Hertfordshire

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Hertfordshire

Beitrag  Pixie am So März 06, 2011 11:17 am

Die junge blonde Frau ging langsam auf das alte Fabrikgebäude zu. Mit einem verstohlenen Blick zu beiden Seiten versicherte sie sich, dass niemand sie beobachtete, dann rollte sie mit einiger Anstrengung den schweren Müllcontainer, der an der verwitterten Mauer stand, beiseite. Eine Tür und ein Handabdruck-Scanner wurden sichtbar. Die Frau legte ihre blassen Finger auf den Scanner und nach einem Piepen schwang die Tür wie von Geisterhand auf. In der tiefen Schwärze, die nun vor ihr lag, konnte sie absolut nichts erkennen. Sie holte tief Luft und machte einen Schritt nach vorn. Die Tür schloss sich lautlos hinter ihr.
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Ruby

Beitrag  Pixie am Di Apr 05, 2011 7:10 pm


Ruby setzte sich an den Holztisch und begann, ihr Brot zu essen. Erdbeermarmelade tropfte auf den Teller, doch sie beachtete es nicht. In Gedanken war sie noch immer bei ihrem Auftrag. "Geh nach Hertfordshire zur Mischief Corporation!", hatte ihr Vater gesagt. Nun, das hatte sie getan. Sie hatte einen Plan und war bereit für die erste Phase. Wie so oft in letzter Zeit seufzte sie und hoffte, dass alles so funktionieren würde, wie sie es sich vorstellte.
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Winchester

Beitrag  Pixie am Mi Apr 06, 2011 1:33 pm

„Also, Sammy, was kannst du mir über Hertfordshire sagen?“, fragte Dean seinen Bruder, während er auf dem Lenkrad seines Chevy den Takt zu dem Lied trommelte, das gerade lief. „Nicht viel. Es lebt ein Jäger dort, William Middleton, mit Familie. Ansonsten ist es eben eine typische Kleinstadt, ziemlich unauffällig.“ „Und warum fahren wir dann dorthin?“ „Middleton hat mich angerufen. In letzter Zeit gab es wohl ungewöhnlich viele übernatürliche Erscheinungen und er kann sich nicht erklären, wieso.“ „Welche Art von Erscheinungen?“ „Das Übliche eben. Geister, Banshees, Poltergeister und so. Es gibt wohl auch ein paar Vampire, aber die verhalten sich ruhig - Dean, du hättest da eben abbiegen müssen!“ Dean bremste mit quietschenden Reifen ab und wendete mitten auf der Straße, dann bog er ab und nach kurzer Zeit sahen die Brüder die Lichter von Hertfordshire.


Sam klingelte und eine hübsche rothaarige Frau mit einem ebenso rothaarigen Mädchen auf dem Arm öffnete die Tür. „Guten Tag, ich bin Sam Winchester, das ist mein Bruder Dean. Wir wollen zu William Middleton.“ Die Frau lächelte. „Ich bin Catherine Middleton, Williams Frau. Kommen Sie rein, William ist in der Küche. Das hier ist übrigens unsere Tochter Mary-Ann.“ Die beiden Männer folgten ihr ins Haus in ein in Rottönen gehaltenes Wohnzimmer. „Das hier ist echt viel besser als diese Hütte, die du uns besorgt hast“, raunte Dean Sam zu. Sam wollte ihm etwas entgegnen, als ein großer blonder Mann den Raum betrat, offensichtlich William Middleton. „Sam und Dean Winchester? Wie schön, dass ihr gekommen seid!“, begrüßte er sie und gab beiden die Hand.
William schlug vor, sich zusammen an den Tisch zu setzen, um erst einmal die Lage zu besprechen und zu erzählen, was er bisher herausgefunden hatte. Nachdem alle drei auf dem gleichen Stand waren (was nicht allzu lange dauerte, da William in der Tat noch nicht sehr viel wusste) und die Unterhaltung sich anderen Dingen zuwandte, schaute Catherine herein und bot an, den dreien etwas zu essen zu machen. Sie nahm Dean mit in die Küche, um ihr zu helfen, stellte jedoch schnell fest, dass er eher hinderlich war und bat ihn daher, sich um Mary-Ann und das Baby Cedric zu kümmern, während sie beschäftigt war.
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Bela

Beitrag  Pixie am Mi Apr 06, 2011 2:04 pm

Bela Middleton schlug die Augen auf und gähnte. Für ihren Geschmack war es viel zu früh, aber es half ja nichts, sie musste aufstehen, denn ihre Fahrgemeinschaft würde bald kommen. Sie setzte sich auf und hörte, wie ihre Mutter in der Küche mit Geschirr hantierte und etwas sagte, was Bela nicht verstand. Eine Männerstimme antwortete und Bela stutzte. Das war eindeutig nicht die Stimme ihres Vaters. Wer war denn so früh zu Besuch? Sie stieg aus dem Bett, rieb sich noch einmal die Augen und ging aus ihrem Zimmer auf den Flur. Als sie um die Ecke bog, stieß sie mit einem Mann zusammen. "Entschuldigung", murmelte sie hastig und errötete, als ihr klar wurde, dass sie noch ihren Schlafanzug trug. Hastig trat sie einen Schritt zurück.

Der fremde Mann musterte sie von oben bis unten und grinste dann unverschämt. "Hi, ich bin Dean Winchester", sagte er. "Bela Middleton", antwortete sie. "Was machen Sie hier?" "Ich bin hier, um Ihrem Vater zu helfen mit dem Geisterproblem in dieser Stadt." "Also sind Sie auch ein Jäger?" "Jap, mein Bruder Sam und ich, wir machen das gemeinsam. Was ist mit Ihnen?" "Ich? Eine Jägerin? Sicher nicht. Selbst wenn ich wollte, mein Vater würde das nicht wollen. Ich bin eine einfache Kulissen-Helferin bei den Diamantbilder-Studios." "Wow, Sie arbeiten beim Film, das ist bestimmt spannend! Wie wäre es, wenn Sie mir heute Abend mehr darüber erzählen? Ich hab gesehen, es gibt da so ein kleines Lokal an der Hauptstraße..." Bela hob eine Augenbraue ob der billigen Anmache. Sie hatte doch gleich gesehen, dass er einer von diesen Männern war. Einer von diesen Jägern, die höchstens ein paar Wochen in der Stadt blieben, sich mit ihrem Vater trafen und glaubten, sie so leicht rumzukriegen. Dieser Dean in seiner abgenutzten Lederjacke, der löchrigen Hose und dem braunen Haar, das natürlich total unabsichtlich so verwuschelt war. "So einfach klappt das bei mir nicht", sagte sie und flüchtete ins Badezimmer.
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Winchester

Beitrag  Pixie am Mi Apr 06, 2011 4:38 pm

In den folgenden Tagen suchten Sam und Dean in der ganzen Stadt nach Hinweisen. Sie befragten viele Leute, doch alles was dabei herauskam, war, was sie schon wussten: Dass in letzter Zeit viele Leute Problemen mit Geistern und Poltergeistern hatten. Mehr als einmal wurden sie von panischen Bürgern gerufen, um einen Geist zu verbannen oder ein Objekt zu exorzieren. Es handelte sich ausschließlich um harmlose niedere Geister, die sich nicht vernünftig artikulieren konnten und bei denen daher jede Befragung sinnlos war und Dean brachte sie in das örtliche wissenschaftliche Institut, um mehr über sie herauszufinden.

Am Abend eines weiteren erfolglosen Tages saßen die Brüder in ihrer Holzhütte am Stadtrand, als das Telefon klingelte. "Hallo?", meldete sich Dean. "Dean? Hier ist Bela! Ihr müsst unbedingt kommen, hier ist ein Geist und er ist überhaupt nicht gut gelaunt und - Aah!" "Bela, bleib ruhig! Wo ist William?" "Er ist bei den Elmores, die haben da auch einen Geist. Meine Mutter ist bei einem Kunden und ich bin hier ganz allein mit meinen Geschwistern." "Ich komme sofort. Bleibt ruhig und versucht, ihn nicht weiter aufzuregen!
Dean sprang in sein Auto und fuhr zum Haus der Middletons, so schnell er konnte. Schon von weitem konnte er den geheimnisvollen roten Nebel sehen, der im Garten waberte. Bela empfing ihn an der Tür. "Er ist da drüben, hinter den Büschen!" "Geh ins Haus, Bela!", rief Dean, lief in die Richtung, die sie ihm wies und bereitete dabei seinen Banshee-Verbanner vor. Er konnte den blauen Geist an der Grenze zum Nachbargrundstück sehen. Jetzt durfte er keine Zeit verlieren. Er sprang nach vorn, der Geist bemerkte ihn und versuchte sofort, ihn anzugreifen. Dean richtete den Plasma-Strahl auf den Geist.

Der Geist drehte und wandte sich, aber Dean hielt ihm mit aller Kraft stand. Nach wenigen Sekunden hatte er den Geist gefangen.
Atemlos und mit noch immer klopfendem Herzen ging Dean zurück ins Haus, wo Bela ihn empfing. Er lächelte sie an und klopfte auf den Banshee-Verbanner. "Ich hab ihn. Was hast du dem bloß getan, dass der so wütend war?" "Ich habe wirklich keine Ahnung. Vielen Dank, dass du ihn erledigt hast, Dean. Ich weiß echt nicht, was ich ohne dich getan hätte." "Keine Ursache. Das ist schließlich mein Job." Als keiner mehr etwas zu sagen wusste, räusperte sich Dean. "Ich geh dann mal wieder. Es ist ja schon spät..." "Warte!", rief Bela. "Ja?" Sie trat einen Schritt auf ihn zu. Dean schaute ihr in die Augen. In ihre unbeschreiblich schönen Augen, wie er feststellte. Vorsichtig beugte er sich nach vorn und als sie nicht zurückwich, küsste er sie.
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