Windy Willows

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Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 21, 2011 8:45 pm

Windy Willos, eine kleine Insel, nicht besonders weit von der Küste entfernt. Eine kleine Fähre, die jedoch nur drei Mal am Tag fährt, bringt die wenigen Besucher der kleinen Insel dort hin und bringt sie Abends anschließend wieder zurück. Es sind meistens Touristen aus anderen Ländern, die Urlaub an der Küste machen und einen kleinen Abstecher in "das unberührteste Fleckchen Erde der Welt" vorhaben. Dort schauen sie sich die Natur an und fahren dann nach einer Weile wieder nach Hause.
Die Menschen, die seit sie denken können an dieser Küste leben munkeln, dass diese kleine Insel wahrlich verhext sein soll. Dort soll es alles geben, woran der Mensch nie geglaubt hat und nie glauben wird! Von Vampiren, über Pflanzenmenschen bis hin zu Hexen, gute, böse, dass alles soll es dort geben.
Die Einheimischen der Küste verbringen so wenig Zeit wie möglich auf diesem fast unbewohnt wirkenden Platz Erde. Ab und und zu wird nach dem Rechten geschaut, ansonsten wird die Fähre die in da Ungewisse fährt gemieden!
Bis heute! Es ist dass erste Mal, dass die Fähre mit etwas Größerem beladen ist, als nur ein paar Touristen und ihre Butterbrote. Als erstes kann man auf dem Schiff einen großen Wohnwagen erkennen, und zwei Menschen die an der Reling stehen und in die Weiten der Ferne schauen...

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 21, 2011 9:07 pm

1. Woche

Familie Sujamí (1)

"Vielen Dank.", rief die junge Frau, mit dem langen schwarzen Zopf dem gelben Taxi hinter her, als es sich immer mehr und mehr aus ihrem Blickfeld verabschiedete. Sie wandte den Kopf zu ihrem zu Hause auf acht Rädern und dachte still und leise bei sich, wie schön es war, mal wieder irgendwo angekommen zu sein.
Ihr Mann, ein groß Gewachsener, mit einem bescheidenem Lächeln rückte die Bank vor der Tür noch einmal zu Recht und sah sie anschließend glücklich an.
"Lass uns reingehen.", rief sie ihm zu. "Ich hab Hunger und so wie du aussiehst, du sicher auch."
Die beiden begaben sich in den ziemlich geräumigen Wohnwagen. Suni ging gleich auf den Kühlschrank zu und machte sich daran etwas Leckeres zu zaubern, in kürzester Zeit. Es schien ihr als hätten sie schon zwei Tage nichts Gutes mehr gegessen, schließlich waren sie ohne Pause unterwegs gewesen.
Pinto sah seiner Frau lächelnd zu, wie sie ihm und sich etwas auf die Teller füllte und anschließend auf dem speerigen Esstisch stellte. "Wow, du musst eine Hexe sein.", beteuerte er lachend, während er ihr seine Arme um die schmale Hüfte schlang, dass Gesicht in ihrem dunklem Haar versteckt. "Du weißt immer genau auf was ich Hunger hab."
"Dass ist bei dir nicht besonders schwer, Pinto." Lachend drehte sie sich in ihrem Ehemann um und zog sein Gesicht nah an ihres, bis sie ihm einen zärtlichen Kuss geben konnte. "Ich kann in deiner Gestik, in deinen Blicken und sogar in deiner Stimme erkennen, was du brauchst. Ich kenne dich."

Pinto nickte lächelnd, den Kuss umso fordernder erwidernd. "Vielleicht liegt dass auch an deinen besonderen Fähigkeiten, Liebling. Du bist einzigartig."
Sie löste sich vom ihm und schüttelte den Kopf. Ihre dunklen Wangen, von der täglichen Wandersonne gebräunt, ergriffen einen leichten Rotton.
Suni war bescheiden, schon immer gewesen und würde es auch immer sein. Sie liebte Menschen, sie liebte es auch sie um sich zu haben, aber sie verabscheute es, wenn ihr etwas hoch angerechnet wurde. Wenn sie als etwas besonderes bezeichnet wurde, obwohl sie doch nur Suni war. So wie Pinto, Pinto war!
Er lachte über ihre Beschämtheit. Im Gegensatz zu ihr liebte es Pinto für etwas gelobt zu werden. Manchmal neckte Suni ihn damit, dass er einem Hund glich, der seinem Herrchen gefallen wollte. Aber auch dass störte den selbsbewussten jungen Mann nicht. Es lag wohl auch daran, dass er das 11. Kind in seiner Familie gewesen war und somit seinen Platz bei seinem Eltern erkämpfen musste. Er war es gewohnt um Aufmerksamkeit fast betteln zu müssen und dass hatte ihn geprägt.
"Wie lange wollen wir eigenlich bleiben.", fragte Suni beiläufig, als sich die beiden endlich an dem großen Tisch nieder gelassen hatten.
Pinto überlegte nur kurz, dann sagte er im abschätzenden Ton. "Mal sehen, ein, zwei Wochen, höchstens drei." Er warf einen Blick auf die splitternden Wände des Wagens und seufzte kurz. "Ich muss hier einiges reparieren. Außerdem haben wir kaum noch Geld in der Kasse, einen Job müsste ich auch für einige Zeit annehmen."

Sie nickte. Innerlich hatte sie gehofft, dass sie vielleicht den Winter über bleiben könnten. sie liebte dass Leben ständig in Bewegung zu sein. Aber ein teil von ihr hatte eine vage Vermutung, dass es bald schwieriger sein würde immer unterwegs zu sein. Außerdem fühlte sie sich merkwürdig verbunden zu diesem wunderbaren Ort. Sie wollte doch gerne bleiben.
Er sah sie fragend an, normalweise hatte sie immer gute Ideen, wie es schneller gehen würde, aber diesmal blieb sie still. "Ist alles okay, Suni?"
"Ich...ich meine...", dieses Gestottere passte nicht im geringsten zu der sonst so selbsbewussten Suni. "Ich hab schon einen Job hier gefunden.", erzählte sie mit roten Wangen, aber diesmal vor Freude. "Ich soll in der Bücherei arbeiten, am Festland. Sie ist nicht besonders groß, aber schön."
"Da bist du schon weiter als ich.", lachte Pinto und steckte sich eine Gabel in den Mund. Kauend meinte er schließlich. "Dann können wir vielleicht sogar noch früher los, dass wäre ja super. Ich werd gleich nach dem Essen ein paar Anzeigen durchsehen, vielleicht gibt es etwas passendes, was auch ein wenig Geld bringt."
Wieder nickend stcoherte Suni im Essen herum. Er hatte sie vollkommen falsch verstanden...vollkommen!

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 21, 2011 9:57 pm

Suni setzte den weißen Springer nach vorne und schürzte dann nachdenklich die Lippen. Sie saß nun mehr als drei Stunden an dem neuem Schachspiel, welches Pinto ihr gestern mitgebracht hatte und versuchte ihre Grauenzellen mal wieder zum nachdenken zu aktivieren. Vielleicht tat sie es aber auch, um nicht mit Pinto reden zu müssen, obwohl sie natürlich wusste, dass sie es musste! Aber vielleicht konnte sie es noch ein wenig aufschieben. Zumindest bis sie sich sicher war.
"Dir scheint es zu gefallen.", bemerkte Pinto und warf einen Blick über die Schulter zu seiner Frau. Er selber rührte sich gerade sein Abendessen zusammen, da Suni für heute wohl für nichts mehr zu gebrauchen war als eine ordentliche Schachpatie. "Dann war das ja dass richtige Geschenk."
Suni nahm den Blick von den Spielfiguren und lächelte ihn mit ihrem schönsten Lächeln an. "Dass ist ein wundervolles Geschenk, Pinto. Dankeschön." Sie seufzte glücklich und machte sich daran die Schachfiguren sorgfälltig in dem Fach zu verstauen. "Ich hoffe es hat dich nicht zu viel gekostet, nicht dass wir nicht genug haben um weiter zu fahren."
Doch er schüttelte gelassen den Kopf, während er den Blick immer noch auf die köchelnde Suppe gerichtet hatte. "Nein, nein. Ich habs für 7 Simeloens bekommen. Ein Schnäppchen also. Ich denke wenn wir weiter so viel geld verdienen müssten wir wirklich in zwei Wochen wieder Reisebereit sein."
"Mh.", machte Suni nur leise und stand auf, um sich an den großen Tisch zu setzen.

Pinto warf ihr einen schnellen Blick zu. So war sie schon gestern gewesen, deswegen hatte er ihr das Schachspiel gekauft. Er hatte sich gedacht, dass sie bestimmt Fernweh hatte. Sie liebte es schließlich genauso wie er jeden Tag etwas neues zu sehen. Die Welt und ihre vielen Möglichkeiten zu entdecken. Deswegen passten sie so zueinander.
Er drehte sich um, nahm ihre Hand und zog sie nah an sich heran. "Mach dir keine Sorgen, Suni, wir sind schneller wieder untwegs als du 'Buh' sagen kannst."
Suni nickte leicht und versteckte ihren Kopf an seiner Schulter. "Ich liebe dich Pinto, dass weißt du doch oder?"
"Natürlich! Ich dich doch auch." Er küsste sie sanft auf die Schulter, und eilte dann wieder zu seiner Suppe, bevor sie verbrannte. "Und deswegen bin ich dir auch nicht böse, dass du mir heute kein Abendessen gemacht hast.", erklärte er mit einem Zwinkern. "Wie du siehst, kann ich dass auch selber sehr gut."
Lachend haute sie ihn auf die Schulter, nahm ihm den Löffel aus der Hand und kippte sie Suppe in eine der Schüsseln aus dem Schrank. "Nur damit du es weißt: Es ist nicht meine Aufgabe aus Frau dich von hinten bis vorne zu bedienen, mein Lieber. Jetzt setz dich hin." Sie stellte die Schüssel auf den Tisch und ließ sich neben ihm nieder.
Pinto begann gleich die Suppe zu verdrücken, als hätte er Wochen lang nichts mehr gegessen, während Suni ihm nachdenklich zuschaute.
Sie überlegte, wie sie ihm sagen konnte, dass sie nicht gehen wollte und dass es ihr hier gefiel.

Doch bevor sie auch nur angefangen hatte zu reden, breitete er auch schon einen Redefluss aus. "Ich hab übrigens einen guten Job, als Unterliger Spieler. Ich verdient echt nicht schlecht. Eigentlich schade, dass wir bald wieder fahren. Fussball macht echt Spaß und ich kann mir dass Festland ne Weile angucken. Wie läuft es in der Bücherei?"
"Ich bin befördert worden.", erzählte sie errötend. "Ich mache jetzt das Korekturlesen für die jung Autoren, die ihre Rohobjekte einschicken. Es macht wirklich Spaß, sie haben alle so tolle Ideen, ich wünscht eich könnte so wunderbar schreiben wie sie. Dass wäre wirklich schon." Träumerisch sah sie auf die Tischplatte.
Pinto zuckte mit den Schultern. "Aber dass kannst du doch! Versuch es einfach mal, vielleicht ist dein Rohbau auch nicht so schlecht.", versuchte er sie kauend zu ermutigen.
Suni winkte kopfschüttelnd ab. "Nein, dass ist nichts für mich, Pinto. Außerdem müsste man dafür ja hier bleiben..." Aufmerksam sah sie ihn an, aber es kam nichts mehr. "Schließlich würde ich einen Agent bekommen und ich müsste meine Bücher ab un dzu vorstellen. Ich meine...ein fester Wohnsitz, wäre da nicht schlecht."
"Klar.", Pinto schluckte. "Dann versteh ich dass du diesen Job nicht machen willst. Wandern liegt uns im Blut, Liebling."
Sie nickte. Dass tat es eigentlich wirklich. Ihr Volk zog von Ort zu Ort und als sie klein war hatte sie kaum länger als sieben Wochen an einem Ort gelebt. Und es hatte ihr gefallen. Sie waren mit mindestens 15 Wagen unterwegs und eine riesige Familie. Bis sie Pinto kennen gelernt hatte, da war alles anders gewesen. Sie war ihm gefolgt und nicht mehr ihrer Familie.


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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 21, 2011 10:37 pm

Seufzend schloß Suni die Augen, legte ihre flachen Hände über die Kugel und murmelte die ihr altbekannte Formel, die sie schon seid ihrer Kindheit kannte.
Ine Flug von Verbundenheit, Liebe und Zärtlichkeit machte sich in ihren Händen breit und stieg langsam zu ihrem Herzen hinauf. Sie seufzte wieder einmal, und ein leichtes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesichts aus, wie immer wenn sie ihre Kräfte benutzte.
Sie öffnete ihre Augen und sah in das milchige Glas vor ihr, in dem sich langsam wunderbare Bilder bildeten.
Sie sah sich, wie sie ein kleines Baby auf dem Arm hin und her schaukelte. Sie sah Pinto, der dieses Baby liebevoll küsste und dann den Arm um Sunis Hüfte legte. Da waren aber nochmehr Kinder. Teenager, Kinder, Kleinkinder, und sogar ein paar Erwachsene. Suni warf einen Blick auf die Fensterscheibe, in der sich ihr Bild spiegelte. Sie war älter, ihr schwarzes Haar hatte helle, graue Stränen bekommen und auch Pinto hatte ein paar Falten.
"Mama, er sieht ein bisschen aus wie Papa, findest du nicht?" Eine junge Frau, die Suni sehr ähnelte strich dem Baby über den Kopf und lächelte dann Suni an. "Ich glaube ich nenne ihn nach seinem Großvater, zumindest mit zweitem Name." Sie lachte, Pintos Lachen.

Suni nickte lächelnd, Tränen bildeten sich in ihren Augen und liefen langsam ihre Wangen hinunter. Pinto nahm sie fester in den Arm und küsste sie.
"Es war die richtige Entscheidung hier zu bleiben, Liebling, Hier sind wir und unsere Kinder und unsere Enkel glücklich."
Zwei Jungen hängten sich an seine Beine und schoben ihn aus dem Wagen, um Ball zu spielen, während der Rest sich an den Tisch niederließ und etwas aß.
Noch eine Frau, die Suni sehr ähnelte, aber jünger schien als die erste lachte laut und küsste Sunis nun runzlige Wange. "Danke Mama, danke für alles."
Suni wandte den Blick ab und wischte sich mit den Händen über die Augen. Wie gern sie Pinto gezeigt hatte, was sie gesehen hatte, um ihm zusagen, wie wichtig es war, dass sie hier blieben. Hier würden sie eine große Familie aufbauen, der erste Grundstein war gelegt, wie sie fühlte, als sie die Hand auf ihren Bauch legte.
Man sah zwar noch gar nichts, aber Suni fühlte es. Sie fühlte dass in ihr etwas wuchs, etwas was ihre gesamte Liebe in Anspruch nahm, und dass sie ein festes zu Hause schenken musste. Etwas kleines, niedliches Baby, eine Mischung aus Pinto und ihr. Ihr Erstgeborener.
Ihr Blick fiel auf die Uhr. Widerwillen riss sie sich los und schlüpfte in ihr Kostüm, was sie zur Arbeit trug. Gerade als sie das Schlafzimmer verließ, betrat Pinto den Wagen, auf dem Gesicht ein zufriedenes Lächeln. "Hallo Schatz, ich bin befördert worden.", erklärte er stolz. "Mehr Geld für uns beide."

Ihre Wangen färbten sich wieder rot, als sie ihn berichtigte. "Für uns drei, Pinto."
"Für uns drei?", fragte er verundert und wollte sich auf dem Sofa niederlassen, als ihm einfiel, was sie damit meinen könnte. "Du meinst...ich meine...bist du dir sicher?"
Lachend nickte Suni und ließ einen spitzen Schrei heraus, als Pinto sie packte und hoch hob, liebevoll an sich drückend. "Ja, ich bin mir sicher. Sehr sicher sogar."
"Dass ist wundervoll, Suni. Dass ist alles was ich mir je gewünscht habe. Eine Familie mit dir zu gründen." Er küsste sie zärtlich auf den Mund, und anschließend seine Hände an ihren Bauch, an dem man noch gar nichts spüren konnte. "Ein Baby, wow."
Sie strich ihm über die Wange, gerührt von seinen Tränen in den Augen. "Wir werden Eltern Pinto, wir gründen jetzt unser eigenes Volk.", lachend drückte sie ihn noch einmal an sich. "Und es wird groß werden, sehr groß, ich habs gesehen."
Er nickte, natürlich wusste er was sie meinte. Er kannte sie, er wusste von ihren Fähigkeiten.
"Ich muss jetzt zur Arbeit.", murmelte sie widerwillig. "Aber wenn ich heute Abend nach Hause komme, dann reden wir noch einmal über alles!" Sie küsste ihn, er ließ sie wieder auf die Füße und sie eilte nach draußen zu der hupenden Fahrgemeinschaft.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 21, 2011 11:08 pm

"Schatz?", Pinto schloß in einer Geschwindigkeit die Tür auf, dass sie krachend gegen die Wand fiel und seine Frau, die bis eben ruhig am Herd gestanden hatte, oredntlich zusammen zuckte. Doch dass schien er nicht einmal zu bemerken. "Hast du es schon gehört?", fragte er aufgeregt.
Sie sah ihn verwundert an, legte den Kochlöffel zur Seite und drehte sich, mit den Händen auf ihrem schon sehr gerundetem Bauch, zu ihm um. "Was ist denn los?"
Ohne weitere Worte kam er näher, drückte sie an sich und lachte. "Es kommen endlich mal Nachbarn!", erklärte er. "Ich hab auf dem Festland gehört, wie der alte Mike davon gesprochen hat, dass es ein paar Touristen wirklich wagen auf die alte Insel zu ziehen."
Suni war froh, dass sie den Löffel aus der Hand gelegt hatte, sonst wäre er ihr wahrscheinlich jetzt vor Schreck herunter gefallen. Mit offenem Mund starrte sie ihren Mann an.
Wie shön es doch wäre, endlich mal ein paar Nachbarn zu haben, mit denen sie sich unterhalten könnte. Schließlich hatte sie, seid sie schwanger war mit niemandem richtigen Kontakt, außer Pinto. Sie konnte nicht mehr arbeiten gehen, dass hieß dass sie nicht mehr auf das Festland musste und somit den ganzen Tag zu Hause saß. Und niemand war da, mit dem sie reden konnte. Was würde sie um ein paar nette Frauen geben, die sich besuchen konnte. Alles.
"Du sagst ja gar nichts." Beunruhigt kam Pinto näher und fasste sie am Arm, als hätte er Angst sie würde umfallen. "Geht es dir nicht gut, Suni? Sag doch was!"
Sie schüttelte kurz den Kopf und lächelte beruhigend. "Ich war nur so überrascht. Ich meine, ich hätte nicht damit gerechnet, dass hier wirklich Leute wohnen wollen." Sie zuckte zusammen als sie einen Fußtritt im Bauch vernahm. "Und der Kleine freut sich auch."

Pinto lachte, legte seine flache Hand auf den Bauch und fühlte, wie sich das Kind dort drinne bewegte, als sei es beim Fussball. "Ich glaube er kommt nach mir.", stellte er stolz fest. "Er hat richtige Fussballerwarden, merkst du dass? Der wird später in einer großen Manschaft spielen."
Sie lachte leise, sah auf ihren Bauch hinunter und streichelte ihn verliebt. "Bald ist er da, Pinto. Und dann ändert sich alles, weißt du?"
Abwenden nahm sie den Teller vom herd und setzte sich an den Tisch. Pinto zog sich noch eben seine normalen Klamotten an und gesellte sich mit einem Buch zu ihr.
"Weißt du worüber wir mal redne müssen?", begann Suni schließlich. In ihr hatte sich der gesamte Mut gesammelt, als sie ihn nun fragend ansah.
Er hob den Blick von dem Buch und sah sie fragend an.
"Weißt du, wenn wir ein Kind bekommen, Pinto. Dann wird sich wirklich alles ändern." Als er etwa erwidern wollte schüttelte sie den Kopf um ihm zu verstehen zu geben, dass er leise sein sollte. "Unsere Wohnsituation ist zu klein, wie du vielleicht merkst. Wo sollen wir hier ein Bett und eine Wickelkommode hinstellen, dass klappt nicht!"
Nun machte sie eine Pause, die Pinto automatisch ausnutzte. Misstrauisch fragte er: "Wie meinst du dass?"

"Na ja." Suni seufzte leise, legte die Gabel neben ihren Teller und begann zu erklären. "Ich hab schon versucht es dir öfter unter der Hand zu vermitteln, aber irgendwie hast du mich nie verstanden. Ich weiß dass deine Pläne sind weiter zu reisen und noch mehr von der Welt zu sehen, aber ich habe hier ein zu Hause gefunden, weißt du? Ich fühle mich zu diesem Ort so sehr verbunden. Ich entdeckte hier Kräfte von mir, die ich noch nie gesehen hab. Ich muss hier bleiben. Und für unseren Sohn wäre es vielleicht schöner nicht immer gehen zu müssen, wenn er gerade Freunde gefunden hat. Es ist doch ein wundervoller Ort, lass uns doch bleiben."
Pinto sah erst sie, dann das Buch und anschließend wieder sie an. "Du willst gar nicht weiterziehen?" Sie schüttelte den Kopf. "Du willst hier bleiben, unsere Tradition vergessen?" Als sie diesmal etwas einwerfen wollte schüttelte er schnell den Kopf und schloß kurz die Augen. Bald darauf verfiel er in einen Lachanfall. "Und ich dachte...ich dachte es ist dir so wichtig." Er nahm ihre Hand und küsste sie zärtlich. "Suni, wenn du bleiben willst, dann bleiben wir! Wenn du gehen willst, dann gehen wir! ich tue dass was du willst, und zwar weil ich dich so sehr liebe, dass ich für dich ans Ende der Welt ziehen würde, wenn du dich da am besten fühlst."
Dankend schlang sie die Arme um seinen Nacken und zog ihn eng an sich heran. "Ich liebe dich, Pinto. Für immer!"


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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Sa Jan 22, 2011 4:05 pm

"Weißt du was ich mir wünsche?" Pinto sah seine Frau, die schläfrig in seinen Armen lag an. Als nicht mehr als ein langsamer Augenaufschlag kam, fuhr er schmunzelnd fort. "Ich wünsche mir, dass unsere Kinder das schönste Leben haben, was man ihnen bieten kann. Ich wünsche mir, dass sie immer ihrem Weg folgen, dass sie niemals mehr als nötig verletzt werden und dass sie jeden Teil unsere großen Liebe spüren, die ich schon jetzt für sie empfinde."
Suni lächelte müde, sie schaffte es kaum ein Wort heraus zu bringen, aber sie zwang sich zu einer kleinen Antwort. "Und ich wünsche mir, dass unsere Kinder dass alles zu schätzen wissen. Dass sie dich lieben, wie noch nie ein Kind seinen Vater geliebt hat und dass sie niemals diese enge Bindung zu ihrem zu Hause verlieren."
Er nickte zustimmend und schlang seinen Arm noch fester um ihre zarten Schultern. Innerlich fragte er sich mal wieder, was er getan hatte, dass ihm all diese guten Dinge in seinem Leben wiederfuhren. Was hatte er Großartig hervor gebracht, dass er damit gesegnet war eine Frau wie Suni zu haben, und bald auch einen Sohn?

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sie laut gähnte. "Lass uns ins Bett gehen, Liebling.", schlug er vor, während er sich schon aufrichtete. "Ich denke ihr braucht etwas Schlaf."
Suni nickte, ließ sich von ihm hoch helfen und gähnte noch einmal.
Sie war so müde, dass sie sich nur noch ins Bett kuscheln und schlafen wollte, schlafen bis am nächsten Morgen die Sonne wieder aufging. Sie musste lächeln bei dem Gedanken, dass es vielleicht die letzte Nacht sein könnte, wo sie durchschlafen durften. Bald war ihr Kleiner da, und dann würde alles anders werden.
Pinto reckte sich, als sie im Schlafzimmer ankamen und machte sich daran die Decke aufzuschlagen, bevor er sich reinlegte, so wie er es gerne mochte.
"Ich glaube wir werden großartige Eltern.", murmelte er selbstsicher. "Du als Mutter und ich als Vater, dass war ja wohl klar! Wir gehören zusammen."
Suni wollte etwas erwidern, aber ein stechender Schmerz machte sich in ihrem Bauch breit und lies sie kurz nach Luft schnappen.

Fragend drehte er sich zu ihr um, weil sie nichts erwidert hatte. Als er ihren Gesichtsausdruck sah fuhr er überrascht zusammen. "Suni? Ist alles in Ordnung?"
Sie nickte, sich nachdenklich den Bauch reibend. "Ich denke schon.", murmelte sie. "Lass uns schlafen gehen, war wohl nur ein falscher Alarm."
Beruhigt wollte er sich ins Bett legen, als Suni nach einem Schritt keuchend ihre Hände gegen ihre Kugel presste.
"War wohl doch kein falscher Alarm.", gab sie lachend zu und ließ sich von ihm aufs Bett tragen. "Ich glaube der Kleine will lieber früher als später heraus."
Pinto holte heißes Wasser und Handtücher, so wie er es früher gelernt hatte und half seiner geliebten Frau den kleinen Jungen auf die Welt zu bringen.
"Wow.", flüsterte er, als er das kleine Wese, was zwei Stunden zuvor noch in dem Bauch seiner Mutter gewesen war, ansah. "Wow, er ist wunderbar."
Suni grinste, küsste den kleinen Jungen auf die Stirn und schloß die Augen. "Er ist perfekt, Pinto. Mehr als perfekt."
Der kleine Emilio streckte sich ein wenig, öffnete und schloß die Augen bald wieder. Er war noch sehr erschöpft von der anstrengenden Geburt.
"Offensichtlich hat der Kleine nichts gegen seinen Namen." Pinto nickte zufrieden und ließ sich den Finger von Emilio schnappen. "Emilio ist auch ein wunderbarer Name."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Mi Jan 26, 2011 6:24 pm

Familie Bells (1) / von Lichtenherz (1) / Graziano (1)

"Ich soll Windy Willows mit einem Wort beschreiben? Dann würde ich sagen: Langweilig." Die rothaarige Frau, mit den tuppiertem Haar und kurzem Kleid, lachte laut in den Hörer, den sie wie eine zweite Haut an ihr Ohr drückte. "Du wirst es mir sicher nicht glauben, Lilly, aber es gibt hier genau ein Haus. Und vor diesem Haus steht ein Wohnwagen, ein richtiger Wohnwagen mit Rädern und...und so einem Dingens für Pferde glaube ich." Entgeistert warf sie noch einen Blick zurück bevor sie um die Ecke trat. Gerade wollte sie weiter lästern, wie schrecklich es hier doch war, als sie auf einen jungen Mann stieß, der gewissenhaft trainierte. "Wunder scheints jedoch auch zu geben. Ich ruf dich später an, Süße. Kussi"
Der junge Mann mit der dunklen Haut schaute kurz auf, als er die helle Stimme vernahm. Eine rothaarige Frau, mit jeder menge Schminke im Gesicht und Fingernägeln mit wahrlichen Kunstwerken darauf lächelte ihn durch eine dunkle Sonnenbrille an. Er runzelte verwundert die Stirn.
"Hallo.", begann sie also, als es schien, als würde er sie nicht gesehen haben. "Ich bin Holly, Holly Bells."
Holly hatte damit gerechnet, dass er wie die meisten anderen Männer seine gesamte Aufmerksamkeit auf sie produzierte, doch er tat nichts. Überhaupt nichts.
"Wahrscheinlich haben sie mich schon oft auf Covern von berühmten Zeitschriften gesehen, aber haben sie keine Angst, ich bin nicht so unnahbar, wie ich vielleicht scheine." Wieder erklang ihr hellstes Lachen, was ihm fast dass Gehör raubte.

Ohne aufzuhören, mit den Training antwortete er: "Ehrlich gesagt habe ich sie noch nie gesehen. Und fals doch erinnere ich mich nicht mehr daran." Er hielt die Luft an, als er ein weiteres Mal die Gewichte der Hantelbank stemmte. "Aber da wir ab nun wohl Mitbewohner sind, ist es nett dass sie sich vorstellen. Ich bin Henry." Er lächelte.
Holly musterte den Mann, der ihr nur auf eine physische Art und Weise zu Füßen lag und betrachtete ihn misstrauisch. Er war ihr Beuteschema, auf jedenfall. Dunkle Haare, dunkle Haut, freundliche Augen und einen Körper für den andere Männer, und vorallem Models, die sie kannte, sterben würden. Aber warum zum Teufel war er so ignorant?
Sie startete einen zweiten Versuch. Mit der typischen Modelpose stellte sie sich neben die Hantelbank, ein verführerisches Lächeln auf den Lippen und klimperte mit den Augen. "Henry? Was für ein toller Name? Sicherlich englisch oder? Sie sind bestimmt ein Vollblutengländer, Henry."
Henry schüttelte den Kopf. "Nein. Ehrlich gesagt ist meine Mutter Engländerin und mein Vater Amerikaner." Er sah sie schmunzelnd an. "Aber sie sind sicher eine waschechte Engländerin, oder? Bei dem rotem Haar!" Es sollte ein Witz sein, den Holly jedoch nicht zu verstehen schien, wie er bemerkte, als sie ihm tieg getroffen ansah.
Für Holly war es immer schrecklich gewesen rote Haare und Sommersprossen zu haben. Damit erfüllte sie das Clicheé einer Engländerin und war kaum die Traumfrau von allzu vielen Männern. Erst als sie Model wurde, beziehungsweise den Moldeversuch startete, bemerkte sie, dass ihre Haare auch etwas positives an sich hatten. Zumindest im Job.
Henry hörte auf zu trainieren, stand auf und sah sie entschuldigend an. "Es tut mir Leid wenn ich sie verletzt habe.", versuchte er die Situation zu retten. Er reichte ihr seine Hand, so wie es ein Gentlemann tat. "Fangen wir noch einmal von vorne an. Ich bin Henry, und ich würde mich freuen wenn wir uns duzen würden."
Holly nickte nach kurzem überlegen. "Holly." Zart schüttelte sie seine Hand und lächelte zaghaft.

Der kleine Moment in dem Henry dachte, er könnte dieses rothaarige Püppchen vielleicht doch mögen, verging so schnell wie er gekommen war.
Holly fuhr sich durch das lange Haar und blinzelte durch die verdunkelte Brille. "Du bist gut druch traniert." Vorsichtig fuhr sie mit ihrem Finger über seinen Arm. "Ich habe noch nie einen Mann mit so einem Körper gesehen. Ich wette du bist auch zum Modeln hier, richtig?"
Geschmeichelt schüttelte er den Kopf. "Nein, ich bin der Wartungs Spezialist einer kleinen Band hier.", erklärte er höflich. "Sie sind noch nichts großes, aber sie sind echt gut."
"Dass klingt wirklich interessant. Ich hätte jetzt glatt gedacht du wärst in einer Boyband.", wieder lachte sie laut auf. "Dass würde so zu deinem Typ passen."
"Nein, nein.", Ein wenig geschmeichelt von ihren unehrlichen Worten winkte Henry schnell ab. Er war nicht der Mensch der auf viele Komplimente aus war. "Ich bin niemals gut genug um schon auf der Bühne zu stehen und die Jungs sind wirklich spitze. Sie geben ein morgen Abend ein Konzert auf dem Festland, vielleicht willst du es dir ja anhören?"
Es war reine Höflichkeit dass henry es vorgeschlagen hatte, aber niemals hatte er darauf hinaus wollen, dass sie beide ZUSAMMEN dorthin fuhren.
Doch Holly verstand dass alles ein wenig anders: "Oh, was für eine wundervolle Idee, Henry. Ich werde mich jetzt in mein Zimmer zurück ziehen um morgen Abend nicht immer noch beim auspacken zu sein und dann sehen wir uns sicher beim Abendessen.", flötete sie, winkte und verschwand um die Ecke, wo es zu ihrem Zimmer ging.
Irritiert setzte auch Henry sich in Bewegung. Und zwar in Bewegung Dusche.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Mi Jan 26, 2011 7:30 pm

Neugierig blickte Isabella aus dem fenster, genau auf den Wohnwagen der neben dem alten Haus stand. Schon als sie angekommen waren hatte er sie fasziniert und sie hatte begierig darauf gewartet Leute zu sehen. So fasziniert, dass sie beinahe die Fähre zum Festland verpasst hätte, die sie nehmen musste um püntklich zur Arbeit zu kommen.
Bis jetzt hatte sie noch niemanden gesehen, weder war jemand reingegangen noch war jemand heraus gekommen und langsam beschlich sie dass Gefühl, dass er unbewohnt war.
"Oh, Hallo.", erklang es hinter ihr, so dass sie erschocken zusammen zuckte, so tief war sie in ihren Gedanken versunken gewesen.
Eilig drehte sich um und blickt Henry leicht verwirrt ins Gesicht.
"Ich bin Henry.", begrüßte er sie lächelnd, auf ihn wirkte sie fast etwas verloren. Als hätte sie nicht damit gerechnet noch jemanden anzutreffen. "Einer deiner Mitbewohner", versuchte er sie zum erinnern zu bewegen, und als sie immer noch nichts sagte, fuhr er fort. "Und du musst bestimmt die zweite meiner Mitbewohnerin sein."
Endlich setzte Isabella sich in Bewegung. Zumindest ihr Gedächnis. Hatte sie doch tatsächlich vergessen dass sie hier mit zwei weiteren Menschen wohnte. Wie blöd konnte man eigentlich sein. Sicherliche hatte sie einen schlechten ersten Eindruck gemacht. "Entschuldigung.", rief sie also aus und eilte auf Henry zu. "Ich war so in Gedanken, dass ich vergessen hatte, dass ich hier nicht alleine wohne. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, ich bin ein kleiner Schussel."
Henry gefiel die Art der jungen Italienerin. Sie hatte nicht einma gefragt, ob sie sich duzen wollten, sie hatte es einfach getan. Und die Röte die ihr nun ins Gesicht gestiegen war, ließ sie noch um einiges schöner wirken, als sie es sowieso schon war.
"Dass macht nichts.", beeilte er sich zu sagen. "So etwas soll vorkommen. Wie heißt du denn, vielleicht fangen wir einfach damit an."

Lachend errötete Isabella abermals. "Tut mir Leid, ich hab mich nicht einmal vorgstellt. Ich bin Isabella Graziano, aber meine Freunde nennen mich einfach Isi." Sie schüttelte die männliche Hand des gutaussehenden jungen Mannes und versuchte sich in Gedanken einzuprägen, dass sein Name Henry war.
Henry hingegen hatte nicht die geringste Schwierigkeit sich ihren Namen zu merken. Er hatte selten so ein hübsches Wesen gesehen, wie nun heute vor ihm stand. Ihre wunderbaren grünen Augen und dass leicht lockige schwarze Haar, was sie unordentlich zusammen gebunden hatte. Dann noch dieser leichte, kaum bemerkbare italienische Akzent...
"Henry?", besorgt sah Isabella ihn an, und an ihrem Gesichtsausdruck konnte er erkennen, dass sie ihm wohl eine Frage gestellt hatte. "Geht es dir nicht gut?"
"Doch, doch.", beeilte sich Henry zu sagen und lächelte dabei entschuldigend. "Ich war nur in Gedanken..."
"Dass kenne ich." Sie lachte auf, um im Gegensatz zu dem Lachen von Holly beseelte es Henry fast. Seufzend ließ sie sich auf dem Sofa nieder und rückte ein Stück zur Seite um ihm Platz zu machen. "Ich hänge eigentlich die meiste Zeit des Tages meinen Gedanken nach. Sogar wenn ich mich eigentlich konzentieren sollte."
Henry nickte verständnisvoll. "Und woran denkst du, wenn du deinen Gedanken nach hängst?"
"Mh.", machte sie nachdenklich, richtete ihren Blick aus dem Fenster und lächelte sanft. "Ich denke an meine Familie. Ganz oft. Ich vermisse sie jetzt schon, dabei sind wir erst eine Woche getrennt voneinander. Ich denk an meine vielen Geschwistern die zu Hause sind und die ich nicht großwerden sehe. Ich finde dass ganz schrecklich, ich bin ein totaler Familenmensch, musst du wissen. Dass sind wir wohl alle, wir Italienier." Sie schaute Henry kurz an, der ich nickend zu stimmte. "Und dann denke ich auch oft an mein Leben, was mich her erwartet. Was wird passieren? Wird es gut oder schlecht? Halte ich es überhaupt aus, so lange ohne meine Familie?"
Obwohl Henry dass nicht alles auf sich nachvollziehen konnte, nickte er zustimmend zu. Er vermisste seine Familie nicht, nein. Und dass würde er wohl auch nie wieder tun, zumindest nachdem, wie es jetzt ihm aussah. Gerade als er etwas erwidern wollte, sprang sie auf, als hätte sie sich auf eine Nadel gesetzt.

"Tut mir leid, Henry, wir reden später, beim Abendesse. Ich muss los." Und schon rante sie los und ließ den verdutzen Henry im Wohnzimmer alleine.
Angeregt zu dieser Tat hatte Isabella eine junge Frau, mit einem Babybauch, die aus dem Wohnwagen getreten war und sich auf der großen Bank niederließ. Sie trug bunte Klamotten, ihr Rock schien ganz aus Tüchern zu bestehen und ihr schwarzes Haar war lang und zu einem Zopf gebunden.
"Guten Tag.". rief Isabella schon, bevor sie die Treppe richtig erreicht hatte. Sie hatte es eilig. "Wohnen sie in diesem Wohnwagen?"
Die Frau sah sie mit ihren liebevollen Augen freundlich an und nickte. "Ja, hallo. Ich bin Suni und du?"
"Isabella." Sie schüttelte die dunkle Hand der fremden Frau und warf einen kurzen Blick auf ihren gerundeten Bauch. Ein wenig Neid durchflutete sie. "Ich wohne drüben im haus, ganz unten. Ich starre schon die ganze Zeit auf ihren Wohnwagen, ich finde ihn einfach...wunderschön. Ich würde auch gerne in so etwas wohnen.", erzählte sie träumerisch.
Suni lachte. "Manchmal ist es gar nicht so gemütlich wie es aussieht. Im Winder wünschte ich mir manchmal eine warme Wohnung und eine Toilette die größer ist als 1 m²" Seufzend strich sie über den Bauch un dließ sich auf der Bank nieder. "Tut mir Leid, aber mit diesem kleinem Wesen in mir kann ich kaum fünf Minuten stehen."
"Dass glaube ich dir, wann ist es denn soweit?", fragte sie nun interessiert.
Suni überlegte kurz. "Ich glaube ich bin im achten Monat, aber ich sage immer, dass Kind kommt, wenn es kommen will."Ein Weinen erklang aus dem Inneren des Wagens und ließ die Mutter leise aufstöhnen. "Tut mir Leid, Isabella, ich muss rein. Mein Sohn verlangt nach mir. Aber vielleicht haben sie Lust die Tage rüber zu kommen und mir Gesellschaft zu leisten. Ich langeweile mich ziemlich, den ganzen Tag so alleine zu sein."
Begeistert von der Idee stimmte Isabella dem zu. "Natürlich. Ich komm dann einfach vorbei, wenn dass okay ist?"
Bevor Suni wieder ganz in dem altem Wohnwagen verschwand nickte sie. "Gerne."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 28, 2011 3:05 pm

"Kannst du etwa auch nicht schlafen?", fragte die Isabella Henry, als sie ihm durch Zufall im Flur am Schachbrett erwischte.
Sie hatte nicht schlafen können. Die neue Umgebung, dass Heimweh, all dass hatte ihr schrecklich zu schaffen gemacht, und nach ein paar Tränen, die sie in dieser Nacht vergossen hatte, war sie zu dem Entschluss bekommen ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.
"Nein, ich denke es liegt an der frischen Luft." Henry lacht kurz auf. "Ich bin es nicht gewohnt so nah am Meer zu wohnen und immer mal wieder einen Hauch dieser frischen Meeresluft ab zubekommen. Ich wäre fast aus dem Bett gestiegen, hätte mir meine Sachen geschnappt und hätte mich an den Strand gelegt." Er erötete leicht, was eigentlich nicht die Art dieses jungen, sehr aufgeschlossenen und freundlichen jungen Mannes war. Dass lag alles an ihr.
"Ich versteh dich." Seufzend ließ Isabella sich gegenüber von ihm nieder. "In Italien haben wir mitten in Rom gewohnt. Ich hab wirklich alles gehört, bis auf dass Meer." Sie lachte traurig. "Jetzt würde ich alles darum geben wenigstens ein Auto in dieser Stillen Nacht zu hören."
Henry sah ihr nachdneklich in die Augen, als er mal wieder daran denken musste, wie hübsch sie doch war. Wer auch immer sie gehen ließ, muss ein Trottel gewesen sein.
"Was ist eigentlich mit dir Henry? Du weißt schon so viel über mich, aber ich weiß nicht eine Sache über dich, außer dass dein Name Henry ist."
Nachdenklich wandte Henry den Blick von der südländischen Schönheit ab und fixierte dass Schachspiel.
Er wollte nicht über sich und seine Vergangenheit reden, er wusste nicht einmal was er sagen sollte. Die Wahrheit? Oder dass was die anderen Menschen als genau diese ansahen?
"Ich bin langweilig.", antwortete er also irgendwann lachend. Selbstbewusst fügte er hinzu: "Über mein Leben gibt es nichts besonder zu erzählen, ich bin einfach nur Henry."

"Du scheinst nicht gern über dich zu reden:", stellte Isabella mit einem freundlichen Blick auf sein gespanntes Gesicht fest. "Dass kann ich verstehen, ich frag auch nich weiter."
Sie wendete sich wieder dem Schachspiel zu, was sie während ihrer Unterhaltung ungeplant begonnen hatten, doch Henry fühlte sich schlecht.
Er wollte nicht, dass Isabella dachte, er würde ihr nichts erzählen wollen, weil er sie nicht mochte. Er wusste nur einfach nicht was. Es war so kompliziert.
"Isabella...ich meine...denk jetzt bitte nicht...also ich wollte dich nicht irgendwie...ich meine...", stotterte er verlegen, doch sie unterbrach ihn schon sanft.
"Dass weiß ich doch. Manche Menschen sind eben nicht so redselig wie ich." Sie lachte.
Beruhigt setzte auch Henry seine Schachfigur und versuchte sich mehr auf das Spiel zu konzentrieren, als auf diese wunderbare Frau, die nun vor ihm saß.
Eine Weile setzten die beiden Zug für Zug, hoch konzentriert, jedoch in einer Stille, die auf andere Leute fast unangenehm gewirkt hätte.
Durchbrochen wurde diese Stille schließlich durch eine verschlafen Holly, die aus ihrem Zimmer stolperte.
"Guten Morgen.", murmelte sie, doch bevor die beiden auch nur etwas hatten erwidern können, hatte sich schon die Badezimmer vor ihren Nasen geschlossen.
"Ich finde sie merkwürdig.", flüsterte Isabella belustigt. "Nett, aber irgendwie merkwürdig."
Zustimmend nickte Henry, bevor er einen weiteren Zug setzte, um dass Spiel voran zutreiben. Doch dazu kam es gar nicht.
"Tut mir Leid, Henry. Aber ich muss mich anziehen.", erklärte sie schließlich entschuldigend. "Ich muss die Fähre um Acht nehmen."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 28, 2011 3:49 pm

"Und dann hab ich mich so hingestellt wie dieses Möchtegernmodel und trotzdem, ja wirklich trotzdem, wurde ich von dem Fotografen als unwillige Zicke abgestempelt."
Isabella hörte ihrer Mitbewohnerin nur mit halbem Ohr zu, mit dem anderem lauschte sie auf die Geräusche, die durch dass offene Fenster auf sie einprasselten. Sie schön sie diese Landschaften auch fand, dass Heimweh verdunkelte es alles. Sie vermisste ihre Familie so sehr, dass sie manchmal an nichts anderes denken konnte.
"Aber wie ich schon immer gesagt habe, Isabella, manche Menschen taugen einfach nichts." Mit verschrenkten Armen nickte Holly der Abwesenden zu, ohne wahrzunehmen, dass diese ihr überhaupt nicht gefolgt war.
Endlich hielt dass Auto vor dem großen alten Haus. Wie immer püntklich um zwei.
"Wir sind da, ihr beiden.", teilte der freundliche Fahrer den beiden Damen mit und wartete bis sie ausgestiegen waren. Dann beeilte er sich nach Hause zu kommen.
Isabella streckte sich und ließ die warme Sonne einige Sekunden auf ihr Gesicht scheinen. Die letzten Tage des Sommers waren angebrochen und bald würde es kühler werden.
"Kommst du?", fragte Holly nun iritierrt, die schon weiter gegangen war, um sich wahrlich vor der beißenden Sonne zu retten.
Doch Isabella schüttelte den Kopf. "Geh doch schon einmal rein, Holly. Ich werd noch etwas draußen bleiben und diesen wundervollen Tag genießen."
Nachdem Holly hineingegangen war, ließ sich Isabella auf der dunklen Holzbank vor dem großen Mietshaus nieder und starrte aufs Meer, was sie nicht weit von ihr mit tosenen geräuschen bemerkbar machte.

Sie hatte eigentlich von ihrer Familie weg gewollt, dafür war sie schon immer zu sehr mit ihnen verbunden gewesen. Aber dieses Jobabgebot, sie hatte es annehmen müsse, wenn sie mal etwas werden wollte. Und dass wollte die. Und dann würde sie zurück zu ihrer Familie kommen, dass hatte sie beschloßen.
Sie wischte sich eine Strähne, die sich aus ihrem unordentlichem Zopf gelöst hatte, gedankenverloren zur Seite. Anschließend atmete sie tief ein und wieder aus.
Ein weiteres Auto hielt auf der Straße, was ziemlich ungewöhnlich war, denn die nächste Fähre die kommen würde, würde abends kommen. Wie also war dieses Auto hier her gekommen?
Ein dunkelhaariger Mann, der merkwürdige Klamotten trug stieg aus, rief dem Fahrer noch einen Abschied zu und steuerte auf den Wohnwagen zu.
Überrascht blieb er stehen, als er Isabella entdeckte. "Hallo", rief er ihr freundlich zu. "Sind sie unsere neuen Nachbarn."
"Ja.", gab Isabella errötend zu, als der Mann die Treppen herauf sprang.
Ein freundliches, ja fast vertrautes Lächeln schmückte seinen Mund. "Ich bin Pinto, ich wohne gleich nebenan." Er deutete schmunzelnd auf den Wohnwagen. "Wir sind also Nachbarn."
Isabella fiel es wie Schuppen von den Augen. Dass musste Pinto sein, Sunis Mann und der Vater ihrer Kinder, wie hatte sie dass nicht merken können.
"Sie sind also Sunis Mann.", stellte sie fest. "Ich freu mich wirklich sie kennen zu lernen, Suni hat mir schon einiges erzählt."
"Dann müssen sie Isabella sein, Suni redet viel von ihnen, seid ich für den Wettkampf ein paar Tage weg musste." Nachdem er einen Sorge erfüllrten Blick auf den Wohnwagen geworfen waren, fügte er hinzu. "Ich habe sie ungern alleine gelassen, so kurz vor der Geburt." Und dann wieder an Isabella gewant. "Ich fühlte mich sicherer, als ich wusste, dass sie jemanden hatte, der im Notfall helfen konnte, oder mit dem sie reden konnte."

Isabella nickte verständnisvoll, während sie ihn genauer betrachtete. Er musste ungefähr in ihrem Alter sein, doch seine Augen strahlten tausendmal mehr Lebensweisheit aus, als ihre es jemals getan hatten. Er schien irgendwie älter, als er war und vielleicht war es gerade dass, was sie für ihn so anziehend machte.
"Sie wohnen also jetzt in diesem altem Haus, was aussieht als würde es gleich zusammen brechen?", scherzte er.
Errötend schlug sie vor. "Wie wäre es, wenn wir uns duzen, ich bin nicht so angefreundet mit diesen Höflichkeiten." Nachdem Pinto zugestimmt hatte, fuhr sie fort. "Ich wohne mit meinen zwei Mitbewohnern im Erdgeschoss. Es ist wirklich schon, nicht besonders groß, aber schließlich auch nur eine Übergangslösung."
Im selben Moment erschien Suni auf der kleinen Terasse des Wohnwagens. "Pinto? Jetzt warst du schon ein paar Tage weg und hast mich nicht mal so sehr vermisst, dass du mich gleich begrüßen kommst?" Sie schenkte Isabella ein Lächeln. "Hallo Bella, wie gehts dir?"
"Gut. Und selbst?", rief Isabella zurück und winkte ihrer neu gewonnen Freundin.
Pinto erhob sich. "Ich werd mich dann mal um meine ungeduldige kleine Familie kümmern. Man sieht sich." Und schon verschwand er in Richtung seines zu Hauses.


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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 28, 2011 4:22 pm

"Oh, hallo Henry. Du bist ja schon zu Hause." Holly setzte voller Überaschung ihr schönstes Lächeln auf, um den Mann vor ihr, mit ihren Reizen zu betören. Wie gut dass sie sich im Auto noch schnell nachgeschminkt hatte, als hätte sie es gewusst.
"Ich hab heute nicht viel zu tun gehabt."Gelangweilt nahm Henry das Buch aus der Hand, stand auf und steckte es zurück auf seinen Platz, zwischen den anderen Büchern. "Die Band hat ein wenig mit mir geübt, bis zum nächsten Auftritt ist es auch nich mehr lange."
"Ich hab schon davon gehört. Ihr wollt im Park, drüben am Festland auftreten richtig? Ich werde aufjdenfall dabei sein." Erfreut klaschte sie bei diesen Worten in die Hände.
Henry nickte. Es war ihm egal ob Holly kam, viel lieber hätte er Isabella gebeten, doch dass traute er sich nicht. Obwohl er sonst nie schüchtern war, bei ihr blieben ihm die Worte im Hals stecken. Er war stumm, und fühlte sich fast verblödet. Dass alles würde ihm nicht zum Ziel seiner Träume bringen, dass wusste er.
"Mit dir als Drummer sind sie sicher noch besser als letztes mal.", schwärmte sie weiter. "Ich meine, du hast Talent, dass hast du bei den probem schon öfter unter Beweiß gestellt."
"Schön wäre es, wenn ich zu Hause noch ein Drummset hätte." Niedergeschlagen zuckte er mit den Schulter, drehte sich endlich vom Bücherregal weg und sah Holly an. "Aber man kann nicht alles im Leben haben. Muss ich wohl noch eine Weile mit dem Festland Vorlieb nehmen."

Holly trat näher, streckte ihre Brust ein wenig heraus, und zog ihren Bauch ein. Ihre gepinselten Mund umspielte ein gönnerhaftes Lächeln. "Vielleicht zu deinem Geburtstag, mein lieber Henry.", flötete sie Geheimnisstuerisch, als wäre sie eine gute Freundin.
Wie gerne würde ich dass auch sein, dachte sie bei sich, als er mal wieder den Blick abwandte. Nicht nur, dass sie Henry bis zum Äußersten atraktiv fand, nein, er war auch noch ein sehr liebenswerter junger Mann, und nicht einer von den anderen. Die, die sie nur ihres Aussehens wegen liebten. Sie zeigte es nie, aber es traf sie, wenn jemand sie ansah und immer nur ihre hübschen Augen, oder ihren tollen Körper war. Sie wollte auch einmal geliebt werden, weil sie war wer sie war und nicht weil sie aussah, wie sie aussah.
"Alles in Ordnung, Holly?" Mal wieder war in Hollys Blick für einen kurzen Moment so etwas wie Menschlichkeit aufgetaucht. "Du siehst traurig aus."
Ganz Holly, setzte diese jedoch wieder ihre Maske auf und verwischte diesen Moment wieder mit ihrem Glocken hellem Lachen. "Ich bin wohl nur etwas müde. Nach so viel Arbeit."
Kurz beobachtete Henry seine Mitbewoherin, dann nickte er und zuckte mit den Schultern, wenn sie nicht reden wollte, dann musste sie es auch nicht.
Holly wischte sich ihre schweißnassen Hände unauffällig an ihrem Kleid ab, bevor sie versuchte ihn erneut in ein Gespräch zu verwickeln. "Weißt du, mein Arbeitsplatz ist nicht weit von deinem Proberaum entfernt, vielleicht können ja mal zusammen Mittag essen.", fragte sie schüchtern."

"Hm.", machte Henry, ohne den Blick von dem Fenster zu nehmen, dass auf den kleinen Garten zeigte. "Vielleicht."
Völlig verzweifelt griff Holly ein letztes Mal in die Trickkiste. Mit intensivem Blick fuhr sich an seinem Arm entlang und streichelte ihn sanft. "Und mit deinen starken Muskeln kannst du mir ja auch sicher in meinem Zimmer helfen, da müsste noch etwas...angeschraubt werden."
Henry hüstelte verlegen, und entwand sich ihrer Berührung. "Sicher kann ich dir helfen, Holly. Schließlich sind wir Mitbewohner, aber dafür brauchst du mich nicht in diesem Sinne anmachen, verstehst du? Ich will dich nicht verletzten...es ist nur so...ich meine..." Entschuldigend hob er die Hände.
"Ich verstehe schon." Sie lachte heiter, doch es klang zu heiter. "Ich muss noch etwas tranieren, wir sehen uns sicher beim Abendessen. Bis dann."
Henry fiel auf, dass Hollys Stimme einen ganz anderen Ton angenommen hatte. Einen normalen, und als sie so rasch das Wohnzimmer verließ, meinte er sogar im Gang zu erkennen, wer sie wirklich war. Wer unter dieser Modelhülle steckte.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Jan 28, 2011 4:40 pm

"Hallo mein kleiner Emilio." Vorsichtig wippte Isabella das kleine Baby vor sich hoch und runter. "Was für ein bildhübscher Junge du doch bist."
Suni, hinter ihr schmunzelte hörbar. "Du bist ja völlig vernarrt in den Kleinen.", bemerkte sie beiläufig. "Vielleicht solltest du selber ein Kind bekommen."
Isabella schenkte ihr ein Augen rollen. "Als ob das so einfach wäre Suni. Kann ja nicht jeder so einen tollen Mann finden, der mit einem für immer und ewig zusammen bleibt." Ein missmutiger Unterton schwankte in dieser Behauptung mit, den Suni jedoch wohl nicht zu bemerken schien.
"Ich kann dir nur sagen, dass das Glück dich finden wird und nicht du das Glück." Mit dieser Weisheit, machte sie weiter mit der Tätigkeit dass kleine Bettchen von Emilio aufzuschlagen und neu auszulegen, damit der Kleine es auch im Winder warm hatte.
Isabella hingegen schaute sich das Baby in ihren Armen noch genauer an. Er hatte die gleiche Augenfarbe wie sein Vater, aber auch Suni hatte blaue Augen. Ob er seinem Vater wohl mal sehr ähnlich sehen würde? Manchmal glaubte sie in seinem Lächeln schon etwas von Pinto zu sehen.
"Außerdem sollte man sich Zeit lassen. Emilio ist ungeplant gekommen und das zweite Kind kommt auch ungeplant. Aber Pinto und ich, wir nehmen dass Leben, so wie es uns gegeben wird. So wurden wir erzogen und so werden wir es auch an unsere Kinder weitergeben.", erklärte Suni.

"Dass finde ich schön." Seufzend schaukelte sie Emilio hin und her. "Das Leben so zu nehmen, wie es ist fällt mir schwer, Suni, weißt du? Ich bin unzufrieden."
"Ich merke es." Suni kam einen Schritt auf ihre Freundin zu und berührte ihren Arm. "Du wirkst unzufrieden und unausgeglichen, wenn du möchtest gebe ich dir etwas zur Beruhgung. Ein paar Kräuter und Pflanzen, die einem helfen sich etwas zu entspannen. Nach Wettkämpfen muss ich Pinto immer so einen Tee kochen." Sie lachte.
Isabella schmunzelte ein wenig, aber nicht genug, dass es überzeugend hätte rüber kommen können.
"Bei dir wird sich auch alles richten, Bella. Dass seh ich." Sie zwinkerte ihrer Freundin verschwörerisch zu.
"Wie gerne hätte ich deine Fähigkeiten. Oder nur dein optimismus." Lachend legte sie den kleinen Emilio in die Arme seiner Mutter und ließ sich niedergeschlagen auf dem nächsten Stuhl nieder. "Ich wünschte ich hätte wenigstens meine Familie da. Zumindest meine Mutter, dass würde hier vieles einfacher machen. Wie hälst du es so lange ohne deine Familie aus?"
Suni dachte einen Augenblick nach, während sie die Flasche in den heißen Topf mit Wasser stellte. "Ich bin es einfach gewohnt, denke ich. Ich bin so erzogen worden Freunde auch mal zu verlassen, und sich umzugewöhnen. Da viel es mir nicht schwer mich auch irgendwann von meiner Familie zu trennen." Mit einen Blick auf Emilio fügte sie hinzu: "Außerdem habe ich Pinto und Emilio und dass Baby. Dass ist nun meine Familie."

Traurig schaute Isabella ihrer Freundin dabei zu, wie sie ihren kleinen Sohn hin und her wiegte und dabei ein fremdes Lied sang, bis der Kleine aufhörte zu nörgeln.
Wie gern hätte sie dass auch, dieses Gefühl von Familie. Wie gern hätte sie einen kleinen Sohn wie Emilio, oder eine kleine Tochter. Und wie gern hätte sie einen Mann, der genauso war, wie Pinto. Dann wäre sie bis an ihr Lebensende glücklich.
"Ich sollte rüber gehen.", bemerkte sie nach einiger Zeit bedrückt. "Ich bin heute Abend drann mit kochen, und die beiden haben sicherlich schon Hunger."
Suni, die Emilio gerade fertig gefüttert hatte, nickte zustimend, legte ihren Sohn zurück in sein Bett und umarmte ihre gute Freundin. "Ich werde deine Zukunft im Blick haben, Bella, mach dir keine Sorgen. Vertrau mir und der Zukunft. Und vorallem dem Schicksaal."
Ein wenig beseelt von den tröstlichen Worten von Suni, verabschiedete sich Isabella liebevoll und trat dann den nach Hause weg an.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Mo Jan 31, 2011 12:09 pm

'Er ist ein fabelhafter Mann!'. dachte Isabella ein wenig beschämt bei sich. 'Aber außerdem ist er auch der Mann deiner Freundin. Die einzige die immer Zeit für dich hat'
Noch beschämter dachte sie nun an Henry, den sie in ihren Gedanken außen vorgelassen hatte. Er war schließlich auch immer für sie da.
Wütend begann sie damit ihre weißen Zähne zu schruppen, fast so als versuchte sie auch ihre bösen Gedanken weg zu schrubben. Denn sie durfte nicht so denken.
Pinto gehörte zu Suni, dahin gehörte er schon immer und würde auch immer dorthin gehören. Die beiden hatten schon eine richtige Familie mit Emilio und dem Ungeborenen, und sie, sie war völlig alleine auf der Welt. Was hatte sie schon, was sie Pinto bieten konnte, außer ihrer bedingungslosen Liebe.
Seufzend schloß sie die Augen, um die Tränen die darin schimmernten zurück zu halten.
Wieso konnte sie sich nicht in jemand anderen verlieben? In einen netten Arbeitskollegen, vielleicht. Warum musste es Pinto sein? Wieso gerade er, er der so unerreichbar für sie war, wie man nur unerreichbar sein konnte.
Pinto. Pinto, Pinto, Pinto...

Sie dachte daran, wie schlecht sie sich fühlte, wenn er Suni in den Arm nahm und ihr liebevoll über den Bauch strich. Wenn er sie küsste und ihr verliebte Dinge ins Ohr flüsterte.
Was würde sie darum geben, wenn er all diese Dinge bei ihr tun würde. Ihr halbes Leben würde sie dafür aufgeben.
"Isabella?" Es klopfte vorsichtig an der Tür. "Dass Frühstück ist gleich fertig, kommst du?"
"Ja, Henry. Ich bin gleich da.", brachte sie mit gebrochener Stimme hervor. "Ich will mich nur eben fertig schminken."
"Okay.", erklang es von der Tür, wenig überzeugend. Nach einer Weile entfernten sich die Schritte.
Isabella wischte sich eilig über die Augen. 'Sei nicht so dumm', fauchte sie stumm. 'Benimm dich nicht wie ein blöder Teenager.'
Eilig spritze sie sich kühles Wasser ins Gesicht, spülte sich den Mund aus und fuhr sich noch einmal durch das Haar. Ein letzter Blick in den Spiegel und sie trat aus dem Badezimmer.
In der Küche fand sie Holly und Henry vor, die jedoch eisern schwiegen, als wäre es ein Wettbewerb.
"Hey ihr beiden." Isabella versuchte fröhlich zu klingen, als sie sich an dem großen Tisch niederließ. Ihr Blick wanderte zwischen dem steinigen Gesicht von Henry zu dem vernichtenden von Holly. "Ist alles in Ordnung bei euch beiden?", fragte sie schließlich vorsichtig nach.
Die beiden nickten synchron, ohne den Blick von den gefüllten Schüsseln zu nehmen.

"Okay..." Immer noch verwundert gab sie es auf, etwas aus dem beiden heraus zu kitzeln und widmete sich dem Frühstück. Ihr Blick nahm einen leichten Stich in Richtung Übelkeit an.
"Was ist?", fragte Holly und sah ihre Mitbewohnerin auffordernd an. "Dass ist gesund, Isabella."
"Wahrscheinlich.", murmelte diese und tauchte ihren Löffel in das grüne Gebreu. "Sieht auch sehr gesund aus, Holly.", fügte sie rasch hinzu, als sie ihren finsternen Blick begegnete und wagte es schließlich auch den vollen Löffel in den Mund zu stecken. "Fabelhaft."
Henry schmunzelte über Isabellas Gesichtsausdruck und versuchte selber sich nichts anmerken zu lassen. Obwohl dieses Etwas ins einer Schüssel schmeckte, als hätte ihm jemand angeboten Gras zu essen. Doch ein weiteren Minuspunkt bei Holly, konnte er sich nicht leisen.
"Wenn es euch nicht schmeckt braucht ihr es nicht essen.", fauchte Holly schließlich. Sie sprang auf, wobei sie fast den gesamten Tisch umkippte und eilte nach draußen. "Am besten ihr kocht absofort für euch selber, ich werde nicht mehr kochen. Nur damit ihr es wisst."
Entrüstet und schokiert sahen Isabella und Henry sich an, bis sie in ein haltloses Lachen verfielen.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Di Feb 01, 2011 9:06 pm

"Du warst wirklich fabelhaft, Holly." Der Mann im gesetztem Alter hielt ihr die Tür der Fahrgemeinschaft auf und machte dabei eine auslandende Geste. "Ich denke die werden dich auf jeden Fall noch einmal buchen, bei deinem talent wären sie doof es nicht zu tun." Er lachte, was sich jedoch eher nach einem Hüsteln anhörte.
Holly stieg aus dem Wagen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Sie war müde, überanstrengt und unglücklich. Und trotzdem hatte sie versucht sich anzustrengen, wie noch nie zuvor. Sie wollte etwas erreichen, endlich jemand sein und nicht einfach nur die unbekannte Holly Bells.
"Aber das Gehalt was die Zahlen liegt eigentlich unter deiner Preisklassen", erklärte Burkhard Winker, Hollys Manager, weiter, ohne auch nur darauf zu achten, dass Holly ihm nicht wirklich ihr Gehör schenkte. "Wir erhöhen es einfach und dann werden sie noch heißer sein dich zu buchen."
"Ja.", murmelte sie leise. "Vielleicht werden sie dass."
Ihr Blick viel auf das große Haus vor ihr und in Gedanken verdrückte sie die eine oder andere Träne. Hier war sie auch nicht zu Hause, aber wo war sie dann bitte zu Hause? Ihre Mitbewohner hassten sie, sie kannte hier niemanden außer die beiden. Warum war sie um Himmelswillen hier?
"Holly?" Burkhard schaute ich besorgt in die Augen, als er sein Model so ausdruckslos vor sich sah. "Du siehst nicht gut aus, sollen wir zum Arzt fahren?"
Holly schüttelte eisern den Kopf. Sie wollte nicht ins Krankenhaus, dass würde auch nichts bringen, schließlich war sie nicht körperlich verletzt. Sie wollte vielleicht etwas schlafen...
"Wäre nicht besonders fördehaft wenn du uns jetzt krank werden würdest." Er lachte, doch es klang als sei er eher besorgt um seinen Job, als um Holly persönlich.
Doch Holly sah nur dass, was sie sehen wollte. Sie sah einen Mann, der einen Beruf hatte, der ihr etwas bieten könnte und einen Mann, der sich um sie sorgte.
"Wissen sie, Herr Winker, sie sind mir gleich sympathisch gewesen.", erklärte sie lächelnd. "Sie haben sich so für mich eingesetzt in diesem Shooting, ich bin richtig froh, sie als meinen Manager zu haben." Mit einem zuckersüßen Lächeln schmiegte sie sich ein wenig an den älteren Mann. "Wir sollten unsere Freundschaft um einiges vertiefen."
Burkhard lächelte amüsiert. "Wie immer ganz bei der Sache, Holly. Ich hab es nicht anders erwartet. Wie wäre es wenn wir uns ihre Wohnung etwas genauer ansehen."
Holly warf einen Blick auf das Haus hinter ihm und schüttelte eilig den Kopf. Niemals könnte sie einen der beiden Mitbewohner in die Augen sehen können, wie sie gesehen hättenw as sie tat. Es beschämte sie, aber gleichzeitig war es wie eine Droge für sie.
"Wie wäre es, wenn wir es uns woanders bequem machen würden? Wir könnten Essen gehen." Es war ein letzter und sehr schwacher Versuch der jungen Frau aus dem ganzen noch etwas zu machen was Anstand beinhaltete. "Ich habe gehört am Festland soll es ein tolles Restaurante geben."
"Es gibt viele." Lachend beugte er sich ein wenig vor, so dass sie seinen feuchten Atem spüren konnte. "Aber ich denke keine werden sich mit unseren...Aktivitäten zufrieden geben." Als er ihren unsicheren Blick bemerkte, fügte er eilig hinzu: "Aber wir können natürlich auch erst einmal Essen gehen und dann sehen wo dass ganze hinführt."
Beruhigt nickte Holly, mit dem Gedanken vielleicht wirklich einen anständigen Mann gefunden zu haben.


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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Feb 04, 2011 1:52 pm

"Oh du auch hier?" Isabella schenkte dem lernenden Henry ein knappes Lächeln, bevor sie ans Bücherregal trat und nach einem Buch suchte. "Sind wohl alle in Lernstimmung heute."
Henry sah auf. "Ja, da hast du wohl Recht." Während er sie beobachtete, wie sie konzentriert nach einem Buch suchte, dachte er bei sich mal wieder wie schön sie doch war. "Musst du etwa um diese Uhrzeit noch arbeiten?", fragte er stattdessen mit einem Blick ihre Notizen.
"Na ja, dass ein oder andere muss eben getan werden als Rechtsanwaltssekräterin." Mit den Notizen und dem einem oder anderem Rechtsbuch bewaffnet ließ sie sich auf der kleinen Holzbank wieder, die an der Wand stand. "Man bekommt schließlich nichts geschenkt."
Henry lachte amüsiert über ihre Grimasse, die sie zog, als sie ihre ganzen Utensilien betrachtete.
"Isabella? Ist eigentlich alles in Ordnung bei dir?" Zweifelnd betrachtete er ihr Gesicht, nachdem sie aufgehört hatte die Grimasse zu ziehen. Ihm war schon länger aufgefallen, dass aufgefallen, dass Isabella in letzter Zeit nicht besonders glücklich aussah.
Ein wenig wandte sie sich unter seinem analytischem Blick. Sie wusste nicht genau ob sie es ihm sagen sollte, obwohl er ihr Freund war und sie sicher war, dass er niemals etwas ausplaudern würde...aber trotzdem...es war ihr kleines Geheimnis.

"Ich bin in letzter Zeit nur etwas müde..." Unsicher strich sie einen Satz auf dem Blatt, auf dem sie schrieb durch. "Ich komme kaum zum schlafen mit diesen ganzen Aufgaben und dann auch noch die häuslichen Sachen. Ich hätte nie gedacht, dass alleine Leben so schwer ist." Lachend sah sie ihn.
Henry erwiderte es mit einem liebevollem Lächeln. "Dass meine ich aber nicht", stellte er klar, legte das Buch bei Seite und beugte sich zu ihr rüber. "Ich habe das dumpfe Gefühl, dass du ein kleines Problem hast und ich würde gerne wissen was es ist. Ich würde dir gerne helfen, weißt du. Ich bin dein Freund."
Sie nickte lächelnd. Natürlich war Henry ihr Freund. Obwohl sie ihn erst einige Zeit kannte, fühlte es sich an, als hätte sie einen Seelenverwandten gefunden. Einen der ihr in allen Nöten beistand und einen den sie nie wieder missen wollte.
"Henry, ich kann noch nicht darüber reden.", erklärte sie ihm ein wenig bedrückt. "Wenn ich es kann, dann wirst du der erste sein, bei dem ich es tue." Mit diesen Worten stand sie auf, ließ ihre Sachen dort liegen, wo sie gesessen hatte und trat nach draußen. Sie brauchte ein wenig Ruhe vor all dem.
Doch statt die Ruhe zu finden, die sie wollte, fand sie die Liebe, die sie nicht haben konnte.
"Pinto." Überrascht blickte sie den hübschen Mann, der auf der Bank saß und in die Dunkelheit starrte, an. "Ist alles in Ordnung?" Ihr Blick glitt zu dem Wohnwagen hinüber, der vollkommen unbeleuchtet war. In Gedanken war sie bei Suni.

Pinto sah auf und lächelte müde. "Ja, alles in bester Ordnung.", behauptete er und schaute etwas verlegen auf den Platz neben sich. "Hast du Lust etwas reden?"
Nickend ließ sie sich neben ihm nieder und vermied es ihn anzusehen. Stattdessen schaute sie in das große Fenster, ihnen gegenüber.
"Ich liebe Suni.", begann zögernd. "Ich liebe Suni und Emilio mehr als alles andere auf der Welt weißt du? Aber ich liebe auch die Freiheit, den Wind auf Reisen, dieses Gefühl immer weiter zu ziehen und nie lange an einem Ort zu bleiben. Ich liebe es nicht zu wissen was aus uns wird, wie es weiter gehen wird." Er sah Isabella entschuldigend an. "Du darfst mich nicht falsch verstehen, Bella. Dass alles habe ich gerne für meine Familie aufgegeben, aber ... ich weiß nicht."
Verständnisvoll nickte sie. "Ich weiß, dass du Suni und Emilio und dass neue Baby liebst. Und sie weiß es auch. Du musst dich nur daran gewöhnen hier zu leben. Ganz leich tätschelte sie seinen Arm. "Hier ist es schön und hier fühlt sich Suni wohl. Ihr könnt doch öfter mal Reisen, was hälst du davon? Es gibt so viele tolle Länder..."
"Du hast Recht." Lächelnd drückte er ihre Hand, was bei ihr einen wohligen Schauer auslöste. "Ich werde es ihr vorschlagen, aber da sie ständig schwanger ist." Er lachte leise. "Am besten ich gehe rüber und schaue mal nach ihr. Ich danke dir wirklich, dass du mir zugehört hast."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Sa Feb 05, 2011 1:42 pm

Familie Majestätia (1)

Ein wenig verloren stand Valeria in ihrem großem Zimmer. Ihr silbernes Haar fiel ihr leicht über die Schulter, nur ab und zu von ihrem tiefen ein und aus Atmen bewegt. Ihre Augen schauten durch einen leichten Tränenvorhang suchend durch den Raum, doch sie fanden nichts, was ihr in irgendeiner Weise vertraut schien. Wie denn auch? Dass alles hier war fremd, sogar sie selbst war sich fremd.
Vorsichtig strich sie sich mit der Hand über die Klamotten, über ihr Gesicht und durch ihr Haar. Ja, sie war vollkommen anders!
"Anders, aber auch gut.", flüsterte sie sich selber zu, aus alter Gewohnheit. Ein letzter Blick in den leeren Raum, dann hob sie ihre Hände. Mit der Sicherheit, die sie schon seid sie ein Säugling war verspürte, murmelte sie im Kopf ein paar Sprüche und ließ, so schien es zumindest, aus dem Teppich ein Bett, ein Schrank, zwei Nachttische und eine Lampe wachsen. Es sah aus als hatte es hier hin gehört und es sah wirklich aus, als wäre es dort gewachsen. "Soweit, so gut.", murmelte sie zufrieden.
Ihr Blick glitt zu der kleinen Tasche aus Blättern, dass einzige was sie mitgenommen hatte. Mit einer weiteren Handbewegegung stieg aus dieser Tasche ein Kessel, gefolgt von einem Buch mit Buchständer. Alles beides fand seinen Platz in dem geräumigen Zimmer.
Es war alles gut, versuchte sie sich zuzureden. Sie hatte sich entschieden diesen wichtigen Schritt zu gehen, für ihr Wohl, für das Wohl ihrer Schwester. Niemals hätte sie sich verzeihen können, wenn sie ihre Schwester durch ihre eigene Verwöhnheit verloren hätte. Nichts auf dieser großen und unbarmherzigen Welt liebte sie mehr als Cecilia.
Ohne weiter darüber nachzudenken griff sie nach ihrem weißen Umhang und schlüpfte hinein.
Ein Seufzen entkam ihrer Kehle, wohlig und liebevoll.

Da war es endlich, ein Stück Vertrautheit, ein Stück zu Hause. Etwas, dass sie kannte, was sie liebte und was sie immer beschützt hatte. Sie fuhr mit ihren zarten Fingern über die glatte Seide. Dass war alles was sie brauchte, was sie wirklich stark machte. Ihr Mantel und Cecilia, dann würde es ihr nicht schwerfallen hier zu leben.
"Valeria?", Cecilias Glockenstimme trat an ihr Ohr und ließ sie aufhorchen. "Kommst du? Ich hab etwas zu Essen gemacht."
Nickend schlüpfte sie wieder aus dem Mantel, hängte ihn noch einmal seufzend an den Haken, neben der Tür und beeilte sich in die Küche zu kommen, um ihre Schwester nicht warten zu lassen. Schließlich war sie die Einzige die daran gedacht hatte, dass sie Nahrung brauchten.
Cecilia empfing ihre Schwester mit einem besorgtem Blick im Gesicht und einem großen Teller in der Hand. "Hast du Hunger?", fragte sie vorsichtig.
Ihr war nicht engangen, dass Valeria sie unwohl fühlte. Sie hatte auch damit leben können, dass ihre Schwester sich erst einmal in ihrem Zimmer eingeschlossen hatte. Aber alles in ihr strebte danach, den Schmerz ihrer Schwester zu teilen, nur damit es Valeria nur halb so weh tat.
"Ja, schon ein wenig.", antwortete Valeria. Schnell setzte sie ein Lächeln auf, als Antwort auf den besorgten Blick von Cecilia. "Ich wusste gar nicht, dass du kochen kannst."
Cecilias Blick wechselte von besorgt zu belustig, als sie auf die kleinen Brote auf dem großer Teller sah. "Ich würde dass nicht kochen nennen.", gab sie freundlich zu. "Ich nenne dass Improvisation. Wir hatten nur ein Baguette und etwas Fisch. Mehr haben wir für das wenige Geld was wir hatten nicht bekommen." Sie biss sich bedauernd auf die Unterlippe.
Kopfschüttelnd nahm Valeria ihrer Schwester den Teller ab, legte jedem ein Stück des Brotes auf die Teller, die auf dem Tisch standen und ließ sich vor einem nieder.
"Für mich zählt der Versuch, und dass mein Bauch Irgendetwas bekommt." Mit ihrem Lachen, dass wie eine Melodie klang, bekam sie auch Cecilia zum lächeln. Mit liebevollem Blick nahm sie ihre Hand und drückte sie sachte. "Mach dir keine Gedanken, Cecilia. Wir schaffen dass hier schon. Wir haben doch uns."

Nickend gab Cecilia den Druck auf ihrer Hand zurück, als Zeichen, dass sie ebenfalls daran glaubte. Doch schon wenige Sekunden später, verdüsterte sich ihr Blick wieder. "Und was sagen wir? Was sagen wir den anderen Menschen hier?", fragte sie ängstlich. "Die sehen, dass wir anders sind." Mit einen Blick auf Valerias Haar berichtigte sie sich leise: "Dass du anders bist. Dein Haar, deine Haut, deine Augen. Deine Ausstrahlung. Wer dass nicht mitbekommt, der ist blöd im Kopf."
Verbissen stimmte Valeria ihrer ein Jahr jüngeren Schwester zu. Sie hatte sich darüber Gedanken gemacht, natürlich. Als wäre es ihr nicht selber aufgefallen, als sie sich verwandelten, dass ihr Haar seine beißende helle Farbe behielt, und dass ihre Augen grau wirkten. Dass sie immer noch diese Aura umgab, aber was hätte sie tun sollen? Es gab keinen Rückweg. Sie hatte versucht sich die Haar zu färben, doch die Farbe perlte ab, wie Wasser von Metal. Es gab keine wirkliche und gute Lösung.
"Ich habe mir eine kleine Geschichte ausgedacht.", murmelte sie schließlich, selbst nur halbherzig überzeugt. "Du musst sie dir gut merken und dabei bleiben." Mit ernsten Augen sah sie ihre Schwester an, die eisern nickte. "Wir beide sind aus einem Dorf, ganz am Rande der Küsten. Meine Haar sind von der Sonne so aufgehellt, dass sie weiß wirken, aber in Wirklichkeit blond sind. Unsere Eltern waren schon sehr blasse Typen und auf uns scheint es abgefärbt zu sein." Sie holte kurz Luft. "Wir haben keine Verwandten mehr, unsere Eltern sind bei einem Autounfall gestorben, keine Onkels oder Tanten. Mehr brauch sie nicht zu interessieren.", schloß sie mit einem bestimmten Blick auf ihren Teller.
Cecilia nickte wieder. Sie hatte sich die Geschichte gut eingeprägt und es gab genug Leute die so naiv waren und es glauben würden, dass wusste sie.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Sa Feb 05, 2011 4:25 pm

Um eine kleine Probe für ihre Geschichte zu haben, stieg Valeria gleich nach dem Essen in den klapprigen Fahrstuhl und fuhr eine Etage nach unten, wo ihre Nachbarn wohnten.
Mit klopfendem Herzen stieg sie aus, regstrierte nur am Rande, dass sich die Fahrstuhltüren wieder schloßen, und schritt auf die dunkle Holztür zu.
Sie war sich unsicher. Hatte Angst. Was war, denn die Leute ihr nicht glaubten. Wenn sie weiter nachbohrten und wenn heraus kam, was sie waren? Wohin konnten sie dann flüchten? Wären sie überhaupt jemals sicher? Was würde aus Cecilias Leben werden, was aus ihrem?
Fragen über Fragen und keine einzige Antwort. Sie musste an die Worte ihrer Mutter denken. Sollte sie recht behalten, wäre alles verloren...
Sie klopfte zweimal zaghaft, unsicher ob es überhaupt gehört wurde.
Die Tür wurde geöffnet von einem großen Mann, mit dunkler Haut und dunklen Haaren. Er schaute sie freundlich an. "Hallo."
"Hallo.", antwortete Valeria zögerlich. Ihre Augen fuhren an ihm hinunter, dann wieder hoch und blieben schließlich an seinen freundlich guckenden Augen hängen. Wie ein Roboter streckte sie ihm ihre Hand entgegen. "Ich bin Valeria. Ich wohne eine Etage über ihnen. Ich dachte ich stelle mich kurz vor."
"Schön sie kennen zu lernen, Valeria. Ich bin Henry. Sie können mich duzen." Er schüttelte ihre Hand, als wäre sie zerbrechlich, Valerina spürte dass. "Also haben wir endlich Nachbarn über uns?", fragte er überflüssigerweise. "Wir dachten schon, die Wohnung würde für immer leer bleiben."
Er sprach von einem Wir, registrierte sie im Unterbewusst sein. Er musste verheiratet sein. Ihr Herz machte eine kleine Pause, bevor es langsam und quälend weiter klopfte. Sie fühlte sich elendlich. Beinahe wäre sie in Tränen ausgebrochen, dabei kannte sie diesen Mann doch kaum. Sie kannte seinen Namen, mehr nicht. Und trotzdem fühlte sie sich, als würde sie Henry mehr als ein Jahrhundert kennen. Als hätte sie ihn schon geliebt, bevor sie geboren war, als würde es in ihrem Leben nichts wichtigeres geben als ihn. Was war hier los?

"Ist alles in Ordnung mit ihnen?", frage Henry nun leicht besorgt, weil die silberhaarige Schönheit noch nichts geanwtortet hatte. "Kommen sie rein und setzen sie sich, ich hole ihnen ein Glas Wasser." Ohne, dass sie hätte protestieren können, nahm er sie vorsichtig am Arm und zog sie in die Wohnung. Im Flur ließ er sie los. "Setzten sie sich doch auf den Stuhl dort, ich werde eben schnell in die Küche gehen und ein Glas Wasser holen."
"Nein.", unterbrach Valeria ihn eilig. "Mir geht es gut, ich war nur einen Moment in Gedanken.", gab sie errötend zu. "Es tut mir Leid, wenn ich sie, ich meine, dich erschreckt habe."
"Schon in Ordnung." Henry lachte leise. "Ich kenn dass mit den Gedanken. Aber für einen Moment haben sie für mich fast wie tot gewirkt."
Valeria lachte leise und zierlich. Dann fiel ihr auf, dass er sie immer noch siezte. "Wenn ich dich duzen darf, dann solltest du mich auch duzen.", schlug sie vor, ein barmherziges Lächeln auf dem wunderschönen Gesicht. "Ich bin Valeria und du bist Henry, dass passt doch."
"Und ich bin Isabella." Aus dem Badezimmer trat eine junge Frau, mit schwarzem gelocktem Haar und einer leicht sonnengebräunten Haut. Sie lächelte ebenfalls freundlich. "Ich war neugierig, als ich Stimmen aus dem Flur gehört hab. Du bist sicher unsere neue Nachbarin." Sie reichte ihr die Hand.
Dass ist sie, dachte Valeria bei sich traurig. Dass musste das zweite Stück zu dem wir sein, was Henry erwähnt hatte. Und sie war wirklich außerordentlich hübsch. Sie wirkte so liebevoll, dass Valeria es ohne besonders neidisch zu sein, verstehen konnte, dass er sie liebte. Als er ihr nun einen Blick zuwarf, blieb ihr keine Zweifel. So konnte nur ein Liebender seine Liebe anschauen. Wie ein Blinder, der dass erste Mal Licht sah. Wie ein Gelähmter, der dass erste Mal wieder laufen konnte. Wie eine Totkranke die dem Tod in letzter Minute entkommen war.
Und so musste auch sie Henry angucken, wurde es ihr auf einmal klar, denn genauso fühlte sie sich.

"Und, ist die Wohnung oben genauso klein wie unsere?", fragte Isabella nun, nachdem Valeria nichts geantwortet hatte. Ihr Blick fuhr einmal um sich herum. "Ich liebe diese Wohnung wirklich, aber besonders groß ist sie nicht, da hatte der Vermieter schon recht."
"Mh.", machte Valeria abwesend. Dann erinnerte sie sich daran, wie unhöflich es war , nicht in Sätzen zu antworten. "Unsere Wohnung ist auch nicht besonders groß."
"Lebst du mit deinem Mann zusammen?", fragte Henry dazwischen. Wie sehr sich Valeria auch gewünscht hatte Eifersucht heraus zu hören, alles was wirklich in seiner Stimme lag war freundliche Interesse an ihrem Leben. Ein kennenlernen unter Nachbarn."
"Nein." Sie schüttelte an Henry gewandt den Kopf. "Nein, ich wohne mit meiner kleiner Schwester oben. Sie hält gerade ein Mittagsschlaf."
Henry lächelte. "Oh, einen Mittagsschlaf könnte ich auch gut vertragen." Er gähnte ausgiebig. "Die Arbeit macht einen müde."
Valeria nutzte die Gelegenheit. "Ich will auch nicht länger stören, ich wollte mich nur kurz vorstellen." Sie lächelte erst Henry, dann Isabella an. "Man sieht sich bestimmt öfter mal im Flur und da ist es nett, wenn man sich ein wenig kennt." Lachend hob sie die Hand zum Abschied.
"Bestimmt. Vielleicht können wir irgendwann einmal zusammen Essen.", schlug Henry begeistert vor und Isabella nickte zustimmend. "Man meldet sich einfach, okay?"
Nickend drehte sich Valeria um und schritt zur Tür. Sie war sich sicher, dass sie die beiden zum Essen einladen würde, auch wenn es weh tat.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am So Feb 06, 2011 8:06 pm

"Ich bin wieder da.", rief Valeria halb laut, als sie in den dunklen Flur trat. Aus dem Wohnzimmer konnte sie den Fernseher ausmachen, dass hieß ihre Schwester war schon wach.
Doch statt gleich zur ihr zu gehen, ging sie in ihr Zimmer, schloß die Tür ab und ließ sich auf ihr Bett nieder.
Sie musste erst einmal ihre Gedanken ordnen, darüber nachdenken, was gerade passiert war, als sie Henry gesehen hatte. Es konnte gar nicht sein. Es war so gut wie unmöglich, dass das eingetreten war, was sie dachte. Dafür hätten die Umstände anders sein müssen, so ganz anders.
Gedankenverloren nahm sie ein Buch aus dem Schrank ihres Nachttisches und blätterte eilig darin herum, bis sie die passende Seite fand.
Elfen sind in Sachen Partnerschaft und Liebe vergleichbar mit einem Seepferdchen. Las sie aufgeregt. Sobald sie die Person gefunden haben, mit denen ihr Seelenstück am besten passt, werden sie diese Person immer lieben und werden auf ewig mir ihr in einer harmonisches Beziehung leben.
Denn sobald sich die beiden Herzen gefunden haben, ist es endgültig. Es gibt kein Zurück. Ihr Herzschlag wird für immer in einem Takt schlagen. Dass eine Herz kann nicht mehr ohne dass andere leben. Es würde eingehen wie eine Pflanze und somit würde der Elf oder die Elfe sterben.
Diese besonderen Bindungen entstehen immer im Leben einer Elfe mit einem anderen Elf.

Valeria bekam Gänsehaut. Sie hatte so viel darüber gelesen und war sich immer im Klaren gewesen, dass es für sie ebenfalls unausweichlich sein würdem, jedoch hatte so etwas noch zwischen einem Menschen und einer Elfe statt gefunden. Denn niemals zuvor hatten Elfen ihre Heimat verlassen und waren zu natürlichen Geschöpfen der Erde gworden. Niemals. Cecilia und sie waren die ersten und würden mit Sicherheit auch die Letzten sein. Schließlich gingen die anderen davon aus, dass sie gestorben wären.
Aber wie konnte sie diesen Lebenspartner in Henry finden? Und wie würde Henry dass ganze sehen. Sie wusste, dass es für die Elfen unmöglich war, jemals jemand anderen zu lieben, aber Henry war kein Elf. Er war ein Mensch, aus natürlichem Fleich und Blut. Und er war verheiratet und sie hatte doch die Liebe in seinen Augen gesehen. Gespürt!
"Valeria?", es klopfte zaghaft an der Tür, anschließend wurde versucht sie zu öffnen. "Ist alles in Ordnung? Ist etwas passiert?"
"Nein, alles okay.", beeilte sie sich zu sagen und erhob sich wieder von ihrem Bett. Sie versuchte ihre Stimme möglichst fröhlichen klingen zu lassen. "Ich komme gleich ins Wohnzimmer, setz dich wieder vor den Fernseher, wir schauen uns gleich was zusammen an."
"Okay.", erklang es etwas zögerlich aus dem Flur. "Bis gleich." Und dann verhallten die Schritte nach einiger Zeit wieder.
Seufzend massierte sich Valeria ihre Nasenwurzel. Was sollte sie tun? Es war unmöglich diesem Druck zu wiederstehen, sie würde verwelken, wie eine einsame Rose...
Unsicher ging sie zur Tür, schloß sie auf und trat in den Flur. Ohne mit der Wimper zu zucken, aber mit dem Buch fest an die Brust gepresst ging sie ins Wohnzimmer und ließ sich dort neben ihrer Schwester nieder, die nun zur ihr hinüber schaute und versuchte sie zu analysieren.

"Cecilia? Weißt du noch, was wir damals über diese...Verbundenheit, zwischen zwei Elfen im Unterricht besprochen hatten?" Sie sah ihre Schwester hoffnungsvoll an. "Weißt du noch?"
Cecilia nickte abwesend, in Gedanken war sie bei genau dieser Unterrichtsstunde. "Du meinst, dass Elfen sich finden und dann für ewig zusammen bleiben?"
Jetzt war es Valeria die nickte. Sie überlegte kurz. "Glaubst du daran?", war anschließend ihre einzige Frage.
"Ja.", gab ihre Schwester zu und fixierte das Buch. Sie kannte es, sie hatte es oft gelesen. "Es muss so sein. Dass weißt du. Jeder Elf oder jede Elfe findet seinen Seelenpartner, sonst ist das Leben nicht komplett und wir würden aussterben. Du weißt dass doch alles, warum fragst du mich?" Sie klang ängstlich.
"Ich habe nur überlegt."Sie stockte kurz, als sie an die Folgen für ihre Schwester dachte, wenn sie ihren Lebenspartner nicht finden würde. Sie verwelken wie eine Blume. "Aber...ich meine....es gibt doch Elfen, die keinen Lebenspartner gefunden haben. Elfen die alleine waren..."
"Früher oder später sind sie alle gestorben.", antwortete Cecilia mit zusammen gepressten Lippen. Sie dachte an dass Gleiche wie ihre Schwester. "Wir sind also praktisch verloren."
"Nein.", protestierte Valeria selbstsicher. Ihre Hände ließen das Buch zu Boden gleiten, aber keiner der beiden bemerkte es. "Du und ich sind die Ersten unserer Art, die es geschafft haben sich zu lösen. Warum sollten wir es nicht auch schaffen uns von dieser...dieser Legende abzulösen?"
Die beiden sahen sich an ohne den anderen wirklich zu sehen. In ihren Köpfen arbeitete es.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am So Feb 06, 2011 8:39 pm

Cecilia hatte immer viel Wert auf ihre Fähigkeiten gelegt. Sie war sich sicher, dass sie ohne sie verloren wäre und dass sie wie ein Schutzwall um ihr lagen und sie vor all dem beschützen, was sie ängstigte. Schon als sie ein kleines Mädchen war, hatten ihre Fähigkeiten ihr die Kraft gegeben in eine hellere, viel schönere Welt zu schlüpfen. Und als ihre Mutter dann starb, da waren es wieder Fähigkeiten, die sie davor bewahrten unüberlegt zu handeln. Ihre Fähigkeiten und Valeria.
Valeria war alles für Cecilia. Alles und noch mehr. Es gab keine andere Person, die sie so sehr liebte, wie ihre große Schwester. Sie hatte sie veehrt, sei dem Augenblick, als sie sie mit ihren Augen dass erste Mal erblickt hatte und dieses Gefühl war nie von ihr gewichen.
Und auch nur deswegen war sie ihr gefolgt, als sie mitten in der Nacht geweckt wurde. Nur deswegen hatte sie riskiert zu sterben, weil sie Valeria vertraute.
Nachdenklich bewegte Cecilia ihren Zeigefinger im Uhrzeigersinn, der Löffel, der in ihrem großem Kessel steckte drehte sich ganz nach ihrem Willen. Abwesend betrachtete sie die glühende Suppe in dem großen Kessel.
Sie würde all ihre Fähigkeiten aufgeben, wenn sie das Leben ihrer Schwester damit retten könnte. Aber wie? Sie hatte gesucht und gesucht und nichts gefunden. Keinen Trank, keinen Spruch, keine Möglichkeit dem Tod durch allein sein zu sterben. Und die Angst, dass ihr Leben zu Ende sein könnte schrumpfte von Minute zu Minute. Die Angst, dass das Leben ihrer Schwester vorbei sein könnte, stieg von Sekunde zu Sekunge. Es war ernst.
Und trotzdem schien es Cecilia, als wäre Valeria weniger mit ihrem Tod beschäftigt. Sie schien mit den Gedanken ganz woanders zu sein, wenn sie am Tisch saß und in die Luft starrte, zwischen ihren Augenbrauen eine tiefe Falte. Ab und zu lächelte sie sogar, als hätte sie das Schönste der Welt gesehen.
Statt nun ihren Finger wieder zu benutzen nahm sie den Löffel selber in die Hand und rührte schneller weiter.

Was war, wenn Valeria ihren Lebenspartner gefunden hatte? Dann hätte sie es ihr doch sicher gesagt, oder etwa nicht?
Es klopfte an der dunklen Tür. "Cecilia? Ich bin wieder da, kann ich rein kommen?" Cecilia nickte und die Zimmertür öffnete sich, ohne dass eine der beiden Frauen auch nur die Tür bewegt hatte. Valerias Blick viel auf dem dampfenden Kessel. "Was machst du?", fragte sie interessiert.
"Ich versuche Etwas.", antwortete Cecilia ohne den Blick von dem Gebreu zu nehmen. "Ich habe mir überlegt, dass wir einen Liebestrank brauen könnten. Damit wir einen Partner finden, der uns liebt. Wir könnten uns vielleicht auch in ihn verlieben und damit wäre unser Leben gerettet."
Sie sagte es, als sei es nicht, doch für Valeria kam es nicht in Frage. Für sie stand dieser Liebestrank gleich auf mit dem Trank den eigenen Willen zu nehmen.
"Dafür bin ich nicht." Sie trat einen Schritt näher und legte ihre Hände über den Kessel. Augenblicklich erstarb das Feuer, dass ihn gewärmt hatte. "Ich würde nie jemanden seinen freien Willen nehmen, dass weißt du Cecilia. Lieber würde ich sterben." Seufzend schüttelte sie anschließend den Kopf und zwickte sich wieder einmal in die Nasenwurzel. Einen Tick, den sie sich erst als Mensch angewöhnt hatte. "Wir werden eine Möglichkeit finden. Ich hab schon eine Idee, ich weiß nur noch nicht..."
"Wie?", unterbrach Cecilia ihre Schwester unwirsch. Sie starrte auf die noch leicht glühende Glut. "Ich nämlich auch nicht. Und ich wundere mich, dass du so...optimistisch bleiben kannst. Dein und mein Leben steht auf den Spiel, und dass würde dich normalerweise mehr berühren, es sei denn, du weißt etwas, was ich nicht weiß."
Valeria zuckte zusammen. Sorgfälltig achtete sie darauf den durchdringenden Blick ihrer Schwester zu meiden, als sie sprach. "Ich weiß gar nichts, Cecilia. Ich hoffe nur."
Cecilia hob ihre Hand, deutete auf das Buch und bewegte ihren Finger, so dass das Buch sich von alleine durchblätterte, bis es an einer Stelle stehen blieb.

"Ich denke du weißt mehr, als du mir sagen willst.", murmelte sie und ging auf das Buch zu. "Ich habe überlegt, Valeria. Warum dich deine und meine Sicherheit auf einmal nicht mehr kümmert. Hast du uns gerettet, damit wir gleich hier sterben?" Angrifflustig drehte sich sich halb zu ihr um. "Sind wir deswegen hier? Wenn nicht, warum sorgst du dich kaum?"
"Ich sorge mich.", brach es aus Valeria unkontrolliert raus. "Ich Sorge mich mehr, als du denkst. Ich...ich bin nur." Sie stockte. "Ich weiß nicht."
Cecilias Finger deutete auf die Seite des Buches, die aufgeschlagen war. "Elfen sind nicht in der Lage mit etwas anderem zu leben als einer Elfe.", erklärte sie schroff. "Es ist unmöglich sich mit einem Menschen fortzupflanzen. Einzig, wenn auch nur eine kleine Chance besteht, sich mit einem anderen magischen Wesen fortzupflanzen." Als ihre Schwester immer noch stumm blieb erzählte sie weiter. "Ich habe mich imformiert. Du würdest sterben, würdest du ein Kind eines Menschen austragen. Deine Liebe zu einem Menschen, wäre dein Todesurteil."
Es blieb still in dem dunklen Zimmer. Nur dass immer noch vor sich hinköchelnde Gebreu war zu hören.
"Ich werde mich nicht in einen Menschen verlieben." Mit geschlossenen Augen stand Valeria da. "Ich weiß was passieren würde, halte mich doch nicht für dumm."
"Tue ich nicht." Cecilia nickte selbstzufrieden und ließ dass Buch wieder zu schnappen. "Ich vertraue dir."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Mo Feb 07, 2011 8:53 pm

Valeria hasste es ihre Schwester anzulügen. Und jetzt sogar, zwei Tage nach dem Gespräch, fühlte sie sich hundeelend. Am liebsten wollte sie ihr alles sagen.
Zu einer Besserung ihrer Stimmung verhalf es auch nicht gerade, dass sie mit Isabella in der gleichen Kanzlei arbeitete. Nun sah sie diese Frau jeden Tag, und im Hinterkopf wusste sie immer, dass sie zu Henry gehörte. Und dass das der Grund war dass sie und Henry nicht zusammen sein konnten.
Der zweite Grund, der wohl um einiges schwerwiegender war, war der, dass er ein Mensch war und sie nicht.
Seufzend schloß Valeria die Haustür auf und trat ein. Sie spürte, dass das Apartment leer war, dass hieß, dass Cecilia heute länger arbeiten musste. Und dass war ihr ganz Recht. Sie fühlte sich unwohl unter ihren nachdenklichen Blicken und der ständigen Grübelei über Leben und Tod. Und den Methoden dem Tod zu entkommen.
Sie wollte einfach nur aufs Sofa und wie ein normaler Mensch fernsehen, doch als sie am Telefon vorbei trat, klingelte dieses fordernd.
"Valeria Majestätia?", meldete sie sich. Ihre Stimme klang übermüdet, so fühlte sie sich auch.
"Hey, Valeria, ich bins, Henry."
Ihr Herz hörte für einen Moment auf zu schlagen, als seine Stimme an ihr Ohr trat. Die Übermüdung, die schlechte Laune, all dass war verschwunden.
"Ich hab mir gedacht, dass ich dich mal anrufe und frage wie es so läuft in der neuen Wohnung.", erzählte er weiter.
"Gut.", antwortete sie mit einem Lächeln. "Es ist alles, so wie es sein soll. Keine Schäden. Keine Probleme." Sie log schon wieder. "Und wie geht es euch?"
Henry seufzte kurz. "Ganz gut eigentlich. Der übliche Trouble. Ein paar Streitereien hier, ein paar dort. Wie man es eben kennt."
Valeria zuckte zusammen. Sie dachte an die vertrauten Bilder von zu Hause, wenn ihre Eltern sich gestritten hatten und anschließend sich verliebt in die Arme gefallen warenn. Ob es bei Henry und Isabella auch so war?

"Bist du noch dran?"Henry holte sie sanft aus ihren Gedanken. "Wenn ich störe können wir auch ein anderes mal telefonieren."
"Nein, du störst nicht.", beeilte sie sich zu sagen. Gedankenverloren spielte sie mit einer Strähne ihres Haares. "Ich habe nur gerade überlegt, wann ich mich dass letzte Mal so richtig gestritten hab. Mit Cecilia. Dass muss lange her sein." Sie lachte leise.
Henry stimmte in das Lachen ein. "Ich bin ein verwöhntes Einzelkind. Ich hab mich nie mit Geschwistern gestritten. Übrigens, wo wir schon mal bei deiner Schwester sind. Ich habe sie immer noch nicht kennen gelernt. Was würdest du davon halten, wenn ihr heute Abend runter kommt. Isabella macht eine herrliche Bohnensuppe."
In Valeria zog es sich alles krampfartig zusammen. Hätte sie nicht die Zähne aufeinander gebissen, hätte sie vor Schmerz kurz aufgestöhnt. "Tut mir wirklich Leid, Henry, aber heute ist schlecht. Cecilia arbeitet lange und anschließend ist sie tot müde und fällt meistens sofort ins Bett. Wir könnten es doch verschieben, oder?"
"Natürlich.", Henry klang weiterhin freundlich. "Ihr müsst nur bescheid sagen."
"Okay. Dass machen wir mit Sicherheit." Sie sah auf die Uhr. "Ich muss auflegen. Wir sehen uns." Sie legte den Hörer auf die Gabel und seufzte leise, na toll.
Mit der Hand an die Stirn gelegt trat sie in ihr Zimmer und nahm ein paar Klamotten aus dem Schrank.
Wir können niemals zusammen sein, dachte sie betrübt, wärend sie in ihren Rock schlüpfte. Sie und Henry, dass hatte keine Zukunft ohne dass irgendjemand verletzt oder umbegracht werden würde. Und dass konnte sie nicht mit sich selber vereinbaren.

Immer noch zu Tode getrübt, lehnte sie sich über dass dicke Zauberbuch. Wenn es doch nur eine Möglichkeit geben würde, dass sie es schaffen konnte, ohne etwas zu riskieren.
"Es muss doch etwas geben.", flüsterte sie leise, während ihre Finger die Zeilen entlang flogen. "Elfen und Menschen. Elfen und Menschen. Elfen und Menschen. Da muss es doch etwas geben." Wütend schlug sie mit der flachend Hand auf die Seite, die durch Zufall aufgeschlagen würde. "Man muss eine Möglichkeit finden."
Erstaunt stockte sie und schaute die goldenen Buchstaben fragend an. Da stand es, groß und dick. Menschen und Elfen.
"Menschen und Elfen sind auf eine merkwürdige Art und Weise mit einander verbunden, ohne wirklich miteinander verbunden zu sein. Sie leben nebeneinander her, es ist ihnen nicht möglich Kontakt aufzunehmen, sofern die Elfen sich noch in Elfengestalt befinden. Eine Liebe zwischen einem Elfen und einem Menschen hat es in der Geschichte noch nie gegeben.
Nach Forschungen zu Mute, wird der Mensch nicht durch die gleiche Anziehungskraft an den Elf gebunden, wie der Elf an den Menschen. Somit könnte es passieren, dass die Liebe der Elfe oder des Elfen nicht erwidert wird und er würde sterben, ehe er ein Fortgeschrittenes Alter erreicht hätte. Außerdem ist es unmöglich für Elfen ein Kind eines Menschen auszutragen. Sie sind nicht fähig dazu und würden somit mit ihrem Leben bezahlen."
Als Valeria zu Ende gelesen hatte, starrte sie bedrückt auf die gründe Wand ihres Schlafzimmer. Es gab wirklich keine Möglichkeit.
In ihr zog sich wieder mal alles schmerzhaft zusammen, sie wusste, dass sie nicht ohne Henry leben konnte, dass würde für sie auch den Tod bedeuten. Henry und sie gehörten zusammen und dass war ihr klar. Nur ihm nicht, und dass konnte sie auf eine unnatürliche Art und Weise nachvollziehen.
Zumindest als Freund wollte sie ihn haben. Wenn sie ihn schon nicht als Liebe an ihrer Seite haben konnte.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Feb 11, 2011 4:05 pm

"Benimm dich bitte." Valeria sah ihre Schwester aus ihren hellen Augen bittend an. "Nur dass eine Mal, Cecilia. Ich bitte dich wirklich, als Schwester."
Die Abneigung gegen ihren Nachbarn Henry, hatte sich bei Cecilia von Tag zu Tag verstärkt und auch Valeria schien es gespürt zu haben. Sie hatte Angst, dass jetzt, wo Henry sie besuchen wollte, Cecilia etwas im Schilde führen würde. Etwas, was sie beide gleich verletzten würde. Trotzdem traute sie ihrer Schwester nicht zu über Leichen zu gehen.
Gelangweilt sah Cecilia von dem Bildschirm auf und warf ihrer Schwester einen festen Blick zu. "Warum sollte ich?", fragte sie angriffslustig. "Ich habe keinen Grund."
Valeria nickte eilig. Sie würde ihrer Schwester nicht verraten, wie es mit ihrer Gefühlswelt aussah. Sie würde es nicht verstehen.
"Ich behalte meine Hände in der Hosentasche.", versicherte die Schwarzhaarige ihrer Schwester schließlich, nachdem sie ihren leidenden Blick registriert hatte. "Ich werde sich nur heraus nehmen, um etwas zu essen." Sie warf einen Blick auf die Obstplatte auf der Anrichte. "Ich dachte ihr wollt Mittagessen."
"Wieso?" Hektisch drehte nun auch Valeria sich zu dem Obst herum. "Ist dass kein Mittagessen? Darf man kein Obst zum Mittagessen?" Ihre Stimme war bei jedem Wort eine Oktave höher gegangen und als sie nun die letzten Worte herausbrachte, schien es fast als würde sie singen. "Wer verbietet dass?"
Lachend legte Cecilia den Controller weg und drehte sich nun ganz zu ihrer Schwester um. Sie hatte einen liebevollen Gesichtsausdruck angenommen. "Ich hab doch nur gefragt, Schwesterherz. Obst ist völlig in Ordnung. Außerdem darf der werte Nachbar sich nicht beschweren, schließlich wird er eingeladen."
An ihrer Unterlippe kauend nickte Valeria leicht und drehte sich zur Tür. In knapp zehn Minuten würde er durch die Tür kommen und er würde hinreißend aussehen. Wie sollte sie es schaffen, ihre Begierde, ihre Liebe, ihre Gefühle für ihn vor ihrer Schwester zu verstecken? Niemand kannte sie besser als Cecilia. Praktisch gesehen war Cecilia ihr Gegenstück. Sie wusste was sie dachte, was sie fühlte, was sie wollte. Und bis jetzt war es Valeria schon schwer gefallen, dass alles zu verstecken. Wie sollte sie es anstellen, wenn er hier war?
Es klingelte. Seufzend setzte Valeria sich in Gang, versucht nicht so stark an Henry zu denken. Sie öffnete die Tür mit einem eisernem Lächeln.

"Hey Valeria.", begrüßte Henry sie freundlich und umarmte sie herzlich. "Endlich sind wir zu unserer Verabredung gekommen." Er lachte leise.
Valeria nickte und schaute sich überrascht um. Isabella fehlte. "Wo ist denn Isabella? Kommt sie später?", fragte sie nachdenklich.
Doch Henry schüttelte ein wenig bedauernd den Kopf. "Sie hat es leider nicht geschafft. Hat gerade einen ernsten Fall in der Kanzlei, und kann ihren Anwalt jetzt nicht alleine lassen." Er betrat die Wohnung und schaute sich kurz um, während er weiter sprach. "Aber ich soll dich grüßen und dir sagen, dass ihr es nachholen werdet."
Entsetzt nickte Valeria. Aus zwei Gründen. Ersten, konnte sie sich kaum vorstellen einen ganzen Abend mit Isabella zu verbringen und dabei ihre beste Freundin zu spielen und zweitens, konnte sie ihre Liebe noch weniger verbergen, wenn seine Frau nicht dabei war. Es war zu schwierig.
"Komm, ich stell dir meine kleine Schwester vor.", murmelte sie schließlich etwas zertreut und deutete auf das Wohnzimmer. Er folgte ihr und als sie schließlich stehen blieb, tat auch er es. "Dass ist Cecilia." Sie deutet auf die Schwarzhaarige die mit einem höflichem Lächeln da stand. "Meine Schwester."
"Ich bin Henry." Er hielt seine dunkle Hand hin. "Euer Nachbar von unten."
"Einen anderen scheint es auch nicht zu geben.", erwiderte sie, zwar mit einem Lächeln, jedoch auch etwas Ironie in der Stimme. Kurz schüttelte sie seine Hand, dann sah sie ihre Schwester an. Ihr viel der angestrengte Ausdruck in ihren Augen auf und sie zuckte zusammen. Sie wusste warum Valeria sich so anstrengte, doch es nützte nichts. Sie beide waren Teil eines Ganzen. "Ich muss los.", verkündete sie kühl. "Ich hab eine extra Schicht. Bis heute Abend."
Nachdem Cecilia den Raum verlassen hatte, ließen die beiden sich an den großen Tisch nieder und begannen den Obstsalat zu verspeisen.
"Als was arbeitet deine Schwester eigentlich?", fragte Henry schließlich interessiert, nachdem sie beide eine Weile geschwiegen hatten.

"Sie ist Ärztin." Valeria lächelte und ihre Augen blitzen glücklich auf. "Oder eher gesagt auf dem besten Weg Ärztin zu werden. Momentan ist sie noch Krankenpflegerin verbesserte sie sich eilig, als sie seinen beeindruckten Blick sah. Irgendwie wollte sie nicht, dass er beeindruckt von Cecilia war.
Henry schien zu verstehen, denn er wechselte eilig das Thema. "Und du arbeitest in der gleichen Kanzlei wie Bella, richtig?" Er sah sie fragend an, bevor er sich ein Stück Melone in den Mund schob und bedächtig darauf herum kaute.
Jetzt nickte Valeria lächelnd. "Ja, so viele Kanzleien gibt es ja auch auf dem Festland drüben nicht. Aber ich bin nur die Sekretärin. Nichts Besonders." Errötend sah sie wieder auf ihren Teller und versuchte nicht daran zu denken, dass Isabella eine weit aus bessere Stellung hatte, als sie. Es machte sie eifersüchtig.
"Ja, aber dafür muss Isabella auch ewig arbeiten. Keine Zeit für Familie und Freunde." Er lachte, aber es klang bedrückt. "Ich weiß wirklich nicht, wie Isabella es jemals schaffen will eine richtige Familie aufzubauen. Mit Kindern und einem geregelten Tag. Dass würd schwer für sie sein."
"Sie liebt ihren Job.", schob Valeria vorsichtig hinter her. In ihr keimte so etwas wie ein Hoffnungsschimmer auf, dass Henry vielleicht gar nicht glücklich war, in seiner Ehe. Dass er vielleicht eine Alternative haben wollte. "Willst du eigentlich Kinder, Henry?"
"Natürlich!", kam es eilig von Henry und ein seligen Lächeln hatte sich auf seinem Gesicht ausgebreitet. "Mehr als alles andere, wenn ich ehrlich bin."
Dass genügte Valeria. Sie nahm sich vor nach einer Lücke in dieser Maßnahme, dass Menschen und Elfen nicht zusammen gehörten zu finden und somit einen kleinen Anhaltspunkt für sie und Henry zu finden. Gleichzeitig fühlte sie sich elend, bei dem Gedanken zwei Menschen die sich liebten, außeinander zu bringen, dass entpsrach so gar nicht ihrem Wesen.

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Feb 11, 2011 6:40 pm

2. Woche

Sujamí (1)

"Hallo Liebling." Pinto gab Suni einen flüchtigen Kuss auf die Wange, bevor er sich am Esstisch niederließ und den Fernseher anscheitete.
Suni sah ihm kurz nach. Seit er so sehr aufgstiegen war, in der Fussballmanschaft des Festlandes, bekam sie ihn immer seltener zu Gesicht. Er kam nach Haus, aß etwas, wobei der Fernseher immer lief, anschließend duschte er, und wenn er nicht zu müde war, trainierte er noch ein wenig. Und dann, meistens viel zu spät gesellte er sich zu ihr ins Bett, schloß die Augen und war nach zwei Sekunden eingeschlafen. Und Suni lag da, und fühlte sich alleine.
Ja, alles hatte sich verändert. Sie hatten einen zweiten Wohnwagen gebaut, damit Emilio nicht mehr im Wohnzimmer schlafen musste. Sie hatten jetzt Nachbarn, mit den Suni sich blendend verstand und sogar eine beste Freundin unter ihnen gefunden hatte. Und sie, oder eher gesagt er, hatte einen Job, in dem er aufging.
Natürlich freute sie sich für ihn, dass er endlich ein berühmter Spieler war, dass ihm alle Wege offen standen. Aber sie wollte endlich mal wieder mit ihm reden. Von Mann zu Frau.
"Hier, dein Abendessen.", murmelte sie bedrückt und stellte die Schüssel mit der roten Suppe vor ihm auf den Tisch. "Dass ist frisches Gemüse, Bella hat es mir mitgebracht."
Pinto nickte nur, nahm den Löffel in die Hand und begann zu essen. Ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen, auf dem gerade eine Tabelle angezeigt wurde.
Anfangs hatte Suni versucht mit der gleichen Interesse diese Spielpläne und alles zu verfolgen, aber immer mehr und mehr, war die Interesse hinter andere Sachen gerutscht. Zum Beispiel ihren Sohn, Emilio. Oder dass kleine Mädchen, dass in ihrem Bauch wuchs. Oder der merkwürdigen Veränderung ihrer Kräfte...
"Pinto?", vorsichtig berührte sie ihn am Arm, doch er schien es nur am Rande mit zu bekommen. "Können wir uns vielleicht unterhalten?"
"Natürlich immer!" Jubelnd sprang er urplötzlich auf, wobei ihm die Hälfte der Suppe wieder aus dem Mund spritzte. "Ja! Ja! Wir sind auf dem zweiten Platz, ein Platz noch und Meisterschaft, wir kommen!" Völlig euphorisch sprang er wie ein kleines Kind auf und ab, ohne die geschockte Suni zu bemerken.

Diese schüttelte angesichts ihres verrückten Mannes den Kopf, stand auf und holte einen Lappen. Während sie sich daran machte die Flecken auzuwischen fauchte sie wütend. "Wenn du dass unter unterhalten oder immer verstehst, dann hab ich mich wohl ziemlich in meiner Wahl des Ehemannes geirrt."
Pinto hielt inne und warf ihr einen besorgten Blick zu. Sie klang sauer, sogar mehr als dass, sie klang überaus wütend!
"Tut mir Leid, Liebling." Reuevoll setzte er sich wieder hin und sah ihr zu, wie sie den Lappen in der Spüle auswusch. "Ich hab mich nur so sehr gefreut, weil wir wahrscheinlich wirklich in die Meisterschaft kommen, ist dass nicht toll? Dann hab ich eine Chance in die National Manschaft zu kommen und..."
"...und dann?", wütend unterbrach Suni ihn. Mit den Händen in den Hüften drehte sie sich zu ihm um. "Dann hörst du mir vielleicht endlich mal zu Pinto?" Suni war eine zierliche Person, selten schaffte es jemand sie so wütend zu machen, dass sie schrie. Und genau dass tat sie gerade. "Ich möchte mich mit dir unterhalten, Pinto Sujamì, doch anscheint scheint dass nicht möglich zu sein. Wann hast du dich dass letzte mal erkundigt, wie es mir geht?", fragte sie zornig.
Pinto überlegte kurz, dann nickte er reuevoll. "Ich weiß es nicht mehr." Bedrückt sah er sie an. "Es tut mir Leid, Suni. ich hätte mich mehr um dich kümmern sollen, der Fussball steht an zweiter Stelle, wirklich! Da war nur auf einmal dieses Gefühl, der Beste zu sein, weißt du? Ich weiß nicht mehr wann ich dass zuletzt hatte." Mit einen Blick auf sie, lächelte er schließlich. "Doch ich weiß es schon. Als der Beste fühlte ich mich an dem Tag, an dem alle anderen gesehen haben, dass diese wundervolle Frau sich für mich entschied."
Suni musste gegen ihren Willen Lächeln. Sie setzte sich auf ihren Platz neben ihm und streichelte seine Hand. "Ich verstehe.", antwortete sie gelassen. "Und ich finde es toll dass du endlich deinen Platz in dieser Welt gefunden hast. Ich bitte dich nur, mich, deine Familie, deine Freunde nicht zu vergessen. Die immer in dir den Besten gesehen haben."

Liebevoll beugte Pinto sich über den Tisch und gab ihre einen verliebten Kuss. "Ich bereue, dass ich es jemals getan habe. Ohne euch wäre ich nämlich nicht mehr der Beste." Er strich über ihren gerundeten Bauch. "Es tut mir Leid, kleiner Sonnenschein, dass ich mich so wenig nach dir erkundigt habe. Wie geht es dir?"
"Gut." Suni strahlte und legte ihre Hand auf seine. "Es geht ihr blendend. Sie wächst und gedeiht genau wie ihr Bruder. Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis sie da ist." Sie seufzte leise. "Dafür geht es mir nicht besonders Pinto."
Erschrocken hob den den Blick und sah in ihre Grünen Augen. Angst spiegelte sich darin wieder. "Was ist los? Sollen wir ins Krankenhaus fahren?"
"Nein, nein." Beschwichtigend hob sie die Hände. "So schlimm ist es nicht. Es ist auch nicht wirklich körperlich. Ich habe eher Angst." Ihr Blick wanderte zu dem kleinen Fenster, das zu Straße führte. Sie zuckte ein wenig zusammen. "Es ist, als wären meine Kräfte stärker geworden. Und anders. Ich spüre etwas...etwas eigenartiges. Als müsste ich kämpfen um ein Gleichgewicht zu erhalten. Es ist wirklich merkwürdig."
Pinto nickte nachdenklich. Er folgte ihrem Blick. "Glaubst du es hat was mit diesem Ort zu tun?", fragte er neugierig. Er war besorgt um seine Frau, seid er die Angst in ihren Augen gelesen hatte. Es übertrug sich augenblicklich auf ihn. "Sollen wir weiter fahren?"
"Ja und Nein.", gab sie zu. "Ich denke, dass der Ort dazu führt, dass meine Kräfte sich entfalten. Aber es ist nicht nur der Ort. Es ist noch etwas anderes. Aber ich komme nicht drauf. Ich muss mich konzentrieren, doch sobald ich versuche irgendetwas zu sehen, verschwindet es und ich bekomme Kopfschmerzen." Sie rieb sich die Schläfen. "Es ist wahrlich wie verhext."


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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Fr Feb 11, 2011 8:41 pm

"Mein kleiner Dreckspatz, hm?", liebevoll nahm Pinto seinen strampelnden Sohn aus dem Bett und wiegte ihn leicht hin und her. "Du scheinst schon wieder die Windel voll zu haben. Deine Mama und ich kommen kaum noch zum schlafen, weil du ständig in deine Windel machst. Und so viel isst du nun auch wieder nicht."
Er legte den kleinen Jungen auf die Wickelbank und begann seinen Strampler zu öffnen, um ihn von der stickenden Last zu befreien.
Wie gern hätte er auch Suni von ihrer Last befreit. Er liebte sie sehr, und die Angst, die ihr in den Knochen zu stecken schien, machte ihm selber Angst. Er wollte dass sie sich sicher fühlte und zu Hause. Nichts wollte er lieber haben, als dass und genau dass bekam er gerade nicht.
"Deine Mama ist erschöpft.", erklärte Pinto seinem Sohn sachlich. "Und dass ist gefährlich, weil sie noch deine Schwester in sich trägt. Ich will nicht, dass den beiden etwas passiert weißt du. Ich liebe sie, genau wie dich. Aber deine Mutter und ich können nichts tun. Ihre Kräfte.." Er biss sich nachdenklich auf die Oberlippe. "Irgendetwas scheint sie hier her gezogen zu haben und jetzt verstärkt irgendetwas hier ihre Kräfte...aber dass ist erst so seit..." Er stockte mitten beim schließen der Windel. "...seit die Nachbarn da sind."
Während er nun lautlos weiter überlegte, zog er Emilio wieder an und legte ihn zurück in sein Bett, wo er schließlich friedlich weiter schlummerte, als wäre alles unverändert.
Doch für Pinto hatte sich alles geändert. Er hatte eine Erkentnis, aber wusste nicht wie sie in dieses Puzzel passte. Das Stück schien auf eine komplizierte Art und Weise herein zu passen, aber niemand wusste genau wo, und da lag das Problem. Wo passte es?

Leise schlich er wieder in das Schlafzimmer, aber anstatt sich noch etwas hinzulegen, wie sonst immer, nahm er seine Klamotten aus dem Schrank und zog sich an. Nicht ohne dass schlafende Gesicht seiner Frau aus den Augen zu lassen, die immer noch friedlich träumte.
Oder träumte sie gar nicht friedlich? Was war, wenn die Kräfte ihr auch den Schlaf raubten, dass hätte starke Auswirkungen auf die Gesundheit von Suni und dem Baby. Wie konnte er ihr helfen? Wer war es, der ihr dass antat? Und wieso waren sie nicht einfach weiter gezogen?
Immer noch grübelnd trat er nach draußen, nahm sich seine Angel und gesellte sich an den See. Es war leichter für ihn nachzudenken, wenn er seine Ruhe hatte, und die würde er nicht haben, wenn er neben Suni im Bett liegen würde. Was konnte er tun?
Stunden vergingen, es wurde hell und die Vögel begangen zu singen, aber erst als Suni aus dem Wohnwagen trat und ihn rief, realisierte Pinto es.
"Liebling? Warum bist du denn schon wach?", rief sie überrascht und steuerte augenblicklich den See an. "Es ist noch so früh und dein Training beginnt doch erst später."
Pinto nickte, und verzog sein Gesicht zu einem Lächeln. "Ich konnte nicht mehr schlafen." Seufzend zog er die Angel wieder ein. "Ich hab über deine Situation nachgedacht. Über dass was du gesagt hast. Und mir ist etwas aufgefallen." Er drehte sich halb zu ihr, so dass er aus den Augenwinkeln ihren Gesichtsausdruck im Auge behalten konnte. "Du fühlst dich doch erst seid dem Zuzog der Nachbarn so, oder?" Sie nickte. "Könnte es nicht sein, dass es etwas mit ihnen zu tun haben könnte?"
Suni zuckte kurz zusammen, dann wurden ihre Augen groß und sie nickte. "Natürlich Pinto, wieso bin ich nicht früher darauf gekommen. Mein Gott, natürlich." Sie lächelte und mit den Händen auf ihrem Bauch ging sie hin und her. "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber wer kann es sein." Sie wies Pinto mit einer Handbewegung daraufhin still zu sein, als er etwas einwerfen wollte. "Isabella kann es nicht sein. Ich habe keinerlei magische Bände in ihr gesehen, sie ist praktisch so unmagisch wie du und das Baby."

"Dass Baby hat keine magischen Fähigkeiten?", fragte Pinto überrascht dazwischen, doch sie ignorierte ihn.
"Holly hat auch keinerlei magische Fähigkeiten, dass hätte ich ebenfalls gespürt und Henry ist so stark mit Isabella verbunden, auch dass hätte ich gemerkt." Sie blieb stehen und starrte ins Leere. "Natürlich. Natürlich! Es müssen die Nachbarn sein, die über Isabella eingezogen sind. Sie hat mir erzählt, dass die eine in ihrer Kanzlei arbeitet. Ihr Haar ist fast weiß und sieht aus wie Seide, hat sie erzählt." Suni nickte, als wollte sie sich selber zustimmen. "Außerdem hat Bella eine Art Aura erwähnt...die magische Aura, natürlich."
"Dass Baby hat keine magischen Fähigkeiten?", wiederholte Pinto schließlich noch einmal seine Frage. "Suni? Woher weißt du dass?"
Sie sah ihn verwirrt an, mit den Gedanken war sie noch bei den neuen Nachbarn. "Ich habs gehen.", teilte sie ihm nach kurzem Zögern mit und lächelte. "Ich sehe immer etwas, wenn ich meine Hände auf den Bauch lege, Pinto. Ich sehe, alles was sie denkt und fühlt. Und wenn ich Emilio anfasse sehe ich auch Dinge, die er fühlt und denkt."
"Ist dass bei allen Leuten?" Interessiert musterte Pinto seine Frau. "Ich meine, wenn du mich berührst, siehst du etwas?"
Suni nickte leicht und wandte den Blick ab. Für sie war es auch neu gewesen, aber es war so und sie wollte sich nicht unnötigerweise darüber unterhalten.
"Dass bedeutet, du kannst sehen, was ich denke?", hakte er neugierig nach.
Nun schüttelte sie energisch den Kopf. "Nein, Quatsch Pinto. Bei dir sehe ich deine Gefühle. Ich sehe deine Aura und ich sehe deine Stimmung. Ich kann weder deine Gedanken lesen, noch sehe ich irgendwelche Bilder." Sie kam ein paar Schritte auf ihn zu und nahm seine Hand. Im nächsten Moment schien sie in die Ferne zu sehen. "Wenn ich mich ganz stark konzentriere, kann ich in deine Zukunft sehen, aber dass kostet mich große Anstrenungen." Ihr Blick wurde wieder klar, und sie atmete tief durch. "Dass ist alles was ich kann."
"Und was ist mit Emilio?" Pinto konnte nicht locker lassen. Er wollte alles erfahren. "Hat er magische Fähigkeiten, oder ist er wie ich?"
"Nein, er hat magische Fähigkeiten.", antwortete Suni lächelnd. "Er schlägt da eher nach mir. Ich hab es gespürt und ich denke sie werden noch stärker, als sie jetzt sind." Sie seufzte kurz, drückte Pinto einen Kuss auf den Mund und riet ihm: "Mach dir keine Gedanken darüber, Pinto. Es hat alles seine Richtigkeit."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Sa Feb 12, 2011 10:48 am

"Suni?", schlaftrunken stieg Pinto aus dem Bett und spähte in das Kinderzimmer, doch es war leer.
Er gähnte und kratzte sich fragend am Kopf. Ein Blick auf die Uhr verrieht ihm, dass es gerade erst drei Uhr Morgens war. Keine Zeit, in der seine Frau aufstand. Schon gar nicht, nach der anstregenden Geburt der gemeinsamen Tochter, Karmelita, bei der es einige Schwierigkeiten gegeben hatte.
Er sah aus dem kleinen Fenster in Wohnwagen, durch dass merkwürdigerweise Licht drang. Zwischen Bäumen konnte er Suni erkennen, und jede Menge Kerzen.
Ohne lange zu überlegen trat er hinaus, in die kühle Nachtluft und machte sich auf den Weg zu der kleinen Baumgruppe hinter dem Haus. Schon von Weiten, konnte erkennen, was dass hier war. Er hatte es mal bei seiner Mutter und seinen Tanten gesehen. Es war ein so genannter magischer Kreis. Es wurden Kerzen angezündet, in einem Buch gelesen und ein riesiger Kessel stand in der Mitte, der leise vor sich hin köchelte.
"Was machst du hier?", fragte er in die Dunkelkeit hinein und sah sich um. "Und wieso mitten in der Nacht?"
Suni sah ein wenig erschrocken auf. Ihre Wangen färbten sich ein wenig rötlich, als sie ebenfalls um sich blickte. "Nach der Geburt von Karma, war ich so schwach, dass ich nicht einmal mehr in die Zukunft sehen konnte. Deine Aura und die von den Kindern war nur ganz schwach, und dass hat mir Sorgen gemacht." Sie blickte eine Sekunde auf das Buch, dass sie aufgeschlagen hatte. "Ich bin also aufgewacht, aufgestanden und habe angefangen einen magischen Kreis zu erbauen. Einfach um zu sehen, ob es mich stärkt. Und dass tat es wirklich. Ich fühl mich deutlich besser und gesünder. Es ist als würde die Macht des Kreises auf mich übergehen."
Pinto nickte. Keineswegs, weil er verstand, was Suni erzählte, eher weil er müde war und nur wollte, dass sie wieder ins Bett gingen. "Okay, dann lass uns schlafen gehen."

"Moment.", bat sie. "Ich bin gerade auf einer Spur, Pinto. Ich glaube ich bin nah dran heraus zu finden, warum es passiert ist." Suni deutete auf das Buch. "Ich muss noch so viel lernen, ich wusste nie wie umfangreich dieses Buch ist. Wäre ich geblieben, dann hätten sie mich bestimmt irgendwann aufgeklärt. Aber wieso haben sie mich nicht gebeten zu bleiben, wenn ich doch noch sie viel lernen musste? Ich dachte dass mit der Zukunft wär's. Ich meine, ich wusste nicht dass da noch mehr ist."
Pinto legte liebevoll seine Arme um ihren, vor Aufregung bebenden Körper und versteckte sein Gesicht in ihrem dichtem Haar. "Vielleicht musstest du es selber herausfinden, um dass zu werden, was du geworden bist. Ich denke deine Mutter wusste, dass du etwas Besonderes bist. Wie du weißt hat nicht jeder deine Fähigkeiten." Als sie seufzte drehte er sie zu sich um und blickte ihr tief in die Augen. "Liebling, wenn du momentan dass Gefühl hast, mit dem ganzen Kram überfordert zu sein, dann lass ihn erst einmal in Ruhe."
Sie nickte leicht. Anschließend schüttelte sie wieder den Kopf. "Nein, Pinto. Dass ist es nicht. Es ist eher das Gegenteil. Es fühlt sich an, als würden mich diese neue Sachen erst vollkommen machen. Als wäre ich vorher nicht ganz ich selber gewesen." Nachdenklich kaute sie auf ihrer Unterlippe.
Pinto nahm sie noch ein wenig fester in seine starken Arme. "Ich helfe dir, ich nehme dir die Kinder ab, damit du dich ausruhen kannst. Wenn du ausgeruht bist, wird es sicher leichter für, noch mehr heraus zu finden. Wir schaffen dass." Überzeugt küsste er sie auf die Stirn. "Zusammen schaffen wir dass."
"Ich bin so froh dich an meiner Seite zu haben.", flüsterte sie leise. "Und ich werde herausfinden, was es mit meinen Kräften auf sich hat. Und was es bei Emilio bewirkt." Ein wenig panisch sah sie zu ihm auf. "Was für Fähigkeiten wird Emilio wohl entwickeln? Und wann? Und wird er überhaupt irgendetwas können?"
Pinto lachte und schob sie sanft in Richtung Wohnwagen. "Dass alles werden wir irgendwann herausfinden. Aber nicht jetzt. Nicht um drei Uhr nachts."

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Re: Windy Willows

Beitrag  Finplay8 am Sa Feb 12, 2011 3:21 pm

Suni nahm den quägelden Emilio aus dem Hochstuhl und setzte ihn sich auf die Hüfte. "Wann musst du los?", fragte sie ihren Mann und versuchte möglichst gleichgültig zu klingen. Sie wollte nicht, dass er wieder ein schlechtes Gewissen bekam, weil er mal wieder einen Spiel außerhalb hatte. "Ich meine die Uhrzeit."
Pinto sah von der Schüssel mit Pfannkuchenteig auf. "Um neun werde ich hier abgeholt." Er seufzte leise und drehte sich zu seiner kleinen Familie um. Er betrachtete Emilio, der schon so groß geworden war und seine Suni, die nach der geburt von Karmelita noch etwas blass wirkte. Er ließ sie ungern alleine, mit den beiden Kleinen, aber er hatte Isabella gebeten so oft es ging vorbei zu schauen und Suni zu helfen. "Ihr kommt auch wirklich ohne mich klar?", fragte er bedrückt.
Suni lächelte. Doch gerade als sie etwas antworten wollte, flog die Schüssel, in der Pinto gerade gerührt hatte ohne menschlichen Zutuns von der Anrichte und fiel schäppernd auf den Boden, wo sie noch einige Zeit rollte und schließlich zum stehen kam.
"Was war dass?" Irritiert betrachtete Pinto dass durcheinander auf dem Boden, ohne Recht zu wissen wie es passiert war. Er hatte die Schüssel nicht fallen lassen. Sein Blick huschte zu Suni, die jedoch ebenso erschrocken da stand und auf den Boden sah. Dann fiel sein Blick auf den feixenden Emilio und seine Augen wurden groß. "War er dass?"

Suni folgte seinem Blick und starrte ihren Sohn einige Sekunden an. Dann lachte sie. "Ich glaube schon.", prustete sie. "Ich glaube wir haben die Fähigkeit unseres Kleinen gefunden."
Emilio betrachtete das Schauspiel mit einem breiten Grinsen, und als seine Mutter auch noch begann zu lachen klatschte er erfreut in die Hände.
Der Einzige der nicht lachte und keineswegs erfreut schien, war Pinto. "Du meinst, er kann Dinge bewegen, ohne sich selber zu bewegen?"
Nickend drückte Suni ihren kleinen Kaspar an sich. "Er scheint wirklich begabt zu sein.", stellte sie nach kurzem Zögern fest. Ihr Blick blieb an seinen grünen Augen hängen, die sie fragend ansahen. "Ich glaube Emilio, dass du ein Talent hast, was ich noch nie in meinem Leben gesehen habe."
Emilio klatschte abermals in die Hände und schlang seine kleinen Ärmchen um den Hals seiner Mama. "Lieb!", rief er dabei freudig aus und brachte die junge Mutter zum Lachen.
Pinto hingegen nahm sich einen Lappen und machte sich daran den Ärger auf den dem Boden aufzuwischen. Ihm missfiel es, dass Emilio so ein Talent zu haben schien. Er hatte sich damit abgefunden, dass er magische Kräfte haben würde, aber er hatte darauf gehofft, dass er ansonsten mehr oder weniger normal sein würde.
Suni spürte Pintos Unsicherheit und Ärger. Sie setzte den kleinen Emilio ab und legte beschwichtigend die Hand auf Pintos Schulter. "Liebling, nur weil er ebenfalls ein Talent hat, heißt es nicht unbedingt, dass er anders aufwachsen muss. Er ist ein Mensch wie du und ich, und so werden wir ihn erziehen."
Pinto schnaubte leise. "Natürlich und nebenbei zeigen wir ihm, wie man seine Kräfte steuert." Er lachte verächtlich. "Ein ganz normaler Junge."
"Was hast du denn erwartet?", fragte Suni scharf. Ihr hingegen missfiel Pintos aufbrausende Art zu dem Thema.

"Ich weiß nicht.", brachte er zögerlich hinaus. "Auf jedenfall nicht dass." Er deute auf das Durcheinander am Boden. "Ich dachte, dass er wie du, in die Zukunft sehen kann. So wie es viele in unserer Familie können. Und nicht, dass er so besonders ist wie...du." Hilflos ließ er den Lappen in die Spüle fallen. "Er kann Dinge bewegen!"
Lächelnd trat Suni einen Schritt auf ihren Mann zu und nahm seine Hände. "Pinto. Emilio ist etwas Besonderes, da hast du Recht. Und dass ist wundervoll. Er wird trotzdem wie ein normaler Junge aufwachsen nur dass er nebenbei lernt, wie man seine Kräfte beherscht und steuert." Sie warf dem kleinen Jungen auf dem Boden, der verträumt auf seinen Fingern kaute einen schmunzelnden Blick zu. "Ich glaub nicht, dass es beabsichtigt war, dass diese Schüssel herunter fällt. Er ist noch ein Baby. Er hat keine Ahnung was er tut."
Pinto schien ein wenig verstanden zu haben, denn er nickte ergeben. Seufzend legte er die Hand auf Sunis Bauch, der schon wieder leicht gewölbt war. "Na hoffentlich wird dass Kleine in deinem Bauch nicht magisch. Dann seid ihr ja in der Unterzahl." Er grinste.
Suni legte ihre Hände ebenfalls auf ihren Bauch und horchte. Sie nickte. "Dein Wunsch scheint sich zu erfüllen. Das Baby ist ebenfals nicht magisch. Es scheint als wären Emilio und ich bisher die Einzige." Mit einem verbündetem Lächeln strich sie ihrem Sohn über das pechschwarze Haar. "Dass wird uns aber nicht daran hindern hier die Kontrolle zu übernehmen."
Als Antwort gluckste Emilio erfreut und brachte so sogar seinen Vater zum Lachen.

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