Gone with the wind - Die O’Hara-Legacy [ab Gen 2]

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Gone with the wind - Die O’Hara-Legacy [ab Gen 2]

Beitrag  Doggie am Sa Dez 31, 2011 2:30 pm

Gone with the wind - Die O’Hara-Legacy

Teil 1 - Lynn

Stammbaum der O'Haras




Generation 1 - Lynn
  • Kokett
  • Tollpatschig
  • Vegetarierin
  • Kleptomanisch
  • Künsterlisch


Generation 2 - Ellen
  • Einzelgängerin
  • Geistesabwesend
  • Diszipliniert
  • Perfektionistin
  • Ehrgeizig


Generation 3 - India
  • Stubenhockerin
  • Künstlerisch
  • Bücherwurm
  • Computerfreak
  • Leichter Schlaf


Alle Zitate sind aus dem Buch „Vom Winde verweht“ von Margaret Mitchell von 1936.



Zuletzt von Doggie am Di Apr 03, 2012 6:48 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Prolog

Beitrag  Doggie am Sa Dez 31, 2011 3:10 pm

Generation 2




„Herr“, sagte sie, „Sie sind kein Gentleman!“
„Eine passende Bemerkung“, antwortete er leichthin. „Und Sie, mein Fräulein, sind keine Lady!“
Scarlett O’Hara und Rhett Butler beim Gartenfest auf Twelve Oaks, Kapitel VI



Prolog

„Es steht zu weit vorne.“

Ich ließ noch mal einen prüfenden Blick über die Zimmerecke schweifen.

„Und immer noch etwas zu weit links“



Ashley seufzte tief, während Charles genervter Blick allmählich zu wütend wechselte. Allerdings macht keiner der beiden Anstalten sich zu rühren. Ich deutete auf das Sofa.

„Dann bitte, meine Herren, es bewegt sich nicht von alleine.“

Charles ging zwei Schritte auf mich zu und öffnete den Mund, doch Ashley legte ihm beruhigend die Hand auf den Oberarm. Dann wandte er sich mir zu.

„Weißt du, Ellen, wir haben ja gesagt, wir helfen gerne bei eurem Umzug, aber findest du nicht, du übertreibst es manchmal? Wir haben bestimmt doppelt so lange gebraucht wie geplant. Den Feinschliff macht man doch eigentlich zum Schluss, hm?“

Ich sah ihn verständnislos an.

„Da steht ein Couchtisch, Ashley, und du findest es abwegig, dass ich der Meinung bin, das Sofa sollte direkt an diesem Tisch stehen?“

„Nein, aber der eine Zentimeter…“

„Auch der muss nicht sein. Ich möchte, dass das Sofa direkt am Tisch steht, sonst lässt mir das keine Ruhe.



Aber zur Not, hole ich schnell Su und ich mache das mit ihr.“

Ashley und Charles wechselten einen Blick und verdrehten die Augen. Ich lächelte siegessicher.

„Nein, nein, wir machen das schon.“

„Okay!“, flötete ich. „Ich seh trotzdem mal nach Su.“

Es war wahrscheinlich keine schlechte Idee, den beiden eine Pause von mir zu gönnen.


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Prolog

Beitrag  Doggie am Sa Dez 31, 2011 3:13 pm

Su packte gerade die letzten Sachen in der Küche aus.

„Wie kommst du voran?“



„Ich bin jetzt fertig. Hast du die Jungs schon in den Wahnsinn getrieben.“

„Ja, ist so gut wie erledigt.“

Wir grinsten uns kurz an. Su öffnete die Kühlschranktür.

„Dann mache ich mich mal an unser Abendessen.“

Ich drehte mich wieder um und besah mir erneut die Ecke.

„Zufrieden?“, knurrte Charles.

„Absolut!“





Beide waren mir nicht lange böse. Ich lud sie zum Abendessen ein, doch Charles verneinte.

„Blair kocht so gerne, sie ist immer sehr enttäuscht, wenn ich zum Essen nicht da bin.“

Seine Blitzhochzeit mit Blair Wainwright überraschte mich noch heute. Eigentlich passte sie nicht zu unserem ruhigen Cousin, sie klammerte bis ins unerträgliche.

Ashley blieb und Su servierte uns Mums Spezial-Salat. Sie war definitiv fürs Kochen zuständig.



Unser nettes Häuschen war ein vor wenigen Monaten fertiggestellter Neubau. Die sechs Reihenhäuschen, die mit dem neuen Bistro und dem Lebensmittel-Geschäft auf der Anhöhe Sunset Valleys gebaut worden sind, waren schneller verkauft als man schauen konnte.



Mums Kontakten zum Dank hatten wir das linke hintere Haus kaufen können. Ich weiß noch, wie die Bauarbeiten vor drei Jahren begonnen hatten. Und nun nannten wir es unser Eigen, Su und ich.

Ashley lebte noch zu Hause bei Mum. Die beiden ergänzten sich ziemlich gut um Alltag, außerdem hing er mehr an dem Haus, als meine Schwester und ich.



Für uns stand schon recht früh fest, dass wir direkt nach dem Abschluss ausziehen wollten. Während Ashley Mums finanzielle Rücklage noch weiter anlegte, war unsere nun also gänzlich verbraucht.

Mum verbrachte ihre Zeit meist nur noch mit Malen, jetzt wo ihre Haare langsam grau geworden sind. Dennoch gab es zu ihrem großen Geburtstag eine ebenso große Party damals.



Danach wurde das Haus sehr schnell leerer.


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Prolog

Beitrag  Doggie am Sa Dez 31, 2011 3:14 pm

Als plötzlich Melanie, Charles und Nicki vor der Tür standen und Mum erzählten, dass ihre Eltern – Tante Maddy und ihr Mann Nick – bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren, hatte sie die drei bei sich aufgenommen. Melly war gerade achtzehn und konnte noch nicht alleine für ihre beiden Brüder sorgen. In Hidden Springs fanden sie keine Hilfe und so waren sie uns mit ihrem letzten Geld nach Sunset Valley gefolgt.

Mum traf der Tod der beiden sehr hart. Sie waren auf dem Weg in ihre zweiten Flitterwochen zum Hochzeitstag gewesen, als ein LKW mit übermüdetem Fahrer in das Stauende raste, in dem sie standen.

Die nächsten Jahre lebten wir also zu siebt unter einem Dach. Melly malte ebenfalls und so half Mum ihr einen Fuß in der Szene zu fassen.

Die Zeit flog nur so dahin und unsere Abschlüsse standen an.

Zuerst von Ashley und Charles.




Melly war schon vor einiger Zeit mit den Jungs in ein eigenes zu Hause gezogen. Nicki ging mittlerweile in die Oberstufe und Charles stand schneller als gedacht, als verheirateter Mann auf eigenen Beinen.

Die Beziehung von meiner Tante Jean hatte übrigens nicht lange gehalten. Dennoch war mein Neffe Dorian unter ihren Fittichen zu einem lieben Kerlchen heran gewachsen, der schon zu Schule ging.

Drei Jahre nach Ashley und Charles, machten Su und ich unseren Abschluss.



Ich als Klassenbeste.

Wenn das mal nicht gute Voraussetzungen für die Zukunft sind. Und meine Zukunft, die habe ich schon durchgeplant.

Ihr werdet sehen.


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Kapitel 2.1

Beitrag  Doggie am Do Jan 05, 2012 7:59 pm

Kapitel 2.1 – First: Old Stories

Wir entwickelten schnell einen Alltag.



Eine Woche nach unserem Einzug trat ich meine Stelle im Rathaus an. Ich hatte mich als Kampagnenmitarbeiterin für unseren Stadtratsvorsitzenden Thornton Wolff beworben. Mit meinen Qualifikationen hatte ich kein Problem, auch wenn ich zurzeit natürlich das Mädchen für alles war.

Politik begeisterte mich, ein Umstand, den meine Familie nicht nachvollziehen konnte. Su stand hinter mir, aber das bedeutete nicht, dass sie mich verstand.

Hier in Sunset Valley war die Politik noch komplett in Männerhand. Genau deswegen war ich während meiner Schulzeit überhaupt darauf aufmerksam geworden. Eine Frau konnte Politik doch genauso gut wie ein Mann. Genau genommen, konnte ich es genauso gut.

Aber man kann als Frau nicht einfach in eine Männerdomäne einbrechen und alles an sich reißen. Deswegen spielte ich seit meinem Vorstellungsgespräch das wissbegierige Naivchen, dass die Politiker bewundert.

Was soll ich sagen, es wirkte.

Neben mir gab es nur eine weitere Frau im Wahlkampfteam, Tamara Donner. Sie war bereits seit drei Jahren dabei, allerdings nie über die Stellung hinaus gekommen, zu deren Unterstützung ich noch eingestellt wurde. Wir waren also auf selber Ebene in der Hierarchie des Rathauses.

Dann ist da noch Christopher Steel, der für die Plakate und den Feinschliff bei den Reden zuständig ist und unser Wahlkampfleiter Ethan Bunch, sozusagen Mr. Wolffs Schatten. Er kümmert sich um alle Termine und weist Tamara und mir die Aufgaben zu.

Su möchte erst mal weiter im Lebensmittelgeschäft jobben und hat einen Obstgarten angelegt.

Dann ist da auch noch meine beste und auch einzige Freundin Darlene Bunch. Kaum waren wir mit der Schule fertig, hat sie Michael Junggesell geheiratet und ihre Tochter Gescha zur Welt gebracht. Definitiv nichts, was ich gutheiße, aber es ist schließlich ihr Leben. Und Gescha ist wirklich eine süße ruhige Maus.

Erst letztens war ich zu Besuch und berichtete ihr von meiner Arbeit.

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Kapitel 2.1

Beitrag  Doggie am Do Jan 05, 2012 8:01 pm

„Ich bin so froh, dass ich gut mit allen klar komme. Mit Männern gelingt mir sowas einfacher, als mit Frauen, aber Tamara ist nicht die Hellste. Ethan ist dafür regelrecht begeistert von mir. Ich habe ihn schneller auf meine Seite gezogen, als ich dachte.“

Darlene sah mich etwas missbilligend an.

„Fängst du schon wieder an mit Männern zu spielen? Findest du nicht, die Sache mit Davy war genug?“

Ich rollte die Augen.

„Warum hängst du dich noch immer an der Sache auf?“ Ich sah Gescha an. „Deine Mami möchte mir ein schlechtes Gewissen machen.“

Ich kitzelte die Kleine und sie gluckste fröhlich.

„Ellen!“



Genervt sah Darlene mich an. „Kann es dir nicht wenigstens ein bisschen leidtun?“

Nein, tat es nicht. Außer Darlene sprach auch keiner mehr drüber.

Ursprung der Geschichte war die Rivalität zwischen meiner Schwester und Katharina Landgraf. Eigentlich war Katharina zu vielen ein Ekel, versnobte Göre, die sie auch heute noch ist.



Wenn allerdings Su und sie aufeinander trafen, fuhr Katharina zu Höchstleistungen hoch. Wahrscheinlich war es, weil Su ähnlich beliebt war wie Katharina ohne sich so sehr darum bemühen zu müssen. Su ist eine natürliche Person, Katharina das genaue Gegenteil.



Niemand springt so mit meiner Schwester um. Es artete immer mehr aus und ich schmiedete einen Plan.


Zuletzt von Doggie am Do Jan 05, 2012 8:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kapitel 2.1

Beitrag  Doggie am Do Jan 05, 2012 8:04 pm

Als Mum ein paar Tage zu ihrer Schwester Norma nach Hidden Springs fuhr, luden Ashley und Su ihre Freunde für eine kleine Party ein.



Darunter war Davy Linnell, der beliebteste Junge unserer Schule und natürlich Katharinas Freund. Davy wuchs ohne Eltern bei den besten Freunden seiner Eltern auf, war ein Sportlerass und im Grunde wirklich ein toller Typ. Aber zu dem Zeitpunkt eben leider der Freund von Katharina.

Das änderte sich noch an diesem Abend.



Davy schoss Katharina in den Wind und ging mit mir aus. Letztere war natürlich nicht sonderlich begeistert. In der Schule wurde sie ruhiger, denn die Sache machte schnell die Runde. Darum nutzte sie die nächste Gelegenheit und plötzlich musste ich mit ihr ein Referat halten.

Zu Hause drohte sie mir, ich würde das alles noch bereuen.



Ich bereue es heute noch nicht. Kurz danach waren wir mit unserem Abschluss beschäftigt und danach fand Katharina auch keine Gelegenheit Su und mir wirklich das Leben schwer zu machen.

„Mit Davy ist schon ewig Schluss und von Katharina habe ich auch ewig nichts gehört. Warum stört es dich noch heute so?“

„Es war eine Intrige, das was du da gemacht hast.“

Ich konnte das Lächeln nicht verhindern. Darlene war einfach überdramatisch.



„Du übertreibst es noch immer.“

Doch Darlene würde ihren Standpunkt nicht ändern, das tat sie nie.

Kopfschüttelnd, aber immer noch leicht lächelnd, setzte ich Gescha ab.

„Du machst dir Sorgen, hm? Ich hab alles im Griff, du kennst mich doch.“

„Eben drum.“, hörte ich sie murmeln, aber ich beließ es dabei.


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Kapitel 2.2

Beitrag  Doggie am Sa Jan 07, 2012 12:20 pm

Kapitel 2.2 – First Lovestories

Darlene bekam sich nach einer Weile wieder ein. Spätestens wenn ihr Mann den Raum betrat, strahlte sie über das ganze Gesicht. Ich mochte Michael nicht. Die Vorstellung, dass Darlene sich direkt hatte von ihm heiraten und schwängern lassen, kaum dass sie ihr Diplom in den Händen hielt, fand ich unverantwortlich. Wo war bei all den Leuten der gesunde Menschenverstand? Na ja, wenn man Eltern hatte, die einen finanziell versorgten, konnte man sich sowas wohl erlauben.

Wie auch immer.

Das Laufband, dass Su für sich zu Hause aufgestellt hatte, wurde meist von mir benutzt.



Im Endeffekt fuhr sie doch ins Fitnessstudio, um Leute zu treffen. Ich trainierte gerne für mich alleine und es war neben den langen Sprachübungen vor dem Spiegel ein guter Ausgleich.

Su war schon immer sportlich gewesen, aber seit sie mit Mum in Frankreich war, trainierte sie auch aus einem anderen Grund.

„Ich werde Abenteurerin werden!“

Alle hatten es für einen Scherz gehalten, aber ich wusste sie meinte es ernst. Als Mum damals dachte, Su würde sich die Innenstadt von Champs le Sims ansehen, war sie in Wirklichkeit zu einer abgelegenen Ruine gefahren und hatte diese erkundet.



Seither wollte sie all die Städte untersuchen, die für solche Abenteuer bekannt waren. Ich bewunderte sie dafür, denn zwar war ich gerne alleine für mich, aber solche Erkundungen anzustellen würde ich mich so alleine nicht trauen.

Im Gegensatz zu mir, war Su auch noch mit ihrem Jugendfreund zusammen.



Sein Name ist Mortimer Grusel, seine Eltern sind hier in Sunset etwas verrufen, aber Mum ist gut mit ihnen befreundet.
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Kapitel 2.2

Beitrag  Doggie am Sa Jan 07, 2012 12:22 pm

Ich freue mich für Su, dass ihre Beziehung weiterhin so harmonisch läuft, aber ich kann mit Mortimer nichts anfangen. Genau genommen weiß ich auch gar nicht, was sie mit ihm anfängt.

Er ist altklug und vor allen Dingen altmodisch. Er steht ihren Reiseplänen skeptisch gegenüber und begnügt sich damit, über solche Dinge zu lesen. Ich muss immer aufpassen, wie ich mich in seiner Gegenwart verhalte und besonders, was ich sage, denn er gehört zu den Personen, die manchmal durch meine Maske sehen können.

Darum verhalte ich mich meist still, wenn er da ist.



Es war eine ganz schöne Überraschung gewesen, als Su mir erzählte, dass sie und Mortimer miteinander ausgingen. Su hatte viele Jungs in ihrem Freundeskreis und keiner von ihnen schien sie wirklich als Mädchen wahr zunehmen. Doch als sie mit Mortimer alleine ins Kino gegangen war, hatte er ihr gesagt, dass er sie mehr mochte, als nur eine Freundin.



Auch mein Bruder Ashley erlebte zu der Zeit seine erste große Liebe, die bis heute hielt. Ihr Name ist Bella Junggesell und sie ist die typische Ehe- und Hausfrau, wie sie zu früheren Zeiten im Buche stand – und leider noch heute gern gesehen wird.



So kam es jedenfalls, dass wir alle drei einen schönen Abschlussball hatten. Ich weiß noch, wie Davy mich von zu Hause abholte, wo Ashley und Bella bereits miteinander turtelten und Su noch auf Mortimer wartete.



Ich kann ehrlich gesagt nicht leugnen, dass ich an diesem Abend vergaß, warum ich mit Davy zusammen war. Es war wirklich schön mit ihm und ich genoss es sehr, wie viel Mühe er sich um mich gab.

Er wurde zum Ballkönig gekrönt. In dem Moment keimte in mir zum ersten Mal der Wunsch auf, neben ihm, als seine Ballkönigin zu stehen. Doch kaum einer in der Schule hatte mich bisher überhaupt wahrgenommen – weil ich es so gewollt hatte – und so wurde Bella gekrönt.

Nur eine Woche danach war mit Davy Schluss.

***
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Kapitel 2.2

Beitrag  Doggie am Sa Jan 07, 2012 12:23 pm

„Nein Mum, Su geht es bestimmt wunderbar. Sie sitzt doch noch im Flieger, natürlich hat sie sich nicht gemeldet.“



Ich verdrehte die Augen. Su hatte sich so auf die Reise gefreut. Vor ein paar Tagen waren die Fundsachen, die sich in der Ruine in Frankreich gefunden hatte, endlich von einem Kenner analysiert worden und prompt hatte sie das Reisegeld zusammen. Anscheinend musste ich mir erst mal keine Sorgen machen, Sus Reisen könnten uns finanzielle Probleme machen.

Mum war zwischenzeitlich von ihren Bedenken über Sus Reisen, zu ihren Bedenken zu meinem Job gewechselt.

„Ich komme wunderbar zurecht. Mach dir bitte nicht so viele Gedanken.

Du schaust zu viel Fernsehen, so schlimm ist es in der Politik nicht.

Warum glaubst du nicht, dass ich mich gegen Männer durchsetzen kann?

Nein, Mum, natürlich mach ich keine Dummheiten. Das, was zwischen dir und Hank läuft, wird mir nicht passieren.

So war das nicht gemeint.“

Ich seufzte. Jetzt konnte ich mir erst mal wieder Mums Ausführungen über Männer anhören. Su tat schon sehr gut daran, ins Ausland zu reisen.


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Kapitel 2.3

Beitrag  Doggie am Sa Jan 07, 2012 12:25 pm

Kapitel 2.3 – Susans POV Part 1
First Time In Shang Simla


Endlich angekommen und endlich alt genug, um mich um die ungewöhnlichen Aufträge zu bewerben.



Seit meinem erste Aufenthalt in Frankreich träumte ich davon, so zu werden, wie der Forscher, den ich damals traf. Als er mir von all den Dingen erzählte, die er erlebt hatte, malte ich mir meine eigenen Abenteuer aus.

Zu Hause recherchierte ich weiter und schon bald wusste ich, dass ich meine Bestimmung gefunden hatte.

Ich fand einen Auftrag, der sich interessant anhörte und traf mich mit einer Einheimischen, die sehr gutes amerikanisch sprach, an ihrem Haus.



Ihr Name ist Wu Xio und sie erzählte mir von einer kleinen Gruft mitten in der Stadt.

„Wenn du für mich dort reingehst und dieses Relikt findest, kann ich mit der Botschaft sprechen und dir ein verbessertes Visum beschaffen. Dann kannst du länger hier bleiben.“

„Das hört sich gut an, wo ist der Haken?“



Sie lächelte.

„Es ist auch ein Test. Du wirst nicht mit größeren Aufgaben betraut, wenn du dich nicht durch einige kleine durchschlägst. Zwei weitere Anwärter sind bereits auf dem Weg und suchen nach der Gruft. Du wirst dich beeilen müssen.“

Da schlug mein Herz höher, ein Wettstreit!
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Kapitel 2.3

Beitrag  Doggie am Sa Jan 07, 2012 12:27 pm

Ich machte mich auf den Weg, um meine Ausrüstung an getrockneten Lebensmitteln und Express-Duschen aufzufüllen und hörte mich unverbindlich um. Dabei stellte ich fest, dass es sich wirklich gelohnt hatte, den Kurs in chinesischer Sprache zu belegen. Einige sprachen zwar etwas amerikanisch, aber auch mit den anderen Einheimischen konnte ich mich nun gut verständigen.

In den Hallen der verlorenen Armee wurde ich fündig und war fast etwas enttäuscht, dass das jetzt so einfach war.



Die Gruft selber war ein Kinderspiel, weswegen ich das Gefühl nicht abschütteln konnte, dass irgendein weiterer gravierender Haken an der Sache war.

Die Tauchbrunnen waren die größte Herausforderung.



Ich fand das Relikt und machte mich auf den Weg zu Wu.

Sie lächelte mich strahlend an, als ich ihr das Relikt übergab.



„Waren wirklich noch andere unterwegs?“

Ich zog etwas unbehaglich an meiner Hose, die an einigen Stellen noch immer vor Nässe an mir klebte. Memo an mich: Badeanzug drunter ziehen und wasserdichte Aufbewahrungsmöglichkeit für die Kleidung kaufen.

„Ja, aber es scheint, als seien die beiden nicht sonderlich gut gewesen. Ich habe noch nichts von ihnen gehört und nun werden sie auch nichts mehr finden.“

***
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Kapitel 2.3

Beitrag  Doggie am Sa Jan 07, 2012 12:29 pm

Am Abend gönnte ich mir ein gutes einheimisches Essen und war ziemlich zufrieden mit mir selbst.



Shang Simla war eine Spur interessanter als Champs le Sims, auch wenn ich natürlich noch nicht allzu viel entdecken konnte. Ich genoss die Reise schon jetzt in vollen Zügen und wusste, dass die Relikte und Fundsachen aus der Gruft die Reisekasse für das nächste Mal wieder gut füllen würde.

Einige Relikte wollte ich auf jeden Fall behalten, um sie zu Hause auszustellen. Irgendwann würde ich eine beeindruckende Sammlung haben.

Zurück in meiner Unterkunft rief ich Ellen an.

„Es ist atemberaubend hier, nächstes Mal musst du mitkommen.

Ach stell dich nicht so an Ellen. Was hat Mum noch gesagt?

Doch, ich habe auch mit ihr gesprochen.“

Ich lachte, als Ellen sich über Mum und ihre Daueraffäre Hank ausließ. Danach erzählte ich ihr von der Erkundung der Gruft. Sie war ehrlich beeindruckt.

„Nein, mach dir keine Sorgen, so gefährlich ist es nicht und ich werde auch in Zukunft keine Risiken eingehen.
…“

Ich grinste.

„Du kennst mich eben besser als ich mich selber.“

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Kapitel 2.4

Beitrag  Doggie am Mo Jan 09, 2012 8:19 pm

Kapitel 2.4 – Susans POV Part 2
A Weird Request And New Friends


Ich entdeckte ein Camp im Grünen, dass mir schnell mehr zusagte, als meine Unterkunft. Zelten unter dem Sternenhimmel und draußen frühstücken, wundervoll.



Wu hatte mir einen weiteren Auftrag vermittelt. Shen Su lebte einsam auf einer Anhöhe und ich wusste schnell warum. Er war merkwürdig. Die beeindruckende Drachenhöhle war seine Obsession, die er jeden Abend von seinem Balkon aus durch sein Teleskop bewunderte.

Er war auch einsam genug, um mich anzugraben, als ich mich vorstellte.



Ich bin nicht sonderlich gut in sowas. Genau genommen ist Mortimer bisher der Einzige gewesen, der solch Interesse an mir zeigte (nebenbei bemerkt, auch der Einzige, für den ich solche Gefühle entwickelt habe). Eine höfliche Abfuhr bekam ich jedenfalls nicht auf die Reihe.



Ich stammelte etwas herum, aber Shen schwenkte schnell auf sein Lieblingsthema, der Drachenhöhle, und schickte mich, jemanden zu treffen, der sein Teleskop reparieren sollte.

Deng Wang war eine weitaus angenehmere Person, obwohl er mich quer durch Shang Simla schickte, um die benötigten Materialien für die Reparatur zu sammeln.



Während er an dem Teleskop arbeitete, aß ich ein wundervoll zubereitetes Sushi und brachte danach das Teleskop zurück zu Shen.

Diesmal bat er mich darum, mit seinen Nachbarn zu reden, damit diese nachts die Lichter ausschalteten. So würde er die Drachenhöhle besser beobachten können. Ich versuchte mir nicht anmerken zu lassen, wie schwachsinnig ich das fand.

„Ich spreche mit ihnen, aber vorher muss ich kurz zurück in meine Unterkunft.“

Ich brauchte dringend eine Dusche, nach all der Lauferei. Shen bot mir an, sein Bad zu nutzen, was ich erst skeptisch ablehnen wollte. Dann dachte ich an die Treppen meiner Unterkunft und überlegte, es könnte nicht schaden.
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Kapitel 2.4

Beitrag  Doggie am Mo Jan 09, 2012 8:22 pm

Unter der Dusche entspannte ich allerdings nicht und deswegen hörte ich sofort, als die Tür geöffnet wurde.



Wie erstarrt versuchte ich meine Blöße zu bedecken, vollkommen fassungslos. Shens Gesichtsausdruck gab mir den Rest.



Mit einem gezielten Tritt zwischen seine Beine klärte ich unser Verhältnis.

***

Shen gehörte zum Glück nicht zu den Ausdauernden. Offensichtlich war ihm meine Reaktion nicht unbekannt, jedenfalls wahrte er nun die gehörige Distanz.

Um seinen Auftrag kümmerte ich mich trotzdem, auch wenn ich nicht wirklich wusste, wie ich es angehen sollte. Zum Glück lag seine Nachbarin Sun Young Kim genau auf meiner Wellenlänge.



„Komm mit zu mir nach Hause. Shen nervt uns schon so lange, gemeinsam mit meiner Schwägerin finden wir eine Lösung, um endlich einen Kompromiss zu schaffen. Mein Bruder und Shen gehen sich wegen dieser ganzen Beobachtungsgeschichte schon an die Kehle.“

Ihre Schwägerin verkörperte die typische chinesische Frau. Vornehm und ruhig.



Sie wollte mit Suns Bruder reden, dass die Lichter in einem bestimmten Zeitraum ausgeschaltet würden. Der Kompromiss sagte auch Shen zu und ich war froh, dass er keine weiteren Aufträge hatte.

***

Neben Sun machte ich noch weitere Freunde in Shang Simla.

Margot Petit war eine französische Forscherin, mit der ich mir ein Zweibettzimmer teilte. Sie lud mich ein, sie in ihrem zu Hause in Frankreich zu besuchen und ich nahm mir vor, diese Einladung für meine nächste Reise anzunehmen.



Außerdem beauftragte mich Deng Wang mit der Erkundung der Drachenhöhle. Sein Interesse schien nicht so extrem wie Shens und er meinte nur geheimnisvoll, ich sei wohl die Richtige dafür.
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Kapitel 2.4

Beitrag  Doggie am Mo Jan 09, 2012 8:25 pm

Jedenfalls machte ich mich auf den Weg und fand einen Zutritt.



Ich kam nicht sehr weit in den unterirdischen Gängen, aber es geschah dennoch etwas Unglaubliches. Ich hatte eine Vision, eine Vision von einer Mumie und mir, die gegen diese Mumie kämpfte.

Sofort erzählte ich Deng davon.



Er wirkte besorgt, aber auch irgendwie erleichtert.

„Mach dir keine Sorgen, der Weg dahin ist noch lang, aber ich werde dir beistehen. Kontaktiere mich bei deinem nächsten Aufenthalt, bis dahin, muss ich erst mal über ein paar Dinge nachdenken.“



***

Ich kaufte eine Trainingspuppe, die man mir direkt nach Hause liefern würde. Dann machte ich mich auf den Weg zum Flughafen und entdeckte einen verletzten Falken.



Er war wunderschön und eigentlich ein Geschöpf der Wildnis. Obwohl sich in mir der kindische Wunsch regte, ihn mitzunehmen und zu behalten, zögerte ich. Ich rief Sun an, aber sie wusste nicht, wer den Falken wieder aufpäppeln konnte.

Er schien mich irgendwie zu mögen, ganz von alleine kletterte er auf meinen Arm.



„Fein, dann nehme ich dich erst mal mit.“

Einen Moment überlegte ich.

„Oder, Horus?“
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Kapitel 2.5

Beitrag  Doggie am Di Jan 10, 2012 6:50 pm

Kapitel 2.5 – Remarkable Woman

Su kehrte nicht alleine aus China zurück.



Sie brachte einen verletzten Falken mit, den sie Horus getauft hatte. Von Freunden bekam sie einen alten Vogelbaum und stellte diesen draußen für Horus auf. Ich fragte sie, ob sie nicht Angst habe, er würde wegfliegen, aber Su meinte nur, das wäre sein gutes Recht. Tatsächlich erholte sich der Falke, kam aber immer wieder von seinen Streifzügen in Sunset zurück zum Vogelbaum.

Ich hatte mich um Sus Garten gekümmert, in dem sie Trauben und einen Apfelbaum gepflanzt hatte. Die Pflanzen hatten es überlebt, aber Gärtnern war nun wirklich nicht meins.



Unser Alltag hatte sich schnell wieder gefunden und neben Gärtnern, Schreiben und Arbeiten, übte sich Su in Kampfkunst.



Sie bot mir Unterricht an und ich überlegte, eventuell darauf zurück zu kommen. Kann ja nicht schaden, oder?

***

Etwa ein halbes Jahr seit meinem Einstieg in das Wahlkampfteam, traf sich die Partei abends im neuen Bistro. Es war das erste Essen, das nicht nur mit dem Wahlkampfteam stattfand und ich war etwas aufgeregt. Trotz allem wurde auf legere Kleidung Wert gelegt, es sollte ein munteres Treffen werden, nicht zu förmlich, wie jedes Jahr.

Als ich dort ankam, sah ich aus den Augenwinkeln, wie Davy aus dem Park kam.


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Kapitel 2.5

Beitrag  Doggie am Di Jan 10, 2012 6:52 pm

Ich tat so, als hätte ich ihn nicht gesehen, unschön an den Tag unserer Trennung erinnert. Es tat mir noch heute leid, dass ich ihn abservierte, aber ich hatte kein wirkliches Interesse an einer Beziehung und da Katharina erfolgreich gelitten hatte, sah ich keinen Grund die Lüge weiterzuführen.



Er war bereits mit der Schule fertig und hatte eine Ausbildung begonnen, denn er war in Ashleys Klasse gewesen. Natürlich hatte ich den Abschluss und meine Zukunftspläne als Grund genommen. Ich bin mir bis heute noch nicht sicher, ob er jemals erfahren hat, was wirklich hinter der Geschichte steckte.

Ich hoffte nicht, aber wahrscheinlich hoffte ich vergebens.

***

Es war schon spät geworden, als ich mich kurz entschuldigte, um an die frische Luft zu gehen. Wir hatten bereits gut gegessen und ich hatte einige vielversprechende Bekanntschaften gemacht. Wie gewohnt, war ich vor allem bei den männlichen Parteimitgliedern beliebt.

Es war angenehm warm draußen. Nach einer Weile hörte ich Schritte hinter mir.

„Eine kleine Pause, Miss O’Hara?“



Ethan trat zu mir an die Bank.

„Mr. Bunch.“

Ich lächelte ihn freundlich an. Er lächelte zurück.

„Ethan, bitte. Darf ich mich zu Ihnen setzen?“

„Dann sagen Sie bitte auch Ellen.“ Ich deutete einladend auf den Platz neben mir.

Wir plauderten ein wenig über belanglose Dinge, bis Ethan mich fragte, wie mir der Abend bisher gefiele.

Ich verlor mich etwas über meiner Begeisterung für Politik und erzählte ihm von den diversen Gesprächen, die ich geführt hatte.

„Nun, wenn ich ehrlich sein darf, hatte ich nicht damit gerechnet, dass es ein so angenehmer Abend werden würde.“



Ethan lächelte fortwährend und hörte mir geduldig zu.

„Wissen Sie, Ellen, Sie haben eine natürliche Gabe für den Umgang mit den Personen dieser Branche. Es ist offensichtlich, dass unsere Parteimitglieder, das zu schätzen wissen und ich bewundere Sie ebenfalls dafür. Ich bin sehr froh, dass sie sich uns angeschlossen haben.“


Zuletzt von Doggie am Fr Jan 27, 2012 1:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kapitel 2.5

Beitrag  Doggie am Di Jan 10, 2012 6:54 pm

Ich tat verlegen, innerlich grinste ich zufrieden.



„Das Team ist aber auch wundervoll. Es macht mir sehr viel Spaß mit Ihnen zu arbeiten, Mr. Bunch, ah, ich meine Ethan. Sie sind ein großartiger Wahlkampfleiter. Mr. Wolff kann sich sehr glücklich schätzen.“

Ich schenkte ihm ein bewunderndes Lächeln.

Für einen Moment blickten wir uns in die Augen, bis Ethan sich räusperte und aufstand.

„Gehen wir wieder hinein?“

Ich stand auf, nickte und beobachtete seine Gesichtszüge. Ich stellte fest, dass er recht einfach zu lesen war.



„Sie sind wirklich eine bemerkenswerte Frau, Ellen.“

Seine Stimme klang rau und er schien etwas erschrocken über seine eigenen Worte. Bevor die Situation peinlich wurde, senkte ich den Blick und lächelte glücklich. Dabei achtete ich darauf, dass er es sah.

Leicht hob ich den Blick.

„Vielen Dank, Ethan.“, hauchte ich.



Wollte er noch etwas sagen, es blieb ihm wohl im Halse stecken. Ich hakte mich etwas schüchtern bei ihm unter und gemeinsam gingen wir hinein. Ich wahrte einen höflichen Abstand dabei, noch war es zu früh. Aber wie mir schien, war Ethan der perfekte Kandidat für mein Sprungbrett.
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Kapitel 2.6

Beitrag  Doggie am Fr Jan 13, 2012 6:15 pm

Kapitel 2.6 – Little Bit ‘Bout Work

Als ich an dem Abend nach Hause kam, hörte ich, wie sich Su und Mortimer in ihrem Zimmer unterhielten. Die Tür war wie gewohnt nur angelehnt und auf dem Weg zum Bad schnappte ich ein paar Wortfetzen auf.



„Ich glaube Mum ist jetzt endgültig von Hank getrennt, dieses hin und her, war ihr dann doch zu viel. Sie meinte er erinnere sie zu sehr an sie selbst in dem Alter.“

Su kicherte und ich verzog den Mund, als ich die Badezimmertür öffnete.

Ich wusste beim besten Willen nicht, was daran witzig war. Mums Erfahrungen mit Männern zeigte doch nur, dass Frauen, die nicht der Norm entsprachen, von Männern einfach nicht ernst genommen werden.

Hank Goddard war Polizist und spielte anscheinend gerne mit den Gefühlen von Frauen. Regelmäßig gab es in der Beziehung mit Mum Stress, weil er mal wieder fremdgeflirtet hatte.



Ich bezweifelte, dass es beim Flirten blieb. Trotzdem kam Tage später immer die Versöhnung und das ganze ging von vorne los.



Zum Kotzen.

***
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Kapitel 2.6

Beitrag  Doggie am Fr Jan 13, 2012 6:17 pm

Kurz bevor Su erneut verreiste, entschied Horus, dass es Zeit war, sich wieder in die Wildnis zurückzuziehen. Su war zwar etwas traurig, aber schließlich hatte sie damit gerechnet und es auch so gewollt.



Den Vogelbaum verkauften wir also wieder.

Dann flog Su noch mal nach Frankreich. Sie hatte in China eine andere Forscherin kennen gelernt und war dort zu Besuch.



Ich war nicht so begeistert, erneut die Verantwortung über den Obstgarten zu haben, aber ich musste auch zugegeben, das Gärtnern hatte eine sehr entspannende Wirkung. Wenn ich nicht arbeiten war, übte ich vor dem Spiegel meine Rhetorik-Fähigkeiten.



Im Moment kam ich natürlich noch nicht dazu, Reden vor Publikum zu halten und bis dahin würde es noch ein langer Weg sein.

Dennoch machte mir die Arbeit Spaß. Ich teilte mir mit Tamara ein Büro im Rathaus, Christopher und Ethan hatte jeweils ihr eigenes Büro und Mr. Wolff natürlich ebenso.



Zuletzt von Doggie am Fr Jan 27, 2012 1:06 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kapitel 2.6

Beitrag  Doggie am Fr Jan 13, 2012 6:19 pm

Es machte mir nichts aus, ich kam sehr gut mit Tamara zurecht, was eigentlich ungewöhnlich war. Ich schreibe es ihrem milden Interesse an ihrer Arbeit zu. Sie ist permanent auf der Suche nach ihrem perfekten Ehemann-in-Spé und erledigt immer nur die Aufgaben, die ihr aufgetragen werden. Seit ich da bin und begeistert diese Aufgaben übernehme – ja, sogar das Kaffee kochen – hat sie mich zuerst gerne eingearbeitet und daraus entstand eine gute Teamarbeit.

Das Einzige, was ihr nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass Christophers Interesse meistens mir gilt.



Daran gibt sie allerdings nicht mir die Schuld, sie meinte, ihre Sternzeichen wären auch gar nicht kompatibel gewesen.

Und dann ist da noch Mr. Wolff, Thornton, wie ich mittlerweile sagen darf. Leider muss ich gestehen, dass ich ihn bewundere, er ist ein sehr guter Politiker.



Ich habe schnell rausgefunden, dass er hin und wieder im leeren Saal des Rathauses, seine Reden übt. Bisher ist ihm noch nicht aufgefallen, dass ich dann seine heimliche Zuhörerin bin. Für mich ist es sehr lehrreich.



Irgendwann stehe ich dort oben.
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Kapitel 2.7

Beitrag  Doggie am Mo Jan 16, 2012 7:04 pm

Kapitel 2.7 – First Steps

Zu meinem Missmut brachte Su aus Frankreich weitere Weintraubensamen mit und vergrößerte den Obstgarten.



Allerdings war mein Ärger bei Weitem nicht so groß wie Mortimers. Die beiden hatten einen heftigen Streit.

„Reisen, reisen, reisen, hast du dir mal überlegt, wie ich mich fühle, wenn du jedes Mal das Land verlässt? Du hast den Geburtstag meiner Eltern verpasst und du wusstest, dass ich dich der Familie vorstellen wollte.“



„Dafür vergisst du, dass ich dir schon vor unserer Beziehung gesagt habe, wie wichtig mir das Reisen ist. Warum kannst du mich nicht bei einem einfachen Abendessen vorstellen? Muss es denn in so einem Rahmen sein?“

Leider war Mortimer Prestige wichtiger, als Su befürchtet hatte. Ich denke, die beiden finden einen Kompromiss, sobald sich die Gemüter abgekühlt haben, denn abends fragte Su mich, ob sie die Sache zu kompliziert machte.

„Kompliziert ist nun wirklich kein Adjektiv, das auf dich passt, Su. Aber du wirst dich dran gewöhnen müssen, dass es auf deinen Freund passt.“

Nicht, das ich was dagegen hätte, wenn sie ihn in den Wind schießt.

***

Die nächsten Jahre flogen nur so dahin und ehe ich es mich versah, hatten Su und ich unseren 25. Geburtstag gefeiert. Sie reiste regelmäßig ins Ausland und Mortimer hatte sich damit abgefunden. Su kam nicht so gut mit seinen Eltern aus und ich fand, die Beziehung hatte einen gefährlich langweiligen Trott angenommen.

Meine Tante Jean hatte einen jungen Mann geheiratet und auch Mum fand, dass ein jüngerer Mann an ihrer Seite nicht verkehrt war. Außerdem waren nicht nur Bella und Ashley mittlerweile verheiratet, sondern auch mein Cousin Nicki.

Thornton machte mit unserer Hilfe seinen Weg zum beliebtesten Politiker Sunset Valleys. Dabei hatte ihm auch die Geburt seines Sohnes Harvey geholfen, obwohl ich wusste, dass er eigentlich keine Kinder mochte. Dennoch brachte einem das Bild einer glücklichen Familie nun mal mehr Sympathie ein.

Die Planung der Kampagnen für Thornton wurde nicht einfacher, denn umso beliebter man wird, umso mehr Feinde hat man und umso mehr Freunde braucht man.

„Die Umfragewerte sind nicht schlecht, aber wenn wir den Bürgermeisterposten anstreben, brauchen wir mehr.“



Ethan und Christopher standen mal wieder an unserer Planungstafel.

„Landgraab ist immer noch beliebter.“, meinte Christopher.

„Er wirkt persönlicher. Die Leute identifizieren sich eher mit ihm, als mit Thornton.“, warf ich ein und Ethan nickte zustimmend.

„Die Frage ist nur, was tun? Wie bekommen wir Thornton nahbarer oder wie kompromittieren wir unseren Bürgermeister Landgraab?“
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Kapitel 2.7

Beitrag  Doggie am Mo Jan 16, 2012 7:07 pm

„Wir müssen die Knautschgesicht für uns gewinnen.“, sagte Christopher. „Gegen Landgraab werden wir nichts finden, erinnert euch an die Sache mit seiner Frau. Alto hätte sich beinahe selber ins Aus geschossen, als er sich darüber ausließ, dass Landgraab mittellos war, bevor er seine Frau heiratete. Und Alto ist Gouverneur!“



Ich schielte kurz zu Tamara, die allerdings mit etwas anderem beschäftigt schien. Als sie meinen Blick bemerkte, zwinkerte sie mir kurz zu und ich wusste, sie chattete wieder heimlich mit ihrem neuen Verehrer. Sie gingen seit einer Weile aus, aber genaueres wusste ich nicht. Ich verdrehte die Augen, konnte mir aber ein Lächeln dabei nicht verkneifen.

Die Männer diskutierten weiter über Agnes Knautschgesicht, während sie das Büro verließen, um in der Kaffeeecke weiter zu diskutieren.

Ich erinnerte mich, dass Miss Knautschgesicht zuletzt bei Thornton einen Termin hatte.



Ich brachte Kaffee und bekam am Rand mit, dass sie nicht so leicht zu beeindrucken war. Einige Politiker warben ums sie, seit sie eine gefeierte Autorin war. Sie engagierte sich für viele wohltätige Projekte und galt als perfektes Aushängeschild. Leider hielt sie nichts von Politik und noch weniger von Politikern.

Bei weiblichen „Politikern“ war es aber anscheinend etwas anderes, jedenfalls hatte ich nachher eine gute Unterhaltung mit ihr an unserer Kaffeeecke.

Einige Tage später war es mir gelungen, Agnes telefonisch zu einem Abendessen mit Thornton einzuladen. Er war ziemlich begeistert und die Männer bereiteten gerade ihre Taktik für den Abend vor, während ich noch mal die Reservierung im Restaurant checkte.

„Also, wenn er sie heute Abend nicht endlich für sich gewinnt, weiß ich es auch nicht.“



„Hm.“, machte Tamara. „Ich glaube, vor allen Dingen, es ist die letzte Chance. Allmählich geht es ihr wohl auf die Nerven.“

Sie blickte auf.

„Ich hab übrigens mitbekommen, dass Ethan überlegt, dich mitzunehmen, weil du einen so guten Draht zu ihr hast. Er wird gerade mit Thornton drüber sprechen, also wundere dich nicht, wenn er heute Abend plötzlich vor deiner Tür steht.“



Meine Augen leuchteten. Das war vielleicht eine nette Gelegenheit, um Ethan etwas mehr auf mich aufmerksam zu machen. Mit etwas Glück, könnte ich heute Abend eine „Win-Win“-Situation für mich draus machen.

***


Zuletzt von Doggie am Fr Jan 27, 2012 1:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kapitel 2.7

Beitrag  Doggie am Mo Jan 16, 2012 7:10 pm

Su war mit Mortimer aus, als ich mich auf Ethans Eintreffen vorbereitete. Dieses Kleid machte es mir nicht einfach, ich glaube ich hatte selten etwas engeres, geschweige denn kürzeres an. Ich hoffte inständig, die Mühe war nicht umsonst und Ethan würde gar nicht auftauchen.

Doch es klingelte und ich atmete noch mal tief ein. Hoffentlich ist er das.

Er war es.



Ich tat sehr verlegen.

„Ethan! Meine Güte, ich habe nicht…was kann ich für Sie tun?“

Dabei versuchte ich, das Kleid tiefer zu ziehen, damit es mehr Bein verdeckte. Ethan wusste überhaupt nicht wohin mit seinen Augen. Er starrte kurz und schob sich dann selber verlegen zur Tür hinein.

„Es tut mir leid, dass ich Sie noch störe. Ich nehme an, Sie wollten ausgehen?“

Er tat interessiert an unsere Einrichtung, ich lächelte noch immer verlegen.



„Ja, Junggesellinnenabschied.“, log ich. „Deswegen dieses Outfit, eine Freundin hat mich gebeten mit ihr zu gehen, denn es ist die Feier ihrer Schwester, wo sie kaum jemanden kennt. Das ist leider die Kleiderordnung.“

Sein Blick streifte erneut meine Beine und dann sah er mir bestimmt in die Augen.

„Das ist natürlich ungünstig für mich, ich hatte gehofft, dass Sie uns zum Essen mit Miss Knautschgesicht begleiten. Wissen Sie, Ellen, Thornton und ich sind der Meinung, es wäre taktisch nicht verkehrt.“

Er war nervös, eine Eigenschaft, die ihm normal fehlte.



Jetzt hieß es aufgepasst, dass die Situation nicht kippte. Weder wollte ich, dass Ethan sich bedrängt fühlte und davon lief, noch dass er die Kontrolle verlor und nach mehr verlangte. Dafür war es zu früh, ich durfte erst einer Affäre nachgeben, wenn ich sein Verlangen so weit wie möglich geschürt hatte.

Ich tat erleichtert.

„Sehr gerne möchte ich Sie begleiten. Ich ziehe mir schnell etwas anderes an und sage meiner Freundin ab.“

Er nickte.

„Ich warte dann im Wagen.“

Somit war für mich der Teil mit Ethan abgeschlossen. Ich beeilte mich mit dem Umziehen und machte mich auf den Weg nach draußen.



Nun fest entschlossen die Erwartungen in mich zu erfüllen und Agnes Knautschgesicht, als Befürworterin für Thornton zu gewinnen.
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Re: Gone with the wind - Die O’Hara-Legacy [ab Gen 2]

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