lebens werden. – Ich musste dem Allen hier nur eine Chance geben.


Nun, ich wollte es wirklich. Aber schon als ich unser Grundstück sah, um das sich Jack für uns gekümmert hatte, gab ich die Hoffnung auf.
Das, was da vor mir war, war einfach nur eine einzige Katastrophe. Die Aufteilung der Fläche war grauenhaft, Garten und Terrasse quasi non existent.
Kein Wunder, dass niemand außer uns hier wohnen wollte. Aber vielleicht war das hier nicht das einzige Problemhaus und Sugar Valley brauchte einfach nur einen guten Architekten.


Ja, vielleicht war das Grauen sogar meine große Chance. Wenn ich den anderen Bewohnern erst einmal ein schönes Heim zauberte, würden Jack und ich uns bald selbst eine Renovierung gönnen können. Positiv denken, Caprice!
Auch die Innenausstattung ließ zu wünschen übrig. Vor allem die Raumaufteilung war fragwürdig. Aber was hatte ich schon anderes erwartet?
Ich redete mir ein, dass das schon werden würde. – Ich war ja jetzt da!


Jack legte mir eine Hand auf die Schulter. „Ich weiß, es ist nicht das, was du dir gewünscht hast, aber wir hätten uns nicht mehr leisten können.“
„In einer solchen Gegend kann ein Haus doch nicht so teuer sein! Das war nur dein Geiz, gib es zu.“, erwiderte ich leicht säuerlich.
„Vielleicht. Aber du machst es uns schon schön.“
Ja. Ich würde es uns schön machen. Darauf konnte er wohl Gift nehmen.
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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:47 am

Natürlich hielt ich es in diesem Haus nicht sehr lange aus und lief einige Minuten später durch die Straßen Sugar Valleys, um mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen.
Lange dauerte es nicht, bis ich Schritte hinter mir hörte. Es war Jack, welcher mir gefolgt war. „Lass uns ein wenig unter Sims kommen. Vielleicht kannst du gleich ein paar Kunden für dich gewinnen.“
Ich hielt das für eine gute Idee und ließ mich von Jack in den Park führen. In Parks war immer etwas los. Da würde man schon jemanden kennenlernen.


Taten wir auch. Es dauerte nicht einmal lange, bis mich eine Sima ansprach.
„Bist du neu hier? Ich habe dich noch nie gesehen – und ich bin mir sicher, ich hätte mich daran erinnert, wäre es so gewesen. Weiße sieht man selten. – Ich bin übrigens Lipstick.“
Ihre Stimme war klar und hell und man konnte eine gewisse Aufgeregtheit nicht überhören.
„Caprice.“, erwiderte ich nur und streckte ihr meine Hand entgegen.
„Das ist echt spannend für mich – wohnst du in dem alten weißen Haus im Waterlily Way?“
Das war der Punkt, an dem alle Sorgen von mir fielen. Lipstick strahlte eine solche Sympathie aus, dass es einem schwer viel, sie nicht zu mögen. Wenn man von Jack absah, war sie mein erster Kontakt und der Gedanke daran, dass sie eines Tages sogar eine gute Freundin sein könnte, gefiel mir.


Auch Jack machte an diesem Tag seine erste Bekanntschaft. Ich sah nur von weitem, wie sie miteinander plauderten, aber der Kerl machte einen sehr netten Eindruck auf mich. Später erfuhr ich von Jack, dass sein Name LemonPunch und er tatsächlich ganz sympathisch war. Dennoch schien diese Begegnung beide nicht sonderlich beeindruckt zu haben. Aber ich war mir sicher, Jack würde trotzdem noch einen guten Freund finden. Wenn alle so wie Lipstick waren, würde es nicht schwer werden.

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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:50 am

Die erste Nacht in unserem kleinen Häuschen war gar nicht so schlecht, wie ich gedacht hatte. Die Luft war angenehm kühl und mein Bett sehr bequem. Als ich aufwachte, war Jack gerade dabei, Frühstück für uns beide zu machen.
Er hatte auch im Heim schon gerne für alle gekocht. Vielleicht vermisste er dieses miteinander und füreinander da sein und tat das aus Gewohnheit. Ich vermisste es auch. Aber wir hatten entschieden, unseren eigenen Weg zu gehen. Und vielleicht war das hier auch der einzig richtige.
Ich machte mein Bett. Normalerweise ließ ich die Decke einfach nur zerknittert liegen wie sie war – aber Jack mochte das nicht. Wenn er also schon Essen mochte, dann sprang ich für ihn über meinen eigenen Schatten und machte Ordnung. Das war das einzig faire. Und ganz so schlimm war es ja doch nicht.


Nach dem Essen verabschiedete ich mich bei Jack und machte mich auf dem Weg zum Rathaus. Dort wollte ich mich offiziell als Architektin anmelden, damit ich sofort anfangen konnte, Geld zu verdienen. Nun – so leicht hatte ich es mir zumindest vorgestellt.
In Wahrheit musste ich tausende Formulare ausfüllen, ehe ich mich tatsächlich Architektin nennen und mit der Arbeit beginnen durfte.
Aber auch das war natürlich nicht einfach. Außer Lipstick wusste niemand von mir. Wie sollte jemand meine Dienste in Anspruch nehmen, wenn er mich nicht kannte?
Also lief ich den ganzen Tag durch den belebteren Teil Sugar Valleys und hing Werbezettel an Laternen auf, verteilte Flyer in Cafés und Restaurants und gab Anzeigen im Internet auf. Vielleicht meldete sich ja jemand, der sich nach etwas mehr Gemütlichkeit oder Design sehnte.


Am Abend lernte ich noch ein kleines Mädchen kennen. Sie stand vor einem Restaurant und wartete auf ihren älteren Bruder, der sie abholen wollte.
Ihr Name war MidnightLake und sie war sehr aufgeweckt. Sie schien keine Angst vor Fremden zu haben und plauderte sofort drauf los.
Es herrschte eine sehr vertraute Atmosphäre. Vielleicht, weil ich auch im Heim oft mit den Kindern gespielt und geredet und ihnen bei den Hausaufgaben geholfen habe. Aber ich hatte das Gefühl, dass es auch für MidnightLake etwas bekanntes hatte.
Vielleicht war es auch einfach nur das Temperament dieser Sims hier und alle waren offen für neue Bekanntschaften.

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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:54 am

Schon am nächsten Tag hatte ich meinen ersten Auftrag als Architektin. Nie hätte ich damit gerechnet, dass so schnell jemand meine Leistungen in Anspruch nehmen würde. Ich hatte nicht einmal gedacht, dass überhaupt jemand meine Anzeigen lesen würde.
Und doch stand ich am Vormittag vor dem Haus der Apple-Pops, wo ich auch schon herzlich von R.C. empfangen wurde, welcher direkt danach zur Arbeit verschwand. Anhand seiner Uniform war es nicht sehr schwer zu erraten, dass er Polizist oder etwas ähnlich sein musste.
Ich sollte ihm seine Bibliothek vergrößern und für etwas mehr Wohnlichkeit in ihr sorgen. Ich versprach ihm, mein Bestes zu geben. Immerhin war es mein erster Auftrag und ich nahm an, dass es der wichtigste war. Wenn meine Arbeit dem ersten Kunden gefiel, dann sprachen sich meine Künste vielleicht schneller herum und ich konnte mehr Aufträge an Land ziehen.


Sobald R.C. verschwunden war und mir seine Hausschlüssel in die Hand gedrückt hatte, machte ich mich ans Werk. Ich ließ die Grundfarbe – Lila – bestehen und passte die Möbel dementsprechend an. Ich kaufte einige Bücherregale dazu und versetzte eine Wand, um den Raum wie gewünscht zu vergrößern. Glücklicherweise war neben der Bibliothek eine Freifläche gewesen, sodass ich keinen anderen Raum ungefragt hätte verkleinern müssen.
Als ich dachte, die Einrichtung wäre stimmig und alles wäre nach R.C.s Wünschen, rief ich ihn an, damit er einen Blick über meine Arbeit werfen konnte. Das Budget hatte ich nicht einmal ganz aufgebraucht – vielleicht wirkte sich das ja auch noch einmal gut auf seine Bewertung aus.
Und das tat es. R.C. war begeistert. Er versicherte mir, dass es seiner Frau ganz sicher mindestens genauso gut gefallen würde und gab mir noch einen Bonus zu meinem Verdienst. Außerdem lud er mich zu einem Picknick mit seiner Frau im Park ein. Natürlich nahm ich die Einladung an – R.C. machte einen sehr positiven Eindruck und es konnte nie falsch sein, Beziehungen zu knüpfen. Seine Frau war sicherlich auch eine wunderbare Sima!


Beflügelt von diesem positiven Erlebnis kaufte ich mir auf dem Weg zurück von meinem Verdienst einen Zeichentisch.
Eine Architektin muss sich selbst fortbilden können, wenn sie praktisch nichts zu tun hat. Und eine Architektin ohne Zeichentisch ist nur eine halbe. Es würde sich sicherlich auszahlen, seinen Kunden auch Entwürfe anbieten zu können, ehe man direkt anfängt ohne dass man selbst noch der Kunde weiß, was das Ergebnis sein wird.
Also zeichnete ich sofort los. Zu Hause hatten wir eine freie Nische, da passte der Tisch perfekt rein. Es gab sicherlich schönere und passendere Plätze, aber es fiel genug Licht in den Raum und das war das wichtigste.
Später konnte ich immer noch alles umräumen und umdekorieren. Erst einmal ging es nur darum, über die Runden kommen zu können.
In den nächsten Tagen sah Jack mich also nur am Zeichentisch. Es kamen vorerst keine neuen Aufträge – aber meine Entwurfsammlung wurde immer größer.

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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:56 am

Außerdem telefonierte ich viel mit MidnightLake. Mal rief sie an, mal ich. Teilweise schafften wir es, Stunden mit unseren Gesprächen zu füllen. Sie erzählte mir aufgeregt aus der Schule und von ihrem Bruder und klärte mich über Sugar Valley auf, erzählte mir von verschiedenen Sims und versorgte mich mit dem neuesten Tratsch.
Ich fand es immer wieder beeindruckend, wie ein Mädchen im Alter von 9 Jahren so viel mithörte und teilweise besser über Dinge bescheid wusste, als manche Erwachsene.

An einem Abend verließ ich dann meinen mittlerweile heißgeliebten Zeichentisch und besuchte sie.
Sie wohnte in einem großen Haus, welches mit Abstand eines der stilvollsten Behausungen war, welche ich je zu Gesicht bekommen hatte. MidnightLake führte mich herum und stellte mir ihren 15-jährigen Bruder ToxicNight vor.
Als wir uns angeregt über die besten Orte Sugar Valleys unterhielten (von denen ich bisher noch nicht sehr viele gesehen hatte), wurde die Haustür geöffnet. Ein junger Mann meines Alters kam herein. Violettes Haar, veilchenblaue Augen und fliederfarbene Haut. Für einen kurzen Moment hielt ich den Atem an. Man musste ihm lassen, dass er tatsächlich sehr gut aussah.
Ich fragte mich sofort, in welcher Beziehung er wohl zu MidnightLake und ihrem Bruder stand, denn er war definitiv zu jung, um deren Vater zu sein. – Vielleicht war es ihr älterer Bruder?
„Guten Abend“, ließ ich verlauten. Ich wollte ja nicht unhöflich sein.
„Hey“, er hielt mir seine Hand hin, welche ich schüttelte, „du musst Caprice sein. Midnight redet viel über dich.“
Ich spürte, wie ich rot wurde. „Oh“
„Natürlich nur Gutes.“, fügte er schnell hinzu. Ich lächelte.
„Und wer sind Sie genau, wenn ich fragen darf?“
„Oh, ich bin Rum. Ich bin der Onkel der beiden.“
Onkel. Er musste ziemlich alte Geschwister gehabt haben. Ich ließ meinen Blick zu MidnightLake und ToxicNight gleiten. Es waren tatsächlich wunderbare Kinder. Voller Energie und Lebensfreude. So glücklich.
„Ihre Mutter war auch eine Weiße. Ich glaube, du erinnerst sie ein wenig an sie. Moonflower war genauso hübsch.“, meinte Rum und am Ende des Satzes glaubte ich, Melancholie in seinen Worten zu hören.
Moonflower. Ein wunderschöner Name, der wirklich nur einer wunderschönen Frau gehört haben konnte. Wie sie wohl war?
„Ist sie tot?“
„Ja, Plum und sie hatten vor vier Jahren einen Unfall. Moonflower war sofort tot und für Plum sah es erst noch ganz gut aus. Aber er starb ein paar Tage später im Krankenhaus. Seit dem kümmere ich mich um die Kinder.“
„Plum? War das dein Bruder?“
„Halbbruder. Neun Jahre älter. An der High School die Frau seines Lebens gefunden. Mit achtzehn plötzlich Vater geworden. Gestorben mit 29. Ich beneide ihn ein wenig. Zwar war sein Leben kurz, aber es war ein Leben von dem man nur träumen kann.“ Er lächelte mich an. Ich wusste nicht ganz, ob es verlegen, melancholisch oder verträumt war.
„Das tut mir leid“ Meine Stimme war kratzig und beinahe nur ein Flüstern.
„Muss es nicht“, erwiderte Rum und lächelte mich an, aber ich sah, dass das Lächeln eher erzwungen war.


Vielleicht war Rum bisher die interessanteste aller meiner Bekanntschaften in Sugar Valley.
Ich fand es bemerkenswert, wie er es schaffte, so viel Energie aufzubringen und mit seinen 24 Jahren zwei Kinder zu erziehen, die ihre Eltern verloren hatten. Es war sicherlich keine leichte Sache. Überhaupt war er ein sehr interessanter Sim. Sein Äußeres, seine Stimme, seine Art, sich zu bewegen, sein Charakter, seine Geschichte – ich hatte das Gefühl, ich würde direkt in ein Abenteuer gezogen. Ich mochte ihn und ich wollte ihn wieder sehen. Doch ich hatte keinen blassen Schimmer, was auf mich zukommen würde.
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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 8:58 am

„Caprice!“
Ich war sofort wach. Es war Jack, der meinen Namen gerufen hatte und er klang nicht gerade erfreut. Ehe ich mich aufsetzen oder etwas erwidern konnte, fuhr er fort.
„Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst deine Klamotten in den Wäschekorb werfen? Das ist doch echt nicht zu viel verlangt!“
„Ja ja, ich mach’ das schon. Aber bleib ruhig.“, murmelte ich und hievte mich aus dem Bett. Ich fühlte mich schutzlos und fror ohne meine Decke.
„Ich finde das echt nicht mehr lustig! Jeden Tag räume ich dir hinterher, während du dich mit irgendwelchen anderen Leuten vergnügst. Würdest du wenigstens arbeiten –“
„Du weißt, dass ich im Moment keine Aufträge bekomme“
Kurz war es ruhig und wir starrten uns an. Dann fand Jack die ersten Worte.
„Vielleicht solltest du dann mal einen richtigen Job suchen. Du weißt, wir brauchen Geld. Und wir geben mehr aus, als wir verdienen.“
Es war die Wahrheit. Zwar ging Jack als Musiker jobben, kam abends aber oft mit nur mickrigem Lohn nach Hause. Und ich hatte seit einigen Tagen auch nichts mehr verdient. Wir gingen viel zu oft essen, kauften viel zu viele Zutaten und vielleicht war es auch mein Zeichentisch gewesen, der die Simoleons geschluckt hatte.


„Ich muss jetzt los. Also sorge wenigstens für ein bisschen Ordnung, bis ich wieder da bin. Wir wohnen hier zusammen, da müssen wir füreinander da sein.“
Das waren seine letzten Worte. Dann machte ich mich ans Aufräumen.

Eine Stunde später bekam ich Besuch. Es war Rum. Ich war sehr erfreut über die Ablenkung und erzählte ihm sofort von meiner Auseinandersetzung mit Jack. Sie hatte mich den ganzen Tag über beschäftigt. Jack war mein bester Freund und der einzige, dem ich wirklich vertrauen konnte. Ich fühlte mich schlecht, denn ich hatte ihn vernachlässigt. Ich hatte nur noch meine Arbeit und die anderen Sims im Kopf gehabt.
Rum heiterte mich auf. Er brachte mich zum Lachen, wie es sonst nur Jack tat und er hatte immer die richtigen Worte. Ich fühlte mich auf eine spezielle Weise zu ihm hingezogen und mir wurde klar, dass er mir mindestens genauso wichtig war, wie Jack. Und dass nur innerhalb von wenigen Tagen. Trotzdem – ich sollte mehr mit Jack unternehmen. Er musste ziemlich einsam sein. Bisher hatte er noch nie von anderen Sims gesprochen, geschweige denn jemanden mit nach Hause gebracht.


Mitten im Gespräch erhielt ich einen Anruf. Es war ein neuer Auftrag und ich nahm ihn sofort an. Ich sagte Rum, dass es mir leid tat, aber ich diesen Job unbedingt brauchte.
Dann fuhr ich los.


Zuletzt von orangeheart am Sa Sep 01, 2012 9:04 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kapitel 1.1.

Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 9:00 am

Mein Kunde war Clean Sapphire-Sea. Er erzählte mir, seine Tochter würde langsam zum Teenager heranreifen und sie bräuchte ein altersgerechteres Zimmer. Es sollte eine Überraschung sein.
Also gab ich mein Bestes. Einen Teenager sollte man nicht enttäuschen. Sie konnten schnell ungemütlich werden. Und das war das Letzte, was ich wollte.
Die Familie wohnte in einem türkisfarbenen Haus und das erste, an was ich dachte, war die Karibik. Also hielt ich mich an Türkis-, Grün- und Blautöne. Ich hatte das Gefühl, das Ergebnis sei etwas zu kindlich, aber Clean war zufrieden und ich bekam einen satten Lohn – also konnte es gar nicht so daneben gewesen sein.

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Beitrag  orangeheart am Sa Sep 01, 2012 9:02 am

Es war Samstag, als ich mit den Apple-Pops verabredet war.
R.C.s Frau hieß ApplePie. Sie war, wie alle anderen Sims in Sugar Valley auch, wunderschön. Und natürlich auch ebenso freundlich und lebensfroh.
Wir unterhielten uns den ganzen Nachmittag über, aßen Hotdogs, welche R.C. gegrillt hatte, und blieben bis zum späten Abend. Ich konnte mir spätestens jetzt sicher sein, dass der Umzug nach Sugar Valley richtig war. Dass ich Freunde gefunden hatte und noch viele weitere finden würde. Dass ich auch in Zukunft noch viele glückliche Momente erleben würde. Dass ich hier einfach richtig war. Jack hatte Recht behalten.


ApplePie erzählte mir, dass R.C. und sie schon seit fünf Jahren ein Paar waren. Für ihr junges Alter (ApplePie war 22 und R.C. 25 Jahre) fand ich das beachtlich, denn ich kannte sonst keine Paare, die es so lange miteinander aushielten, wenn sie sich als Teenager kennen lernten.
Seit eineinhalb Jahren waren sie jetzt verheiratet und vor fünf Monaten war ihr Sohn Caramel auf die Welt gekommen, um den sich ApplePies jüngere Schwester Red an diesem Tag kümmerte.
Man konnte den Stolz mit dem sie erzählte deutlich heraushören und ich wusste, dass sie wohl einer der glücklichsten Sims überhaupt sein musste. Sie hatte einen wunderbaren Mann, sie war eine wunderbare Frau und sie schien eine kleine perfekte Familie zu haben.
Wer träumte nicht davon?


Auf dem Weg zurück nach Hause machte ich eine weitere Bekanntschaft. Sein Name war SwirledOrange. Er war meiner Meinung nach kein großer Schönling, aber sein Äußeres war definitiv interessant. Man darf es mir nicht übel nehmen, jemanden mit blauer Haut und orangefarbenen Haaren anzustarren – ich hatte zuvor nur ganz normale Sims gesehen und gedacht, Jack und ich wären eine Ausnahme – ein Gendeffekt oder Ähnliches.
Es war aufregend für mich, all diese Sims kennen zu lernen. Und SwirledOrange war bisher der äußerlich interessanteste für mich gewesen.
„Du bist neu hier stimmt’s? Caprice, oder? Du bist weiß, das spricht sich rum“ Er schenkte mir ein Lächeln und ich erwiderte es.
„Hast du dich hier schon gut eingelebt?“
„Ja. In Sugar Valley scheinen alle sehr zuvorkommend zu sein. Das macht es mir leicht.“
„Freut mich für dich. Meine Frau und ich wohnen nicht sehr weit von dir und deinem Freund weg. Vielleicht kommst du ja mal vorbei. Ich habe gehört, du bist Architektin – du könntest ja bei Gelegenheit mal einen Blick auf unser Wohnzimmer werfen.“
Mein Herz schlug wie verrückt. Ein neuer Auftrag. Vielleicht konnten Jack und ich bald anfangen, unser Haus ein wenig umzubauen!
„Werde ich machen“, versprach ich mit einem Grinsen im Gesicht.
„Ach und – von R.C. würde ich die Finger lassen. Der ist verheiratet.“
Von R.C. die Finger lassen? Was meinte er damit?
„Das weiß ich doch.“
“Ich wollte es nur gesagt haben. Es geht das Gerücht herum, ihr hättet etwas miteinander.“


Na das fing ja gut an. Jetzt dachten wahrscheinlich alle, ich wäre die größte Dorfschlampe aller Zeiten. Dabei kannte ich R.C. doch noch gar nicht wirklich. Er war nett und wir verstanden uns gut, aber ich wollte doch nichts von ihm. Und er war verheiratet.
Wer setzte denn solche Gerüchte in die Welt?
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Re: Regenbogentage - eine Rainbowcy

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