Springfield

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Jan 27, 2012 3:52 pm

Sinas Tochter Sharon war ebenfalls schnell gewachsen und nun ein ziemlich süßes Kleinkind.



Und Lucy war offensichtlich sehr schnell über meine Hochzeit hinweggekommen und war jetzt mit dem ältesten der Mallory-Brüder, Bastian, zusammen. Er war um einiges älter als sie, sogar älter als Sina und fast so alt wie ich.



Außerdem erzählte mir Beatrix, dass Hannes, der jüngste der Mallory-Brüder eine Katzenzucht plane. Bisher hatte er nur einen Kater namens Luke, der die meiste Zeit auf dem Dachboden schlief oder wahlweise im Stadtzentrum auf einer Bank saß und vorübergehende Passanten anfauchte.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Jan 28, 2012 8:29 pm

Nicht lange nach unserer Rückkehr begann Amalia sich unwohl zu fühlen. Manchmal rannte sie während der morgendlichen Gartenarbeit plötzlich ins Bad, um sich zu übergeben. Ich machte mir wirklich Sorgen. Ich war ziemlich sicher, dass es diesmal nicht der Nektar war. Wahrscheinlich hatte sie sich einen Virus eingefangen. Ich schlug ihr vor, dass sie sich doch besser ein paar Tage ausruhen solle, aber davon wollte nichts hören. „Das bisschen Übelkeit kann mich nicht von meinem Garten abhalten.“, sagte sie wegwerfend und damit war das Thema für sie erledigt. Zumindest dachte ich das.



„Ich war heute morgen bei George.“ eröffnete sie eines morgens das Gespräch in der Küche.
„Wie geht es Abigail und Jill?“, fragte ich automatisch, in dem Glauben, dass sie mir mal wieder von ihren Nichten erzählen wollte.
„Gut vermute ich. Sie waren schon in der Schule. Aber deswegen war ich nicht da.“
„Warum dann?“, wollte ich irritiert wissen.
„Um mich untersuchen zu lassen.“, antwortete sie ruhig. „Ich bin schwanger.“
Es dauerte eine Weile, bis ich das verdaut hatte. Deswegen also die Übelkeit. „Du meinst, wir bekommen ein Baby?“, fragte ich dumm.
„Das steht üblicherweise am Ende einer Schwangerschaft.“, antwortete sie die Augen verdrehend. „Hab ich zumindest gehört.“ Sie grinste frech.
„Wow.“, murmelte ich. „Ich werde Vater.“ Mein Magen schlug Purzelbäume. Es kam alles so schnell hintereinander. Verlobung, Hochzeit und jetzt ein Kind. In den seltenen Fällen, in denen ich vor unserer Beziehung über Heiraten und Familie nachgedacht hatte, waren zwischen diesen Ereignissen immer Jahre ins Land gegangen. Ich hatte es einfach nicht besonders eilig gehabt. Aber nun war eben das Baby unterwegs. Kein großes Wunder, wenn man bedachte, wie oft Amalia und ich in Frankreich... naja, wie auch immer. Ich wusste, dass ich dieses Kind lieben würde, auch wenn die überschwänglichen Glücksgefühle sich vor Überraschung noch nicht eingestellt hatten.



Und die Glücksgefühle kamen. Bald freute ich mich wie verrückt auf unser Baby. Ich wollte, dass die Schwangerschaft so gut wie möglich verlief, daher fand ich, dass Amalia sich schonen sollte. Ich versuchte, sie von der Gartenarbeit abzuhalten, aber als ich ihr den Vorschlag machte, fing sie überraschend an zu weinen. Schwangerschaftshormone! Also sprach ich das Thema nicht mehr an und übernahm stattdessen das Kochen. Natürlich konnte ich bei Weitem nicht mit Amalias Kochkünsten mithalten und in Sachen Ernährung wäre es wohl besser gewesen, wenn sie ihre köstlichen Mahlzeiten gegessen hätte, aber sie schien recht angetan von meinem „Topf Surprise“.



Außerdem hatte Amalia sich Schwangerschaftsratgeber in der Buchhandlung gekauft. Sie saß Abend für Abend im Garten und las. Als sie fertig war, legte sie mir nahe, die Bücher auch zu lesen. Zwar las ich nicht besonders gern, aber in diesem Fall... Zudem war es Amalia, die mich darum gebeten hatte... Habe ich schonmal erwähnt, dass ich dieser Frau einfach rein gar nichts abschlagen kann?

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Jan 28, 2012 8:33 pm

Als Amalias Bauch sich zu runden begann, verbrachte ich viel Zeit damit, die Tritte unseres Babys zu erfühlen. Es war alles so spannend! Wie ein Abenteuer – Abenteuer Familiengründung! Es war zwar etwas komisch, Amalia, die sonst immer so dünn war, mit einem dicken Bauch herumwatscheln zu sehen, aber ich lernte auch diesen Anblick zu lieben. Alsta schien sich auch für Amalias Bauch zu interessieren. Zumindest legte sie oft ihre Schnauze neben den Bauch, als wolle sie dem Baby im Bauch zuhören.



Beatrix brachte uns eines Tages überraschende Neuigkeiten. Sie erwartete ebenfalls ein Baby. Eigentlich hatte sie gedacht, nach Samuel und Niclas wäre Schluss, aber dann war sie auf einmal doch nochmal schwanger geworden. Ihre Schwangerschaft war noch nicht so weit fortgeschritten wie Amalias, die mittlerweile eine ziemlich runde Kugel mit sicher herumschleppte. Für Beatrix war die Sache nur nicht ganz ungefährlich wegen ihres Alters und sie und Patrick machten sich riesige Sorgen wegen dieser Sache.



Sie fühlte sich auch furchtbar. „Viel schlimmer, als bei den Schwangerschaften vorher zusammen“, meinte sie stöhnend, als sie während ihres Besuchs zum wiederholten Mal auf unsere Toilette rannte, um sich zu übergeben.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Jan 28, 2012 8:38 pm

„Seth. Seth wach auf.“, drang Amalias Stimme an mein Ohr. Ich stöhnte. Ich hatte gerade von einem Ölbohrturm geträumt und ihre Aufforderung verwirrte mich. „Seth, ich habe Wehen. Wir müssen ins Krankenhaus.“
„Wehen?“ Ich schreckte verwirrt auf. „Das Baby kommt?“ Ich war mit einem Satz aus den Federn und suchte meine Kleider zusammen. In diesem Moment ging die Alarmanlage los, begleitet von Alstas wütendem Gebell.



Amalia und ich sahen uns erschrocken an.
„Bleib hier. Ich schau nach, was los ist.“, sagte ich und bemühte mich, so ruhig wie möglich zu klingen. In Wirklichkeit war ich alles andere als ruhig. Meine Frau lag in den Wehen und hatte Schmerzen und wenn die Alarmanlage losging, hieß das im Allgemeinen nichts Gutes. Ich stürmte in den Flur und überblickte das Szenario in einem Blick. Ein Dieb hatte sich in unser Haus geschlichen und die Polizei war bereits dabei, den Typen zu verhaften. Alsta stand bösartig knurrend daneben, scheinbar am Überlegen, wen sie zuerst anfallen sollte. Was den Dieb betraf, so konnte er von Glück reden, dass die Polizei angekommen war, bevor ich seinen Einbruch bemerkt hatte. Ich war gelinde gesagt wütend. Eigentlich kochte ich vor Zorn. Es kostete mich viel Mühe, Alsta festzuhalten und ich nicht ausversehen auf den Dieb loszulassen. Was fiel diesem dreckigen Bastard ein, in der Nacht, in der unser Kind geboren werden sollte, in unser Haus einzubrechen? Es war schon unmoralisch genug in einem Haus überhaupt einzubrechen, aber dann auch noch, wenn eine Hochschwangere in den Wehen lag? Wenn ich es mir Recht überlegte, verdiente er es nur, wenn Alsta ihm Verletzungen zufügte.



Als der Typ in Handschellen zum Auto geführt wurde, warf ich ihm noch ein paar wüste Schimpfwörter an den Kopf, die ihm die Schwere seines Vergehens verdeutlichen sollten und erklärte dem Polizisten mit mühsam zurückgehaltenem Zorn die Situation. Dann lud ich Amalia in das Taxi, das mittlerweile ebenfalls vor der Tür stand und fuhr mit ihr ins Krankenhaus.



Nach all der unerwünschten Aufregung dauerte die Geburt nicht mehr allzu lange und im Morgengrauen waren wir mit unserer Tochter Leslie bereits auf dem Heimweg.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Di Feb 07, 2012 5:48 pm

Leslie hielt uns ganz schön auf Trab. Ausschlafen wurde zum seltenen Luxus und gemeinsame Stunden im Bett zur Rarität. Und obwohl sie uns so viele Stunden Schlaf und Zweisamkeit raubte, liebten wir sie doch heiß innig. Ich erinnere mich noch gut daran, wie es war, als sie mich zum ersten Mal anlächelte. Man musste einfach in dieses zahnlose Lächeln zurücklächeln.



Inzwischen war auch Beatrix Bauch gewaltig gewachsen. Aber statt sich zu schonen, wie ihr Mann es am liebsten gehabt hätte, durchwühlte sie den Müll in der Nachbarschaft, um vielleicht eine gute Story für die Zeitung zu entdecken.



Als die Wehen dann einsetzten, war Patrick so verzweifelt, als wäre es die erste Geburt und nicht die fünfte.



Die Sorge, dass Beatrix diese Geburt nicht heil überstehen würde, schien unbegründet gewesen zu sein. Innerhalb von wenigen Stunden hielt sie ihr siebtes Kind Lars in den Armen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Di Feb 07, 2012 5:51 pm

Als ob Beatrix Haus durch den Familienzuwachs nicht schon voll genug wäre, waren auch oft ihre Nichten Ami und Marci nachmittags zu Besuch. Elena hatte die beiden zwar bereitwillig aufgenommen, aber eigentlich mochte sie nach wie vor keine Kinder. Und auch wenn die beiden Mädchen gar nicht mehr so klein, sondern bereits heranwachsende junge Damen waren, war sie trotzdem froh, dass die Mädchen so gerne bei ihrer Tante waren. Außerdem hatten Carl und sie dann das Haus für sich.


Ami

links Marci, rechts Florian

Natürlich waren sie nicht jeden Tag bei Beatrix. Wenn ich mit Alsta spazieren ging, sah ich Ami zum Beispiel oft draußen an ihrem Chemielabortisch stehen und experimentieren. Die Chemie schien es ihr angetan zu haben. Ihr großer Traum war, einmal Forensikspezialistin zu werden.



Die Beziehung zwischen Carl und Elena intensivierte sich überraschend. Elena machte ihm einen Heiratsantrag und er nahm an. Eigentlich hatte niemand mehr so recht daran geglaubt, dass Elena eines Tages heiraten würde. Bald kam jedoch der Grund des plötzlichen Sinneswandels ans Licht. Elena, ausgerechnet Elena, die Kinder hasste, erwartete ein Baby.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 11, 2012 8:27 pm

Und schon stand wieder eine Party an. Ami Smith hatte Geburtstag und wurde erwachsen. Sie feierte mit fast der ganzen Nachbarschaft. Es war eine Riesenfete.


(v.l.n.r. Marci Smith, Carl Mallory, Hannes Mallory, Mary Scholander, Abigail Dogan, Florian Scholander, Elena Dogan, Jill Dogan, Ami Smith, Lucy Scholander)

Ami als junge Erwachsene sah aus wie ein Duplikat ihrer verstorbenen Mutter, nur eben mit den roten Haaren ihres Vaters. Nur ihre Interessen lagen ganz und gar nicht im künstlerischen Bereich. Ihr Plan war, wie bereits erwähnt, als Forensikspezialistin bei der Polizei groß heraus zu kommen.



Zur allgemeinen Verwunderung hatte Ami auch George Mumbay, den Exfreund von Elena eingeladen. Noch verblüffender war die Tatsache, dass sie fast während der gesamten Party in seiner Nähe blieb. Die anderen Gäste nahmen schließlich an, dass Ami nur nicht wollte, dass George und Elena aneinander gerieten. Vielleicht als Geste der Dankbarkeit, dass er sie nach dem Erdbeben gerettet hatte.



Als alle Partygäste fort waren, begann die kleine, intime Trauung von Carl und Elena. Bei all den Partys hatten sie beschlossen, ihre Hochzeit klein zu halten. Carl nahm Elenas Namen an, denn Elena wollte, dass der Name Dogan weitergeführt wurde. Nachdem Amalia meinen Namen angenommen hatte, blieben nur noch Elena, Abigail und Jill, die den Nachnamen Dogan trugen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 11, 2012 8:31 pm

Ami zog gleich am nächsten Tag in ein kleines Häuschen bei uns im die Ecke. Es war in etwa so groß wie das erste Haus, das ich in Springfield's Stone bewohnt hatte. Marci dagegen zog bei ihrer Tante Beatrix ein.



Kurz darauf machte die Neuigkeit die Runde, dass Lucy und Bastian verlobt seien. Daraufhin zog Lucy bei ihm ein, so dass Mary nun alleine lebte.



Bald darauf kam Elenas erstes Kind auf die Welt. Es war ein Junge und sie nannte ihn Lonnie. Sie schien sogar einigermaßen glücklich zu sein, obwohl sie sich nie Kinder gewünscht hatte.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 11, 2012 8:36 pm

Ami konzentrierte sich währenddessen auf ihre Karriere und wurde innerhalb kürzester Zeit zur Schreibtischstute befördert. Ich nahm an, dass das noch nicht wirklich etwas mit Polizeiarbeit zu tun hatte, geschweige denn mit forensischer Analyse. Dennoch sah man sie oft an ihrem Chemielabortisch, den sie selbstverständlich mitgenommen hatte, stehen und experimentieren. Es sah zumindest so aus, als würde sie sich den lieben langen Tag nur um ihre Karriere kümmern. Wie sehr wir alle uns doch täuschten.



Eines Tages sah ich Ami vor dem Rathaus auf einer Bank sitzen. Das war an sich noch nichts Ungewöhnliches, aber sie schien auf jemanden oder etwas zu warten. Da ich gerade mit Alsta spazieren war und diese irgendetwas spannendes in einem Gebüsch gefunden hatte, das sie nun untersuchen musste, hatte ich genügend Zeit, um zu erfahren, worauf Ami vor dem Rathaus wartete.



Ich war mehr als überrascht, als Ami in dem Moment freudig aufsprang, in dem George aus dem Rathaus trat (was auch immer er gerade dort getan hatte). Sie lief ihm strahlend entgegen, warf sich ihm in die Arme und er wirbelte sie lachend herum. Dann küssten die beiden sich lange und innig. Mir blieb förmlich der Mund offen stehen. Ami und George? Er war alt genug, um ihr Vater zu sein! Und an der Art, wie sie miteinander umgingen, wurde klar, dass sie wohl schon länger zusammen waren. Wie lange das wohl nun schon ging?
In diesem Moment entdeckten die beiden mich. Ich klappte schnell den Mund zu und rief Alsta zu mir. An dem ertappten Blick der Beiden hatte ich sofort ablesen können, dass die Beziehung eigentlich ein Geheimnis war. Wie sie das wohl vor Beatrix und Elena geheim gehalten hatten? Was würde Elena wohl dazu sagen, dass Ami, die sie bei sich aufgenommen hatte, mit ihrem Exfreund zusammen war?
„Seth!“, rief George in diesem Moment mir hinter. Ich hatte mich bereits Alsta hinter mir her ziehend auf den Weg gemacht.
Ich hörte, dass er die Treppen hinunter rannte und ich blieb stehen. George holte mich schnell ein. Kurz darauf stand auch Ami daneben.
„Kannst du das bitte für dich behalten?“, bat er. „Wir wollen nur noch ein bisschen warten, bis wir es offiziell machen, damit es kein übles Gerede gibt.“
„Meint ihr nicht, dass ihr das so oder so bekommt?“, fragte ich sarkastisch. „Der Altersunterschied zwischen euch wird dafür schon sorgen.“
„Das wissen wir.“, sagte Ami. „Es ist nur so, dass...“ Sie sah George nervös an. „Wir waren schon zusammen, als ich noch ein Teenager war. Es würde seiner Karriere als Arzt gar nicht gut tun, wenn das ans Licht käme.“
„Ihr solltet wirklich nicht mehr zu lange warten. Beatrix wird dem auf die Spur kommen. Schließlich ist sie immer auf der Suche nach guten Storys.“, antwortete ich mit einem Zwinkern.
„Aber du wirst niemanden verraten, dass wir zusammen kamen, bevor sie volljährig war?“, drängte George.
„Nein, ich werde nichts sagen. Aber lügen werde ich auch nicht.“, antwortete ich lächelnd. „Viel Glück euch beiden.“ Und damit ging ich weiter.



Die beiden machten es sogar sehr offiziell, als es dann bald danach so weit war. George machte Ami einen Heiratsantrag, den sie freudestrahlend annahm, wie mir George später grinsend berichtete. Zwischen uns war mittlerweile eine echte Männerfreundschaft entstanden und ich kann gar nicht ausdrücken, wie gut es ab und zu tat, mit einem Mann zu quatschen. Da Ami direkt nach der Verlobung bei ihm einzog, wurden diese Zeiten leider seltener.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 11, 2012 8:43 pm

Ami, die selbst noch sehr jung war, war plötzlich Quasi-Stiefmutter von sechs Kindern im Schulalter. Die jüngste war Olivia.



Die nur wenige Tage älteren Zwillinge von Georges Schwester Maya: Victor und Sophia.



Eliana, die mittlerweile Teenagerin war und auf die High School ging.



Jill...



Und die Älteste, Abigail, die nur wenig jünger als Ami selbst war und ihre alte Schulfreundin wohl kaum als Mutterfigur sah. Schon bald nach dem Einzug von Ami wurde sie volljährig und zog in das nun ehemalige Häuschen von Ami.


(was mir gerade auffällt: Elena hat ihre linke Hand echt super platziert...)
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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Feb 17, 2012 5:38 pm

Ami und George heiraten bald darauf dort, wo auch Amalia und ich geheiratet hatten: In der Haifischbar. Um ehrlich zu sein war es im Moment der beste Ort zum Heiraten, wenn man nicht gerade Zuhause feierte. Ami war ebenfalls eine sehr hübsche Braut, aber natürlich reichte sie meiner Meinung nach nicht an Amalia heran. Vielleicht bin ich auch einfach nur voreingenommen. Marci brach beim Hochzeitskuss vor Rührung in Tränen aus und der Rest der Gäste applaudierte begeistert. Amalia sah mich strahlend an. Ohne Zweifel erinnerte sie sich ebenfalls an unseren großen Tag.



Die Party dauerte noch bis tief in die Nacht. Für Amalia und mich reichte es bedauerlicherweise nur noch für ein Stück Hochzeitstorte, dann musste wir nach Hause. Schließlich mussten wir unsere Tochter ins Bett bringen. Wir hatten für ein paar Stunden einen Babysitter engagiert, aber es war uns beiden noch nicht sehr geheuer Leslie nicht selbst zu beaufsichtigen, obwohl sie mittlerweile schon ein ganzes Stück gewachsen war.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr Feb 17, 2012 5:44 pm

Unser Töchterchen krabbelte zu diesem Zeitpunkt nämlich schon munter durch Haus und Garten und es brauchte die Aufmerksamkeit von uns beiden, dass sie nicht vor ein vorbeifahrendes Auto geriet oder unser Nektarregal ausräumte. Zum Glück konnte sie sich auch mal ganz gut alleine beschäftigen. Besonders die Steckbox hatte es ihr angetan. Äußerlich kam sie ziemlich auf mich. Nur die Nase und Hautton kamen wohl eher von Amalia.



Alsta, die gute Seele, eignete sich glücklicherweise auch ganz gut als Babysitter. Sie bewies jedenfalls eine Engelsgeduld mit Leslies Patschehändchen, auch wenn sie ihr gleichzeitig nicht ganz geheuer schienen.



An diesem Abend, als Leslie endlich schlief, machten Amalia und ich es uns auf dem Bett gemütlich, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
„Musst du wirklich morgen nach China fliegen?“, fragte sie zwischen zwei Küssen.
„Ich muss gar nichts.“, grinste ich und küsste sie leidenschaftlich. „Aber ich will.“
„Gefällt es dir hier nicht?“, wollte sie wissen und brachte etwas Abstand zwischen uns.
„Doch, natürlich tut es das.“, antwortete ich verwirrt. Was für eine Frage! „Mit dir gefällt es mir doch überall.“
„Warum willst du dann so unbedingt weg?“ Sie nagte an ihrer Unterlippe.
„Amalia. Das habe ich dir doch schonmal erklärt. Ich brauche gelegentlich Abstand von meinem Alltag und außerdem reise ich doch so gerne und bestehe meine Abenteuer.“, seufzte ich und versuchte sie wieder näher zu mir zu ziehen, aber sie wehrte sich.
„Also gehöre ich nur zu deinem Alltag?“ Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Irgendwie schlug unser Gespräch eine völlig falsche Richtung ein. „Red doch nicht so einen Unsinn, Amalia!“, sagte ich verärgert darüber.
„Ach ja, ich rede also nur Unsinn?“ Ihre Stimme war höher als gewöhnlich. Aber ich verstand nicht genau, was ihr Problem war. Sie wollte aufstehen, doch ich hielt sie fest.
„Würdest du mir bitte erklären, was gerade eigentlich dein Problem ist?“, fragte ich so ruhig es ging, aber ich bemerkte, dass ich trotzdem noch wütend klang.
„Was mein Problem ist? Mein Problem ist, dass du mich allein mit Leslie lässt! Dass du einfach abhaust, obwohl du keine dringenden Aufträge hast, einfach, weil dir danach ist! Ich dachte, deine Familie ist dir wichtig!“, sie schrie fast.
„Schsch, du weckst die Kleine!“, zischte ich. „Und jetzt setz dich wieder, damit wir drüber reden können.“ Ich zog sie wieder aufs Bett. Sie gehorchte, aber ihre Arme waren verschränkt.
„Mir war nicht klar, dass du dich allein gelassen fühlst, wenn ich nach China reise.“, sagte ich nachdem wir uns eine Weile angeschwiegen hatten. Sie abwartend und verletzt und ich, weil ich versuchte wieder ruhig zu werden. „Ich bin davon ausgegangen, dass du es jetzt, wo sie älter ist und durchschläft, auch allein schaffst. Ich habe extra so lange gewartet, bis sie nicht mehr ganz so klein ist. Außerdem ist mir meine Familie wichtig. Ich liebe euch beide. Aber liebe es auch zu Reisen. Natürlich würde ich euch im Zweifel immer an erste Stelle setzen. Es ist nur eben meine Leidenschaft in Grüften Abenteuer zu suchen. Ich brauche das, um so ausgeglichen zu sein, wie ich es normalerweise bin. Ich brauche es auch, um abschalten zu können. Und das habe ich dir von vornherein gesagt. Du hast mich als jemanden kennengelernt, der ständig herumreist. Warum sollte ich das plötzlich aufgeben, wenn es mir doch so wichtig ist? Das ist ein Teil von mir. Was denkst du, was von mir übrig bleiben würde, wenn ich aufhören würde, zu Reisen?“
Ich sah, dass sie mich verstand, aber sie war trotzdem traurig.
„Amalia, ich liebe dich. Ich würde dich nie im Stich lassen. Außerdem bin ich doch nur ein paar Tage weg und auf unser Wiedersehen können wir uns doch heute schon freuen, oder?“ Ich zog sie wieder in meine Arme und küsste ihre Stirn. Etwas Nasses tropfte auf meinen Hals. Sie weinte. Ich streichelte ihren Kopf.
„Tut mir Leid.“, flüsterte sie kaum hörbar. „Ich weiß auch nicht, was im Moment mit mir los ist.“
„Schon okay. Wenn dich etwas stört, musst du es sagen. Ich weiß doch sonst nicht, was los ist.“, murmelte ich in ihr Ohr.
„Halt mich einfach noch ein bisschen fest, ja?“, bat sie und kuschelte sich enger an meine Brust.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 18, 2012 11:23 am

Dank Amalia hatte ich ein furchtbar schlechtes Gewissen, als ich in China ankam. Im Moment schien sie mich viel mehr zu brauchen, als ich vermutet hatte und es wurmte mich, dass nicht bei ihr sein konnte. Um mein Gewissen zu beruhigen, ging ich darum nach meiner Ankunft nicht, wie man meinen sollte direkt auf Abenteuersuche, sondern schnurstracks in einen der Gärten um chinesisches Obst zu ernten. Nicht, dass Amalia davon nicht sowieso schon genug hatte, aber wie gesagt: Ich musste mein Gewissen beruhigen.



Danach brachte ich das Relikt, das ich bei meinem letzten Besuch im Tempel der Himmel für den Orden der geballten Faust aufgespürt hatte, zu Adaeze Min. Die war hellauf begeistert und schickte mich gleich wieder in die Gruft, damit ich ein weiteres Artefakt fand. Bald fand ich mich in einem höchst interessanten Raum wieder. In der Mitte war eine Glasscheibe. Man konnte nur die eine Hälfte des Raumes betreten. Es dauerte eine Weile, bis ich darauf kam, dass ich die silbernen Statuen, die in einer Ecke des Raumes waren so anordnen musste, dass der Raum ein perfektes Spiegelbild zur anderen Hälfte ergab.



Als ich das geschafft hatte, hörte ich den vertrauten Klang, der entsteht, wenn man einen Schließmechanismus entriegelt hat. Leider war es nicht die Tür zur anderen Hälfte. Sah so aus, als müsste ich mir diesen Teil für später aufsparen. Durch probieren fand ich die Tür, die ich geöffnet hatte. Sie führte in einen wirklich hübschen Raum, in dem es ein paar Schätze gab. Darunter gab es ein Schlafzimmer, in dem ich erstens eine Nickerchen machte und zweitens eine Möglichkeit fand die dritte Tür über mir zu entriegeln.



Durch die nun offene Tür gelangte ich in einen engen Gang, der scheinbar schneckenförmig verlief. Besonders dick durfte man jedenfalls nicht sein, um dort durchzukommen.



Nachdem ich gefühlt ein paar Kilometer zurückgelegt hatte kam in der Mitte des Schneckenhausgangsystems in einen Raum, in dem in einer Truhe verborgen das gesuchte Artefakt verborgen war.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 18, 2012 11:25 am

Meine Arbeit für den Orden war somit beendet und ich suchte nach einem Abenteuer. Bald schon sprach mich Biyushen Yatsen an. Ihr Großvater, den angeblich ein Nachfahre der Leibgarde des alten Herrschers war, suchte nach einer Person, die den Mut hatte, die Gruft unter der Terrakottaarmee zu betreten. Zunächst sollte ich nur die Lage erkunden. Ich stieg also in die Gruft hinab. Die Gänge waren teilweise mit Jade gepflastert und es standen eine Menge Jadefiguren herum. Allerdings musste man sich vor Pfeil-Fallen hüten. Zu Zeiten des alten Herrschers mochte man noch nicht die Möglichkeit besessen haben Elektrizitäts- oder Feuerfallen zu bauen, aber die Pfeilfallen waren umso gemeiner.



Bei meiner ersten Erkundung konnte ich nur die erste Kammer erkunden. Das Tor zum Rest der Gruft war fest verschlossen. Davon berichtete ich Biyushen Yatsen's Großvater, der mir mäßig überrascht eben den Schlüsselstein reichte, den ich brauchte. Ich sollte den heiligen Speer in der Gruft finden. Also kehrte ich zurück in die Gruft, schloss das Tor auf und betrat den zweiten Teil der Gruft. Wie bald feststellte, gab es überall Fallen – außer auf den mit Jade gepflasterten Wegstücken. Daher gewöhnte ich mir schnell an, mich im zweifel für Jade zu entscheiden. Leider fand ich den Speer nicht während dieser Reise. Am Ende musste ich förmlich durch die Gruft rennen, um noch rechtzeitig rauszukommen, um vor dem Flug noch einmal zu duschen. Ich stank nämlich wie ein Molch. Das wollte ich meinen Mitsims im Flugzeug nicht unbedingt antun und Amalia war sicher auch nicht glücklich, wenn ich so dreckig heimkam.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Feb 19, 2012 2:42 pm

Meine Begrüßung Zuhause fiel anders aus, als ich es gewöhnt war. Normalerweise schmiss sich Amalia direkt in meine Arme, sobald ich einen Fuß über die Türschwelle setzte. Heute passierte nichts dergleichen und ich war schon fast enttäuscht. Dann sah ich Leslie auf dem Boden spielen und ich hob sie hoch und drückte sie fest an mich. Sie kicherte und patschte mir mit ihren Händen ins Gesicht. Noch konnte sie nicht sprechen, aber ihr Geblubber hörte sich glücklich an.



ann hörte ich Bad jemanden würgen und gleich darauf die Klospülung. Ich setzte Leslie ab und ging zur Tür.
„Amalia? Bist du da drin? Geht es dir gut?“, fragte ich durch die geschlossene Tür.
„Jaja. Mir ist nur etwas übel.“, kam es zurück.
„Bist du krank? Soll ich reinkommen?“
„Nein nein. Ist kein Problem. Kannst du dir die Spülmaschine ansehen? Sie funktioniert seit ein paar Tagen nicht mehr.“



So hatte ich mir das Heimkommen nicht vorgestellt. Definitv. Müde, wie ich Flug war, gleich mal die Spülmaschine zu reparieren. Ich sah jedoch die Dringlichkeit des Problems ein und als liebender Ehemann der ich nunmal war, machte ich mich sofort ans Werk. Währenddessen wunderte ich mich über Amalias Verhalten. War sie mir immer noch böse?

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Mi Feb 22, 2012 10:36 pm

Wir kamen erst am nächsten Morgen zum reden, als ich verschlafen in den Garten ging, wo ich Amalia vermutete. Am Abend zuvor hatte es nur noch zu einem Begrüßungskuss und ein paar Begrüßungsworten gereicht. Dann hatte Leslie wieder unsere Aufmerksamkeit beansprucht und als sie endlich schlief, waren auch wir zu müde gewesen und hatten uns schlafen gelegt. Amalia war lange vor mir aufgestanden, um die Gartenarbeit zu verrichten. Als sie sah, dass ich aufgestanden war, stellte sie die Gießkanne und den Erntekorb beiseite und kam zu mir herüber. Ich dachte mir, dass sie so sauer nicht sein konnte, wenn sie mich nicht ignorierte, sondern sogar auf mich zukam. Dann stand sie vor mir und sagte ohne Umschweife: „Ich bin schwanger.“



Schwanger. Plötzlich war mir der Grund der Übelkeit und der Launen sonnenklar. Noch ein Baby. Ich setzte mich sicherheitshalber hin. Man wusste ja nie, ob mir nicht doch irgendwann die Knie weich wurden. Amalia setzte sich mir gegenüber. Ich sah ihr an, dass sie sich Sorgen machte, dass ich mich nicht freute. Was natürlich Blödsinn war.
„Toll.“, sagte ich möglichst euphorisch. „Leslie bekommt jemanden zum Spielen.“
Auf Amalias Gesicht machte sich Erleichterung breit. „Ich hatte so Angst, dass du dich nicht freust, wenn wir noch ein Kind bekommen, dass dich ans Haus bindet.“, gestand sie.
Ich schüttelte den Kopf. „Ach Quatsch! Ich freue mich über meine Kinder. Und ich denke, mit der Zeit werde ich immer seltener auf Reisen gehen. Ich werde schließlich nicht jünger.“ Ich zwinkerte ihr zu.
„Red doch nicht so! Das Reisen gehört doch zu dir. Das hast du doch selbst gesagt!“, empörte sie sich.
„Nicht aufregen, Schatz.“, grinste ich. „Mach dir mal keine Hoffnungen, dass ich nie wieder Grüfte erkunde.“

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Do Feb 23, 2012 3:13 pm

Für ein weiteres Kind war in unserem Haus kein Platz mehr. Also kauften wir ein Haus, das genau auf der anderen Straßenseite lag, aber bedeutend größer war. Außerdem gab es einen kleinen unterkellerten Schuppen, in dem ich meine Schätze unterbringen konnte. Ich hatte mittlerweile eine ganz stattliche Sammlung von Edelsteinen und Relikten. Es kostete mich eine Menge Zeit, alles zu hinunterzuschaffen und zu ordnen.



Während der Schwangerschaft hatte ich ohnehin kaum Zeit, meine Sammlungen zu sortieren. Schließlich musste Amalia sich schonen. Außerdem machte ich es mir zur Aufgabe meiner Tochter Laufen beizubringen. Das war besonders schwierig, weil Alsta jedesmal, wenn Leslie gerade sicher stand, die Kleine spielerisch anstupste, was in den meisten Fällen dazu führte, dass sie das Gleichgewicht verlor. Wir mussten Alsta schließlich aussperren, wenn wir Laufen übten.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Sa Feb 25, 2012 8:44 pm

War es möglich, dass Amalias Bauch noch größere Ausmaße annahm, als bei ihrer ersten Schwangerschaft? Vielleicht war es auch nur meine subjektive Wahrnehmung, weil sie um ein Vielfaches schlechter gelaunt war, als beim letzten Mal. Ihre Hormone schienen völlig verrückt zu spielen. Sie war schon immer ordentlicher gewesen als ich, aber jetzt war sie ein regelrechter Ordnungsfanatiker. Sie putzte jeden Tag die Dusche und den Backofen und wenn ich irgendetwas an einem anderen Ort als seinem angestammten Platz liegen ließ, wurde sie furchtbar wütend. Als ich einen Auftrag bekam, der mich nach Ägypten führte, verschob ich die Abreise vorsichtshalber ins Ungewisse. Meine schwangere Frau wollte ich beim besten Willen nicht allein lassen, auch wenn ihre Launen das Zusammenleben recht anstrengend machten. Am Ende verpasste ich noch die Geburt!



Natürlich hatte sich Amalia trotz Schwangerschaft nicht davon abbringen lassen, ihren neuen Garten sofort nach dem Umzug anzulegen. Natürlich waren bisher nur ein paar Sprösslinge zu sehen, aber trotzdem verbrachte sie jeden Morgen ein paar Stunden im Garten. So kam es, dass sie eines morgens, während sie Unkraut zupfte auf einmal Wehen bekam.



In aller Eile fuhren wir ins Krankenhaus und brachten auf dem Hinweg Leslie zu Beatrix, damit sie sich um die Kleine kümmerte. Die Geburt dauerte zum Glück nur ein paar Stunden und dann hielten wir unsere zweite Tochter Talina in den Armen.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Feb 26, 2012 8:40 pm

Nach der Geburt ließ sich meine Abreise nicht mehr lange hinaus schieben, doch Amalia, jetzt wieder ganz die Alte, trug es mit Fassung und versprach mir, Beatrix oder Ami anzurufen, wenn sie Hilfe mit den Kleinen brauchte. Der Auftrag, der mich nach Ägypten brachte, kam diesmal nicht aus einem fernen Land, sondern aus unserer Nachbarstadt. Dort hatte man Händeringend nach einem Sim gesucht, der sich gut in Ägypten auskannte und dort Informationen von Inji Ameen besorgen konnte. Da ich zufälligerweise mit dieser Frau bekannt war (aufgrund meines Abenteuers in Königin Hatsheputs Gemächern) und schon oft in Ägypten gewesen war, war ich praktisch ideal für den Auftrag. Nur drängte die Sache mittlerweile. Ich sollte Senet lernen... was auch immer das war.



Es drängte mich, meine geliebte Pyramide des Himmels weiter zu erforschen. Beim letzten Mal hatte ich die Pyramide verlassen müssen, als ich gerade zu einem Tauchbrunnen mit blauem Wasser vorgedrungen war. Da ich den Weg dahin ja nun kannte, war ich schnell da und stürzte mich kopfüber in den Brunnen. Er war tief und lang und mir ging schon die Luft aus, als ich endlich das Ende des Tunnels erblickte und erleichtert auftauchte.



Eine Treppe runter und ein paar Gänge entlang später gelangte ich in einen Raum, in dem ich ein paar blaue bewegliche Statuen vorfand. Ich konnte außerdem mal wieder meine magische Axt zum Zertrümmern eines Felsblocks verwenden. In dem Raum, den er versperrt hatte, fand ich einen Schlüsselstein, der so aussah, als würde ich damit die zweite Hälfte der Pyramide öffnen können.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am So Feb 26, 2012 8:43 pm

Doch zunächst wollte ich die erste Hälfte fertig erkunden. Es waren nur noch ein paar wenige Räume. Der letzte war ein gigantischer Saal, in dem ein Brunnen stand. Mir war schon vorher das feuchte Klima hier aufgefallen. Jetzt, wo ich den Brunnen sah, bekam ich eine ungefähre Vorstellung, woran das lag. Das war ziemlich interessant. In der Pyramide des brennenden Sandes hatte schwüle Hitze geherrscht. Ob in jeder Pyramide ein anderes Klima herrschte? Das musste ich unbedingt erkunden. Andererseits: Vielleicht war es in der nächsten Pyramide schneidend kalt? Ich verwarf den Gedanken sofort wieder. Bei den ganzen Feuer-, Dampf- und Elektrizitätsfallen war es recht unwahrscheinlich, dass die Erbauer der Pyramiden auch noch eine Pyramide über Jahrtausende kühlen konnten.



Ich beeilte mich, auf die andere Seite der Pyramide zu kommen. Wie erwartet passte der Schlüsselstein perfekt. Aber schon in der ersten Kammer erwartete mich eine Enttäuschung. Hinter einer Schatztruhe befand sich ein Loch, das ich gerne auskundschaftet hätte, aber es war dummerweise nicht zugänglich. Ich musste es also unerkundet lassen.



Der zweite Teil war wesentlich kleiner, als der erste, wenn auch mit mehr Schätzen bestückt (deswegen wohl auch die verschlossene Tür). Am Ende kam ich in einen Raum, dessen Boden aus Sand bestand und worin Palmen wuchsen... wie auch immer ohne Sonnenlicht. Es gab allerdings auch ein paar Geldbäume. So etwas sollten wir auch mal im Garten haben... wirklich nützlich die Dinger.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Mo Feb 27, 2012 8:44 pm

Als ich vor die Pyramide trat, stellte ich fest, dass ich sieben Anrufe in Abwesenheit hatte. Einer war von Amalia, die anderen sechs von einer unbekannten ägyptischen Nummer. Ich rief zuerst bei meiner Frau an, um zu hören, wie es ihr ging. Sie klang recht munter und erzählte, dass Talina ein sehr ruhiges Baby sei. Ich war erleichtert, das zu hören. Ich hatte schon ein wenig ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich nach Ägypten geflogen war, auch wenn ich natürlich einen guten Grund gehabt hatte. Amalia fragte auch, was ich bisher gemacht hatte und ich erzählte ihr von der Pyramide. Natürlich beruhigte sie das nicht im Geringsten, dass ihr Ehemann sich freiwillig Gefahren aussetzte. Nachdem ich ihr versicherte, dass ich Profi war und gut aufpasste, beruhigte sie sich geringfügig, bat mich aber inständig, lebendig und in einem Stück zu ihr zurückzukehren. Dagegen ließ sich schlecht etwas einwenden, schließlich wollte ich das auch. Als nächstes wählte ich die unbekannte Nummer. Es war mal wieder ein Auftraggeber, der wollte, dass ich mich nochmal in die Pyramide des brennenden Sandes begab, um das „Lebensrelikt“ zu finden. Ich versprach, mich umgehend darum zu kümmern und lief hinüber zu besagter Pyramide. Da ich mich darin bereits auskannte, war es kein Problem, das gesuchte Relikt zu finden. Natürlich begegnete ich auch dieser fiesen Mumie, die mich letztes mal niedergeschlagen hatte, doch diesmal war ich vorbereitet. Von einem einheimischen Händler hatte ich mir nämlich Mumiensnacks gekauft. Nicht, dass ich besonders daran geglaubt hatte, aber es konnte ja nicht schaden, oder? Im Zweifel hatte ich ja immer noch meine verbesserten Kampfkünste. Aber die waren nun gar nicht von Nöten. Sobald die Mumie die Snacks roch wurde sie ganz zahm und verschwand, nachdem ich ihr einen gegeben hatte, friedlich in ihrem Sarkophag. Ich sollte mir wirklich einen größeren Vorrat von dem Zeug beschaffen.



In der festen Absicht mit mehr Mumiensnacks zu besorgen lief ich, nachdem ich das Relikt abgeliefert hatte, zum Markt, um den Händler aufzusuchen. Er verkaufte mir freudestrahlend noch ein paar mehr. Wo ich schonmal da war, besuchte ich nochmal die Katakomben unter dem Markt. Ich hatte noch zwei Schlüsselsteine von meinem Hatsheput-Abenteuer. Vielleicht gab es ja noch ein paar Grüfte, die ich nicht erkundet hatte. Leider handelte es sich bei diesen „Grüften“ nur um zwei Lagerräume, in denen ich jeweils einen ägyptischen Gartenzwerg fand.



So schnell wollte ich noch nicht aufgeben. Es musste hier doch noch ein paar spannendere Grüfte geben! Ich machte mich also wieder auf den Weg zu den Pyramiden. Die Pyramide des Windes war mein erstes Ziel. Leider gab es auch hier nichts besonderes. Ein paar Schutthaufen zu entfernen, ein paar Schätze und... ein Papagei. Wie der in der Pyramide hineingekommen war oder besser gesagt, wie lange er darin schon verweilte, war mir schleierhaft. Ich verbrachte einige Zeit damit, ihn zu beobachten und verließ dann wieder die Pyramide. Es war frustrierend, keine Abenteuer zu finden, wenn man dringend welche brauchte.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr März 09, 2012 4:57 pm

Von den Pyramiden blieb nun nur noch die größte übrig, die passenderweise den Namen „Die Große Pyramide“ trug. Allerdings dämmerte es auch schon, als ich gerade überlegte, ob ich es da drin noch versuchen sollte. Daher entschied ich mich, die Sache zu vertagen und lieber ausnahmsweise mal auf dem Zeltplatz zu übernachten. Morgen war schließlich auch noch ein Tag!



Am nächsten Morgen war ich schon früh auf den Beinen und machte mich auf den Weg zur großen Pyramide. Unterwegs rief mich mein letzter Auftraggeber an und bat mich, in eben dieser Pyramide das Ewigkeitsrelikt zu suchen. Wie praktisch, dass ich ohnehin gerade auf dem Weg dahin war. Und wenn dort drin ein Schatz zu finden sein sollte, gab es sicher auch noch eine Menge geheime Gänge und Kammern zu erkunden.



„Wie einladend.“, murmelte ich mit einem sarkastischem Grinsen, als sich das Tor geöffnet hatte und ich zum ersten Mal einen Blick hinein werfen konnte. Auf dem Boden befanden sich einige halb verrottete Skelette. Einige Sims schienen wirklich erbärmlich wenig weit gekommen zu sein.Andererseits... gut möglich, dass drinnen mehr Gefahren lauerten, als ich vermutete. Andererseits hatte ich auch Dong Huo und Landgraab bisher überstanden. Sehr viel schlimmer konnte es also nicht sein. Ich schritt entschlossen den Gang entlang, immer wachsam um mich blickend, ob mich irgendetwas angreifen wollte.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr März 09, 2012 5:00 pm

Ich gelangte in eine riesige Halle, in der eine Menge Statuen herumstanden. Eine davon konnte man bewegen. Was ich prompt tat und siehe da, es öffneten sich Geheimtüren in der Wand.



Ein paar Kammern weiter, kam ich in einen Raum mit vielen Nischen. In jeder Nische war ein Wandloch. Aber nur in einer brannte ein seltsames grünes Licht. Die Erfahrung hatte mich gelehrt, dass Dinge, die sich farblich von dem Rest unterschieden, meistens zuerst betätigt werden sollten. So auch in diesem Fall. Der Schalter in der Wand deaktivierte alle Fallen in dem Raum, so dass ich ungehindert die restlichen Nischen erkunden konnte. Außerdem öffnete er eine Tür.



Hinter der Tür erwartete mich die größte und kniffligste Gruft, die ich je erkundet hatte. Die Kammern waren allesamt riesig und Schätze und Fallen in gleichem Maße. Auch die Gestaltung war edel und ich zweifelte nicht daran, dass hier mindestens ein hochrangiger Adliger begraben lag.

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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr März 09, 2012 5:05 pm

Ich fühlte mich in meiner Vermutung bestätigt, als ich auf eine Balkon gelangte. Darunter lag ein großer unterirdischer Garten, der gleichzeitig auch ziemlich unheimlich aussah. Ich meinte, vage Türen zu entdecken, die in den Garten führten, aber die würde ich wohl nicht auf diesem Weg erreichen. Oben auf dem Balkon sah alles noch edler aus, als in den bisherigen Kammern. Und es gab einen großen Sarkophag, aus dem unmittelbar nachdem ich den Balkon betrat eine Mumie herausspaziert kam. Glücklicherweise hatte ich noch genügend Mumiensnacks und Berjepi Holmbeguese verzog sich friedlich wieder in seine ewige Ruhe.



Als nächstes versuchte ich in den Garten zu gelangen. Ein Schild an den verschlossenen Türen, wies mich darauf hin, dass in dieser Pyramide drei Schlüsselsteine mit den klangvollen Namen „Erdkern-Schlüsselstein“, „Magnet-Schlüsselstein“ und „Schlüsselstein zur Gruft des Grauens“ verborgen lagen. Bei der Suche danach verlor ich endgültig meinen Orientierungssinn. Ich konnte nur hoffen, dass ich in eine bekannte Gruft gelangte, bevor meine Nahrungsvorräte ausgingen.



Der Erdkern-Schlüsselstein ermöglichte mir den Zutritt zum Garten, in dem ich unter anderem den Magnet-Schlüsselstein fand.



(Anmerkung: ich bin mir absolut nicht mehr sicher, wie das genau und welchen Schlüsselstein ich wo gefunden habe und wo ich vor allem welchen eingesetzt habe... hab schon während der Erkundung irgendwann den Überblick verloren und meine Notizen sind leider nicht hilfreich)
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Re: Springfield

Beitrag  singingmiri am Fr März 09, 2012 5:08 pm

Danach war ich natürlich bestrebt, die anderen geheimnisvollen Schlüsselsteine zu finden. Auf der Suche danach kam ich durch eine Gruftkammer, auf deren Boden ein Totenkopf aufgemalt war (sehr ermutigend!).



Und durch eine, in der gleich mehrere Mumien ihr Unwesen trieben. Ich verfütterte ihnen meine Mumiensnacks, nahm die Schätze in der Kammer an mich und machte mich wieder vom Acker.



Die beiden Schlüsselsteine, die ich gesucht hatte und schließlich auch fand, öffneten Kammern, in denen ich besonders kostbare Schätze, unter anderem das Ewigkeitsrelikt, fand. Ich war überzeugt, dass ich die Große Pyramide nun vollständig und zur Genüge erkundet hatte und verließ das riesige Grab wieder. Draußen sah ich zum ersten Mal seit ich die Pyramide betreten hatte, wieder auf mein Handy und erschrak. Ich hatte ganze fünf Tage darin zugebracht. Amalia starb wahrscheinlich mittlerweile vor Sorge und mich beunruhigte der Gedanke, dass ich die Zeit in der Pyramide nicht wahrgenommen hatte. Ich rief selbstverständlich sofort bei meiner Frau an, damit sie beruhigt war. Sie war in der Tat... aufgebracht, aber dennoch erleichtert, dass ich noch am Leben war. Sie bat mich inständig, dass ich wieder zurückkam und ich versprach ihr, dass ich so bald wie möglich heimkommen würde. Ich erzählte ihr vorsichtshalber nicht von meiner Orientierungslosigkeit in der Pyramide, bevor sie sich noch mehr Sorgen machte, sondern nur, dass die Erkundung der Großen Pyramide mehr Zeit beansprucht hatte, als ich vermutet hatte, denn es war, wie der Name schon sagt, eine große Pyramide. Nach dem Telefonat begab ich mich auf den Friedhof. Ich hatte gehört, dass er sehr interessant und alt sei und wollte ihn unbedingt besichtigen. Ein Teil war sogar unterkellert und obwohl ich mehrere Schutthaufen entfernte, entdeckte ich keinen Zugang zu einer möglicherweise verborgenen Schatzkammer. War vielleicht auch besser, wenn ich nicht sofort wieder in die nächste Gruft hinabstieg. Ich beschäftigte mich also draußen eine Weile damit, eine Grabmotte zu fangen und begab mich dann zurück zum Zeltplatz, um mich auszuruhen.

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