Springfield

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Sep 23, 2011 6:09 pm

Es traf Orlando tiefer, als ich vermutet hatte. Bisher war ich (und alle anderen ebenfalls) davon ausgegangen, dass Elena für ihn nur so ein Maya-Ersatz war. Aber darin hatten wir uns scheinbar gründlich getäuscht. Ich erfuhr das so: Ich wurde eines morgens von Beatrix angerufen, ob ich nicht bei ihr vorbeischauen wolle. Natürlich wollte ich, also machte ich mich auf den Weg zu ihr. Als ich auf ihr Haus zuging, sah ich die drei Mädchen draußen spielen.



Außerdem stand auch noch Orlando da herum und redete mit Beatrix. Er wirkte ziemlich niedergeschlagen. Er sah fast so aus, als hätte er die ganze Nacht nicht geschlafen und stattdessen geweint. Jetzt tat er mir auf einmal doch Leid. Als Beatrix mich sah, winkte sie mich heran und gab mir ein unauffälliges Zeichen. Ich begriff, dass sie mich hergerufen hatte, damit ich irgendetwas mit Orlando unternahm. Warum sie ausgerechnet mich fragte, war mir schleierhaft. Ich hatte zwar schon einmal Liebeskummer gehabt, aber ich hatte eben einige Zeit Trübsal geblasen und dann die Sache vergessen und mich in irgendwelche Aufgaben gestürzt, bis es nicht mehr wehtat. Was ich nun mit Orlando anfangen sollte, wusste ich nicht so recht. Ich dachte mir nur, es wäre vielleicht gut, ihn von glücklichen Paaren und Elena fern zu halten und bummelte daher mit ihm in der Stadt herum, hörte ihm zu (sehr viel redete er nicht), besorgte ihm ein paar Kaffees, damit er mir nicht vor Erschöpfung zusammenbrach und erzählte ihm schließlich, um ihn auf andere Gedanken zu bringen von einer meiner Reisen. Ich wusste nicht, ob es ihm half, aber immerhin beschwerte er sich nicht.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Sep 23, 2011 6:13 pm

Als ich an diesem Abend heimkam, hörte ich, dass Jane eine Tochter zur Welt gebracht hatte. Ich besuchte sie gleich am nächsten Morgen. Die Kleine hieß Marci.



Ich war nicht der Einzige, der der Familie an diesem Morgen einen Besuch abstattete. Kurz nach mir kam Beatrix herein und begann sofort Marci zu knuddeln. Später vertraute sie mir an, dass sie selbst gerade wieder ein Kind erwartete. Patrick, ihr Mann, wünschte sich natürlich endlich mal einen Jungen und sie selbst hatte eigentlich auch nichts dagegen einzuwenden, nach drei Mädchen. Um ehrlich zu sein, wünschte ich ihnen das auch. Auch wenn der Junge bei dieser Mädchenschar wirklich der Hahn im Korb wäre...



Es dauerte nicht mehr lange und die halbe Nachbarschaft war versammelt. Elena überwand sogar ihre Abneigung gegen Kinder und gesellte sich zu uns. Jane, der der Rummel sonst eigentlich zuviel wurde, lächelte alle strahlend an und servierte den Kuchen, den Patrick aus dem Restaurant, in dem er seit neustem Zutaten-Vorkoster war, mitgebracht hatte. Während wir uns darüber hermachten und diese spontane Baby-Party feierten, erfuhr ich allerhand Neuigkeiten. Richard Dogan wollte ein Gemälde von Marcel kaufen, da diese mittlerweile so gut waren. George war gerade zum Allgemeinarzt befördert worden und konnte uns ab nun offiziell alle versorgen. Maya war am Filmset nun Produktionsleiterin. Beatrix hatte ebenfalls gerade eine Beförderung hinter sich und war nun Professionelle Bloggerin. Mit einem Grinsen sagte sie, dass nun kein Geheimnis vor ihr mehr sicher sei. Und Jane hatte klammheimlich ein Drama geschrieben mit dem Titel „Der König und die Königin“. Der Oberkracher war es nicht geworden, weswegen wir nicht davon erfahren hatten. Jane meinte, dass Dramas ihr wohl nicht so lägen. Sogar ich hatte eine Beförderung im Lebensmittelmarkt zu verkünden.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Sep 23, 2011 6:17 pm

Wie ernst es Beatrix mit den Geheimnissen gewesen war, erfuhren wir ein paar Tage später. Selbst als Hochschwangere hörte sie nicht ganz auf, an ihrer Karriere zu feilen. Einmal sah Richard Dogan zufällig, wie Beatrix in seiner Mülltonne kramte. Das kam ihm merkwürdig vor, aber er wusste, dass in diesem Mülleimer tatsächlich nur Müll war und daher keiner in seinem Haushalt etwas zu befürchten hatte. Trotzdem war es unheimlich. Wir alle passten ab nun genau auf, was wir in die Mülltonne schmissen. Alle außer Rodrigo. Aber der wohnte ja auch nicht bei uns im Ort und hatte wohl nicht vermutet, dass Beatrix bei ihm herumschnüffeln würde.



Und Beatrix fand etwas. Nicht im Mülleimer, aber sie kannte natürlich viele Methoden an Informationen zu kommen. Sie fand irgendetwas Unschönes über Rodrigo heraus, worüber sie mit mir nicht reden wollte. Sie deutete nur an, dass Rodrigo ein „Hundsgemeiner Schuft“ sei, der „gut daran täte uns nicht weiter zu behelligen“. Beatrix schien richtig wütend zu sein. Aber was es war, das teilte sie nur mit Amalia. Von ihr erfuhr ich freilich auch nichts. Beatrix berichtete mir hinterher nur, wie verzweifelt, verstört und aufgewühlt sie Amalia hatte zurücklassen müssen, was ihr natürlich Leid tat.



Leider hatte sie es aber nicht ändern können, denn - ob nun wegen der ganzen Aufregung um Rodrigo oder nicht - ihr Sohn Florian wollte ausgerechnet in diesem Moment auf die Welt und Beatrix blieb nichts anderes übrig, als ins Krankenhaus zu fahren. Der erste Junge seit langem in diesem Ort!


(Anmerkung: Diesen Jungen musste ich mit Äpfeln forcieren... ich weiß echt, was in diesem Ort los ist, dass alle Frauen nur Mädchen auf die Welt bringen Suspect )
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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 09, 2011 1:33 pm

Elena sorgte weiterhin für Klatsch und Tratsch. Sie ging seit neustem mit George. Man hatte die beiden gesehen, wie sie sich küssten. Nun, das ganze wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn man Elena in letzter Zeit nicht häufiger mit anderen Männern knutschend gesehen hätte. Mit George schien sie es ein wenig ernster zu meinen. Trotzdem hielt die Beziehung nur ganze zwei Tage, bevor George wieder Schluss machte, weil sie einfach zuviele Liebschaften hatte.



An dem Tag, an dem George sich von Elena trennte, fand ich in meinem Briefkasten eine Einladung zu einer Party bei den Dogans. Sie stammte natürlich nicht von Amalia, sondern von ihren Eltern. Somit hatte ich eine leise Ahnung, wie die Stimmung auf dieser Party sein würde, aber ich beschloss trotzdem hinzugehen. Es war wohlgemerkt eine Pool-Party... ohne Pool. Naja, Amalias Eltern waren mir schon immer ein wenig wunderlich vorgekommen... Ich war einer der ersten und hatte darum das Vergnügen Amalia allein im Bikini auf dem Flur anzutreffen. Sie zeigte sich wie immer in letzter Zeit sehr frostig und ließ mich allein, sobald sie eine passende Ausrede gefunden hatte. Aber bis dahin hatte ich immerhin schon herausgefunden, dass Rodrigo nicht eingeladen war. Mehr wollte Amalia dazu nicht sagen.
Die Party war, wie zu erwarten war, langweilig und Amalias Eltern sorgten mit ihrem dauernden Gezänk dafür, dass die Stimmung unterirdisch bleib. Amalia war sowieso nicht die geborene Unterhalterin, aber nun saß sie nur bedrückt in einer Ecke und futterte Schokoladenplätzchen. Ich nutze die Party, um den Gästen mitzuteilen, dass ich die nächsten Tage nicht da sein würde. Ich reiste nämlich wieder nach Ägypten.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 09, 2011 1:36 pm

Dort hatte ich noch eine Mission zu beenden. Ich musste noch die restlichen Flammenfrüchte aus der Pyramide bergen. Da ich den Weg mittlerweile kannte, ging es ein wenig schneller, als bei meinem ersten Besuch, bis ich bei den ersten Flammenfruchtbüschen ankam.



Als ich alles abgeerntet hatte, sah ich mich noch ein wenig in der Pyramide um, und traf dabei dummerweise auf eine Mumie, die mich gleich verprügelte. Obwohl ich mich eigentlich immer für einen kräftigen Burschen gehalten hatte, war dieses jahrtausende lang tote Wesen um ein vielfaches stärker und trickreicher als ich.



Als mich dieses Mumienmonster k.o. Geschlagen hatte, fühlte ich, wie müde ich auf einmal wurde und sank zu Boden. Dort fiel ich in Ohnmacht und schlief einige Stunden von furchtbaren Alpträumen begleitet. Beim Erwachen war die Mumie verschwunden und mir klar, dass ich in Zukunft härter trainieren musste oder Mumien aus dem Weg gehen musste. Auf eine Wiederholung dieses Kampfes war ich jedenfalls nicht erpicht.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 09, 2011 1:39 pm

Es war tiefe Nacht, als ich die Pyramide verließ und mich auf den Weg zu meinem Auftraggeber machte, um die Flammenfrüchte zu liefern. Wieviele Stunden ich wohl geschlafen hatte? Ich fühlte mich ehrlich gesagt immer noch wie zerschlagen und vermutlich sah ich auch genau so aus.



Meine nächsten Aufträge waren leichter ausführbar und beinhalteten nicht die Begegnung mit Mumien. Erst musste ich in einer alten Bibliothek, die unter einem Haus lag, geheime Aufzeichnungen suchen und dann musste ich zwei Mumitorium-Steine auftreiben, die es zum Glück gerade auf dem Markt zu kaufen gab. Bei der Gelegenheit entdeckte ich eine Gruft unter dem Markt, die ich prompt erkundete.



Dann wurde es wieder spannender. Ich musste das Hauptquartier von Morco Corp infiltrieren. Ich war mir ziemlich sicher, dass sich dieser Auftrag am Rande der Legalität bewegte, andererseits war Morco Corp ein unbeliebter Mafiosi, dem man unbedingt das Handwerk legen musste. Folglich, konnte mein Vorhaben nicht so verboten sein. So beruhigte ich mich, während ich mich auf den Weg machte. Man hatte mich zu Recht gewarnt, dass es im Hauptquartier von Alarmsystemen und Fallen nur so wimmelte, also war ich doppelt vorsichtig und entschärfte eine Falle nach der anderen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 09, 2011 1:42 pm

Ich war wieder mal erfolgreich und bekam eine Belohnung, die sich sehen ließ. Dafür hatte sich die Aufregung wirklich gelohnt. Man empfahl mich an einen weniger dubiosen Auftraggeber, dank dem ich die „Pyramide des Himmels“ erforschen durfte.



Diese Pyramide war definitiv die Schönste, die ich bis dahin gesehen hatte. Sie trug ihren Namen zu Recht. Um in die Kammern zu kommen, musste man durch einen Wassergraben schwimmen und fand sich dann in einem Labyrinth von Gängen wieder. Ich wusste einfach nicht, wo ich anfangen sollte und ging darum einfach aufs geratewohl in die erste Kammer, die ich fand.



Natürlich gab es auch hier eine kreative Auswahl an Fallen, die ich entschärfen musste. Nun, darin hatte ich ja bereits Übung und es war mir ein Leichtes, sie zu umgehen. Leider muss man immer dann gehen, wenn es am Schönsten ist und bevor ich diese Pyramide vollständig erkunden konnte, lief mein Visum aus und ich musste Ägypten verlassen. Meine nächste Reise war schon geplant. Ich würde nur wenige Tage Zuhause verbringen und dann nach China fliegen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Di Okt 11, 2011 1:57 pm

Ich war kaum Zuhause, als es an meiner Tür klingelte. Überrascht, wer mich mitten in der Nacht besuchte, öffnete ich und vor mir stand ausgerechnet Amalia. Sie war die letzte Person, die ich erwartet hatte. Es sah ihr nicht ähnlich, unangekündigt und noch dazu zu dieser Zeit bei mir aufzutauchen und nach unserem Zerwürfnis war das sogar noch unwahrscheinlicher. Was mindestens genauso erstaunlich war, war dass sie mich genau abgepasst hatte. Ich war erst seit wenigen Minuten da. Das legte den Schluss nahe, dass sie entweder sehr genau wusste, wann ich wo war (sehr unheimlicher Gedanke) oder dass sie nur darauf gewartet hatte, dass ich wieder da war. Das dritte, was mich verwunderte, war, dass sie am ganzen Leib zitterte und ihre Augen rot umrändert waren. Ich starrte sie eine Weile perplex an, nicht sicher, ob ich aufgrund von Spätfolgen meines Kampfes mit der Mumie unter Halluzinationen litt.



Endlich sprach sie: „Kann ich bitte rein kommen?“ Ich trat zur Seite und ließ sie hinein. Mir fiel ein, dass Amalia noch nie bei mir Zuhause gewesen war. „Tut mir Leid, dass es hier so unordentlich ist! Ich bin gerade erst heim gekommen und habe meine Sachen noch nicht ausgepackt.“, sagte ich etwas verlegen. In meinem Haus türmten sich Wäscheberge und mein Koffer lag offen auf meinem Bett. Heraus quollen die kuriosesten Sachen, die ich in Ägypten gesammelt hatte.
„Macht nichts.“, sagte Amalia. Dann schwiegen wir wieder. Ich fragte mich, aus welchem Grund sie gekommen war. „Willst du etwas trinken?“, fragte ich schließlich, weil mir nichts Besseres einfiel. Sie schüttelte den Kopf und wandte sich plötzlich von mir ab. Hatte ich irgendetwas Falsches gesagt? Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was daran so falsch war, ihr etwas zu trinken anzubieten. Wenn sie nur endlich sagen würde, was sie bedrückte! Ich probierte es auf dem direkten Weg. „Amalia, was ist los?“ Das schien die falsche Frage gewesen zu sein, denn auf einmal schluchzte sie vernehmlich. Hatte sie schon die ganze Zeit geweint? Das würde zu ihren roten Augen passen. Und auf einmal dämmerte mir, was sie so bedrückte. Ich nahm sie sanft in meine Arme und sie vergrub ihren Kopf an meiner Schulter. Ich spürte, wie heiße Tränen an meiner Brust und meinen Armen herunterliefen. Tröstend strich ich ihr über den Rücken und murmelte immer wieder: „Es wird alles wieder gut.“

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Di Okt 11, 2011 2:01 pm

Amalia blieb die ganze Nacht. Als nach langer Zeit die Tränen versiegten, begann sie mir stockend und von Schluchzern geschüttelt zu erzählen, dass Rodrigo Schluss gemacht hatte. Sie hatte ihn mit ihrem Wissen über ihn konfrontiert, weil sie wissen wollte, ob es wahr war. Er hatte ihr nicht geantwortet. Sein Schweigen hatte sie nur auf eine Weise deuten: Dass alles, was Beatrix herausgefunden hatte, der Wahrheit entsprach. Dass Rodrigo wirklich bis zu seiner Zeit in Springfield ein Kleinkrimineller gewesen war und jetzt nur bei der Zeitung arbeitete, um seinem Boss Zugang zu geheimen Daten zu schaffen. Ein paar Tage später, hatte Rodrigo sich ziemlich ruppig von ihr getrennt und abgereist. Nun fragte Amalia sich, ob er sie überhaupt geliebt hatte, oder ob sie für ihn nur Mittel zum Zweck gewesen war, einfach nur eine zusätzliche Tarnung. An dieser Stelle fing sie wieder an zu weinen.



„Du hattest völlig Recht, Seth.“, schluchzte sie. „Das war eigentlich alles, was ich dir sagen wollte. Und jetzt bist du so nett zu mir, obwohl ich dich so mies behandelt habe.“ Das sorgte für einen weiteren Tränenausbruch.
Ich seufzte. „Amalia, wir sind Freunde, oder? Ich sage dir immer die Wahrheit, auch wenn es dir wehtut, aber ich verzeihe dir auch, wenn du deswegen sauer auf mich bist, okay? Jetzt setz dich und lass uns zusammen was Trinken. Ich habe in Ägypten kostbaren Nektar gefunden. Lass uns den mal probieren!“ Ich drückte sie auf einen Stuhl und fing dann an in meinem Koffer zu kramen.
„Aber du musst doch nicht den teuren Nektar wegen mir anbrechen!“, sagte Amalia und das war der erste Satz, den sie ohne Schluchzen herausbrachte.
„Mir macht es nichts aus. Was habe ich davon, wenn ich ihn nicht trinke. Und zusammen macht es viel mehr Spaß!“
„Aber...“
„Kein Aber, Amalia, ich habe mehr als eine Flasche von dem Zeug und es wird dich aufheitern.“



Aus einer Flasche wurden zwei. Das Zeug schmeckte so gut, dass wir kaum noch aufhören konnte. Und von Glas zu Glas wurde Amalia fröhlicher. Sie verlor mehr und mehr ihre natürliche Zurückhaltung und plauderte ausgelassen. Es war fast ein kleines Fest und am Ende war Amalia gar nicht mehr so traurig, dass sie nicht mehr mit Rodrigo zusammen war. In ihren Augen war er ein Schuft. Das Einzige, was sie betrauerte, war, dass sie mit ihm zusammen gewesen war. Nächstesmal, versprach sie mir nach einigen Glas Nektar, würde sie mich vorher fragen, was ich von dem Sim, den sie mochte, hielt.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 23, 2011 3:23 pm

Zwei Tage später war ich in China. Amalia in ihrem Zustand zurückzulassen, behagte mir nicht. Sie hatte zwar behauptet, nicht mehr traurig zu sein, aber so ganz nahm ich ihr das nicht ab. Niemand kam so schnell über Liebeskummer hinweg. Es war bestimmt nur der Einfluss des Nektars gewesen und sobald die Wirkung nachließ, würde sie bemerken, dass es immer noch weh tat. Aber es half nichts, wenn ich mir in China darüber den Kopf zerbrach. Sie würde schon nichts Dummes tun. Als ich ankam, machte ich mich also gleich auf den Weg zu meinem Auftraggeber, um Neuigkeiten zu meinem Auftraggeber zu erfahren. Er war leider bisher nicht sehr weit gekommen und empfahl mir einen Mann names Cheng Dong, der sicherlich irgendetwas für mich zu tun hatte. Ich suchte Cheng Dong also auf und unterhielt mich lange mit ihm. Er brachte mir ein paar chinesische Lieder bei. Schließlich rückte er mit der Sprache heraus. Es gab eine Legende nach einem magischen Gegenstand unter dem Tempel der Himmel. Meine Aufgabe war, ihn zu finden.



Die Gruft unter dem Tempel der Himmel, war eine der interessantesten, die ich bisher erkundet hatte. Schon nach der ersten Treppe musste ich einen Schutthaufen abtragen, um durch eine Tür gehen zu können.



Danach ging es treppauf, treppab, vorbei an zahlreichen gefüllten Schatztruhen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 23, 2011 3:25 pm

Unterwegs sammelte ich oft Schlüsselsteine ein, die ich auch alle in der Gruft gebrauchen konnte.



In den tiefen der Gruft erwarteten mich auch einige Tauchbrunnen, durch die ich schwimmen musste. Irgendwann verlor ich den Orientierungssinn. Wahrscheinlich hatte der Erbauer genau das im Sinn gehabt. Ich wusste jedenfalls nicht mehr, in welche Himmelsrichtung ich lief, wie tief ich unter der Erde war, und ob ich überhaupt noch unter dem Tempel der Himmel war.



Auch mit Fallen hatte man nicht gespart. Zum Glück kannte ich mich mittlerweile mit dem Entschärfen von Fallen ganz gut aus und brauchte nicht mehr so lange dafür. Manchmal half allerdings nichts und ich musste mich darüber schleichen, um weiterzukommen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 23, 2011 3:27 pm

Und dann fand ich das legendäre Objekt. Eine Axt. Ich dachte mit einer gewissen Ironie, dass ich mir das bei der Menge der Schutthaufen, fast hätte denken können. Ich hob die Axt aus ihrer Halterung. Sie war zunächst schwerer als gedacht, doch dann schien plötzlich aus der Axt Kraft in mich zu fließen und auf einmal fühlte sich dieses Gerät so an, als würde es einfach in meine Hände gehören. Es war nicht mehr schwer sie festzuhalten – sie war ein Teil von mir geworden. Ich weiß, dass sich das nach ziemlichem Blödsinn anhört, aber das war das, was ich spürte, als ich die Axt berührte. Vorher hatte ich nie an Magie geglaubt... jetzt war ich mir nicht mehr so sicher, ob es sie nicht doch gab.



Ich wollte sie ausprobieren, nein, ich musste sie ausprobieren. Ich suchte nach einem Schutthaufen, aber alles, was ich fand, war ein ziemlich großer Felsblock. Ich hob die Axt und zertrümmerte den Felsen mit einem einzigen Schlag. Beeindruckend.... Hinter dem Felsblock hatte sich ein Gang verborgen. Nun, wenn ich schon mal grad da war.... ich erkundete jeden Winkel der Gruft, in den ich vordringen konnte, zertrümmerte noch etliche Felsbrocken in Sekundenschnelle und sammelte viele Schätze. Als ich schließlich der Meinung war, dass ich nun alles gesehen hatte, fand ich, dass es Zeit wurde, mich mal wieder bei meinem Auftraggeber zu melden. Als Ich dort ankam, stellte ich mit Schrecken fest, dass Tage vergangen waren, seitdem ich mich auf mein Abenteuer begeben hatte. Gut, ich hatte einige Male in der Gruft in meinem Zelt übernachtet, aber dass so viel zeit vergangen war, hatte ich nicht gedacht. Mir blieb gerade noch genug Zeit, um von meinem Abenteuer zu erzählen, dann musste ich schon wieder heimfliegen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Okt 28, 2011 2:55 pm

Fünf Tage in China und als ich zurückkam, hatte sich wieder einiges geändert. Erstens hatte Abigail Dogan Geburtstag und ging nun zur Schule.



Zweitens waren Elena und Orlando wieder zusammen. Jane meinte dazu nur: „Manche Sims können einfach nicht miteinander und nicht ohne einander.“



Und drittens schien auch George sein Glück gefunden haben. Und zwar in einer Arbeitskollegin seiner Schwester. Sie hieß Catherine Stürmer und arbeitete noch nicht lange am Set.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Okt 28, 2011 2:59 pm

Überraschenderweise bekam ich eine Einladung von Maya zu einer Party bei sich Zuhause. Das wunderte mich natürlich. Irgendwie geisterte in meinem Hinterkopf immer noch herum, dass ihr Mann Richard mich irgendwie nicht leiden konnte. Wie sich herausstellte, war Richard nicht da. Maya erzählte mir betont gleichgültig, dass er genau genommen nie Zuhause sei und auch nur wenig Zeit für sie habe. Teilweise läge das sicher daran, dass sie Vormittags und er Nachmittags bis Abends arbeitete. Aber auch sonst war er ständig auf Partys. Darum schmiss sie nun Zuhause ihre eigene Party. Danach fragte sie mich über meine Abenteuer aus. Das gefiel mir natürlich. Es gab nichts, worüber ich nicht lieber redete. Nur den Teil mit der Axt ließ ich aus. Ich wollte nicht, dass Maya mich für übergeschnappt hielt.



Was ich damals noch nicht wissen konnte, waren die Folgen die diese Party haben würde. Am Tag nach der Party rief Maya mich an, ob wir in der Woche nicht mal weggehen wollten. Jetzt wo Abigail endlich alt genug war, konnte sie sich auch mal wieder ins Nachtleben stürzen. Richard müsse leider immer arbeiten, ihr Bruder sei immer mit Catherine unterwegs und Orlando mit Elena. Verheiratete Männer, die nicht ihr Bruder waren, wolle sie nicht fragen. Das gäbe nur Gerüchte. Und die Frauen seien eigentlich auch gut beschäftigt. Ich fragte sie, ob es denn keine Gerüchte gäbe, wenn ich mit ihr unterwegs sei – immerhin war ich ja auch ein Mann – aber Maya meinte, das wäre leichter aus dem Weg zu räumen und würde keine Frauen verletzen. Und so kam es, dass wir uns eines Abends in einer Disco trafen. Dank Maya kam ich in den Promi-Bereich, was eine echt coole Erfahrung war. Ich dachte mir dabei nicht viel. Klar, ich fühlte mich geehrt mit einer schönen Frau wie Maya auszugehen, aber eigentlich nahm ich das nicht so ernst. Das dumme war, dass Maya mit jedem Cocktail schöner zu werden schien. Je mehr wir tranken, desto ausgelassener wurden wir und schließlich vergnügten wir uns im Aufzug. Dieses Abenteuer reichte uns nicht und wir fuhren zu ihr nach Hause, wo noch alles schlief und machten in ihrem Bett weiter. Richard war außer Haus und kam uns nicht in die Quere. Ich will mich gar nicht in Schutz nehmen, denn genau genommen habe ich das sehr genossen. Es war lange her, dass ich das letzte mal mit einer Frau im Bett war und all die angestaute Lust, die ich sonst gut unterdrücken konnte, entlud sich plötzlich an diesem Abend.



Obwohl ich die Nacht mit Maya sehr genoss, hatte ich massive Schuldgefühle, als die Wirkung des Alkohols endlich verflog. Richard mochte sich nicht ausreichend um seine Frau kümmern, aber ihn zu betrügen war auch nicht richtig. Ich fühlte mich schlecht. Ich empfand für Maya nichts. Ihr Körper war berauschend, aber ansonsten war sie gar nicht mein Typ. Für mich war klar, dass ich die Sache beenden musste, bevor noch etwas darüber herauskam. Bevor ich dazu kam, erfuhr ich, dass Maya schwanger war. Ob von mir, wusste sie nicht, aber sie beendete unsere kurze Affäre bevor ich es selbst tun konnte. Insgeheim war ich natürlich erleichtert, aber die Angst, dass sie ein Kind von mir erwartete, blieb.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 30, 2011 12:49 pm

Dass unsere Affäre nicht ganz so geheim war, wie ich gehofft hatte, machte die Sache nicht besser. Die Gerüchteküche brodelte und Richard erfuhr natürlich schneller davon, als mir lieb war. Eigentlich hatte ich auch schon vor der Nacht mit Maya genügend Probleme mit ihm gehabt. Meine Freundschaft mit seiner Schwester schien ihn jedenfalls sehr zu stören und einen plausiblen Grund hatte ich noch nicht gefunden. Zu meiner Verblüffung suchte er mich aber weder Zuhause, noch auf dem Weg zur Arbeit, noch sonstwo auf. Ich hatte mich insgeheim schon darauf eingerichtet, mich mit ihm prügeln zu müssen, aber ausnahmsweise schien Richard sein Temperament im Griff zu haben. Zumindest mir gegenüber. Von Orlando erfuhr ich, dass Richard Maya eigentlich nur noch anschrie und all seine Wut an ihr ausließ.



Das Ehepaar teilte auch nicht mehr das Bett. In Ermangelung eines weiteren Bettes, schlief Maya vorübergehend wieder bei Orlando. Er rühre sie freilich nicht an, versicherte Orlando mir. Schwangere Frauen fände er nicht so attraktiv.



Die ganze Schwangerschaft über war ich nervös und gereizt. Etwa ein Dutzend mal am Tag versuchte ich mir auszumalen, was wäre, wenn das Kind tatsächlich von mir war, aber um ehrlich zu sein, reichte meine Phantasie dafür nicht aus. Ich war mir nicht einmal sicher, ob ich überhaupt jemals Kinder haben wollte und nun war ich plötzlich in der Gefahr Vater eines Kindes zu werden, dessen Mutter mit meinem „Feind“ verheiratet war. Dazu kam, dass Amalia furchtbar enttäuscht von mir schien. Sie hatte durch die Gerüchteküche oder ihren Bruder – so sicher konnte man sich da nicht sein – natürlich erfahren, was passiert war. Ich rechnete es ihr hoch an, dass sie mich immerhin gefragt hatte, ob etwas an den Gerüchten dran sei. In ihren Augen hatte ich so etwas wie den verzweifelten Wunsch gesehen, dass es nicht wahr war und es war furchtbar, ihr die Wahrheit zu sagen. Fast noch furchtbarer als der Moment, in dem Maya gleichzeitig die Affäre beendete und mir eröffnet hatte, dass sie schwanger war und nicht wusste von wem. Amalia hatte sich ein paar Tage von mir fern gehalten, aber dann schien sie zu demselben Schluss wie ihr Bruder gekommen zu sein, nämlich dass Maya die Böse war, und stand mir in dieser schweren Zeit so gut wie möglich bei. Was für eine Erleichterung war es für mich, als die kleine Jill auf die Welt kam und sich herausstellte, dass sie eindeutig Richards Augen hatte. Nun, das nahm mir immerhin die Verantwortung für das kleine Wesen. Aber es sagte mir auch, dass Maya nicht so sehr von ihrem Mann vernachlässigt worden war, wie sie mir gegenüber behauptet hatte. Ich verstand, dass sie mir nur etwas vorgespielt hatte, um mich ins Bett bekommen. Irgendwie war es eine verkehrte Welt. Allerorten hörte man von Mädchen, die von irgendeinem Mann mit Schmeicheleien dazu gedrängt wurden, mit ihm das Bett zu teilen, und hier wurde ausgerechnet ich, der niemals so etwas tun würde, von einer Frau reingelegt. Das nagte nicht nur an meinem Stolz.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 30, 2011 12:52 pm

Dass Richard Jills Vater war, löste die Ehekrise zwischen ihm und Maya nicht gerade in Luft auf. Um die Geschichte vor Abigail zu verbergen, verbrachte George viel Zeit mit ihr, brachte ihr Schachspielen und allerlei andere Sachen bei. Er schlug dabei gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn durchs Schachspielen verbesserte er seine Logik-Fähigkeiten und das konnte er wiederum in seinem Job als Arzt gut gebrauchen.



Nachts, wenn Abigail schlief, sah man ihn oft mit dem Teleskop den Sternenhimmel absuchen. Er entdeckte sogar tatsächlich wieder einen Stern. Er benannte ihn nach seiner Freundin „Catherine“. Danach war sich natürlich keiner mehr so sicher, ob er seinen ersten Stern „Elena“ nur so rein zufällig nach Richards Schwester benannt hatte, aber nachfragen wollte keiner.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Okt 30, 2011 12:55 pm

Wie schon nach der letzten Schwangerschaft, gaben „Maya & Band“ gleich nach der Geburt ein Konzert. Natürlich kamen wir alle, um zuzuschauen. Was Maya besonders zu freuen schien, waren aber die Paparazzi, die eifrig mit den Fotoapparaten klickten und Notizen machten.



In der Nacht nach dem Konzert machte George, der übrigens gerade zum Doktor befördert worden war, Catherine einen Antrag, den sie freudestrahlend annahm. Dass sie um einiges älter war als er, schien keinen von Beiden zu stören, aber die Presse zerfetzte sich darüber natürlich das Maul. Die Hochzeitsfeier fand bald darauf klammheimlich im kleinen Kreis statt. Der Rest des Dorfes erfuhr davon aus der Zeitung. Wir waren alle enttäuscht. Das war nun schon die dritte Hochzeit ohne Feier.



Die zweite erfreuliche Nachricht war, dass Richard Maya verziehen hatte und die Ehekrise überstanden war. Ich atmete erleichtert auf, dass die Beziehung der beiden wieder in Ordnung war. Ich glaube, ich hätte lange gebraucht, mir zu verzeihen, wenn sich die beiden meinetwegen geschieden hätten.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Nov 05, 2011 12:56 pm

Unmittelbar nach dieser guten Nachricht rief mich Amalia an und lud mich in einen Park, den ich noch nicht kannte ein. Ich wurde sofort misstrauisch. Das letzte Mal, als Amalia mich in einen Park eingeladen hatte, hatte sie mir offenbart, dass sie in Rodrigo verliebt war. Ob sie schon wieder jemanden gefunden hatte? Ich machte mich also auf den Weg (und die Suche) nach dem Park. Ich war überrascht, herauszufinden, dass er ganz am Rand von Springfield lag, direkt an den Klippen. Er war verlassen. Warum konnte man sich denken. Wer ließ schon seine Kinder so nah an den Klippen spielen?



Doch Amalia wollte mir eigentlich nur den Park zeigen und sich mit mir treffen, wie Freunde es nunmal manchmal tun. Also setzten wir uns auf eine Parkbank, genossen das gute Wetter und die fantastische Aussicht und quatschten über Gott und die Welt.



Amalia erzählte mir, dass sie in letzter Zeit viel Freude am Kochen und Backen gefunden habe und George und seiner Frau zur Hochzeit ein paar selbstgebackene Kekse gebracht habe. Bei all den exotischen Hobbys wie Bildhauerei, Erfinden, Band oder wie in meinem Fall: Reisen, die hier in Springfield's Stone so vertreten waren, war Kochen und Backen erfrischend normal. Ich selbst brachte mit Ach und Krach Makkaroni mit Käse auf den Tisch und meistens schmeckte es dann nicht mal besonders gut. Irgendwie hatte ich mich eben mein ganzes Leben lang, von meiner Mutter bekochen lassen, und als sie auf einmal tot war, musste ich mir das alles erstmal selbst beibringen. Man konnte von Glück reden, dass ich mittlerweile mehr als einen Salat zuwege brachte.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Nov 05, 2011 12:59 pm

Am nächsten Tag traf ich Amalia zufällig wieder bei Beatrix. Offensichtlich hatte sie ihr vergeben, dass sie das mit Rodrigo rausgefunden hatte und daraus auch noch Vorteile für ihre Karriere gezogen hatte. Beatrix war jetzt Anonyme Quellenverwalterin. Ich selbst war eigentlich nur da, weil Florian Geburtstag hatte und jetzt ein kleines, blondes Kleinkind war. Natürlich wollte ich den Kleinen da mal sehen.



Beatrix war wie immer gut über den neusten Tratsch und informierte uns über alles Wichtige und Unwichtige, das gerade passiert war. Orlando hatte zum Beispiel wieder eine neue Freundin, namens Celine Tran und außerdem eine Beförderung in der Tasche. Er war jetzt Regionalspieler des Sportteams von Springfield.

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singingmiri
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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Nov 05, 2011 1:02 pm

Davon, dass Jill, die beinahe meine Tochter gewesen wäre, Geburtstag hatte, erfuhr ich auch ohne Beatrix' Mithilfe. Oder besser gesagt: Ich hätte ihn nie vergessen! Jill wurde bald nach Florian ebenfalls ein Kleinkind. Ich erhaschte einmal einen Blick auf sie, als Orlando mich herein bat. Ich war gerade an seinem Haus vorbeigegangen. Ich folgte seiner Einladung erst, als er mir versicherte, dass weder Maya noch Richard Zuhause waren.



„Hast du etwa Angst, sie zu treffen?“, fragte er spöttisch. „Ich dachte, du hast vor sonst nichts Angst.“
„Es ist etwas völlig anderes in Grüften sein Leben zu riskieren, als Richards Zorn oder Mayas Verführungskünsten über den Weg zu laufen.“, brummte ich. Er hatte ja Recht. Im Grunde war es albern, mich immer vor ihnen zu verstecken.
„Maya wird es mit Sicherheit nicht nochmal bei dir versuchen.“, bemerkte Orlando gleichmütig. „Sie hatte ja, was sie wollte.“
„Bitte was?“ Ich sah ihn verwirrt an. Dann fiel mir ein, dass auch Orlando mal mit Maya zusammen gewesen war.
„Ach nichts. Ich denke, sie hat aus den Konsequenzen gelernt.“, winkte er wenig überzeugend ab.
Ich betrachtete ihn eine Weile nachdenklich. „Was ist damals passiert, als sie so plötzlich mit dir Schluss gemacht hat?“, fragte ich ohne nachzudenken. Sofort bereute ich dir Frage. Er wollte sicher nicht mit mir darüber reden.
„Komisch, du bist der erste, der mich das fragt.“, sagte er langsam. Ich sah ihn verblüfft an. „ich weiß, dass sich das alle gefragt haben, aber sie haben sich dann doch nicht getraut mich direkt darauf anzusprechen und sich mit den Gerüchten zufrieden gegeben. Und ich hatte dann ja bald Elena, dann war eh alles wieder in Ordnung.“ Er schüttelte den Kopf und schloss die Tür zu Jills Kinderzimmer, scheuchte Abigail aus der Küche in ihr Zimmer im ersten Stock und setzte sich dann an den Küchentisch. „Du musst mir versprechen, dass du es niemanden sagst. Auch nicht Beatrix oder Amalia und am allerwenigsten Maya.“ Ich wollte einwerfen, dass ich Maya ganz sicher nichts verraten würde, weil ich ja nicht mal mehr mit ihr redete, aber er fuhr schnell fort. „Ich war furchtbar verliebt in Maya. Sie ist die schönste Frau, die mir je begegnet ist. Und ich dachte, sie würde dasselbe empfinden. Und plötzlich offenbarte sie mir, dass sie Richard heiraten würde. Wir waren wohl gemerkt eigentlich noch zusammen. Die Hochzeit fand schneller statt, als ich gucken konnte und ruckzuck hatten sie ihr erstes Kind. Wahrscheinlich wusste sie schon von dem Baby, als sie mir von der Verlobung erzählt hat. Das war ein schlimmer Schock für mich. Eigentlich hatte ich ihr einen Heiratsantrag machen wollen. Ich wollte es richtig machen. Ich wollte nicht wegen einer Schwangerschaft heiraten. Ich wollte lieber eine große Feier, mit allem, was das Herz begehrte und dann irgendwann eben Kinder. Aber sie wählte anders. Ich muss dir nicht sagen, dass es mir ziemlich dreckig ging. Aber das durfte die Presse nicht erfahren. Also stürzte ich mich in mein Training. Das tat mir wirklich gut. Dann lernte ich Elena besser kennen und ging eine Beziehung mit ihr ein. Es war natürlich völlig anders als mit Maya. Eigentlich wollte ich nur meine Einsamkeit loswerden. Und gleichzeitig hatte ich Angst, wieder soviel in eine Beziehung zu geben, also hab ich ihr weniger Zeit geopfert, als sie verdient. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass sie auch Schluss machen würde.“ Orlando machte eine Verschnaufpause. Das Reden schien ihm gut zu tun, also ließ ich ihn fortfahren. „Als sie so wütend vor mir stand und die Beziehung beendete, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, und ich begriff, dass ich Elena brauchte. Aber die wollte zunächst gar nichts mehr von mir wissen. Tja, und so bin ich eben eine Beziehung nach der anderen eingegangen, um irgendwann eine Frau zu finden, die mir genausoviel bedeutete und bei der ich es besser machen konnte.“
„Wieviele...?“, begann ich, aber Orlando unterbrach mich grinsend. „Celine ist die achte seit Maya. Aber sie ist auch nicht die Richtige. Ich hab gerade Schluss gemacht.“
Aber du warst doch zwischendrin wieder mit Elena zusammen. Warum bist du nicht bei ihr geblieben?“, wollte ich wissen.
„Sie lässt mich nicht. Ich will es ja besser machen, aber ich komm einfach nicht mehr richtig an sie ran. Ich muss sie sehr verletzt haben und ich weiß einfach nicht, was ich noch tun soll, um die Sache wieder ins Lot zu bringen.“
„Ständig neue Beziehungen zu beginnen, ist vielleicht nicht die richtige Taktik.“, wagte ich vorsichtig zu sagen. „Du solltest ihr durch dein Verhalten klar machen, dass sie die Einzige ist, die du willst.“
Orlando sah nicht so aus, als wolle er den Rat von mir beherzigen. „Ich werde drüber nachdenken.“, antwortete er kurz und stand auf. Ein eindeutiges Zeichen, dass das Gespräch beendet war. Ich verabschiedete mich. Es wurde Zeit für mich, zur Arbeit zu gehen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Nov 05, 2011 1:04 pm

Ein paar Tage später fand mal wieder eine Party bei Orlando statt. Ich ging nicht hin. Der Gedanke, noch einmal mit Maya zu feiern, bereitete mir Unbehagen. Amalia dagegen schien große Lust zu haben zur Party zu gehen und schien sogar fast zufrieden, dass ich nicht mitging. Der Grund war, dass sie Maya zu Rede stellen wollte. Ich fand das mutig von ihr, auch wenn ich nicht verstand, was sie mit ihr bereden wollte. Amalia berichtete mir auch nicht wie gewöhnlich ausführlich von dem Gespräch, sondern beließ es bei ein paar Bemerkungen, die durchschimmern ließen, dass Maya das Ganze nicht sehr ernst und schließlich auch betrunken gewesen sei. Nun, das war mir auch schon vorher klar. Keine Ahnung, warum Amalia das nochmal mit Maya besprechen musste.



Ich beschloss, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Amalia würde, so wie ich sie kannte, eines Tages mit der Sprache rausrücken, wenn es denn so wichtig war. Natürlich war ich neugierig, aber es machte keinen Sinn, Amalia zu drängen. Sie konnte wirklich stur sein, wenn sie etwas nicht sagen wollte. Ein paar Tage später tauchte sie ein wenig durch den Wind bei mir auf. Ich hatte mir gerade an paar Anzeigen in der Zeitung angesehen, weil ich gerade darüber nachdachte, in ein größeres Haus umzuziehen, als es an der Tür klingelte. Dass Amalia mich besuchte, war mittlerweile keine Seltenheit mehr. Wenn ich allerdings an das Chaos dachte, dass gerade in meiner Hütte herrschte, gefiel mir das an diesem Tag nicht besonders. Aber sie ließ sich nicht abwimmeln und da mir bereits nach wenigen Worten klar wurde, dass sie Redebedarf hatte, ließ ich sie schließlich doch ein.



„Es ist aber wirklich nicht besonders ordentlich hier drin. Du weißt ja, dass ich nicht so gerne aufräume.“, entschuldigte ich mich mit einem beschämten Grinsen. Amalia sah mit nicht zu deutender Miene auf meinen Herd und die Arbeitsfläche, die Wäsche auf dem Boden und die ungespülten Teller auf dem Tisch, von denen manche schon etwas stanken.
„Macht nix. Das haben wir gleich.“, lächelte sich spitzbübisch und ehe ich mich versah, hatte sie sich einen Schwamm geschnappt und polierte meinen Herd.
„Das musst du nicht machen!“, protestierte ich. „Ich mach das schon alleine.“
„Klar.“, antwortete sie trocken, „Das sehe ich.“
„Ach, als Junggeselle sehe ich das nicht so eng.“ Ich versuchte ihr den Schwamm abzunehmen, doch sie wandte sich blitzschnell der Arbeitsfläche zu und putzte die.
„Immer noch eng genug, dass es dir peinlich ist, wenn du Besuch kriegst.“, bemerkte sie grinsend. Darauf fiel mir nichts ein und beobachtete ihr geschäftiges Treiben eine Weile. Sie hob auch noch meine Wäsche auf und stopfte sie in den Waschkorb (der von mir meistens nicht benutzt wurde). Dann wandte sie sich mit strahlenden Augen um.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Nov 05, 2011 1:08 pm

„Ich nehme an, du bist nicht gekommen, um mein Haus zu putzen.“, stellte ich fest.
„Natürlich nicht.“ Sofort verfinsterte sich ihre Miene.
„Warum dann?“, fragte ich, immer noch ein wenig perplex von ihrem plötzlich Putzwahn.
„Ach, ich wollte nur für kurze Zeit der miesen Stimmung Zuhause entkommen.“, sagte sie leichthin, aber ich hörte dennoch eine gewisse Anspannung in ihrer Stimmung.
Ich machte eine Kopfbewegung zum Küchentisch und wir setzten uns.
„Schon wieder Streit?“
Amalia nickte. „Vater hat Mutter heute mit der Scheidung gedroht.“
„Bitte was?“ Ich hatte zwar Amalias Vater immer schon für jähzornig gehalten, aber dass er so weit gehen würde...
„Sie... sie verstehen sich schon lange nicht mehr. Mutter hasst ihn richtig. Sobald die beiden sich über den Weg laufen, gehen sie sich gegenseitig an die Gurgel. Sie brauchen dazu längst keinen Grund mehr. Die meiste Zeit weichen sie sich gegenseitig aus und ich versuche mich unsichtbar zu machen, denn wenn Mutter gerade nicht da ist, wenn Vater mal wieder jemanden zur Schnecke machen will, dann nimmt er sich mich vor.“, brach es aus ihr hervor, „Letztens habe ich ihn gefragt, ob wir vielleicht einen Gemüsegarten anlegen möchten. Da ist er richtig ausgerastet. Dabei beschwert er sich sonst immer über die Leute, die nichts für die Umwelt tun und Genfood essen. Ich hab es noch ein paar Mal versucht, aber er wird jedes Mal gemeiner. Er hat den Gartenkanal im Fernsehen mit einem Passwort geschützt und meine Bücher alle im Ofen verbrannt, damit ich mich nicht mehr damit beschäftige.“ Sie brach in Tränen aus. „Dabei würde ich mich so gerne um einen Garten kümmern! Das ist doch nun wirklich nichts Schlimmes. Ich verstehe es ja, wenn er etwas dagegen hat, wenn ich mich in zwielichtigen Knei-Kneipen aufhalten oder als S-S-Stripperin arbeiten würde, aber was gefällt ihm an einem eigenen Garten nicht.“ Sie verbarg ihr Gesicht in ihren Händen.
Ich klopfte ihr beruhigend auf den Rücken. Ich wusste auch nicht so recht, was ich davon halten sollte. Ich wusste nur, dass sie da raus musste. Das war kein Ort, wo sie sich noch länger aufhalten sollte, oder sie würde eingehen. Ich fühlte einen übermächtigen Zorn gegen Markus Dogan, Amalias Vater, in mir aufsteigen. Nur mühsam gelang es mir, ihn zu unterdrücken und nicht an Amalia auszulassen. Das war nun wirklich das letzte, was sie brauchte.
„Was soll ich nur tun?“, schluchzte sie. „Von Mu-Mutter kann ich auch keine Unterstützung erwarten. Sie legt sich einfach nicht mehr mit ihm an. Und er ist immer so gemein zu mir.“



Ich kämpfte eine weitere Welle des Zorns nieder. „Du musst da raus.“, sagte ich so ruhig ich konnte.
„W-Was? Wie soll ich da rauskommen?“
„Na, ausziehen, was sonst.“, antwortete ich verblüfft, dass sie das Offensichtliche nicht erkannte.
Ihr Blick flackerte unsicher, als ob sie vermutete, dass ich scherze. „Das wird er nie erlauben! Er verbietet mir doch alles.“ Wieder rollte eine Träne über ihre Wangen.
„Selbst wenn du ab jetzt in einer zwielichtigen Kneipe als Stripperin arbeiten würdest, dürfte er es dir nicht verbieten, Amalia. Du bist volljährig und das schon eine Weile. Er kann dir nicht verbieten, auf eigenen Füßen zu stehen. Er kann dir vielleicht verbieten auf seinem eigenen Grund und Boden einen Gemüsegarten zu errichten, aber auf deinem eigenen Grundstück nicht.“
„Aber...“
„Denk doch nach, Amalia.“, sagte ich sanft. „Niemand mehr, der dir vorschreiben kann, wann du was zu tun oder zu lassen hast oder was deine Hobbys sein sollten. Du kannst alles frei entscheiden.“
„Ich bin nicht wie du, Seth. Ich kann nicht einfach allein leben!“
„Dann such dir jemanden, mit dem zusammen leben kannst.“, schlug ich vor. In dem Moment, als ich es aussprach, kam mir eine Idee, die rasch in meinem Kopf Gestalt annahm. Ich hörte nicht, was Amalia antwortete, so sehr nahm die Idee mich gefangen.



„Hörst du mir überhaupt zu?“, hörte ich Amalias Stimme nach einer Weile an mein Ohr dringen.
„Was? Oh... entschuldige, ich hatte gerade einen Gedanken. Was hast du gesagt?“
„Dass ich nicht genug Geld habe, um allein einen Haushalt zu führen.“, antwortete sie ärgerlich.
„Dann zieh mit mir zusammen?“
„Wie bitte?“, fragte sich und ihre Stimme schien sich zu überschlagen vor... ja, was eigentlich... Entsetzen? Verblüffen? Freude? Ungläubigkeit? Wut?
„Du kannst mit mir zusammenziehen.“, wiederholte ich freundlich.
Eine Weile war sie zu verblüfft, um weiterzusprechen. „Mit... dir?“, brachte sie schließlich mühsam heraus. Ihr Gesichtsausdruck sah mittlerweile so aus, als hätte sie erfahren, dass Weihnachten vorverlegt worden war.
Dann wandelte sich ihr Gesichtsausdruck. „Aber hier ist doch gar kein Platz!“, rief sie diesmal eindeutig entsetzt aus. „Und einen Garten könnte ich hier auch nicht anlegen.“, präzisierte sie.
„Ich habe auch nicht gesagt, dass du hier einziehen sollst. Ich sagte, du kannst mit mir zusammenziehen. Ich bin eh grad auf der Suche nach einem größeren Haus. Das hier wird langsam ein bisschen eng für meine vielen... ähm... Schätze.“
„Und warum bietest du mir das an? Ich dachte, du lebst gerne allein.“ Sie schien fast verzweifelt nach Gegenargumenten zu suchen. Aber ich wusste, dass ich sie schon halb überredet hatte.
„Es hat alles seine Vor- und Nachteile.“, antwortete ich unbestimmt.
„Aber ich habe doch kaum Geld. Wie soll ich denn meinen Teil zum Lebensunterhalt beisteuern? Ich würde dir doch nur auf der Tasche liegen und bei dir reicht es doch auch grad so.“
„Das Geld muss nicht deine Sorge sein. Ich bekomme durch meine Aufträge im Ausland genug Geld in die Kasse, dass ich auch ohne meinen Job im Supermarkt gut überleben könnte.“
„Ich will aber nicht, dass du für mich aufkommen musst.“, wehrte sie entschieden ab.
„Das ehrt dich, aber ich glaube nicht, dass ich das muss. Wenn du erstmal etwas Gemüse angepflanzt hast, wirst du das sicher gewinnbringend verkaufen können.“ ich sah, dass sie das nicht überzeugte. „Nun gut, dann lass uns einen Handel abschließen. Du darfst bei mir wohnen, deinen Garten anlegen und alle Hobbys, die dir noch einfallen ausüben. Dafür kümmerst du dich um das Haus, wenn ich weg bin und achtest darauf, dass das Haus nicht im Chaos versinkt. So helfen wir uns gegenseitig. Du kommst von deinen Eltern weg und wirst ein wenig selbstständiger und ich lebe nicht mehr in einer Müllhalde. Okay?“
Sie kämpfte mit sich. Aber ihre Bedenken schwanden zusehends. Dennoch bat sich mich, nochmal darüber nachdenken zu dürfen, damit sie nochmal darüber schlafen konnte.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Do Nov 10, 2011 2:34 pm

Amalia ließ sich Zeit mit ihrer Entscheidung. Zwar schien sich die Lage bei ihr Zuhause nicht zu entspannen, aber sie wollte nichts Unüberlegtes tun. Wahrscheinlich sammelte sie auch Mut, um ihren Eltern in dieser Sache entgegen zu treten. Außerdem war es für Amalia, schüchtern, wie sie nunmal war, eine große Sache, mit einem Mann zusammenzuziehen, mit dem sie nicht verheiratet war. Während sie noch überlegte, was sie tun wollte, hatte Marci, Janes zweite Tochter, Geburtstag und krabbelte nun munter durch das Haus.



Ihre ältere Schwester Ami, spielte fast täglich mit ihren Cousinen Lucy und Mary Fangen. Ich konnte die drei oft, von meinem Küchenfenster aus beobachten.



Nachdem Georges Frau Catherine ihr erstes gemeinsames Kind (Eliana) geboren hatte, zogen die drei in ein Penthouse in Springfield um. Zusammen mit Mayas Familie und Orlando wurde es scheinbar nun doch zu eng. Dank Georges jüngster Beförderung zum Neurochirurgen, schien das finanziell überhaupt keine Probleme zu bereiten.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Do Nov 10, 2011 2:41 pm

Als Amalia sich nach über einer Woche immer noch nicht gemeldet hatte, um mir ihre Entscheidung zu verkünden, wurde ich unruhig. Meine Hütte kam mir mal wieder zu klein vor, und ich beschloss, meinen Nachbarn mal wieder nach und nach Besuche abzustatten. Ganz ehrlich, manchmal nehme ich wirklich dieses seltsamen Angewohnheiten der feinen Damen aus dem 18. Jahrhundert an, als man in regelmäßigen Abständen, Anstandsbesuche bei seinen Nachbarn machte. Wie gesagt, ich machte meine „Anstandsbesuche“ und fing bei Jane Smith an. Ihre Tochter Ami hatte sich zur Klassenbesten entwickelt und war wohl auch sonst sehr fleißig. Darum hatten ihre Eltern ihr ein Chemielabor geschenkt. Während meines gesamten Besuchs, hörte ich es im Keller ununterbrochen Knallen und Brodeln, doch weder Jane noch Marcel, schien das groß zu beunruhigen. Schließlich sei auch Elena unten an ihrer Erfinderwerkbank, da würde schon nichts passieren, sagten sie.



Dass Elenas Erfindungen auch nicht immer von Erfolg gekrönt und ganz sicher nicht ungefährlich waren, erwähnte ich besser nicht. Ganz abgesehen davon, war ich nicht das beste Vorbild für jemanden, der sich nicht in Gefahr begibt.



Sehr erfolgreich dagegen waren Marcels Bilder...



Janes neustes Hammer-Buch „Launige Zeiten“...



Und Elenas Metallskulpturen.



Dramatisch war, dass ausgerechnet an Marcis Geburtstag, die Küche lichterloh in Flammen stand. Die Geburtstagsfeier ging selbstverständlich in dem darauffolgenden Chaos völlig unter. Dafür hatte Marci gleich an ihrem ersten Schultag eine dramatische Geschichte für ihre Klassenkameraden parat.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Do Nov 10, 2011 2:52 pm

Tags darauf fand bei Beatrix eine Party statt. Wie sich herausstellte, was es eine nachträgliche Geburtstagsfeier für Lucy und Mary, die Teenager geworden waren.


(Mary)

(Lucy)

Auf der Party lernte ich Wilhelmina Zuniga kennen. Sie arbeitete bei Beatrix im Büro und schien die Nachfolge für Rodrigo angetreten zu haben – ohne die kriminellen Machenschaften versteht sich. Beatrix schien es unheimlich wichtig zu sein, uns gegenseitig vorzustellen und ich unterhielt mich eine Weile nett mit ihr. Sie zeigte ein großes Interesse an meinen Abenteuergeschichten und fragte, ob sie mich dazu mal interviewen dürfte und einen Artikel schreiben. Dagegen hatte ich nichts einzuwenden. Daraufhin schien sie enorm zufrieden zu sein und ließ mich für den Rest des Abends nicht mehr allein, als würde ich ihr entwischen, wenn sie mir nur kurz den Rücken kehrte. Nun, um ehrlich zu sein, hatte ich bald Lust dazu. Sie war echt nervig, wenn sie so an einem hing.

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